vontazlab 21.04.2018

taz lab

Gedanken, Ideen, Eindrücke, Berichte – das taz lab Blog ist die kleine Version der großen 24h-Denkfabrik der taz.

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Von Johannes Oswalt

Lucas und Jakob sitzen auf einer Treppe im Foyer des Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die beiden sind 17 Jahre alt und markieren mit Textmarkern Veranstaltungen im Programm des taz lab. An ihnen laufen die ersten Besucher*innen vorbei. Manche im Anzug, manche mit Kleid und manche mit  Wanderschuhen und buntem Fleece. Lucas und Jakob werden gebeten, sich umzusetzen.

Der taz-Chor nimmt Aufstellung. Schwarze T-Shirts mit roten Panthern, roter Blumenanhänger, rotes Poloshirt, schwarze Hosen. Applaus für den Chor. Mit fünfminütiger Verspätung gibt eine Stimmgabel den Auftakt zum taz lab 2018 – „Wie wollen wir arbeiten?“, das Motto dieses Jahr. Es wird vierstimmig und dreisprachig gesungen: Italienisch, Englisch, Deutsch. Kristina Jean Hayes hat den Chor im Griff. Mit großen fließenden und kleinen taktvollen Bewegungen dirigiert sie.

Das Morgenständchen im Haus der Kulturen der Welt bietet Leichtes und mit “Fa una canzone” auch italienische Rennaissance. Den größten Applaus gibt es für “Dummheit siegt”. Der Text wird ähnlich wie beim Beatboxen mit kleinen Luftstößen aus den Mündern kraftvoll vorgetragen. “Gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen”, lautet das Fazit.

taz-Chefredakteur Georg Löwisch eröffnet mit einem Zitat seiner Frau: “Du willst heute arbeiten?” Doch für ihn sei das taz lab keine Arbeit. “Diese Denkarbeit ist vergnüglich und das taz lab das einzige Event mit Schönwettergarantie.” Recht hat er! Die Sonne scheint – und soll es noch den gesamten Tag über tun.

Das Thema habe sich ein hanseatischer Arbeiter ausgedacht. Es sei breit genug für diverse Veranstaltungen und gleichzeitig lassen sich daran konkrete politische Forderungen knüpfen. Zudem  betreffe die Lebensrealität von uns allen. Auch hier hat er Recht. Ich arbeite, der Rest hat Spaß.

Der Hanseatische Arbeiter ist Redakteur bei der taz. Jan Feddersen. Erfinder, Kurator, Vater des taz labs.  Er hält sich kurz. Das lab schöpfe aus der Vorarbeit von taz.meinland, sagt er und zählt die Mitarbeiter*innen, die drei Monate für das lab gearbeitet haben, einzeln auf. Besonders hebt er die Vorarbeit von Malaika Rivuzumwami hervor. Man solle sich vor ihr verbeugen.

Das taz lab beginnt. Es hinterlässt einen ersten guten Eindruck. Es wirkt groß. „Kein großartiger Gast ist so groß wie das taz lab“, so Löwisch. Gleichzeitig kommt es vergnügt und leicht daher mit Musik und schönem Wetter. Lasset das lab beginnen.

Ich hole mir einen Kaffee.

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