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vonDetlef Guertler 03.02.2014

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Bei Nico Lumma auf screenagerliebe gestoßen. Sieht gut aus. Die Bilder, die Texte dazu, und das Wort selbst auch.

Screenager.

Noch nie selbst verwendet, aber das klingt doch sofort einleuchtend als Alternative zum „Digital Native“. Screenager als Menschen, für die es selbstverständlich ist, mit Bildschirmen umzugehen, was insbesondere seit dem Erfolg des Touchscreen-Handys vor allem bedeutet, mit Bildschirmen zu gehen.

Das Wort Screenager hat gegenüber dem Digital Native den großen Vorteil, das es verdeutschbar ist – wie schon der Tumblr-Name Screenagerliebe beweist. Machen Sie das mal mit Digital Native…

Und es hat noch einen großen Vorteil. Es wurde von einem meiner Lieblings-Publizisten erfunden. Nämlich von Douglas Rushkoff. Und das schon vor 17 Jahren! Was auch für eine Seite, die sich auf neue Wörter spezialisiert, ja kein Drama ist, wenn dieses Wort bislang ein eher dornröschenhaftes Dasein fristete – so wie ja auch das -gate es trotz mehrerer Jahrzehnte auf dem Buckel völlig zurecht gerade zum Anglizismus des Jahres gewählt wurde.

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