vonDetlef Guertler 23.05.2013

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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„Wir haben die Sommergrenze mal fett eingezeichnet“, schrieb gestern die Unwetterzentrale auf ihrer Facebook-Seite. Und auf der dazugehörigen Europakarte waren dann mit einem dicken roten Strich die Gebiete mit einer aktuellen Tageshöchsttemperatur ab 25 Grad von denen mit Temperaturen darunter geschieden. Zum Sommer gehörten demnach gestern Portugal, Südspanien, der halbe Balkan, die ganze Schwarzmeerregion und die Ukraine.

(Am Sonntag gehörte auch noch Berlin dazu. Ich war dabei.)

So weit der Sommer auch derzeit von Deutschland entfernt ist: Die Sommergrenze wäre eine schöne Ergänzung für die Wetterberichte der Nation. Auf einen Blick die Lage auf dem Kontinent erfasst, das hätte doch was.

Unter anderem hätte das viel Anregung für Ausflüge und Urlaube nach Südeuropa. Was ja auch euro-konjunkturell sehr erwünscht wäre. Die Meteorologen könnten sich also um die Rettung des Euro verdient machen, indem sie uns regelmäßig die Sommergrenze präsentieren.

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