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vonDetlef Guertler 11.12.2014

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Für spektakuläre Aktionen ist ja Greenpeace schon seit Jahrzehnten bekannt. Spektakuläre Fehler sind bei den Rainbow Warriors hingegen eher selten. Mit dem Platzieren gut abgehangener Klimaparolen direkt neben einer der jahrtausendealten Nazca-Linienzeichnungen ist Greenpeace das jetzt gelungen. Grob fahrlässig die Beschädigung eines Unesco-Weltkulturerbes zu riskieren, nur um einen Satz loszuwerden, der seit Jahrzehnten alle Parteiprogramme und Poesiealben ziert, ist in der Tat, wie bei Spon getitelt, Kulturverschmutzung.

Wenn man dieses schöne Wort ein wenig weiterdenkt, kann man übrigens auch jeden anderen Versuch, die Menschheit mit unoriginellen, unerwünschten Parolen zuzutexten, als Kulturverschmutzung bezeichnen. ODER ETWA NICHT, LIEBE KOLLEGEN AUS DEN WERBEAGENTUREN?!

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