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vonDetlef Guertler 13.08.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Ein freches Neuwort hat der geschätzte Kollege Dirk Maxeiner da auf der Achse des Guten geschöpft. Denn die Warner vor der globalen Erderwärmung verstehen sich vielleicht als engagierte Weltbürger, vielleicht als NGO, die besonders chuzpigen sogar als Wissenschaftler, die besonders aufgeklärten unter ihnen würden möglicherweise sogar den Begriff „Lobby“ für sich gelten lassen (wenn alle anderen ihre Lobbies haben, warum nicht auch das Weltklima?); aber als Branche, igitt!, als Branche würden sie sich nie bezeichnen – das würde ja bedeuten, dass sie mit der Erderwärmung Geld verdienen!

Was sie ja auch tun. Die „Wissenschaftler“ vom IPCC und den diversen um den Weltall verteilten Klimaforschungsinstituten genauso wie Al Gore, und dass die Solar- und Windstromer genau wie die ihnen nahestehenden Parteien fleißig mit an den Klimahorrorszenarien malen, passt auch ganz gut zum Branchenbegriff. Und wie viel verdient wohl ein Rückversicherungs-Unternehmen, wenn es ihm gelingt, seine Prämien-Einnahmen auf der Basis zukünftig dräuender Klimakatastrophen nach oben zu schrauben – und wenn diese dann gar nicht eintreffen?

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kommentare

  • Minister Siegfried Gabriel und Kanzlerin Frau Merkel,
    die wollen Umweltengel sein und keine Umweltferkel.
    Der Engel Gabriel, der Erz-, und Kanzler-„Engelein“ Angela;
    zwei Himmelsboten geh’n auf Fahrt. Sie tun’s für ihre Wähla.

    Sie zogen rote Parkas an, dann ging es auf die Reise.
    So macht man Klimapolitik auf völlig neue Weise.
    In Grönland, wo die Gletscher sind, begrüßt von Robbenmassen,
    da war die Presse auch dabei – zum Bilder machen lassen.

    Jedoch das Eis, das weicht zurück. Sie können es nicht fassen.
    Beim Poltern bricht das Porzellan. Im Schrank da fehlen Tassen.

    P.S.: Wer schützt uns vor Politikern, die nach Grönland reisen müssen, um zu „begreifen“, dass das Eis schmilzt? Und wer bewahrt uns vor Presse-Schreiberlingen, die solche Reisen gut finden?

  • Die Herren Finanzminister und Wirtschaftsminister freuen sich über die Beschäftigung, die in der alternativen Energieerzeugung produziert wird – und über die Steuern, die dadurch anfallen. Es gibt schon Pläne, die Hausbesitzer verpflichten wollen, Teile der Energie für den Eigenverbrauch durch Solardächer und/oder Wärmepumpen zu erzeugen. Wie ist denn dabei der Nettonutzen? Hat schon jemand den gigantischen Energiebedarf berechnet, der im Zuge der Herstellung, Montage und Wartung dieser Anlagen anfallen wird? Aber es gäbe viel Beschäftigung und viel Steuern. Die Steuern kann man den Hausbesitzern dann ja wieder als Subventionen zukommen lassen. Dann gibt es auch noch Beschäftigung in den Finanzämtern. 🙂

    Wenn Politiker ehrlich der Meinung sind, man müsse den CO²- Ausstoß verringern, so können sie in Deutschland eine Regelung einführen, die s_o_f_o_r_t wirken würde und die mehr Einsparung an Primärenergie bringen würde, als alle Programme zur Dämmung von Gebäuden, Solar- und Windenergie, Biosprit zusammen: Tempolimit! Fuß vom Gas.

    Es kann nicht schaden, die Umwelt zu schonen. Aber der Effekt eines Tempolimits für Steuern wäre umgekehrt wie der durch den Ausbau der Erwärmungsbranche. Es käme zu Mindereinnahmen bei Mineralöl- und Umsatzsteuer. Das fürchtet der Finanzminister, der auch die Verkehrs- und Umweltpolitik mitbestimmt. Alle Politik ist Finanzpolitik.

    In seinem „optimistischen Manifest“, das der Wortist hier unlängst zitierte, schreibt Detlef Gürtler, dass die Besteuerung immer mehr und irgendwann ausschließlich den Verbrauch als Grundlage haben soll. Gehen wir doch in der Richtung ein paar Schritte weiter. Somit könnte es heißen: Tempo runter, Mineralölsteuer rauf. Da wäre das Finanzproblem schon gelöst.

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