vonErnst Volland 03.05.2026

Vollands Blog

Normalerweise zeichnet, schneidet, klebt Ernst Volland, oder macht Bücher. Hier erzählt er Geschichten.

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Klaus Volland, Kleine neue Welten, Limericks Mai 2026

 

Carramba!
Jetzt tanzen wir den Samba!

Carrumba!
Jetzt tanzen wir die Rumba

und danach den Rumbasamba!

 

Neulich fuhren wir nach Elsfleth

zu meiner Schwester Elsbeth.

Wir überquerten die Weser
und erhoben froh die Gläser,

bis wir dann sanken in ein Elsbett.

 

 

Damals fuhr ich nach Oslo
zu meinem Bruder Otto.
Wir angelten in einem fort
in einem tiefen Fjord.
Leider gibt’s davon kein Foto.

 

 

Paule fährt mit einem Aufzug,
aber in was für einem Aufzug!
Er trägt Schlabbberhosen,
in den Händen hält er Starkbierdosen,

und ständig nimmt er einen Saufzug.

 

 

Über diese Doofenshow
lacht vielleicht ein Chow Chow,

nicht jedoch der gebildete TVler.

Der stöhnt eher „Aua, aua!“,
und über ihr Ende ist er froh.

 

Damals begegneten wir Ibsen
und baten ihn, uns zu knipsen.
Doch der gute Henrik
sagte: „Davon verstehe ich zu wenig.
Ich zeige euch lieber mal das Schnipsen.“

 

 

Jüngst fuhren wir nach Großenkneten,

um teilzunehmen am großen Kneten.

Wir kneteten einen großen Teig,
so wie die Amis hinterm Großen Teich.

Dann nahmen wir teil am Riesenfreten.

 

 

Anna biss in eine Ananas
und schlug danach ein starkes Ass.

Als sie das Tennismatch gewonnen,

beschloss sie, sich zu sonnen,
und putzte weg die Ananas.

 

 

Gestern traf ich Frau Krause.
Sie wohnt an einem Stausee,
auf dem man sehr schön segeln kann.

Meistens macht das ihr Mann.
Frau Krause bleibt lieber zu Hause.

 

Good Morning, ich bin Kelte
und errichte viele Zelte
in großen und in kleinen Städten,
zum Beispiel in Paris und in Emsdetten.

Bau ich Mist, dann gibt es Schelte.

 

 

Heute begegneten sich zwei Kanonenkugelreiter,

begrüßten sich und flogen weiter.
Der eine flog den Globus links herum,
der andere flog ihn rechts herum,

und beide trafen sich immer wieder heiter.

 

 

Was für ein Hintergrund!
Vor ihm jagt ein Grinterhund.

Fliegt dahin in mehreren Phasen

und mit gewaltigen Ekstasen

und mit einem Zittermund.

 

 

Ich kenne ein Fräulein namens Gwinn,

das will immer nur gwinn.
Es rückt immer wieder vor,
und häufig gelingt ihm auch ein Tor.

Für jede Frauschaft ein Gwinn!

 

 

Früher traten hier auf die Stones

oder auch Bands wie die von Jones.

Heute ist hier alles öde und leer,

und man sieht nur noch Daumendreher.

Es ertönen nur noch Phones.

 

 

Kürzlich kaufte ich mir einen Mercedes.

Nun gehe ich kaum noch per pedes.
Ich kaufe damit riesige Mengen ein,

auch Wein und Leckereien.

Ja, mein Wagen kann viel mehr als Edes!

 

„Dort oben fliegen Engel!“
„Was treiben die denn da, die Bengel?“

„Sie machten einen Landgang,

besuchten eine Sandbank
und stibitzten dan noch Stengel.“

 

 

Es war mal eine Nonne,
die ging gern an der Sonne.
Es war auch mal ein Mönch,
der trug den Namen Zönch.
Einträchtig pilgerten sie entlang der Garonne.

 

 

Neulich trafen sich drei Falter
am Felsen von Gibraltar.
„Wollen wir auch dort rüber fliegen,

wo die schönen Yachten liegen?“

„Ach, lass mal!“, sagte Falter Walter.

 

 

Damals fuhren wir mit dem Minibus

zu den kaum bekannten Kinibus.

Die leben tief in Afrika
und ernähren sich vorzugsweise von Paprika.

Inzwischen fährt auch dort ein Linienbus.

 

Gestern trank ich nen Prosecco,
da fragte mich der Gekko:
„Gib mir doch auch ein Schlückchen,

zumindest ein winziges Stückchen!“
Da sagte ich: „Kein Gekko trinkt Prosecco!“

 

 

Da, wo die Lüb’schen hocken
mit ihren hübschen Locken,
da kehren wir gerne ein
und erfreuen uns an Schopf und Bein.

Wir fürchten nur die Gonokokken!

 

 

Ich war das erste Mal in Griechenland,

wo ich damals auch Mariechen fand.

Sie war auf einer weltweiten Tour,
ich auf einer kleineren nur.

Heute leben wir zusammen im Siechenstand.

 

 

Nun stehen wir am Ausgang vom Ith,
und nun ist auch zu Ende das Lied.
Wir haben den ganzen Kamm lang gesungen

und hätten so manchen Sangespreis errungen.

Nun stehen wir am Ausgang vom Ith. Schiet!

 

 

Damals traf sich unsere Rasselbande

oft am Wasserrande,
um im warmen Sand zu ringen
und ins kühle Nass zu springen.

So schön war es im Kassellande!

 

Gestern platzte der Schwan
herein bei Familie Hahn.
„Was willst du denn hier?
Hier ist Hahnrevier!“
„Aber ich bin doch ein Streithahn!“

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