vonJakob Hein 24.01.2015

Reptilienfonds

Heiko Werning über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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Ich persönlich bin heilfroh, dass endlich einmal der – ach so feine – Konsens zwischen Politik und Medien in Frage gestellt wird. Endlich muss man sich nicht mehr in irgendwelche Ecken stellen lassen, wenn man mal fragt, was hier eigentlich so los ist? Wenn man einfach mal offen ausspricht, frank und frei, was einen schon lange bewegt und sich nicht mundtot machen lässt von den Mächtigen so wie früher. Jetzt können es sich die Herrschaften aus Politik, Wirtschaft und Medien nicht mehr leisten, jeden gleich als Verrückten, Rechten oder Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, der unbequeme Fragen stellt. Das hat ja bisher wunderbar geklappt in unserer angeblich so offenen Gesellschaft. Aber die wirklichen Sorgen der Bürger, der einfachen Leute auf der Straße – für die interessiert sich einfach niemand. Wenn man mal eine X-beliebige Zeitung aufschlägt oder sich das Polittheater im Fernsehen anschaut – kann man schon ins Grübeln kommen. Nichts als Phrasen und allgemeines Blabla. Aber mal die wirklichen Probleme anzusprechen und über das zu reden, was eigentlich so los ist – Fehlanzeige. Da fragt man sich wirklich manchmal: wollen die nicht oder können die nicht? Sind die so vom Ausland und anderen Kräften gesteuert, dass sie nicht ein einziges Mal den Finger auf die Wunde legen können? Wer verbietet denen das? Warum sagen die denn nicht einmal, was hier eigentlich los ist? Die müssten doch noch viel mehr Informationen haben als wir und wir sehen doch schon, dass hier so einiges schief läuft.

Warum können die Damen und Herren nicht einmal konkret auf die Punkte kommen, die uns als Volk wirklich interessieren? Warum labern sie nur allgemeines Zeug, vertrösten auf später und sprechen nicht die Dinge aus, um die es doch in Wahrheit gehen müsste. So schwer ist es doch nicht. Es gibt ein paar ganz, ganz einfache Lösungen, die man einfach nur mal machen müsste. Einfach nur mal machen. Nicht immer nur reden, reden, reden. Handeln. Machen. Aber das geht dann auf einmal wieder nicht. Wenn es konkret wird, wenn man einfach sagt: Erstens, zweitens, drittens, so wie wir das tun, dann kneifen sie auf einmal. Alles könnte so einfach sein. Es müssten nur alle mal damit aufhören, Phrasen zu dreschen, mit anpacken und los! Ruck zuck wären die drängensten Probleme gelöst. Dafür brauche ich keine Klausurtagungen und keinen Parlamentarismus. Das wäre das Beste für alle, wenn nur alle mitmachen würden. Wenn die Leute nicht so verblendet wären von diesen inhaltslosen Reden, diesen ewig gleichen Floskeln – das haben wir langsam satt. Wortgeklingel und Platitüden – aber keine Lösungen. So kann es doch echt nicht weitergehen. Ist doch kein Wunder, dass den Leuten das langsam mal gewaltig stinkt. Warum kommt denn keiner und sagt einfach mal, worum es geht und wie man das ändern kann. Stattdessen nur Gesums und Wortgeklingel. Phrasen werden gedroschen – das haben wir alles schon Tausend Mal gehört. Es wird wirklich einmal Zeit, dass etwas anders und vor allem alles besser gemacht wird. Die Leute verdienen gutes Geld damit, uns zu verdummen – das kann es doch einfach nicht sein. Warum machen die nicht einfach mal ihren Job? Mehr verlangen wir doch nicht – aber auch nicht weniger. Einfach nur ihren Job machen. Das machen wir doch auch. Aber wir verdienen dafür keine Millionensummen, sondern einfache und ehrliche Gehälter, von denen wir sauer sparen müssen. Jeden Cent drehen wir mittlerweile zweimal um – und wofür? Wofür, frage ich? Das kann es einfach nicht sein! Hallo! Merkt da oben noch irgendeiner irgendwas? Geht es noch? Kann es sein, dass hier was gewaltig, aber gewaltig schief läuft? Kann das mal sein? Warum sagt denn nicht mal einer, was so läuft? Ross und Reiter nennen, konkret, glasklar. Unser Volk und unser Land haben mehr verdient als Blablabla.

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https://blogs.taz.de/reptilienfonds/2015/01/24/konkret-werden-schluss-mit-dem-gerede/

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kommentare

  • Wer sagt das oben Geschriebene: Der Bürger oder der Psychiater Jakob Hein? Ich frage mich, ob der Text als eine Art Therapie für Pegida-AnhängerInnen gemeint ist.

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