vonHeiko Werning 28.03.2007

Reptilienfonds

Heiko Werning und Jakob Hein über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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SPIEGEL 13/2007
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https://blogs.taz.de/reptilienfonds/2007/03/28/die-neuen-npd-plakate-sind-da/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • @ Friederike Leonhard: Das Buch war gut, aber der Film war besser. Aber kennen Sie schon das inoffizielle Prequel?

    „Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte.“

    5. Buch Mose

  • […] Versuchen die Spiegel-Redakteure sich bei der Springer-Presse anzubiedern? Oder sind sie tatsächlich über das rechte Seiten-Aus gegangen und fühlen sich dort sogar wohl? Ursprünglich war Augstein mal angetreten, um die Demokratie zu wahren. Irgendwie jedenfalls. Mehr dazu bei der taz, ein alternatives Titelblatt bei Citronengras und eine alternative Verwendungmöglichkeit im taz-blog. […]

  • Im Netz gibt es ein interessantes Dokument zu diesem Thema, genannt „Der Minority Report“. Wer das über 400 Seiten dicke PDF durchgelesen hat, wird den Alltag mit Moslems mit Sicherheit auf eine ganz andere Art und Weise betrachten. Denn was da drin steht, ist leider nur allzu wahr.

    Ich hoffe daher, das meine Kinder und Enkel nicht eines Tages verschleiert oder barttragend durch Deutschland laufen müssen, wenn sie nicht im Namen Allahs geköpft oder zu Tode gesteinigt werden wollen!

  • […] Der Spiegel und sein Onlineableger mutieren zum Zentralorgan für Volksaufklärung und Propaganda. Die Tonart des Spiegel-Leitartikels und das zugehörige Titelblatt von dieser Woche haben erhebliches demagogisches Potential, das taz-blog titelte folgerichtig: “Die neuen NPD-Plakate sind da“, und so wie die angeblich “schleichende Islamisierung” in Deutschland angeprangert und wie Henryk M. Broder als Kronzeuge für diese aufgewärmten Überfremdungsmärchen und Terrorbedrohungssagen herangezogen wird, ist eine unerträglich groteske Inszenierung, die sich zusammen mit dem gestrigen Spiegel Online-Kommentar von Claus Christian Malzahn, und mit den aktuellen diplomatischen Komplikationen, wegen mutmaßlicher Grenzverletzungen britischer Soldaten, zu dem (verschwörungstheoretischen) Bild verdichtet, dass wir auf einen Krieg gegen den Iran eingestimmt werden sollen. In seinem Kommentar schwadroniert Malzahn über “Antiamerikanismus” und “Umerziehung der Deutschen” angesichts der Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins “Stern”, die konstatierte, dass “57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen – erklärten, sie hielten die USA für bedrohlicher als das religiöse Regime in Iran.”. […]

  • […] Der Spiegel und sein Onlineableger mutieren zum Zentralorgan für Volksaufklärung und Propaganda. Die Tonart des Spiegel-Leitartikels und das zugehörige Titelblatt von dieser Woche haben erhebliches demagogisches Potential, das taz-blog titelte folgerichtig: “Die neuen NPD-Plakate sind da“, und so wie die angeblich “schleichende Islamisierung” in Deutschland angeprangert und wie Henryk M. Broder als Kronzeuge für diese aufgewärmten Überfremdungsmärchen und Terrorbedrohungssagen herangezogen wird, ist eine unerträglich groteske Inszenierung, die sich zusammen mit dem gestrigen Spiegel Online-Kommentar von Claus Christian Malzahn, und mit den aktuellen diplomatischen Komplikationen, wegen mutmaßlicher Grenzverletzungen britischer Soldaten, zu dem (verschwörungstheoretischen) Bild verdichtet, dass wir auf einen Krieg gegen den Iran eingestimmt werden sollen. In seinem Kommentar schwadroniert Malzahn über “Antiamerikanismus” und “Umerziehung der Deutschen” angesichts der Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins “Stern”, die konstatierte, dass “57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen – erklärten, sie hielten die USA für bedrohlicher als das religiöse Regime in Iran.”. […]

  • Ach ja, all die Warnungen vor dem Islam treiben dem wohl Konvertiten zu. Der Islam ist gefährlich? Wie schön für die, die sich für harmlose, nette Religion nicht begeistern können.

  • „Beate, mein Sohn wird Mullah“…

    Nicht hoch genug loben, kann man die satirische Verknüpfung des Spiegel-Titels mit einer solchen Überschrift, die der Froschbeschützer Heiko Werning in der taz da bringt. Superklasse. Mein Blogposting der Woche!……

  • Der angebliche Prophet Mohammed soll 65 Kriege oder kriegerische Kämpfe bestritten haben, davon sogar 26 als Anführer. Er soll sogar Menschen eigenhändig verstümmelt haben und hat (angeblich) auch noch sein blutver-schmiertes Schwert von seiner jüngsten Frau Aisha putzen lassen. Diese Aisha soll er, als diese erst sechs Jahre (!) jung war, geheiratet haben. Sie soll eine (neben viele Sklavinnen) von seinen insgesamt 13 Frauen (da-runter auch jüdische Frauen!) gewesen sein. Auch soll er gesagt haben: „Ich blickte in das Höllenfeuer und sah, dass die Mehrzahl darin Frauen waren“. Wie kommt der dazu da auch noch eine Religion daraus zu machen? Dagegen war Jesus ja mehr als ein Engel. Stimmt das alles wirklich? Was zählt ist die Wahrheit. Wer kennt sich gut aus und kann das abklären?

  • Ich denke die Aussage der Symbolik des Spiegel-Titels – um den es hier ja anfangs ging – ist recht eindeutig.

    Die „Islamisierung“ ist scheinbar eine Nacht-und-Nebelaktion – Wachhund Spiegel schlägt Alarm in der nächtlichen „Stille“.

    Dem Begriff „Islamisierung“ kann man vorwerfen er suggeriere, der Prozess laufe auf die Absicht, Deutschland gezielt zu islamisieren hinaus. Tatsächlich haben wohl die lange nicht vorhandene Integrationspolitik, das verspätete Migrationsbewusstsein, ein Bildungssystem mit Schwächen und eine dem Menschen ganz natürlich anhaftende Fremdenangst ihren Teil dazu beigetragen, den Status Quo zu erreichen.
    (Ergo: Statt wie von Spiegel dargestellter Nacht-und-Nebel-Aktion, wohl eher Nachlässigkeiten der deutschen Politik und im deutschen Bewusstsein!)

    Diese Fremdenangst zu bedienen und das mit dem Verzicht auf eine dialektische Darstellung der Sache zu bezahlen, lässt doch darauf schließen, sich eines ordentlichen Populismus nicht zu schade zu sein.

    Immerhin ist es dem Spiegel gelungen ein Thema zu setzen. Die Titel der vergangenen Ausgaben sahen gegen die Zeitsche zeitlose Religionserie imho eher farblos aus.

    Ich beschränke mich auf die Titel-Symbolik, von einer Kritik des Inhalts des Heftes sehe ich ab.

  • die Anhänger ihrer bevorzugten Religion? Ich denke doch, dass die Mehrheit der taz-Leser vernünftig genug ist, keiner Religion anzugehören.

  • Was hat die zunahme der muslimischen bevölkerung mit islamisierung zu tun? Als was definieren sie überhaupt islamisierung?
    Wenn islamisierung für sie das aufweichen der menschenrechte ist, dann ist das durchaus dramatisch und absolut nicht hinnehmbar.
    Eine solche entwicklung kann ich persönlich aber nirgendwo feststellen.

  • Ich warte auf die Zahlen der taz zur Entwicklung der moslemischen Bevölkerung für 2020, 2050 und darüber hinaus. Vielleicht leben wir Normalos ja in einer Matrix, und nur die taz-Leute sehen die Welt, wie sie wirklich ist, ohne Islamisierung.

    Oder aber die taz will nur die Anhänger ihrer bevorzugten Religion (mit dem Christentum hat man’s ja nicht so) schützen, so wie auch vor den „notorischen türkischstämmigen Frauenrechtlerinnen“ (O-Ton taz!).

  • Oh, Entschuldigung, habe es oben korrigiert.

    Der Punkt ist doch die Art der Darstellung: Während das Titelblatt quasi eine schleichende Übernahme durch den Islam als bedrohliches Schreckgespenst an die Wand malt, kann davon doch gar keine Rede sein, wie u. a. Herr Rohe (und nicht nur der) richtig darstellt.
    Bei der Darstellung des (allerdings tatsächlich arg verquast begründeten) „Skandal-Urteils“ z. B. lässt der SPIEGEL in seiner Geschichte, trotz eingehender Darstellung, wichtige Details einfach außen vor, auf die Johny Eisenberg zu Recht hinweist. So entstehen einfach falsche Eindrücke, und eine ohnehin herumwabernde Angst vor „dem Fremden“ wird geschürt.

    Putzig auch, dass es jetzt plötzlich als skandalös und gesellschaftsbedrohend gelten soll, dass einige (!) muslimische Eltern z. B. einem gemischtgeschlechtlichen Sportunterricht nicht zustimmen – das ist nun wirklich noch nicht allzu lange her, dass dies von christlich orientierten deutschen Eltern mit derselben Vehemenz abgelehnt worden wäre.

    Es geht mir keineswegs darum, real bestehende Probleme nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, aber diese xenophobe Instinkte bedienende Darstellung, die sollte man schon mal ordentlich ins Visier nehmen – und in der Diskussion doch bitte die Kirche bzw. die Moschee im Dorf lassen.

  • Sehr geehrter Herr Werning,

    Sie haben anscheinend zweimal den gleichen Artikel verlinkt.
    Liest sich interessant, sagt aber m.E. zu den SPIEGEL Fakten nichts anderes.

    Was an dem Titel „hetzerisch“ sein soll, erschliest sich schlichteren Gemütern wir mir nicht auf den ersten (und auch nicht auf den zweiten) Blick.

  • Naja, leicht überzogen ist die panikmache von wegen islamisierung schon. Klingt ja fast wie „überfremdung“.
    Fand das cover auch überzogen.

  • Arbeiten Sie sich wieder mal am SPIEGEL ab?
    Aber leider gibt es eben Fakten und die sind nicht wegzudiskutieren….

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