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vonDetlef Guertler 10.10.2012

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Wenn jemand „16 neue Wörter“ ankündigt, muss ich ja geradezu hinlesen. Zudem ist „Das Magazin“, auf dessen Webseite die Ankündigung steht, eines der zurecht angeseheneren Medien der Schweiz (obwohl ich mir das deutsche „Das Magazin“ lieber ansehe).

Über den Text mit den 16 neuen Wörtern und über den zugehörigen Autor möchte ich dann nach Lektüre doch lieber den Mantel des Schweigens breiten. Es möge reichen, dass ich beim Lesen erstmals in meinem Leben den Wunsch hatte, jetzt doch lieber einen Text von Sprachnörgler Bastian Sick gelesen zu haben.

Allerdings ist mir ja bekanntlich für die Bereicherung der deutschen Sprache keine Mühe zu groß. Deshalb möchte ich den einen der 16 Vorschläge denn doch nicht verschweigen, dem ich zumindest ein gewisses Potenzial zuspreche, in den deutschen Sprachschatz einzugehen:

rascherchieren (Verb) – rasch googeln statt richtig recherchieren: Die meisten Studenten waren mit ihrer Aufgabe schon nach zehn Minuten fertig, weil sie bloss rascherchierten.

Das ist okay, das könnte sich durchsetzen, zumindest als abfällige Bezeichnung für Recherche-Schnellschüsse oder als Abgrenzung: Bei uns wird nicht rascherchiert, sondern recherchiert.

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