vonChristian Ihle 14.04.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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FluxFM hat sich zum Abschluss ihrer schönen Reihe „Das große Ganze“ – in der Alben in ihrer Gänze durchgespielt und mit den Künstler besprochen werden – „DMD KIU LIDT“ von Ja, Panik ausgesucht und Andreas Spechtl und Stefan Pabst ins Studio eingeladen.

Das ist natürlich eine vortreffliche Wahl, gibt dieses Album doch Gesprächsstoff für Ewigkeiten. Demzufolge hat die finale Episode von „Das große Ganze“ auch eine Rekordlänge von beinah drei Stunden.

„Ich dacht’s mir auch grad: lauter Singles!“
(Stefan Pabst, Ja, Panik – Bassist)

„DMD KIU LIDT“ in dieser Art wieder zu hören unterstreicht wirklich noch einmal wie gut Ja, Paniks großes Werk damals war. Stefan Pabst sagt obigen Satz nach gut zwei Dritteln des Albums, selbst ganz verwundert wie toll diese Songs alle heute noch klingen und – was man vielleicht sogar ein wenig vergessen hat, weil erstens das Titelstück noch einmal alles überstrahlt und zweitens „DMD KIU LIDT“ so ein Statement als Ganzes war – wie alle einzelnen Songs für sich genommen wirken.
Am Ende bleibt festzustellen: all killer, no filler.

Es ist eine sehr hörenswerte Sendung, unterhaltsam und aufschlussreich. Zudem freut es mich natürlich, dass die Kollegen von FluxFM sich gleich mehrfach auf die hier im Popblog geführten damaligen Interviews zur Platte beziehen. Unter anderem Andreas Spechtls Analyse der deutschen Rockszene („Das Konzept Rockband ist ein Auffangbecken für machoide, kleingeistige, trottelige, schwanzfixierte Idioten“) oder an den allerersten Auftritt zum „DMD KIU LIDT“-Album als Secret Gig unter dem Namen The Troubles erinnern (Szenen aus dem angesprochenen ersten Auftritt finden sich hier), den sie schön mit dem Sex Pistols Gig in Manchesters Lesser Free Trade Hall 1976 vergleichen.

Die Sendung zum Anhören

bzw. hier ohne Musik auf Spotify als reine Interviewdatei

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