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vonDetlef Guertler 13.01.2009

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Inflation heißt, klar, auf deutsch Geldentwertung. Deflation ist das Gegenteil von Inflation, und hat bislang keine deutsche Übersetzung. Die brauchte man bislang auch nicht, weil es ja in der realen Welt keine Deflation gab, sondern immer nur Inflation – weshalb man die Deflation dem ökonomischen Diskurs überlassen konnte, und der braucht für seine Fachbegriffe keine Übersetzungen.

Jetzt wird die Deflation aber real werden, und das nicht nur ein paar Wochen, ein Quartal lang, sondern richtig heftig. Also werden wir eine Übersetzung dafür brauchen, damit die Menschen da draußen auch verstehen, was da passiert. Mein Vorschlag: Wertentwertung. Zwar sind sinkende Preise rein ökonomisch nicht gleichbedeutend mit sinkenden Werten, aber für den Hausgebrauch passt das doch allemal. Und es macht vor allem auch deutlich, warum Deflation ein Problem sein kann – wenn man die nur damit erklärt, dass halt alles billiger wird, fühlt sich ja dadurch niemand so richtig bedroht.

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kommentare

  • Geld-Schatzung; entsprechend der mittelatlerlichen und noch im 30-jährigen praktizierten Brand-S c h a t z u ng.

    Heute wird die Gemein-Schaft der Gesellschaft erpresst, finanz-ultimativ gefordert, dass das liquide, überflüssige, kranke Geld des faulen Kreditsystems nochmals honoriert bekommen. Und das Krankgeschäft weitergehen kann.

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