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vonDetlef Guertler 07.06.2013

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Das Wort ist neu. Gestern auf die Welt gekommen. Und auch der Wortschöpfer ist klar belegt: Walter Krämer, zweitnervigste Dumpfbacke unter Deutschlands Professoren, hat sich in einer Pressemitteilung seines Vereins VDS so zitieren lassen:

„Der zweite Favorit für den diesjährigen Titel ist „die große Hure Duden“ (so die Hamburger „Zeit“). „Dieses einstmals respektierte Nachschlagewerk ist zum billigen Handlanger von Modefuzzis und Amitümlern aller Art verkommen und hat durch das gedankenlose Aufnehmen dummer Anglizismen diesen erst den offiziellen Gütestempel aufgedrückt“, erklärte der Vereinsvorsitzende, der Dortmunder Wirtschaftsprofessor Walter Krämer“

Amitümler.

Hure.

Modefuzzi.

Billiger Handlanger.

Gedankenlos.

Die Duden-Redaktion. Ah ja.

Da bleibt mir nur, mich Anatol Stefanowitschs Wunsch anzuschließen, dass die von Krämer gerade derart Angerülpsten

„diesmal den Mut haben, sich gegen den Schauprozess des Sprachterrorregimes zur Wehr zu setzen“.

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