Inspiriert von wahren Begebenheiten und angesiedelt im München der 1990er Jahre erzählt die Serie MÜNCHEN BEATS die fiktionale Geschichte zweier Familien, deren Schicksale eng mit der Schließung der Pfanni-Fabrik und der Entstehung des legendären Partyareals „Kunstpark Ost“ auf dem ehemaligen Werksgelände verbunden sind, das mit dort beheimateten Clubs wie dem Ultraschall (II)eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Techno in Deutschland gespielt hat.
Tobias Moretti spielt Theo Meinhardt, den Patriarchen des fiktionalisierten Lebensmittelunternehmens. Schon vor mehr als 20 Jahren erlebte der Tiroler Moretti seinen Durchbruch in der Fernsehserie „Kommissar Rex“ und hat nach etlichen Fernsehproduktionen vor allem auch in den Kinofilmen „Deutschstunde“ (Christian Schwochow), „Das Finstere Tal“ (Andreas Prochaska) und „Das ewige Leben“, dem vierten Teil der „Brenner“-Filme mit Josef Hader, überzeugt. Ein besonderes Highlight war zudem der Dreh von „Ein verborgenes Leben“ mit dem mythenumrankten amerikanischen Arthouse-Kauz Terence Malick.
Dein liebster Film im letzten Jahr (2025/2026)?
„Father Mother Sister Brother“
Dein liebster Film der 70er?
** „Taxi Driver“
** „Apocalypse now“
Dein liebster Film über Musik? Und warum?
„Rhythm is it“: Simon Rattle und Royston Maldoom erarbeiten mit jungen Menschen „Le sacre du printemps“, und diese erleben zum ersten Mal, was sie vollbringen und was sie bewirken können.
„Grenzen überschreiten – Daniel Barenboim über Musik“ (Teil 1): Die ersten Beethoven-Takte mit diesem Orchester aus arabischen und israelischen Musikerinnen und Musikern war aus heutiger Sicht, als könnte ein Gott ein seidenes Tuch des Miteinander über den ganzen Wahnsinn legen, und alles findet zusammen in Musik.
Deine liebste Dokumentation?
„We feed the world“
Welcher Film hat (zuletzt) dein Leben verändert und warum?
Ein Film inspiriert mich im Falle, aber verändert nicht mein Leben.
Der/Die interessanteste Regisseur/In in deinen Arbeiten?
Das sind einige: Terrence Malick, Andreas Prochaska, Christian Schwochow.
Mit wem auf dem Regiestuhl würdest du am liebsten einmal filmen?
Da gibt es mehrere Regisseurinnen und Regisseure, die mich interessieren würden.
Dein persönlich liebster / wichtigster Film in deiner Filmographie?
„Das finstere Tal“: Es war nicht nur ein toller Film, sondern die Arbeit selber war in vieler Hinsicht ein Grenzgang. Der skurrilste und schönste Showdown, den ich gedreht habe, war der in „Das ewige Leben“: zwei abgewrackte Typen, ein Herzinfarkt und ein altes Puch Moped.
Lieber große Reichweite im Streamingregal mit Netflix & Co oder ein Film, der im Kino läuft?
Diese Unterscheidung hat sich mittlerweile relativiert, nicht nur in der Wahrnehmung, auch in der Produktionsrelevanz.
Der beste deutsche Film aller Zeiten?
„Das weiße Band“ und „Toni Erdmann“
Der beste Film aller Zeiten?
„Der große Diktator“
„MÜNCHEN Beats“ ist in der ZDF Mediathek zum Abruf zu finden