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vonDetlef Guertler 01.12.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Ein hübsches Adjektiv, das Wortistik-Leser A.S. Reyntjes da in seinem Kommentar zum gestrigen Beitrag verwendet hat. „Literarisches wird hier kaum zur Kenntnis zu genommen. Und von dort wird Sprache in die Jahrhunderte tradiert; nicht von den Politikern und BWLern und marktgierigen Viel-BLOGern aus.“ Ob das richtig war, ist und/oder sein wird, soll hier nicht debattiert werden – aber die Bezeichnung der Blogger als „marktgierig“ ist herzallerliebst. Denn genau darum geht es ja in vielen der hochgelehrten oder auch -aggressiven Diskussionen um Kommerzialisierung, Professionalisierung und andere -ierungen der Blogosphäre. Jetzt schreiben wir hier schon so lange wie die Wilden Buchstaben in unsere Blogs rein, da müssen wir doch auch mal was dran verdienen dürfen, oder?

Während früher die Marktwirtschaft noch zäh darum ringen musste, neue Bereiche des menschlichen Lebens aus der privaten in die kommerzielle Sphäre zu überführen, ist es jetzt bei der Blogosphäre ganz einfach: Die Marktgierigkeit der Sphärenbewohner sorgt schon dafür, das das Große nicht umsonst bleibt, und privat nicht das Private.

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