vonChristian Ihle 27.04.2026

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Ein unglaubliches Vierteljahrhundert ist es bereits her, dass Robert Stadlober mit „Crazy“ seinen großen Durchbruch erlebte. Fast eineinhalb Millionen Zuschauer gingen damals ins Kino um Stadlober neben Tom Schilling (und Alexandra Maria Lara und Julia Hummer!) in der Verfilmung von Benjamin Leberts Coming-Of-Age-Roman zu sehen.

Seitdem ist der Österreicher aus der Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken, spielte in guten („Verschwende Deine Jugend“) wie schlechten („Engel & Joe“) Punkfilmen, Literaturverfilmungen (Preußlers „Krabat“, ebenfalls 1,5 Mio Kinobesucher, oder Seethalers „Ein ganzes Leben“), umstrittenen Skandalfilmen (Roehlers „Jud Süss“) und weirden Arthouse-Experimenten („Anhedonia“, neben Blixa Bargeld und Dirk von Lowtzow), spielte neben Hader („Andrea lässt sich scheiden“) oder gleich Goebbels („Führer und Verführer“). Die großangelegte Serienversion von „Das Boot“, Schalkos „Kafka“ sowie zuletzt „Hundertdreizehn“ wiederum waren die großen Fernsehmomente in den jüngsten Jahren.

Nun läuft „Vier Minus Drei“, der neue Film des Regisseurs von „Rickerl“, dem Voodoo Jürgens – Film, im Kino an. Es ist harter Stoff: zwei tote Kleinkinder, eine zerstörte Lebenspartnerschaft und eine Ehefrau im Survivor-Modus, die irgendwie versucht, dieses unendlich tiefe Loch in ihr zu stopfen. Valerie Pachner und Robert Stadlober spielen das Paar im Zentrum dieser Tragödie.

Zudem ist Stadlober auch schon immer als Musiker unterwegs. Früher mit der Lemonheads-esquen Indierock-Band Gary (bei uns auch schon mal in den Alben des Monats), heutzutage solo mit einem bemerkenswerten Tucholsky-Programm, dem mit „Bellevue“ (Text: Tucholsy, Musik: Stadlober) eines der schönsten Berlin-Lieder der jüngeren Vergangenheit zu verdanken ist:

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Wir haben uns mit Robert über seine liebsten Filme unterhalten (übrigens 15 Jahre nach einem My Favourite Records – Fragebogen!)

·       Dein liebster Film im letzten Jahr?

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Islands von Jan Ole Gerster

·       Der beste Film der 70er?

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Die eine singt, die andere nicht – Agnes Varda

·       Der beste Film über Musik? Und warum?

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Spinal Tap – weil er wahrer als die Wahrheit ist

·       Die beste Dokumentation?

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Shoah von Claude Landzmann

·       Der/Die interessanteste Regisseur/In in deinen Arbeiten?

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Peter Patzak

·       Mit wem auf dem Regiestuhl würdest du am liebsten einmal filmen?

Maren Ade

·       Dein persönlich liebster / wichtigster Film in deiner Filmographie?

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Sommersturm

·       Lieber große Reichweite im Streamingregal mit Netflix & Co oder ein Film, der im Kino läuft?

Große Reichweite im Kino

·       Welcher Film hat (zuletzt) dein Leben verändert und warum?

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Before Sunrise: Weil er mir sehr früh und seitdem immer wieder gezeigt hat, dass nachdenkliches Schlendern und enthusiastisches Träumen eine Lebenshaltung sein kann.

·       Tom Schilling, August Diehl oder Daniel Brühl – und warum?

August Tom Brühl das wäre die Kombination der besten Frisuren des deutschen Gegenwartskinos

·       Der beste deutsche Film aller Zeiten?

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Chapeau Claque von Ulrich Schamoni

·       Der beste Film aller Zeiten?

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Le Pond du Nord – Jacques Rivettes

Der empfehlenswerte neue Film von Robert Stadlober, „Vier Minus Drei“, läuft seit heute im Kino.
Hier unsere Besprechung dazu.

Mehr von Robert Stadlober:
* My Favourite Records mit Robert Stadlober
* Album des Monats März 2010 / #2: Gary – One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji

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