vonDetlef Guertler 07.02.2012

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Gerade frisch erfunden von Citi-Analyst Willem Buiter als Abkürzung für den Ausstieg bzw. Rausschmiss Griechenlands aus der Eurozone:
We raise our estimate of the likelihood of Greek exit from the eurozone (or ‘Grexit’) to 50% over the next 18 months from earlier estimates of ours which put it at 25-30%.
Hübsch, oder? Und extrem praktisch, wenn es ums Überschriftenmachen oder Tweeten geht, da ist ja jeder Buchstabe kostbar. <ironie on> Nicht dass man das Wort Grexit wirklich brauchen würde, die Eurozone lässt ja niemanden aussteigen. <ironie off> Aber wenn doch, hat man mit dem schon bereitliegenden Wort eben eine Sorge weniger, um die man sich kümmern muss.

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https://blogs.taz.de/wortistik/2012/02/07/grexit/

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kommentare

  • […] sich die Verbindung von Nationalitätenkennzeichen mit Wirtschaftsbegriffen langsam einzubürgern: Grexit und Greuro (und Geuro) haben wir hier schon diskutiert, und Diego Valiante albert bereits über […]

  • […] Grexit hatten wir hier ja schon, den inzwischen sehr intensiv diskutierten Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone. Wobei es mehr und mehr danach aussieht, dass alle außer den Griechen sich das wünschen würden – und dabei übersehen, dass man die Griechen eben nicht aus der Eurozone herauswerfen will, und dabei ebenfalls unterschätzen, wie sehr sich die Griechen dagegen stemmen, den Euro aufzugeben. […]

  • Grexitus?
    Aber für die Griechen (schreckliche, ungerechte Verallgemeinerung) müsste man den Begriff sprachzünftig noch mit θάνατος (Thanatos) verbinden: Graethanexie. (Aber das Kunstwort müsste man dann erst erklären (ἔδει δεῖξαι).:

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