vonBen Gerten 11.04.2009

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Karfreitag in Rio: Im Stadtzentrum von Rio haben sich einige tausend Glaeubige zu einer Auffuehrung der Leidensgeschichte Jesu versammelt. Von weitem hoert sich das Spektakel am historischen Arcos da Lapa  wie eine Demonstration an. Auch die Militaerpolizei, die ueberall praesent ist, erinnert eher an Demonstrationsbegleitung. Erst als man dem Platz naeher kommt, entpuppt sich der Auflauf als gaenzlich katholische Veranstaltung.

Den Europaer verblueffen an einem solchen Abend nicht die Musik und nicht das grosse Aufgebot an Statisten oder die roemischen Soldaten mit ihren goldenen Uniformen und dem roten Puschel auf dem Helm. Verblueffend findet er die weissgekleideten Balett-Taenzerinnen beim Auftritt von Pilatus und vor allem den affektierten Auftritt des Pilatus selbst. Der soll dann wohl schwul sein, schimpft meine befreundete brasilianische Journalistin.

Frau Prokop haette gesagt: Peter Ustinov hat doch als Nero den ultimativen durchgeknallten Diktator gegeben. Der Auftritt gestern in Rio war weder religioes noch komisch.

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