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vonannette hauschild 04.10.2018

Sauerländische Erzählungen.

Annette Hauschild berichtet Interessantes und Wissenswertes über Strafverfahren sowie Weiteres aus dem Feld der inneren und äußeren Sicherheit.

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Die beiden Brüder Mounir und Yassin Chouka aus Bonn sind schon 2007 in den Dschihad nach Pakistan/Afghanistan gezogen, mit Frau und Freunden.

Im Januar 2016 meldete der Spiegel, dass Mounir Chouka mit Frau und Kindern und mit seinem Bruder illegal über die Grenze nach Iran gegangen sei und dass Yassin dabei bei einer Schiesserei  mit der iranischen Polizei ums Leben gekommen sei, ebenso wie ein rianischer Polizeist. Eine offizielle Bestätigung seines Todes gab es damals weder von der iranischen noch von der deutschen Seite.

Der Verbleib von Mounir, und seiner Familie  blieb unbekannt.

Der Autor des BILD-Beitrags, Björn Stritzel, erklärte mir freundlicherweise telefonisch, dass es kein Märtyrervideo sei, sondern ein Video mit einem Interview, dass Chouka einem turkmenischen Dschihadistenedium gegeben habe, dem turkmenischen „Voice of Islam“. (Wer denkt bei dieser Namensgebung nicht an „Voice of America“? Aber das nur nebenbei.)

 

Die Landschaft lasse darauf schliessen, dass es noch in Waziristan aufgenommen worden sei.  Wahrswcheinlich 2013 oder 2014. Während des Interviews, in dem Chouka über die Lage der Uiguren in China gesprochen habe, sei  ein  Segenswunsch für Verstorbene eingeblendet, „rahimahullah“ das heißt übersetzt etwa „Gott sei seiner Seele gnädig“. Das Video sei bislang nur in einer geschlossenen Chatgruppe gezeigt worden, und habe keine weitere Verbreitung gefunden. Und die Chatgruppe existiere nicht mehr.

Hier ist Stritzels Twitter-Geschichte zu dem Video: https://twitter.com/bjoernstritzel/status/1048254407228497921

 

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