vonJakob Hein 11.03.2016

Reptilienfonds

Heiko Werning und Jakob Hein über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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Heute habe ich diesen Zettel in unserer an Zetteln nicht eben armen Gegend im Prenzlauer Berg entdeckt. Eine Produktionsfirma sucht Familien, die an „einer spanennden Öko-Challenge“ teilnehmen wollen, „bei der es darum geht, den eigenen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten (Vorerfahrungen sind nicht notwendig)“.

Da habe ich mich umgesehen: Hinter mir der angeblich größte Biomarkt Europas mit angeschlossenem Parkhaus, in dem die Menschen mit ihren Großautos einkaufen fahren, die sie kostenlos parken können, wenn sie nur genügend Bio-Umsatz machen, vor mir riesige Trennmülltonnen und neben mir (neuer Trend:) mit Hundekacke gefüllte Hundekackebeutel, die genau dort liegen, wo früher die Hundekacke ohne Beutel lag.

Und da habe ich mich entsetzt gefragt: Seit wann eigentlich hängt dieser Zettel schon dort?

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https://blogs.taz.de/reptilienfonds/2016/03/11/quo-vadis-prenzlauer-berg-was-ist-hier-los/

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kommentare

  • @ Jakob Hein

    Klasse, besser hätte ich’s nicht ausdrücken können… Ich wünsche Ihnen mit den besten Absichten einen wundervollen, bald wieder sonnigen Donnerstag 🙂

    Zum Post selbst: nichts neues im Prenzl‘, deshalb bin ich da weggezogen 😉

  • @tafellöser&wolff: Ihr Kommentar ist ein großartiges Beispiel dafür, warum die Kommentarkultur einfach nicht funktioniert. Irgendwie wollen Sie Ihr Missfallen gegenüber dem Blogpost oder seinem Autor ausdrücken, irgendwie wollen Sie dabei witzig sein, gleichzeitig aber auch beleidigend. Sie greifen zunächst zum „du“, soweit so üblich. Dann schreiben Sie etwas, dass darauf hinweisen könnte, dass der Autor erst spät lesen gelernt hat. Damit deuten Sie an, dass Sie den Autor für einen eben gerade dem Analphabetismus Entronnenen halten, er sich somit schriftlicher Bemerkungen zum Zeitgeschehen in Form eines Blogs zu enthalten habe, während Sie durch einen gewitzten Querverweis auf vermeintliche „Hochliteratur“ über diesen Niederungen schweben. Diese Kritik leidet einerseits daran, dass sie sich selbst infrage stellt. Warum lesen und kommentieren Sie Blogposts solcher Stümper?, fragt sich vermutlich ein Leser Ihres Kommentars. Zum anderen ist die Syntax Ihrer harschen Kritik fragwürdig, was sich angesichts ihres Inhalts ungünstig auswirkt. Im Ergebnis tragen Sie nur zur Vermehrung der schlechten Laune in der Welt bei. Zur Strafe wünsche ich Ihnen einen schönen Tag voll guter Laune.

  • „Und da habe ich mich entsetzt gefragt: Seit wann eigentlich hängt dieser Zettel schon dort?“

    ganz einfach : schon seit der zeit, bevor du lesen gelernt hast.

  • Klingt nach Öko-Missionaren, die im Zeugen-Jehova-Style (Familienreise) neue Schäfchen für ihre Eroberung der Welt akquirieren wollen. Spannung, Spiel und Abenteuer! Fehlt nur noch Schokolade.

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