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vonDetlef Guertler 15.06.2010

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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„Auch für Tollhaus gibt es noch eine verbale Steigerungsform“, schreibt Andreas Theyssen in der heutigen FTD: „Sie heißt Merkelei. Da ist die Kanonade von Verbalinjurien („Wildsau“, „Gurkentruppe“ etc.), mit denen sich die Koalitionäre in den letzten Tagen beharkten. Da sind die Nickeligkeiten im parlamentarischen und Regierungsalltag, die die Exekutive lähmen. Und der Kanzlerin gelingt es nicht, ihre wildsäuischen Gurkentruppenreihen zu ordnen.“

Ein bisschen zahm, dieses Neuwort – fast niedlich klingt die Merkelei. Dabei bräuchten wir harte Worte, damit die Koalition sich selbst schneller an die Wand fährt als die Europäische Union, damit wir letztere vor ersterer retten können. Aber irgendwie lässt sich mit dem Namen Merkel überhaupt nichts Hartes und Hässliches verbinden. Oder doch? Jede Idee ist herzlich willkommen.

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