vontazpanterstiftung 29.11.2019

taz Panter Stiftung

Die taz Panter Stiftung fördert seit ihrer Gründung 2008 kritische Nachwuchsjournalist*innen, ehrenamtliches Engagement und die Pressefreiheit weltweit.

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Ich habe schon lange einen Besuch in Berlin geplant. Und so war ich sehr froh, als ich zu dem Seminar eingeladen wurde, das die taz organisiert. Die Situation der deutschen Medien hat mich schon immer interessiert. Deshalb war dieses Projekt einen hervorragende Möglichkeit für mich. Vor allem das Thema hatte es mir angetan. Die aktuelle Lage im postsowjetischen Raum, die Integration der einzelnen Republiken in Europa, die alle vergleichbare Probleme haben, ist hochaktuell. Jedem Land bringt es etwas, an solchen Trainings teilzunehmen und über ganz unterschiedliche Fragen mit Kollegen aus Aserbaidschan, Russland, Georgien, Weißrussland, der Ukraine und Armenien zu sprechen. Denn nur durch positive Polemik sind wesentliche Fragen zu klären. Letztendlich sind wir alle ehemalige sowjetische Staaten mit einer ähnlichen Geschichte.

Was das, sehr reichhaltige, Programm betrifft, so bedanke ich mich bei den Organisatoren. Es beinhaltet sowohl Unterrichtseinheiten als auch Exkursionen und Besuche lokaler Medien. In den ersten drei Tagen behandelten die Trainer eher theoretische Fragen. Ich danke ihnen allen dafür, dass sie ihre Erfahrungen und Informationen mit uns geteilt haben. Themen wie die Lage der deutschen Medien und Prinzipien des Journalismus, Informationssicherheit, Desinformation und die Verschlüsselung von Informationen, Ethik im Journalismus – alle diese Aspekte waren interessant.

Während es in Aserbaidschan einheitliche Gesetze für Medien gibt, ist das in Deutschland nicht der Fall. Dort gibt kein Bundes-, dafür aber Landespressegesetze. Der Journalismus gründet laut des Pressekodex des Presserates auf den Menschenrechten, allen voran der Würde des Menschen. Das ist das Grundprinzip der Entwicklung der Gesellschaft. Der Höhepunkt (Original: das Rosinchen; A.d.Ü.) des dritten Tages war ein Besuch des großartigen Reichstagsgebäudes, von dem viele Touristen träumen. Ich werde auf jeden Fall für meine Webseite in Baku etwas über meine Eindrücke von diesem Ort schreiben. Ich bin überzeugt, dass das für unsere aserbaidschanischen Leser interessant ist, so wie auch für mich bis dato vieles neu war.

Für die kommenden drei Tage sind mehrere Exkursionen geplant. Ein Besuch in Frankfurt/Oder beim deutsch-polnischen Radio, beim Spiegel …

Ich werde sicherlich weitere interessante Eindrücke sammeln können ….

Ramina Agajewa, Aserbaidschan

Aus dem Russischen Barbara Oertel

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