vonDetlef Guertler 03.03.2008

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

Mehr über diesen Blog

von Christian Dombrowski:Das Schalttagsfest war schön und unglaublich nahrhaft, so dass wir bis heute noch Schalttagsspeck auf den Rippen haben, leider. Hoffentlich verschwindet der wieder vor dem nächsten Schalttag!

Einige Gäste haben sich auf dem Fest kleine Tiere ausgedacht, die etwas mit dem 29. Februar zu tun haben könnten. Zum Beispiel die Kalendermaus, die bloß an Schalttagen frisst. Deren Schalttagsspeck also volle vier Jahre vorhalten muss …

Ich möchte die Wortistik-Leser übrigens noch einmal ermuntern, sich weiteres Brauchtum für einen Schalttag auszudenken. Damit es in vier Jahren dann umso festlicher zugeht!

Kalendermaus, die: hypothetischer kleiner Nager, der sich jeweils nur an Schalttagen (oder anderen Kalenderfesten) zeigt und frisst. Außerordentlich scheu.

Schalttagsspeck, m: der während eines Schalttagsfestes angefutterte Zusatzspeck

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/wortistik/2008/03/03/schalttagsspeck/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Dabei ist der 29.Februar nach dem gregorianischen Kalender gar nicht der Schalttag, sondern der 24. Februar…

  • Und was sich aus dem Schalttag an nützlicher Arbeitszeit ergibt! Mein Computer spuckte pünktlich um 0.00 Uhr eine Fehlermeldung aus; danach ließ er sich exakt 24 Stunden nicht mehr runterfahren. Half nur noch Stecker raus.
    Schalttagsviren? Schalttagsspuk…

  • Wenn ein Christ(ian) zu viel isst,
    weil mal wieder Schalttag ist,
    Geht er dann nicht viel zu weit?
    Schließlich ist doch Fastenzeit.

  • … wäre schon anzuraten:

    Schalttagsdiät?

    Oder
    „Ode an alltägliches FdH“?

    Oder,
    am Endpunkt aller Schalt- oder Nichtschalttagstafeleien:

    „Denn wer selbst nicht mehr Essenslust kann büßen,
    gibt sein eigen Fleisch den Würmern zu genießen.
    (LOGAU 1, 7, 14. – ein wenig ‚vediätet‘)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.