vonJakob Hein 13.12.2014

Reptilienfonds

Heiko Werning und Jakob Hein über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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Hartmut Mehdorn kommt nicht aus den Schlagzeilen raus, er geht in die Schlagzeilen rein. Nun will der agile 87-jährige neben seiner Leitung des Berliner Groß- und Zentralflugfeldes BER auch noch das Netz der kürzlich geschlossenen Burger-King-Filialen übernehmen. Dazu legte der in Warschau geborene Ingenieur und Numismatiker jetzt seinen Sanierungsplan vor.

Der Plan sieht vor, das Filialnetz von derzeit 89 auf 250-700 Filialen auszuweiten, wobei auch zahlreiche Ladengeschäfte im Ausland vorgesehen sind. Dann plant Mehdorn, die Fläche der einzelnen Lokale von derzeit durchschnittlich 94,5 Quadratmeter auf durchschnittlich 200-250 Quadratmeter pro Fililale zu erweitern. Außerdem sollen die Gewinnspannen auf die angebotenen Speisen deutlich gesteigert werden, einerseits indem das Angebot um kleinere Portionen erweitert (nachgedacht wird über einen Hobbit-Burger mit 20 g bestem Rindfleisch) und andererseits die Preise den neuen Marktgegebenheiten angespasst werden sollen. Für die Kunden wird es sicher zunächst eine Umstellung, wenn sie beispielsweise für einen Whopper 8 Euro bezahlen sollen, aber anders, so Mehdorn, sei die Neuaufstellung des Unternehmens nicht zu bewerkstelligen.

„Wir stehen im Wettbewerb mit internationalen Mitbewerbern, da können wir uns Sentinementalitäten nicht leisten“, erklärte der unterforderte Großwildjäger auf der Pressekonferenz.

Bis wann das neue Konzept umgesetzt wird und dann wieder erste Filialen eröffnet werden können, dazu wollte sich Mehdorn noch nicht äußern. Zunächst müssten ja die Umbaumaßnahmen realisiert werden. Geplant sei auf jeden Fall, zu dieser Thematik in ungefähr einem Jahr Stellung zu nehmen. Die Kunden forderte Mehdorn auf, sofort und regelmäßig die Kosten für ihre Burger-Menüs an das Unternehmen zu überweisen, weil es sonst zu Verzögerungen kommen würde. Dies gelte auch und gerade dann, wenn die Kunden derzeit von Burger King kein Essen zur Verfügung gestellt bekämen. Auf jeden Fall sei die Einrichtung einer „King Fly“-Filiale geplant, wo die Kunden im weltweit ersten Schnellrestaurant ihre Bestellung aus dem Flugzeug aufgeben und anschließend auf ihren Platz geliefert bekommen würden.

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