vontazlab 09.04.2018

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Ist es nicht eigentlich ganz einfach: Dem oder der Tüchtigen gebührt aller Lohn? Leistungsträger*innen müssen honoriert werden, am besten in Geld? Linke und Alternative lehnen eine solche Gleichsetzung von Leistung und Belohnung ab.

In den siebziger Jahren lebte die linke Bewegung von der Kritik an der, wie es damals hieß, „Leistungsgesellschaft“. Heutzutage ist von diesen Einsprüchen gegen den Stress des dauernden Erbringens von qualitativ bestem Output (vor allem im Job, am Arbeitsplatz) kaum mehr etwas zu hören.

Nina Verheyen, Historikerin an der Universität Köln, hat aktuell ein sehr schönes, lesenswertes Buch herausgegeben, Titel: „Die Erfindung der Leistung“. Sie belebt die Kritik am neoliberalen Leistungsbegriff: Wer gute, aber keine makellosen Noten im Examenszeugnis stehen hat, kann für einen Job dennoch besser geeignet sein als jemand, bei dem überall nur eine 1 steht. Ihre These: Für den Job kommt es auf diese Noten nicht so sehr an.

Mit Verheyen disputiert Klaus Lederer, Berlins Kultursenator, Ex-Landeschef der Linkspartei. Er grübelt darüber, warum die Linke mit der Idee von Leistung generell ein Problem hat.

JAN FEDDERSEN, Kurator des taz lab

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