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vonDetlef Guertler 21.10.2008

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Peer Steinbrück und Angela Merkel, vorgeschlagen von A.S.Reyntjes:

“Finanzmarktstabilisierungsgesetz” – ein ungeheurer, kollektiv verblödender Euphemismus!

Vgl. den Gesetzestext:

und erste – für mich – brauchbare Informationen bei Wikipedia:

Die Mafia umschreibt ihre Absichten nicht weniger lustvoll und klandestin.
Die Gründe der kapitalen Schweinereien dürfen nie offenbar werden; die Zwecke sind funktonal zu verschleiern, und werden in speziellen Absprachen papiermäßig sakralisiert und sanktioniert: Verordnung zur Durchführung des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes (Finanzmarktstabilisierungsfonds-Verordnung – FMStFV), den sog. Durchführungsverordnungen.
Wieviel juristischer Quark dafür angerührt ist und justiziabel brei- oder breitgetreten werden wird – Juristen sezieren ihre Operationsfelder, sie werden Kommentare schreiben, Prozesse organisieren – wir inaktive, unaktionierte Bundesbürger müssen die überquellenden Brei-, pardon: Geldtöpfe, wenn sie geleert sind, wieder auffüllen, sie euronal belöffeln, über die normalpflichtigen Steuereintreibungen.

Dass die Geheimnisse, Verschuldungen, faulen Kredite und wahnsinnig verlockenden Zinsversprechungen kaschiert, also nicht genannt werden dürfen, ist Bank-, als auch „Staatsgeheimnis“.
Die Spekulationsskandale werden „Finanzkrise“ genannt. Der Gesellschaftsskandal bleibt als Normalpraxis der Aktioneure unverhandelt und wird vertuscht.

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kommentare

  • „..Juristen sezieren ihre Operationsfelder..“ – 15.000 Sterbefelle jährlich durch Behandlungsfehler im kranken Haus. „Kunstfehler“ – eine der häufigsten Todesursachen. Meldung heute in einer deutschen Nachrichtensendung.

    Ach, jetzt bin ich in der falschen Rubrik. Oder doch nicht? Vielleicht operieren schon lange Juristen? Oder Politiker?

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