vonCaro 23.03.2026

Fotoblog Streetart

Geklebtes, Geschriebenes, Gesprühtes – es gibt Vieles, was die Straßen der Stadt erobert. Hier gibt es Fotos davon zu sehen.

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Seit Mitte Oktober ist im Museum Neukölln in Britz eine bunte Ausstellung namens „ZEICHEN.SPRACHEN.STADTRAUM. Streetart und Graffiti in Neukölln zu sehen. Ich habe meine Expertise beigesteuert und maßgeblich an der Ausstellung mitgewirkt. Das war ein tolles Projekt für mich in 2025! Die Ausstellung läuft noch bis zum 31.05.2026 und ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Alle Texte in der Ausstellung sind auf Deutsch und auf Englisch, der Zugang zur Ausstellung ist rollstuhlgerecht.

Zeichen.Sprachen.Stadtraum-Ausstellung: Leinwände, Fotos, Künstler*innen-Ecken

Auf drei großen Leinwänden im Raum wird die Stadt mittels längerer Abfolgen von Bildern in den Raum reingeholt, manche versehen mit kurzen erklärenden Texten. Es fühlt sich an, wie durch die Stadt zu laufen und zu schauen, was Leute da so an den Wänden kommunizieren und hinterlassen. Für Menschen, die viel in Neukölln unterwegs sind, wird es in jedem Fall das „ah, das kenne ich doch, das ist bei mir gleich um die Ecke“-Gefühl auslösen. Wer verweilen mag, bekommt einen rauschenden Überblick von vielen verschiedenen Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum der Jahre 2024 und 2025 in Neukölln zu sehen.

ZEICHEN.SPRACHEN.STADTRAUM: Fotografin Tanja Schnitzler

Gerahmt werden die drei Seitenwände der Ausstellung mit Fotos von den Fotokünstlern Jürgen Hohmuth und Maximilian Meisse mit verschiedenen Blickwinkeln auf präsente Graffiti im Stadtraum. Tanja Schnitzler, die dritte Fotokünstlerin, hat sich dem ganzen Thema menschlich genähert. Von ihr sind unter anderem die Foto-Portraits der sieben Künstler*innen und Crews, die in den im Raum stehenden „Kabinen“ näher vorgestellt werden – sie hat mit ihren Fotos die nahbaren Menschen, die in der Anonymität arbeiten, in den Fokus gerückt.

Verteilt im Raum finden sich Kabinen, in denen sieben verschiedene Akteure vorgestellt werden, die Streetart und/oder Graffiti in Neukölln machen, mehr oder weniger lang. Gezeigt werden ein Foto-Portrait – anonymisiert oder mit offenem Gesicht, mehrere Fotos von ihren Interventionen im öffentlichen Raum, einem Objekt, das sie mitgebracht haben und Kernstück sind die Interviewtexte, die aus zum Teil mehrstündigen Interviews geschrieben wurden. Sie bieten konkrete Einblicke in ganz verschiedene Motivationen und Vorgehensweisen, sich im öffentlichen Raum zu äußern. Von Adbustings von DIES IRAE (instagram), über die Unicorns von Roy Draws (instagram), die Korkmenschen auf Straßenschildern von Joy Fox, die Kommentare und Gedanken von faucht! zum Thema Stadt, die mich zum Nachdenken anregen, die konkret abstrakten Vulven auf Fliesen von Frau Bischoff (instagram), bis hin zu den Graffiti der FLINTA*-Crew PMS (instagram) und die weiß-Blauen Hertha-Fußball-Graffiti von HM03.

Zeichen.Sprachen.Stadtraum-Ausstellung im Museum Neukölln: eine persönliche Tour durch urbane Interventionen in Neukölln ab 2004 von Caro Eickhoff

An der vierten Wand hängt eine persönliche Stadtführung in Fotos von mir durch Neukölln und durch die Zeit, ab 2004.

Zeichen.Sprachen.Stadtraum: eine persönliche Tour durch Neukölln ab 2004, von Caro Eickhoff

ZEICHEN.SPRACHEN.STADTRAUM.
Graffiti und Streetart in Neukölln.

Unter der Leitung von Matthias Henkel, kuratiert von Anika Birker und Lisa Hirsch.

Museum Neukölln
Alt-Britz 81, 12359 Berlin

Das Format MUSEUM IM DIALOG bietet kuratierte Spaziergänge durch Neukölln (mit mir :-)), Führungen durch das Kurator:innenteam und inhaltliche Diskussionsveranstaltungen.

Zwei Streetart- und Graffiti-Führungen stehen an:

Sonntag, 12.04.2026 um 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich über die Webseite der Volkshochschule Neukölln – die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Sonntag, 10.05.2026 um 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich über die Webseite der Volkshochschule Neukölln – die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

 

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