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vonDetlef Guertler 13.01.2009

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Von A.S.Reyntjes

Neuwörter im ICE-Tempo:

„… internetmerische“ Mittelschicht…“

… hat Harald Schmidt sich ausgedenkt und ausgeschenkt in einem bundesdeutschen ICE, in dem er sich mit seiner 5900 € teuren BahnCard von vielen belästigt fühlt: von Senioren z. B. – Diesen segmentiert Figürchen kann er noch ausweichen, mit der diktatorischen Parole: „Strikt zu meiden ist die Nähe von Senioren. Es gilt die einfache Formel: Senior + Bahn = Stress.“

“HIER SCHREIBT HARALD SCHMIDT:” Und „Schwarze Mamba“ heißt seine Kolumne, aus der ich nicht weiter zitieren möchte.

Eine lässig versprühte Kanne Senioren-Urin! Luschtige Urteile über Mitfahrende Komplett-idioten (das ist aber mein Sammelbegriff für die unwürdig-nichtsnutzigen, lärmenden Zeitgenossen, die dem Harald Schmidt das Stuttgart-Köln-Hin-und-Her-Fahren-und-Schreiben vermiesen.

Pardon: Ich weiß, Schmidt schreibt schwarzzüngige Satiren. – aber irgendwer bei FOCUS muss ihn auf den prekären Schreibschwanz getreten sein, dass er in Stil, Wortwahl und Indignation – pardon: Intention – so schiefmäulig-zynisch übertreibt, dass von der Textsorte Satire nur noch die Symptome der Aggression, aber nicht mehr die anderen textgemäßen diagnostischen Stilmittel mehr verbleiben.

Wahrlich, ich habe es erkundet und interpretiert: Solches Geschreibe soll eine Kritik sein an Misshelligkeiten, Missverständnissen, überhaupt an Miss-Zügen der “Deutschen Bahn”, die nicht im Salon des Berliner Adlon verkehrt, sondern ein Guerilla-Netz auf Gleisen installiert hat und .. und auf den Einsatz der US-Leder-Macken wartet.

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https://blogs.taz.de/wortistik/2009/01/13/internetmerisch/

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kommentare

  • Wieder das internetmerische Pack, pardon: … die Mittelschicht…!

    Jetzt ( ver)dient sich Harald Schmidt zum selben Thema, mit den selben Spachzeichen, auch in „Cicero“ (Heft März 2009) seine respektlosen Meriten:

    http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&item=3562

    Ob H. Sch. somit ein „Dank-“ oder „Notopfer Bahn“ eröffnen und unerstützen will – sorry, kein Hinweis dazu!

    Und:
    Ob dies die letzten drucktechnischen Atemzüge von „Cicero“ sind…?

    Und zum Dritten:
    Ob Schröder noch bei „Ringier Publishing GmbH“ mitölt bis zum letzten Blatt?
    Ich weiß es nicht.

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