vonErnst Volland 31.01.2026

Vollands Blog

Normalerweise zeichnet, schneidet, klebt Ernst Volland, oder macht Bücher. Hier erzählt er Geschichten.

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Limericks Februar 2026

Zum Abendessen
kamen die Tscherkessen.
Sie verlangten nach Maultaschen
und nach Schnapsflaschen
und dazu nach raffinierten Mätressen.

 

Ich fuhr nach Chattanooga
und dann hinaus nach Schnattanooga

Dort betreibe ich eine Marihuanafarm,

die macht mich nicht gerade arm.
Der Vater jedenfalls hat viel zu tun da.

 

 

Ernstenfalls
kommt es am Rande des fernsten

Alls zu einer Weltraumkatastrophe.
Wer ist dann der Doofe?
Der Mensch zumeist, jedenfalls.

 

 

Dieser Friseur
ist ein Hasardeur.
Er betreibt mit allen Haaren
Harakiri, und das seit Jahren.
Ich glaub, ich zeig ihn an beim Kommandeur.

 

 

Vivian
kam mit ihrem Fiffi an.
„Das ist ja ein Schock!
Du wohnst fahrstuhllos im zehnten Stock!

Da brauchst einen Zivi, Mann!“

 

 

Ein Kater rennt nach Kent
und von da aus bis nach Gent.

Weiter geht’s nach Dassel
und von da aus bis nach Kassel.

Doch nun heißt es: „Er pennt.“

 

Ich fuhr mit einem Strandkorb

von Amrum nach Bad Orb.

Doch dort im fernen Hessen

neigt man zu anderen Späßen.

Nun flieg ich im Ballonkorb.

 

 

 

Der Gotenkönig Paul,
der war vielleicht faul!
Nichts hat er gemacht,
nichts bei Tag und nicht bei Nacht.

Nur vollgenommen hat er das Maul.

 

 

Germaine!
Entschuldige, dass ich mehr gähne.

Oh, wie standen wir einst in Flammen

lange Zeit zusammen!
Ich wein dir nach keine Träne!

 

 

Ja, das war der Jobst,
der aß so gerne Obst:

Kirschen und Melonen,

Äpfel und Zitronen.
Heute ist er Kirchenprobst.

 

 

Neulich trafen sich Adele Fux

und ihre Freundin Fadele Ux.

Sie hatten sich viel zu erzählen,

zumeist vom Kinderquälen,

sie waren Erzieherinnen in Hintertux.

 

Der Tag kam, dass die Oma

fiel in ein tiefes Koma.

„Das ist gewiss das Ende“,

sagte die Gemeinde.

Doch die Oma dachte:

‚Schau mer mal!‘

 

 

Neulich fuhr ich durch Melle
und sah am Straßenrand Gabriele.
Sie bat mich zu stoppen
und sagte: „Wollen wir zusammen poppen?“

„Na klar doch, auf der Stelle!“

 

 

Auf dieser miesen Ranch

lebte einst ein Riesenmensch,

der hatte viele Bullen
und auch viele Pullen
und sprach nur noch wenig.

 

 

Neulich traf ich Gunnar.
Das ist ein rechter Gun-Narr.

Ständig schießt er in die Gegend,

ganz verwegen.
Eigentlich ist er Ungar.

 

Drei muntere Hennen
marschierten quer durch die Ardennen.

Doch dann beschlich sie ein Zweifel:

Sind wir vielleicht schon in der Eifel

oder vielleicht schon in den Vennen?

 

 

Meine Freunde, die Petra und der Rolf,

erholten sich am Golf.
Dann ging es weiter nach Jordanien,

und sie sahen Petras Tempelkleinodien.

Und das alles mit ihrem Golf!

 

Zwei Antipoden und zwei Antilopen

beschlossen sich zu verloben.
Die Verlobungsfeier
fand statt im Himalaya

im stillen Land der Antisophen.

 

 

Es war einmal ein Elefäntchen,
das gab sehr gern sein Händchen,

nicht nur den Löwchen,
sondern auch den Möwchen
und ganz besonders gern den Entchen.

 

 

Lars und Lutz und Lüder
waren drei wunderliche Brüder.

Neulich fuhren sie mit dem Fahrrad

von Köln über Heidelberg nach Graz,

die drei stillen Brüter.

 

 

Neulich schwamm ich in der Düssel.

Da sah ich einen Rüssel:
Ein Elefant stand am Ufer,
der hatte Angst vor der Schufa.

Ich gab ihm rasch ein Busserl.

Zeichnungen: Ernst Volland

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