vonDetlef Guertler 30.10.2008

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Gerade wollte ich Klaus Jarchow für die knackfrische Verwendung des ebenso knackfrischen Wortes Verbalgemüse in der Medienlese loben, da muss ich feststellen: Genau das nämliche Wort ist schon leicht angestoßen, nämlich bereits vor einer Woche einer Tastatur entsprungen – der von Klaus Jarchow, diesmal auf seinem Stilstand.

Lieber Herr Jarchow: Ich gebe zu, ich hätte das schon vor einer Woche bemerken sollen. Aber nicht nur mein Tagewerk wäre einfacher, wenn Sie mir bei frisch erfundenen Neuwörtern gelegentlich einen kleinen Hinweis zukommen ließen, sondern auch Ihres – Sie müssten dann keine Listen mehr führen, welche ihrer Neuwörter noch von der Weltpresse unbemerkt sind, um diese bei nächster Gelegenheit erneut zu Markte zu schreiben.

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https://blogs.taz.de/wortistik/2008/10/30/verbalgemuese/

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kommentare

  • ‚Via‘ ist nicht ‚auf‘, hochverehrter Wortistiker … ich wies also nur darauf hin, auf welchem Wege mir die kritischen Rezensionen meines unermüdlichen Wirkens für das Wohl Digitaliens bekannt geworden sind.

  • Auf Technorati, werter Stilständer, bölke ich nicht – das bölkt von alleine.
    Und ich würde Ihnen niemals unterstellen, dass es Ihnen um Publicity geht – allenfalls, dass es Ihnen um Wirkung geht: Impact, Einfluss, Ruhm, Nachruhm, Sie wissen schon. Sonst würde ich Sie ja nicht ernst nehmen, was ich gerne tue.

  • Es wird ja immer doller – jetzt darf ich meine eigenen Wortkreationen noch nicht einmal zweimal gebrauchen, ohne dass ich mich via Technorati als publicity-versessener Selbstabschreiber anbölken lassen muss!

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