vonHeiko Werning 10.04.2010

Reptilienfonds

Heiko Werning und Jakob Hein über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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Am Freitag, 16. April 2010, stelle ich im La Luz in den Osramhöfen im Wedding (20.30 h) der staunenden Weltöffentlichkeit im Wedding mein neues Buch „Mein wunderbarer Wedding“ vor. Darin sind zahlreiche Geschichten versammelt, die ein schillerndes Panoptikum der Bewohner des Problemkiezes entwerfen: durchgedrehte Fundamentalchristen mitten in der Hochburg der Islamer, aufgeplusterte Migrationshintergründler, die einem den  Weg weisen, türkische Restaurantbesitzer, die mit deutscher Küche zu Reichtum gelangen wollen, Friedrich der Große, Trend-Journalisten, Alkoholiker und ganz viele Ratten und Motten.

Zur Buchpremiere werden meine Freunde und Lesebühnenkollegen Ahne, Daniela Böhle, Nils Heinrich, Uli Hannemann,  Hinark Husen, Frank Sorge, Paul Bokowski und Robert Rescue ihre Lieblingsgeschichten aus dem Buch vorlesen. Ich verrate (vielleicht) brisante (vielleicht) Hintergründe zur Entstehung des Werkes und des Weddings. Manfred Maurenbrecher, Jan Koch und Nils Heinrich steuern Lieder dazu bei. Und Live-Tanz-Musik besorgt das Latino-Duo Dos Amapolas vom Latin@rama-Blog nebenan.

Alle müssen kommen! Es soll ein großes Fest werden!

Das Buch selbst immerhin hat erste freundliche Resonanzen erhalten. Alexander Reich lobt es in schönen Worten in der Jungen Welt, wobei er gleich selbst noch ein paar feinsinnige Weddingbeobachtungen einstreut.

Und Mark-Christian von Busse meint in der Hessischen Allgemeinen u. a.:

Werning lebt fast 20 Jahre im Wedding und amüsiert sich, dass sein Kiez von Journalisten abwechselnd als Krisengebiet mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen oder als kommendes In-Viertel beschrieben wird. Der Blick des Berliner Lesebühnen-Autors, Liedermachers und Reptilienfreundes ist realistischer – und humorvoll. Es ist sehr komisch, wie er das eherne Gesetz des Weddings schildert: das gegenseitige Ignorieren, ob aufgeplusterte Gangs, Pfingstler oder ein Friedrich-der-Große-Double. Und wie fatal, weil umständlich, es sein kann, den pakistanischen Hausmeister Akshat durch eine anonyme Hausmeisterserviceagentur zu ersetzen, das können auch Nicht-Wedding-Bewohner nachvollziehen.

Wer sich schon mal ein eigenes Bild machen möchte: Die Jungle World veröffentlichte im Dossier der letztwöchigen Ausgabe einige Geschichten aus dem Buch.

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