vonteamtazost 05.08.2019

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Hier bloggen die taz-Reporter*innen aus Dresden und Berlin zu den Landtagswahlen 2019 in Sachsen und Brandenburg. #tazost

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von Jana Lapper

Nicht mal mehr vier Wochen sind es noch bis zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Das merkt man am Dresdner Stadtbild: Die Wahlplakate der Parteien zieren jeden Laternenmast der Stadt. Jene der AfD hängen besonders hoch, damit niemand rankommt.

Besonders groß sind die Plakate der CDU. Auf einigen krempelt sich Michael Kretschmer voller Tatendrang die Hemdsärmel nach oben, um für das sächsische Handwerk zu werben. Tatendrang und überdimensionale Plakate braucht der amtierende Ministerpräsident bei der anstehenden Wahl auch: Seine CDU ist laut jüngster Umfrage zwar vorne, die AfD folgt ihr aber dicht und hat Chancen, stärkste Kraft zu werden. Kretschmer ist daher fleißig auf Wahlkampftour. taz-Reporterin Christina Schmidt begleitet ihn dabei in dieser Woche.

Nicht mehr für die Wahl kandidiert der linke Landtagsabgeordnete Klaus Bartl. Doch ganz wollte er sich nicht aus der Politik zurückziehen, er sitzt jetzt im Stadtrat von Chemnitz. Was einen Landespolitiker dazu bewegt, auf Kommunalpolitik umzusteigen und was das mit den Ausschreitungen in Chemnitz 2018 zu tun hat, beschreibt Juliane Fiegler in dieser taz auf Seite 6. Sie hat Bartl in seinem Dresdner Büro getroffen und dort auch erfahren, warum er nun Akten zum „Sachsensumpf“ schreddert. Was das gleich wieder war? Wer sich nur mehr dunkel daran erinnern kann, sollte dieses Porträt lesen: Die Affäre ist bis heute nicht ganz aufgeklärt.

Geklärt ist auch nicht, was mit dem Dorf Pödelwitz am Rande des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain südlich von Leipzig passieren soll. Als die Kohlekommission Anfang des Jahres das Aus der Braunkohle besiegelt hat, begrüßten viele den Beschluss. Doch die Zukunft von Pödelwitz ist weiter ungewiss, denn der Kohlekonzern Mibrag hat noch viele Jahre die Lizenz zum Baggern. Dem würde auch das Dorf zum Opfer fallen, das heute schon fast verlassen ist. Jens Hausner ist einer von knapp 30 Menschen, die geblieben sind. Linda Peikert hat ihn und andere Aktivist*innen getroffen, die beim sogenannten Klimacamp auf die schwierige Situation vor Ort aufmerksam machen und in Workshops voneinander lernen. Bis zu 1.000 Besucher*innen erwarten die Organisator*innen bis zum 12. August.

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