vonChristian Ihle 12.01.2015

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

„Keiner von ihnen erreicht aber die Verlogenheit, Heuchelei und tiefe menschliche Verkommenheit des SZ-Redakteurs Hilmar Klute. Er, der jetzt verheult aus Paris berichtet („sie trauern mit Trotz und immer noch mit einem Rest von jenem Stolz, der heute einen tiefen Riss bekommen hat“) und ansonsten in seinem ganzen Leben noch kein Risiko eingegangen ist, insonderheit nicht in seinem pupsöden „Streiflicht“, schrieb 2012 über Charlie Hebdo, das Magazin sei „langweilig“, „so schlecht wie selten zuvor“ und handwerklich mittelmäßig: „Diese bebende Kühnheit ist in Wahrheit der zittrige Zorn von spätbürgerlichen Wüterichen, die glauben, daß die freiheitliche Ordnung täglich von durchgedrehten Islamisten gekippt werden kann.“

Viel wird jetzt geredet über das Wiederaufschwappen der Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Zunahmen aller Art, und all dies ist freilich schlimm genug – daß aber durch das Attentat eine Stimmung entsteht, in der eine solche Zäpfchengesinnung nicht geahndet wird, ja als Solidarität durchgeht, daß ein Klima aufkommt, in der eine sich soigniert gebende Spezialarschgeige wie der Hilmar Klute den Opfern von Paris ungesühnt ins Grab strullen darf, – darüber spricht wieder mal keiner.“



(Titanic-Chefredakteur Leo Fischer auf seiner Facebook-Seite über die SZ und den Journalisten Hilmar Klute



Schmähkritik-Archiv:
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (1): Musiker, Bands und Literaten
* 500 Folgen Schmähkritik – Das Archiv (2): Sport, Kunst, Film und Fernsehen

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/popblog/2015/01/12/schmaehkritik-597-ex-titanic-chefredakteur-leo-fischer-ueber-die-sz-und-den-journalisten-hilmar-klute/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Nicht als Schmäh- aber als Stilkritik:
    Verwenden Sie niemals, niemals, niemals Worte wie „insonderheit“, wenn Sie nicht gerade Verlautbarungen der preußischen Strafjustiz verfassen. Das Wort ist hässlich und im eigentlichen Sinne kein Wort, sondern eine krankhafte geistige Verrenkung des deutschen Ordnungsamtes.
    „Besonders“ oder „im Besonderen“ tut’s auch…
    Viele Grüße
    Oliver Korn-Choodee

  • Hatte dem lieben Hilmar schon im März 2011 eine Mail zugesandt – die aber nicht beantwortet wurde…..:
    „Es drängt sich der Verdacht auf, hier hört sich jemand gerne selber reden.
    Mensch Hilmar!
    Auf der einen Seite merkwürdige Lobhudelei über Große Kleinkünstler (!) wie Hildebrandt und Barwasser, andererseits kleinkariertes Gequengel über „affektierte Heulbojen“ wie Priol und die im selben Kontext genannten Georg Schramm und Bruno Jonas.
    Nochmal: Mensch Hilmar!
    Welche Probleme treiben Sie um?
    Satire ist nicht mehr das was Tucholsky vor 100 Jahren geschrieben hat.
    Satire ist heute auch der direkte Angriff auf Figuren, die den Angreifer nicht als Strafmaßnahme ins Gefängnis oder gleich ins KZ schicken dürfen – da muß man nichts umschreiben.
    Wenn man sich Leute wie Kauder, Brüderle und andere politische Wortakrobaten zu Gemüte führt respektive die Antworten dieser Kaste auf konkrete Fragen, so verwundert es nicht das entsprechende Reaktionen an Schärfe zunehmen.
    Zum Thema Merkel sollte eigentlich alles gesagt sein, unglücklicherweise ist Frau Merkel immer noch die Kanzlerin der Bundesrepublik und muß daher im Fokus bleiben.
    Was Herrn von und zu G. angeht, sollte der Ball wirklich extrem flach gehalten werden, Hilmar!, da erspare ich mir jeden Kommentar.
    Und was aber gar nicht geht, Lady Gaga eine witzige, kluge und großartige Sängerin – Mensch Hilmar!! Wo sind denn diese Informationen her? Aus der Bravo? Von RTL? SAT1? Oder gar aus der BILD?
    Kann natürlich sein das der ganze Artikel ein Aprilscherz ist, dann aber einen Tag zu früh.
    Mit den allerfreundlichsten Grüßen und zum Abschluß ein kleiner Apercu, in Abwandlung eines Spruches meiner im letzten Jahrhundert verstorbenen Großmutter, statt „vor Gebrauch des Mundwerks Gehirn einschalten“ – vor Gebrauch der Schreibmaschine ……

    Peter Rapp
    Fürstenfeldbruck“

  • Gossip, toll! Ich habe es doch geahnt, das mir etwas fehlt, seit ich bei Langeweile nicht mehr die Klatsch-Zeitschriften meiner Mutter durchblättere. Was sagt eigentlich Hilmar Klute dazu? Zero Rufmord bei 100 Prozent Schweigen oder nichtige Verteidigung?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.