vonEva C. Schweitzer 12.10.2018

Manhattan Media

Eva C. Schweitzer, Buchautorin, Journalistin und Verlegerin, über Amerika und über die Leute, die über Amerika schreiben.

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Zu den interessanten Seiten der Buchmesse zählen die technischen Neuerungen, mit denen die Nerd-Gemeinde dafür sorgt, dass Verleger nicht den Anschluss an die digitale Kurve verlieren. Gestern war ich auf eine Präsentation für eine Software, die voraussagen kann, ob ein Buch ein Bestseller wird. Wer könnte das nicht gebrauchen! Die Software scannt Texte, prüft die Storyline und die Charaktere, findet heraus, ob es ein Happy End gibt und ob das Manuskript spannend geschrieben ist. Dann gibt sie eine Einschätzung über das Verkaufspotential ab, so dass der Verlag nicht nur weiß, ob sich das Buch überhaupt lohnt, sondern auch, wie viele Exemplare gedruckt werden sollten. Damit das funktioniert, muss sich die Software allerdings in das Verlagsprogramm einarbeiten, ist dann aber in der Lage, per künstlicher Intelligenz dazuzulernen, damit die Voraussagen immer präziser werden. Die Firma, die das anbietet, heißt QualiFiction. Und wer weiß, vielleicht schreibt die Software demnächst auch die Bücher selber.

A propos Künstliche Intelligenz, gestern wurde das Buch 40 Jahre taz vorgestellt, ein dickes, dickes Buch, zweieinhalb Kilo, 40 Mäuse teuer, und leider gänzlich ohne Berliner Lokalteil (oder einen anderen Lokalteil), dafür aber mit vielen Originalseiten und neuen Artikeln. Das Buch erscheint mehr oder weniger pünktlich zum Umzug der taz.

Gestern abend konnten sich Verlage dann im Frankfurter Literaturhaus vorstellen, unter dem Motto #WIRMACHENBUECHER, mit einer Kiste Bier und ihrem Verlagslogo (obwohl das mit dem Logo offenbar irgendwie nicht so gut geklappt hat). Das Bier aber wohl. Mehr später an dieser Stelle.

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