28.01.2012
Kultur & Unterhaltung
Bevor die Mediengruppe Telekommander, die selbsternannten deutschen Beastie Boys, ihr letztes Konzert überhaupt am 3. Februar in Berlin spielen und ihre schöne Karriere kurzknackig beenden, hören wir uns noch mal das fantastische “Trend” an und den beiden Telekommandern zu, wenn sie uns von ihren Lieblingsplatten erzählen:
* Die drei besten Punksongs/-singles?

** Big Black – The Power of Independent Trucking
** Abwärts – Beim ersten mal tut’s immer weh
** PIL – Poptones
* Ein Song, der Dich immer zum Tanzen bringt?

States Of Mind – Elements of Tone (John Acquaviva Mix)
* Die interessanteste / beste „neue“ Band ist?

Death Grips
Dieser minimale, experimentelle Zugang zum Hip Hop und Rap!
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28.01.2012
Kultur & Unterhaltung
Heute nahm ich mir die Geschäfte für Dessous vor, nachdem ich für die einzige echte Tageszeitung mit Niveau hier in Wien über die allgemeine und zunehmende Pornographisierung des Landes zu schreiben hatte (die Ausgabe erscheint morgen, aber schon jetzt am späten Abend sieht man die Nachtbummler Wiens diesen Artikel gierig verschlingen). Also, die Lingerie. So heißt die Branche neuerdings. Victoria’s Secret hat den neuen terminus technicus durchgesetzt. Ich gehe den Graben entlang, diese Straße in der Innenstadt, und sehe überall dieses ebenfalls neue und häßliche Wort SALE. Spricht man wohl ‘sejl’ aus. Selbst die normalen Läden mit diesem SALE Schild arbeiten mit Nacktpuppen. Früher wäre das schlicht unerhört gewesen. HUMANIC, Triumph, BIPA, Palmers, überall Nacktmodelle, auch auf Fotos. Die tragen zum Teil Strumpfbänder wie vor hundert Jahren im Bordell. Rüschen, kleine Diamanten auf der Unterhose, im Schritt, auf den Körbchen genau in der Mitte. Die Schaufensterpüppchen knochig, kindhaft, trotzdem busenbetont.… weiter lesen
27.01.2012
Kultur & Unterhaltung
Ich bin nun wirklich kein Experte für italienische Medien, aber wenn mich nicht alles trügt, dann ist die einst von Berlusconi persönlich verlegte Zeitung “Il Giornale” im groben das, was für Deutschland die “Bild-Zeitung” ist: ein rechtes, aufgeregtes Kampfblatt ohne Anstand und Stil.
Vielleicht hätte es mich daher also auch nicht so sehr überraschen oder fast schockieren sollen, dass so ein Blatt am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein solches Titelblatt wagt:

Das heißt übersetzt: “Für uns Schettino, für sie Auschwitz” und zieht im zugehörigen Artikel (auf Italienisch, natürlich) sehr explizit einen direkten Vergleich zwischen dem Schiffsunglück und dem Vernichtungslager, hetzt gegen den “Spiegel” und seinen – übrigens deutsch-italienischen – Chefredakteur Georg Mascolo und ruft schließlich zur wütenden Beschwerde auf des Spiegels Facebook-Seite auf (mit irren, wirren, wütenden und oftmals rassistischen Auslassungen der Giornale-Leser).
Man muss bei all dem Bedenken,… weiter lesen
27.01.2012
Aus aller Welt

Holleeder im Wald
So, der Mann ist frei. Willem Holleeder, der bekannste Ganove der Niederlande. Wegen Entführung des Bier-Magnaten Freddy Heineken und Erpressung des Immo-Hais Willem Endstra hat er insgesamt 21 Jahre im Gefängnis gesessen, nun ist er also frei.
Aber was nun? Die Justiz hat ihn irgendwo im Wald frei gelassen, heisst es. Peter R. de Vries, wichtiger Kriminalreporter des Landes, hat ihn im Wald gesehen. Holleeder sei “gezeichnet”, aber sehe ansonsten gut aus.
Jetzt muss er ein neues Leben anfangen. Aber: die Justiz will noch 17 Millionen Euro von ihm. Die kann er wohl nur bezahlen, wenn er neuerlich kriminell wird. Oder Lotto spielt.
27.01.2012
Aus aller Welt
Was macht Robert Sommer eigentlich so zuversichtlich, das sich die gerechtere Gesellschaftsordnung durch einen Aufstand herbeiführen lässt? Die erbärmlichen Riots in Frankreich gegen Autobesitzer in den Vororten? Die Plünderungen in England, die 2011 zu noch mehr Überwachungsstaat und berittener Polizei geführt haben? Die brandschatzenden Proteste gegen Sparpakete bei den Staatsausgaben in Griechenland, wo sich Anarchisten und Steuerhinterzieher in der Ablehnung des Staates hundertprozentig einig sind?
Was lässt den Sozialreformer an der revolutionären Phraseologie festhalten? Die Arabellion in den islamischen Mittelmeerländern, die Demokratie nirgendwo mit Wohlstand zu verbinden vermag, und also von Beginn an zum Scheitern verurteilt war? Robert Sommer will »Wien zum Tahrir-Platz« machen. Jeder Sieg einer Revolution, sagt er, sei eine große Verblüffung.
Wer selbst nie diesen Traum geträumt hat, werfe den ersten Stein. Sommer ist fasziniert von den Gebrüdern Berrigan, die in den 1960ern zu den »Ten Most Wanted« des FBI gehörten, weil sie »Gewalt gegen… weiter lesen
27.01.2012
Medien

Der Buchumschlag ist vielfach zerrissen, die Seiten des Buchs voller Notizen, Merkzettel hie und da: Bücher wie dies wollen gebraucht sein, sind Freunde, begleiten mich über Jahrzehnte und wenn sie besonders sind, können sie mich immer wieder und heute noch Staunen machen. Nehmen wir also den Sammelband “Illuminationen” mit Prosastücken von Walter Benjamin. Darunter auch “Haschisch in Marseille”: “Versailles ist dem, der Haschisch gegessen hat, nicht zu groß, und die Ewigkeit dauert ihm nicht zu lange.” Dieser Satz und andere sind mir geblieben, haben immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, seit ich damals das Buch kaufte, 1969. Nicht nur “Deutsche, trinkt Deutsches Bier” in Benjamins “Einbahnstraße”, sondern eben auch Haschisch mit seinem “kanonischen Zauber”: “Der Rausch setzt sich in der Nacht mit schönen prismatischen Rändern gegen den Alltag ab”.
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25.01.2012
Kultur & Unterhaltung
***
Der Bär flattert heute nicht.
***
Leonard Norman Cohen, geboren am 21. September 1934 in Montreal (Kanada), trat bereits als Sechzehnjähriger mit einen Liedern auf. Als Student gewann er einen literarischen Preis. Er veröffentlichte Gedichtbände, Erzählungen und Romane, vier Titel erschienen in Deutschland zuerst bei MÄRZ: ›Schöne Verlierer‹ (Roman, 1970) , ›Blumen für Hitler · Flowers for Hitler‹ (Poems & Songs, 1971) ›Das Lieblingsspiel‹ (Roman, 1972) und ›Wem sonst als dir · Book of Mercy‹ (Hymnen und Gebete,1985). Sein vagabundierender Lebensstil und seine Drogenerfahrungen ließen ihn zu Kanadas enfant terrible werden. 1967 hatte er einen sensationellen Durchbruch als Liedermacher und Gitarrist auf dem Newport Folk Festival und im amerikanischen Fernsehen. Die ›New York Times‹ nannte ihn »einen Anarchisten, der keine Bomben werfen möchte.« Sein Ruhm als Dichter, Sänger und Gitarrist ist ungebrochen, auch heute füllt er bei seinen Konzerten die Hallen.
Am 27. Januar erscheint “Old Ideas”… weiter lesen
25.01.2012
Aus aller Welt
Ein kleines Dorf in der argentinischen Nordwestprovinz La Rioja leistet Widerstand. Die knapp 5.000 Bewohner von Famatina wehren sich gegen die kanadische Bergbaufirma Osisko Mining Corporation. Die hat von La Riojas Provinzgouverneur Luis Beder Herrera die Erlaubnis erhalten, in dem gleichnamigen Berg Famatina nach Gold, Silber und Kupfer zu suchen. Seither droht den BewohnerInnen in Famatina und Andalgalá eine riesige Mine im Tagebau unter freiem Himmel unmittelbar vor ihrer Haustür. In diesen Tagen soll mit den Erkundungsbohrungen begonnen werden. Seit Anfang Januar blockieren die Dorfbewohner deshalb den einzigen Zufahrtsweg. Der Protest ist bereits auf andere Provinzen und auf die Hauptstadt übergesprungen.
Vor allem in Argentinien bekannten MusikerInnen und SchauspielerInnen haben das Musikvideo “Basta Ya! – Sofort aufhören!” ins Netz gestellt.
Zu sehen und zu hören sind Nacha Guevara, Natalia Oreiro, Axel, Julieta Díaz, Los Pericos, Coti, Corbata, Juanito, Soledad Villamil, Los Tipitos, Artesanales, Nicolás Pauls, La… weiter lesen
25.01.2012
Politik & Wirtschaft
Von der Pressestelle des OLG Düsseldorf erhielt ich die Auskunft, dass morgen, Mittwoch den 25.1. im DHKP-C-Prozess gegen Sadi Ö. und Ünal D. die Verteidiger ihre Plädoyers beginnen wird. Auch der Donnerstag ist für die Verteider vorgesehen. Die Angeklagten haben das letzte Wort am 1. und 2. Februar, voraussichtlich am 8. Februar soll das Urteil verkündet werden.
Ich konnte diesen Prozess nicht beobachten, weil er sich mit anderen zum Teil zeitlich überschnitt, werde aber eine Zusammenfassung nachliefern.
24.01.2012
Medien
Von Sabine Mohamed
Die letzte Workshopeinheit im Konferenzraum der taz fand am vergangenen Sonntag statt – eine Rückschau:
Kritik gibt’s Gratis. Kritik sollte kein Problem sein. Bei uns schien es auch so. Vielleicht weil die Zeit ihr übriges tat. Denn vor der Kritik war kaum Raum für Gedankenausuferungen einer wie auch immer gearteten Kritik am Baby. Die Texte mussten produziert werden. Das Zeitkorsett ziemlich eng geschnürt. Das mag kritisch klingen. War es auch. Immerhin: alle Texte waren redigiert und eingespeist in die Maske. Aber die Hände von taz.de Redakteurin Franziska Seyboldt erreichten sie kurz vor knapp. Eigentlich kein Problem, wenn Ihre Aufgabe nicht die der Seiten- und Textkritik gewesen wäre.
Trotzdem, wir sitzen mit erwartungsvollen Augenpaaren auf den Stühlen. Wer weiß, vielleicht sitzt auch die Kritik. Auf dem Tisch unserer Kritikerin stapeln sich zehn von ungefähr 20 Texten. Der Rest vermutlich im Laufwerk A,B,C,D, et cetera der taz-Rechner.… weiter lesen
24.01.2012
Aus aller Welt
Die Ergebnisse der Parlamentswahl vom 28. November 2011 werden möglicherweise nie bekannt. Heute zirkulieren Aussagen aus der Wahlkommission CENI, wonach die schon mehrfach verschobene Veröffentlichung des Gesamtergebnisses – letztes Datum: 26. Januar – erneut verschoben werden soll, und zwar auf unbestimmte Zeit. Man fröne ja keinem “Datenfetischismus”, so die schöne Aussage des CENI-Vizepräsidenten Jacques Djoli (einst von der MLC-Opposition ernannt), und man könne ja auch nicht “einfach irgendwas” veröffentlichen.
Mit anderen Worten: Die Nummer Zwei der Wahlkommission bestätigt, dass die CENI mit den Parlamentswahlergebnissen bieher nur Unsinn veranstaltet hat, und das sagt er zwei Monate nach der Wahl und einen Monat, nachdem die CENI zugesagt hatte, die Parlamentswahlergebnisse besonders sorgfältig auszuzählen, unter Hinzuziehung ausländischer Experten. Zwei Drittel der Teilergebnisse stehen zwar schon auf der CENI-Webseite, aber vielleicht stimmen die nicht. Die vielgerühmten ausländischen Experten waren ja größtenteils entweder gar nicht erst gekommen oder hatten nichts ausrichten können.
Wer soll jetzt… weiter lesen
24.01.2012
Kultur & Unterhaltung
“Wenn Worte meine Sprache wären”, seufzt Tim Bendzko. Und “Ich hab die Worte nicht, dir zu sagen, was ich fühl.”
Ja so etwas gibt es. Schön, wenn man das so lösen kann, dass man ein Lied schreibt.
Es gibt aber natürlich auch andere Fälle. Fälle, in denen man mit jemand redet, und feststellt, dass dieser Jemand durch und durch unfähig ist, sich zu dem Problem zu äußern, das der Anlass des Gesprächs war. Oder Fälle, in denen der gut gemeinte Ratschlag, ein Problem durch ein Gespräch aus der Welt zu schaffen, nur zu einem weiteren Desaster führen kann. Oder Fälle, in denen die Kommunikationsebenen so weit voneinander entfernt sind, dass eine Verständigung schlicht unmöglich ist. Und manchmal natürlich auch Fälle, in denen das alles zusammen kommt.
Wenn also das Gespräch keine Lösung ist – kann man es ja mal mit einem Geschreib versuchen. Wie sagte schrieb doch weiter lesen
23.01.2012
Kultur & Unterhaltung

… dass es eben nur ganz kurz schneite.

Es war so erfrischend

gewesen
22.01.2012
Aus aller Welt
Gerade komme ich aus dem Berliner Ensemble; Bundespräsident Christian Wulff wurde von ZEIT-Herausgeber Josef Joffe interviewt, auf der Bühne; und der Standard an Sicherheitsvorkehrungen, das fällt uns Amerikanern als erstes auf, war auf dem Niveau des Bezirksbürgermeisters von Brooklyn. Keine Scanner wie auf dem Flughafen, keine Taschenkontrolle, keine zwei Ausweise, die man dabeihaben muss, keine Fingerabdrücke. Es war wie bei Abraham Lincoln im Ford’s Theater 1865, bloß ohne John Wilkes Booth. Ich hätte auch gedacht, Joffe hätte wenigstens eine mittlere Sicherheitsstufe, aber was solls, ich bin ja nicht der Berliner Polizeipräsident.
Es ging darum, was typisch deutsch sei. Typisch deutsch ist, mitten in der Nacht auf eine rote Ampel zu achten, meinte Joffe. Wo lebt der Mann? Ich kann nicht mitten am Tag auf den Bürgersteig treten, ohne von einem Rüpelradler überfahren zu werden, der gerade eine rote Ampel missachtet hat, und die Autofahrer sind auch nicht viel besser; naja,… weiter lesen
22.01.2012
Medien
In Berlin wird ein Araber in seiner Wohnung erschossen. In Serbien treffen sich die Anhänger eines vergessenen Erfinders. In Sibirien verschwindet ein Ort von der Landkarte. Nur einer weiß, wie die Ereignisse zusammenhängen: Jack Wilson, Elite-Ingenieur mit indianischen Wurzeln. Zur Sonnenwende wird er die Zivilisation an ihr Ende bringen. Am Tag des Todestänzers …
So lautet jedenfalls der Klappentext des merk-, denk- und lesewürdigen Romans Der Todestänzer von John F. Case, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2008. Wobei ich stark hoffe, daß solche Realitätsmodelle schön brav in ihren Buchdeckeln verbleiben. Denn sonst würde ich mir wirklich in die Hosen machen…

Es ist ein etwas seltsamer Roman, besonders am Schluß, wenn der Protagonist Jack Wilson seine lange geplante und aufwendige Rache-Aktion (mit einem Resonanz-EPM) deshalb nicht durchführt, weil seine frisch angetraute Liebe – wie er erst im allerletzten Moment erfährt – einen Herzschrittmacher hat. Statt dessen opfert… weiter lesen
22.01.2012
Kultur & Unterhaltung

Die Grenze zwischen Qualität und Quantität ist mitunter hauchdünn.
Es gäbe soviel, was man im Fernsehen zeigen könnte: Alle Folgen von “Monthy Python’s Flying Circus” oder die sehr lustige Serie “Extras” über Nebendarsteller, in der sich die Creme de la Creme englischer Filmstars als komplette Ekelpakete darstellt (legendär: David Bowie) oder ein paar alte Folgen von “Pinky und der Brain” über zwei Mäuse auf dem Weg zur Weltherrschaft. Es wäre auch in Ordnung, einfach mal zwei Stunden lang nur ein schwarzes Bild zu senden, aus Solidarität mit Wikipedia und als Fanal gegen die allerorten verbreitete Geschwätzigkeit.
Aber der gebührenfinanzierte Sender “arte” hat all dies gestern nicht gemacht. Statt dessen zeigten sie lieber fast zwei Stunden lang Werbung im Abendprogramm. Auf der Berliner Textil-Messe “Fashion Week” gibt es eine Veranstaltung namens “Style Nite”. Dort zeigen Models Mode während Bands Musik spielen. Natürlich war die Choreographie perfekt, klar dass die… weiter lesen
19.01.2012
Politik & Wirtschaft
Am Mittwoch, 25. Januar 2012, veranstaltet der Gesundheitsausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung mit dem Titel „Wie gefährlich ist Cannabis?“. Anlass der 90-minütigen Sitzung ist der„Cannabis Social Clubs“-Antrag der LINKEN, Drucksache 17/7196. Der LINKE-Antrag fußt wiederum auf der Petition „Cannabiskonsumenten entkriminalisieren“ des Deutschen Hanfverbandes, deren abschließende Behandlung aufgrund des Antrags und der Anhörung verschoben wurde.
Zeit: Mittwoch, 25. Januar 2012, 14 bis 15.30 Uhr
Ort: Berlin, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3.101
Für interessierte Hanffreunde gibt der Ausschuss den Hinweis, dass sich diese „im Sekretariat des Ausschusses für Gesundheit mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Wohnort vorzugsweise per E-Mail (gesundheitsausschuss@bundestag.de) anmelden [können]. Zur Sitzung muss ein Personaldokument mitgebracht werden.“
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verkündet auf ihrer Projektwebsite www.drugcom.de in der Überschrift eines Artikels: Meta-Studie bestätigt: Kiffer bauen mehr Unfälle
Der Beitrag „Meta-Studie bestätigt: Kiffer bauen mehr Unfälle“, der in den… weiter lesen
18.01.2012
Aus aller Welt
Würden sie auch in einer Kirche über den Arabischen Frühling sprechen, lautete die Anfrage aus Bregenz, nachdem sich der ursprüngliche Veranstaltungsort das Theater Kosmos als zu klein erwiesen hatte. Das Ergebnis in der Pfarrkirche Mariahilf mit 500 Besuchern ist hier zu sehen. Wie es bei der Einführung hieß: „Selten ist die Kirche so voll“. Und nicht nur das. Es wurde ein langer Abend mit einem interessierten und einem interessanten Publikum.

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Auch die anschließende Veranstaltung an der Uni in Zürich war gut besucht. Genauso wie die vorherige in Stuttgart.
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Im Ö1-Radio lief diese Woche in der Sendung Matrix – Computer und Neue Medien ein langer Beitrag unter dem Titel „Von 9/11 zur “Facebook-Revolution”. Das mediale Bild der arabischen Länder im Wandel“, zu dem ich auch befragt wurde und danach ein interessanter Beitrag über „Die Macht digitaler Bildimpulse. Handybilder und Videostreaming im… weiter lesen
17.01.2012
Medien
Zum 70sten Geburtstag der Boxlegende Muhammad Ali hier seine besten Rap`s und Ausschnitte aus seinem legendären Kampf gegen Sonny Liston 1965, zwei Oldies but Goldies…
16.01.2012
Kultur & Unterhaltung

Liebe Leser_innen,
ich wünsche jeder_m ein schönes, fröhliches, spannendes und l(i)ebenswertes Jahr 2012…auf dass es so vielfältig werden möge, wie es diese Briefkästen sind!

Gesehen an der Ecke Graefestraße/Kottbusser Damm, an der Kottbusser Brücke. Mir gefällt wie von Weitem einfach eine neue Wandtextur entsteht und bei näherem Hinschauen einzelne individuelle Briefkästen auftauchen.
Mehr davon und andere Motive in Massen: vivaberolina.de
Und hier im Blog hatte ich bereits BSR-Mülleimer en masse gezeigt.
15.01.2012
Kultur & Unterhaltung

cooperacion
Jetzt habe ich den Rosa-Luxemburg-Kongreß verpaßt. Wie konnte das geschehen? Fehlte es dem Kongreß an Werbemitteln oder habe ich sie alle übersehen?
All die Jahre hat man sich in diversen Sälen die Reden der nicht selten von kommunistischen Staaten geschickten Redner angehört, ich erinnere aber auch den Vertreter der KP der Türkei, Auslandsorganisation: “Die immer tiefer gehende Finanzkrise hinterläßt im Leben der Völker unheilbare Wunden” und den Senegalesischen KP-Chef Ahmat Dansokho: “Der Widerstand gegen den US-Imperialismus, in Athen z.B., ist noch zu schwach. Wir müssen uns stärker verbünden.Leider ist das Netz der Globalisierungsgegner zu heterogen, dazu kommen die stalinistischen Fehlentwicklungen im Ostblock, die den Antikommunismus stärken… Wir müssen die Welt mit neuen Augen sehen!”
Auf dem Abschlußpodium saß gelegentlich auch mal ein Autonomer, ich erinnere Markus Mohr: “Brauchen wir neben der Linken eine marxistische Partei? Eher nicht.” Jetzt hatte man Dietmar Dath eingeladen. Den hätte ich mir auch… weiter lesen
13.01.2012
Medien
Der Photoguide für Janaur, heute mit Bildern Eve Arnold, John Stezaker und einer Auswahl der besten Fotobücher aus 2011.

Marilyn Monroe, Illinois, 1955 von Eve Arnold. Die legendäre Magnum Fotografin starb 99 jährig Anfang Januar 2012.
Oculus, ein Buch über Erinnerung und Licht als Metaphor von Ken Schles. Stichting Fotografie Noorderlicht 2011
Die besten Fotobücher aus 2011: Untitled von Bruce Davidson aus dem Buch: Subway. Steidl 2011
Die besten Fotobücher aus 2011: Mexikaner werden beim illegalen Grenzübertritt verhaftet, Kalifornien 1979 von Alex Webb. Aus dem Buch: The Suffering of Light, Thames&Hudson
Die besten Fotobücher aus 2011: Pezinok, Slowakei, 1966 von Josef Koudelka aus Buch Koudelka Gypsies von Thames & Hudson
Jean, Whitechapel, London, 1980 von Don McCullin. Aus DonMcCullin in der Tate Britian. London bis 4. März 2012… weiter lesen
13.01.2012
Kultur & Unterhaltung
Für gewöhnlich habe ich in den letzten Jahren am Ende eines Jahres das fast beendete Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Doch am Ende eines anstrengenden, zeitfressenden, sich Schlag auf Schlag ständig veränderndem Jahr für die Welt da draußen und meine kleine eigene, habe ich mich entschieden, die Rückblicke den anderen zu überlassen. Irgendwer muss ja nach (oder zwischen) den Krisen anfangen nach vorne zu blicken. Auf das große Unbekannte, das Abenteuer, ein neues Jahr, 366 Tage.
Nachdem in der Silvesternacht die Wunschrakete gen Himmel gestartet ist, das erste Glas (Umschreibung für aus dem Plastebecher – wenn schon, dann Stilecht) Moët meines Lebens bei einer Freundin (wichtig – nicht das noch jemand auf die Idee kommt, den Künstlern und Kreativen geht’s zu gut) getrunken war und am ersten Montag des neuen Jahres ein Weisheitszahn raus operiert wurde, starte ich mit neuem Notizbuch, guten Vorsätzen und vielen Flausen, auch für den… weiter lesen
11.01.2012
Medien
Anfang Dezember haben Anja C. Wagner, Bertram Gugel, Fabian Topfstedt und ich ununi.tv – Die Unkonferenz am Unort zur Unzeit quasi als Experiment für eine selbstorganisierte “Bildungsplattform” gestartet. Mehr dazu findet ihr im Beitrag ununi.tv – Die Unkonferenz am Unort zur Unzeit startet.
Heute Abend wird es ab 19 Uhr eine Follow-Up-Session zu unserer Kaminrunde 1 Jahr Crowdfunding (-Plattformen) in Deutschland und Österreich vom Dezember geben.
Das Thema der heutigen Diskussion: Crowdfunding & Internationalisierung. Experten, Beobachter und Crowdfunder diskutieren live in einem Google+ Hangout über die Frage nach der Notwendigkeit der Internationalisierung deutschsprachiger Crowdfunding-Plattformen.
Die Hangout-Plätze sind zwar bereits vergeben, es wird aber einen Live-Stream und die Möglichkeit der Interaktion via Twitter, Facebook und Google+ geben. Den Livestream kann man direkt über die ununi.tv-Sessionseite abrufen, der Hashtag zum Mit-Diskutieren auf Google+ und Twitter lautet #crowdint
03.01.2012
Kultur & Unterhaltung
Der Blick aus dem Dortmunder Hauptbahnhof fällt derzeit auf ein großformatiges Projektplakat: DFB

Ab 2014 ist die Dortmunder Museumsmeile um eine Attraktion reicher.

Die Stiftung DFB-Fußballmuseum hat jetzt den Auftrag für die Bauwerksplanung des nationalen Fußballmuseums an HPP Architekten aus Düsseldorf vergeben.

Nach außen wird das Fußballthema über eine perforierte Metallfassade mit sechseckigen Feldern kommuniziert.

Der Gebäudeentwurf: Transparent, funktional, dynamisch – diese Attribute kennzeichnen den Neubau des DFB-Fußballmuseums, der von HPP Architekten Hentrich-Petschnigg & Partner aus Düsseldorf geplant und realisiert wird. In seiner architektonischen Gestalt soll das Museum für den deutschen Fußball zu einem herausragenden gesellschaftlichen Anziehungsort werden.

Ein übergroßer Flachbildschirm für verschiedenste Projektionen an der Stirnseite des Museums trägt den multimedialen Charakter des Hauses nach außen.
Schon der großzügige Museumsvorplatz wird zur imposanten Bühne und kündigt Großes an. Vielfältige Einblicke von außen in das Gebäude wecken bei Tag und Nacht die Neugierde auf ein… weiter lesen
19.12.2011
Kultur & Unterhaltung

In Südafrika, bei 35 Grad, hat Tischgespräch-Autorin Anke es mitunter nicht leicht, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Doch wenn sie an den leckeren, veganen Rollbraten vom letzten Mahl denkt, klingen die Glöckchen. Ein Rezept zum Fest.
… weiter lesen
14.12.2011
Medien
I –Introduction
As is customary, a press conference was held by Ambassador Vitaly Churkin to mark the beginning of the Russian Federation’s Presidency of the Security Council for the month of December 2011. Ambassador Churkin’s comments in this press conference provide insight into an important problem in the structure of the Security Council that became evident in the course of the implementation of the Security Council resolutions against Libya.
The press conference was held on December 2. There is video of the press conference for those who are interested in viewing the conference itself. (1)
Though other issues were brought up, many of the questions asked by journalists related to the Russian Federation’s views concerning Security Council action on Libya and Syria.
II– Critique of Implementation of SCR 1973 on Libya
During the press conference Ambassador Churkin revealed that NATO had been asked for a “final report…summing up… weiter lesen
12.12.2011
Medien
Die Premiere war zwar schon am vergangenen Samstag, aber ein Blick auf den Fotoblog Streetart lohnt immer noch, denn da werden exklusiv einige Werke des Graffiti-Kollektivs “One United Power” vorgestellt. Mehr zu dessen weltumspannender Wandkunst und den Film darüber auf taz.de.
01.12.2011
Kultur & Unterhaltung
Gerade habe ich mein Buch aus der Tasche gezogen, da mischen sich sanft langgezogene Töne in das Rattern der S-Bahnräder. Die Töne steigen zu einem zarten Zirpen auf und sinken herunter in eine samtige Getragenheit. Dann sind sie kaum noch zu vernehmen. Ich wende mich um. Am Ende des Abteils hat jemand eine Geige ausgepackt. Der Mann mit dunklem Brillengestell und langem, dunklem Haar, das unter einer Wollmütze hervorquillt, hat sich an das Geländer gelehnt, das den letzten Sitz von der Tür trennt. Er streicht seine Fidel. Sie kommt mir groß vor; es ist wohl eher eine Bratsche. Die Finger eilen über die Saiten und verhalten zitternd an einer Stelle, um den Bogenstrich abzuwarten. Manchmal klingt ein zweiter Ton mit. Es ist wie das „Oh“ oder „Ach“ einer teilnehmenden Zuhörerin.
Die Musik hat etwas angenehm Unaufdringliches. Ich hole mein Portemonnaie heraus. Einen Euro ist mir das wert. Ich nehme… weiter lesen
23.11.2011
Politik & Wirtschaft
I wrote here once about my visit to the job center office. I remember it being so funny, I couldn’t even get in touch of the humiliation of some officer who dared, in straight face, telling me that he will never look for a job for me, but still, that I am not allowed to leave Berlin, If there will be ever a job opening for me.
A couple of weeks after I opened my place, I found a letter in my mailbox. It was from the job center, maybe from the same person, asking me to inform them in case I would like to employ and train people on their lists.
I palmed the paper and threw it into the trash bin. Then I picked it up, and made it straight again, and put it neatly in the drawer where I store memories.
I think… weiter lesen
03.11.2011
Politik & Wirtschaft
Von Martin Kaul und Sebastian Heiser
Download: Abstract “Gesellschaftsrendite der Kernenergie in Deutschland” (PDF, 100 KB)
135.000 Euro wollte das Deutsche Atomforum bezahlen für eine Studie von Joachim Schwalbach, Management-Professor an der Humboldt-Universität Berlin. Doch die Studie wurde nie zu Ende geführt und nie veröffentlicht. Warum nicht? Weil schon die Zwischenergebnisse dem Auftraggeber zu kritisch waren, behauptete der Professor vor ein paar Wochen im Gespräch mit uns. Doch von der Gegenseite hieß es hinter vorgehaltener Hand: Die Zwischenergebnisse seien so unkritisch und rosarot gewesen, dass eine Veröffentlichung der Studie peinlich geworden wäre.
Inzwischen liegt uns das Abstract der Studie vor, auf deren Basis der Auftrag abgebrochen wurde. In dem Abstract heißt es, die sogenannte Gesellschaftsrendite der Kernenergie solle anhand von vier Aspekten berechnet werden: Versorgungssicherheit, CO2-Einsparung, gesellschaftliches Engagement der Kraftwerksbetreiber sowie wirtschaftlicher Nutzen, etwa durch Arbeitsplätze, Steuern und Investitionen.
Zum ersten Punkt, der Gesellschaftsrendite durch die Versorgungssicherheit, ist bereits… weiter lesen
31.10.2011
Politik & Wirtschaft
Ich schließe den Blog vorerst, da ich wieder zurück in Berlin bin. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich die Facebook-Seite von “Occupy Frankfurt” und die Website, auf der Ihr in der Mediengalerie auch einen Livestream und das Internet-Radio aus dem Camp findet!
Vielen Dank für’s Lesen!
20.10.2011
Medien
33 Straftaten eines Kriminellen in Los Angeles. Auffällig ist: Viele der Taten beging er innerhalb eines engen Umkreises (rot).
Was Wissenschaftler der Universitäten von Santa Cruz (SCU) und Los Angeles (UCLA) auf die Beine gestellt haben, erinnert vielmehr an den Science-Fiction-Streifen “Minority Report”, als an die Realität. Verbrechern das Handwerk legen, bevor die überhaupt ihre Tat begehen können – so die Idee eines Forschungsprojekts. Um das zu realisieren brauchte es jedoch weder Steven Spielberg noch Tom Cruise.
Ein kleines Forscherteam um die beiden Mathematiker George Mohler (Studie) und Martin Short (Simulation) arbeitete an dem Projekt. Sie werteten Datensätze der LAPD und der Polizei von Santa Cruz über Verbrechen in den letzten acht bis zehn Jahren aus. Dabei zeigte sich, dass Gewaltverbrechen oft nach einem bestimmten Muster auftreten.

Screenshot (2): http://paleo.sscnet.ucla.edu/
Etwa, dass kriminelle Taten auffallend oft in kriminellen Ballungszentren („Hotspots“) entstehen… weiter lesen
30.09.2011
Kultur & Unterhaltung
liebe schwestern und brüder,
nach dem papstbesuch, der einen auch als journalisten geradezu überrollt hat, so dass man kaum zum nachdenken kam, bin ich immer noch in gedanken, was diese reise denn nun gebracht hat – und was nicht.
nach den reaktionen meiner protestantischen freundinnen und freunde zu urteilen, war der besuch in sachen ökumene eher kontraproduktiv – sie hatten da doch sehr viel mehr erwartet.
was die katholische kirche in deutschland angeht, frage ich mich nach wie vor, was diese beiden praktisch letzten reden des papstes (beim zdk und im konzerthaus) eigentlich sollten: was hat der papst damit eigentlich erreicht, außer die katholikinnen und katholiken in deutschland zu brüskieren?
übrigens möchte ich diesen blog gerne weiter führen, da ich glaube, dieses diskussionsforum könnte, abseits des papstbesuchs und angehängt an der taz, ganz sinnvoll sein.
pax et bonum!
19.09.2011
Kultur & Unterhaltung

Sommer-Himmel über dem Prinzenbad

Cafeteria-Terrasse - Wir hoffen auf eine SOMMER-Saison 2012

Regen, Regen, Regen

... und die gefühlte Wassertemperatur im Sportbecken?

... lag häufig weit unter der Lufttemperatur, die in der Regel auch nicht besonders hoch war

Alle Fotos: ©Sigrid Deitehoff
- Aber der Sommer war nicht nur verregnet. Es gab auch durchaus sonnige Tage. Einige wenige Male sogar perfektes Prinzenbad-Wetter mit strahlend blauem Himmel und super Temperaturen.
- Lustige Schwimmbadszenen.
- Inspirierende Gespräche auf der Cafeteria-Terrasse.
- Viel Platz zum Schwimmen.
- Im Spiel versunkene Kinder.
- Graue Tage, die für mich persönlich die schönsten Schwimmtage im Prinzenbad sind. Dunkle Wolken am Himmel, die das Wasser um mich herum in eine tiefe Stille tauchen.
- Einen Scube-Park im Prinzenbad mit Schlafboxen, in denen die Vertretungsbloggerin Verena in einem Selbstversuch übernachtete, während ich meine Bahnen im Kitsilano-Pool in Vancouver schwamm.
- Das neue
… weiter lesen
19.08.2011
Kultur & Unterhaltung
Pfirsich Melba, das kennt jeder. Der Nachtisch animierte Hausfrauen wie Köche zu immer neuen Kreationen auf der Basis eines Pfirsichs bzw. einer Pfirsichhälfte. Von den 60er bis weit in die 80er Jahre hinein in Spanien außerordentlich populär war der „Pijama“ (Pyjama), ein Dessert, das bei keiner Hochzeit, Kommunion oder häuslichen Festen fehlen durfte. Dabei handelte es sich einfach um einen fertig gekauften Pudding oder Flan, der auf den Teller gestürzt und mit einer Pfirsichhälfte aus dem Glas und vielleicht noch anderen Dosenfrüchten wie Ananas und mit Schlagsahne ausgarniert serviert wurde. Manchmal kam auch noch eine Scheibe Eis, ein sogenannter Corte, dazu.
Das letzte Gericht, das am 30. Juli im El Bulli serviert wurde, ist eine Destruktion des berühmten „Pfirsich Melba“, eine Hommage an die klassische französische Küche und deren Vater, Auguste Escoffier (1846 – 1935), der das Dessert 1893 für Nellie Melba erfand, als die australische Sopranistin im Londoner Covent Garden mit der… weiter lesen
06.07.2011
Kultur & Unterhaltung

Nichts ohne Voraussetzung
Wie wird der Alte aus dem Gang kommen, wo sich die Katze in den Schwanz beißen soll, kurz vor Ende der Einleitung zur Hegelkritik. Da nimmt er Luthers Reformation als deutsche Vorlage für eine Kulturrevolution. Da soll der nur einfach – zum inneren Glauben – befreite deutsche Protestant nun zum doppelt freien Menschen erhoben werden. Für eine solche radikale, menschliche Revolution fehle den Deutschen aber eine Art englischer oder französischer politischer Revolution. Aber nicht die menschliche Revolution versichert sich Marx, sei ein utopischer Traum, die politische. Die entscheidende Voraussetzung des deutschen Sturms auf die Bastille sei, dass das Bürgertum sich wirtschaftlich bereits durchgesetzt habe, also „alle Geld und Bildung beliebig erwerben können“. Das aber eben hat es nicht. – Da wären wir ganz nah dran an der vollen Zivilgesellschaft, rufe ich aus. Wir haben heute Geld und Bildung zuhauf, ja geradezu überschüssig und für Marx… weiter lesen
05.07.2011
Politik & Wirtschaft

Queen of the day: Corinne Lepage
Die Diskussion war voller Wenns und Abers als sich das Europäische Parlament heute mit der Frage befaßte unter welchen Umständen, aus welchen Gründen und auf welcher Rechtsgrundlage die Regierungen der EU-Staaten künftig auch zugelassene Gentechnikpflanzen für den Anbau auf ihrem Hoheitsgebiet verbieten können. Doch das Abstimmungsergebnis war ein voller Erfolg für jene, die eine möglichst weitgehende Lösung wollten, die zudem gegen Klagen vor nationalen Gerichten oder auch bei der WTO unzweifelhaft abgesichert ist. Für die Berichterstatterin des Europäischen Parlamentes, Corinne Lepage und die Gentechnik-KritikerInnen aller Länder war heute in Strassbourg ein sonniger Tag. … weiter lesen
10.06.2011
Aus aller Welt
Eigentlich war Dienstag in Washington Angela-Merkel-Tag. Der Terminkalender des US-Präsidenten schien von morgens bis abends prall mit dem Zelebrieren einer Freundschaft gefüllt: von der Begrüßung mit Salutschüssen und 4.000 fähnchenschwingenden Gästen, über Gespräche und eine gemeinsame Pressekonferenz, bis zum abendlichen Staatsbankett mit Medaillenverleihung im Weissen Haus.
Doch zwischen den Treffen mit Merkel schafft Barack Obama es, einen anderen, momentan weniger vorzeigbaren, Gast zu empfangen: Salman bin Hamad Al Khalifa, Kronprinz von Bahrein. Der 41jährige soll eines Tages das Königreich im Persischen Golf erben. Dort schiessen Militärs seit drei Monaten in Protestkundgebungen hinein und verhaften und foltern Oppositionelle. Die USA, die in Bahrein das Hauptquartier ihrer Fünften Flotte unterhalten, schweigen auffallend laut zu der Gewalt des Regimes.
Das Treffen zwischen Präsident und Kronprinz ist nirgends angekündigt und keinE JournalistIn ist anwesend, um Fragen zu stellen. Lediglich ein Kommuniqué, das nachträglich auf der Webseite des Weissen Hauses erscheint, zeugt davon.… weiter lesen
26.05.2011
Kultur & Unterhaltung
Als ich noch glaubte, ich würde mit den Engländern bis zum Anapurna Base Camp trekken, hatte ich mir in Pokhara nicht nur grässliche Bergsteigerstiefel, sondern auch einen großen, schweren Rucksack geliehen … weiter lesen
08.03.2011
Medien

- Das Glück mit offenen Armen empfangen (Foto: morgenroethe/photocase.com)
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“Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen.” Der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel brachte schon Mitte des ersten Jahrhunderts n. Chr. auf den Punkt, warum viele Menschen unglücklich mit ihrem Leben sind, obwohl sie es nicht sein müssten. Das liegt hauptsächlich an der eigenen Lebenseinstellung, die großen Einfluss auf unser Glücksempfinden nimmt. … weiter lesen
18.02.2011
Kultur & Unterhaltung
Unser experimentelles Blog-Projekt ist am Ende angelangt, und trotzdem gibt es noch viele spannende Geschichten, die sich erzählen ließen. In Schuhen steckt eben mehr als nur ein Fuß – auch musikalische Inspiration: Über Schuhe wurden schon viele schöne Lieder geschrieben. Zum Abschied haben wir unsere liebsten Schuh-Songs für Sie ausgewählt. Wir wünschen viel Vergnügen beim Hören und dass Sie auch weiterhin die Ohren spitzen, wenn Schuhe Geschichten erzählen.
Johanna Emge: „Dancing Barefoot“ von Patti Smith
„Ich war im letzten Sommer mit Freunden in einem Club. Es war furchtbar heiß und wir haben ausgelassen getanzt und irgendwann hat einer von uns spontan seine Schlappen abgestreift. Der Türsteher wollte ihn rauswerfen – da haben wir alle unsere Schuhe ausgezogen und barfuß weiter getanzt. ‚Dancing Barefoot‘ von Patti Smith bedeutet für mich nicht nur Freiheit für meine Füße, sondern auch Freiheit und Revolution gegen äussere Zwänge.“
I’m
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25.01.2011
Politik & Wirtschaft
Endlich angekommen. Das Doppelbett ist komfortabel, die Matratze richtig gut. Das kleine Apartment verfügt über neben der Einbauküche sogar über eine Waschmaschine und einen Staubsauger. Die hätte ich gar nicht gebraucht.
Dafür aber gerne eine andere Schließanlage. Die hätte geholfen, eine nächtliche Stadtrundfahrt in Essen zu vermeiden. Um den Schlüssel für das Apartment zu bekommen musste ich um kurz vor zwölf am Essener Hauptbahnhof ein Taxi nach Stoppenberg nehmen, dort den elektronischen Schlüssel und ein Bier abholen und dann von Stoppenberg nach Essen-Huttrop zu Apartment fahren. Apartment über einem Lidl-Markt (;-).
Rechne ich die 22 Euro dem Apartmentpreis zu, war das Bett über dem Laden ein teurer Spaß. Zu teuer. Andererseits könnte ich dem Hotel auch den Unterhaltungswert des Gesprächs mit dem Taxifahrer gutschreiben. Ein junger Araber, der um seine Begeisterung für die Jasmin-Revolution in Tunesien keinen Hehl machte. „Saddam war ein lausiger Diktator. Aber es ist ein… weiter lesen
07.01.2011
Politik & Wirtschaft
“Deutsche Studentinnen und Studenten zieht es immer stärker ins Ausland” heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesbildungsministeriums und des Deutschen Studentenwerks. Demnach hat sich die Zahl der Studierenden im Ausland zwischen 2000 und 2008 auf über 100.000 verdoppelt. Also allen Unkenrufen zum Trotz, dass der Bachelor die Reiselust bremst, weil die jungen Leute ihr Studium durchziehen ohne nach Ost und West zu schauen. Tatsächlich? Schaut man sich die Masse der Studierenden an, dann ist die Zahl aller Immatrikulierten im gleichen Zeitraum parallel gewachsen. Der Anteil der Studierenden, die ins Ausland gehen, ist demnach sogar um einen Prozentpunkt gesunken, wobei die Mehrheit der Studierenden zum Zeitpunkt der Befragung noch in den alten Diplom- und Magisterstudiengängen eingeschrieben war. Aber “Auslandsaufenthalte stagnieren”, das ließe sich ja nicht als Erfolg verkaufen. Und erst recht nicht, würde dazu die Schlussfolgerung der Bildungsministerin passen: “Unser Auslands-Bafög und die Förderung durch Stipendien haben… weiter lesen
02.10.2010
Kultur & Unterhaltung
Nach längerer Blogpause heute endlich mal wieder ein Eintrag. Ich war unterdessen allerdings nicht untätig und habe zusammen mit Ziska einen neuen Comic gemacht. Soeben ist eine erste Pressemitteilung dazu erschienen. Voila:

KRAFT DURCH FREUNDE
Unter diesem provokanten Titel parodieren sie das virtuelle Freundesammeln, den hemmungslosen Datenvampirismus im Überwachungsstaat, und den von Geilmärkten entfesselten Konsumrausch.
Der Mond hat die Menschheit schon immer fasziniert. Der leuchtende Erdumkreiser inspirierte Werwölfe, Schlafwandler, Verschwörungstheoretiker und Comiczeichner. Heisenberg meint, der Mond sei nur da, wenn jemand hinschaut. Doch ab heute ist er immer da, und zwar genau über Deinem Kopf, denn ‘Your Personal Moon’, ein kugelförmiges Ultrasmartphone, schwebt stets über seinem Besitzer und begleitet ihn überall hin. Der Moon ist der neue Trend – weg mit dem peinlichen alten iPhone!
Der Moon kann einfach alles, er ist Kamera, Telefon, Bankaccount, Musikbox, Navigator, Schlummerlicht… Klaus Dieter Freund, Eigentümer des Superkonzerns Kraft durch Freunde, landet… weiter lesen
23.09.2010
Aus aller Welt
So wie der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands uns in jenen Zeiten irgendwann mit dem Problem der absoluten Geschichtsmüdigkeit konfrontiert haben, fühlt man sich diese Tage in Istanbul auch ziemlich ermattet vor so viel “Geschichte”.
Das Referendum vom 12. September hat praktisch nur eine wichtige Konsequenz, die auch von den Verfassern der Verfassungsreform beabsichtigt war:
Den “Kemalisten” den institutionellen Boden unter den Füssen wegzuziehen. Die Reform erlaubt der Regierung, die Richter in den obersten Gerichten größtenteils selbst zu ernennen. Die Staatsanwälte sind sowieso Beamten des Justizministeriums. Die Polizei untersteht dem Innenministerium. Die Armee kann künftig keine Angehörige mehr entlassen, ohne daß sie vor Gericht auf Wiedereinstellung klagen.
Die türkische Gesellschaft hat den Militärputsch als ein “politisches instrument” zu verachten gelernt. Das ist jedoch nicht das Verdienst dieser Regierung allein. Die türkische Linke und die Liberalen, aber auch schier breite, unpolitische Kreise haben dazu beigetragen, daß der Normalbürger denkt: Okay, ein Putsch ist nichts,… weiter lesen
24.07.2010
Politik & Wirtschaft
Liebe LeserInnen, ab Montag blogge ich an dieser Stelle von der internationalen “Sommer-Uni”, die in der kommunenartigen Lebensgemeinschaft “Tamera – Heilungsbiotop I” im portugiesischen Alentejo stattfindet. Hier gibt es selbst angelegte Seen in ansonsten trockener Umgebung. Obst und Gemüse werden selbst angebaut, die Ernährung ist vegan. Wie lebt es sich so, nach den Grundsätzen von 1968 in 2010? Sind Steinkreise wirkliche energetisch zu spüren? Kann man Frieden vermitteln lernen? Ab Montag hier – wer es jetzt schon wissen will, klickt hier: http://tamera.org/index.html (ich bin vorher noch schnell ‘ne Runde surfen in Peniche)
13.07.2010
Aus aller Welt
Die Highlights der WM in Bildern**

Zwei Tage vor WM-Beginn: Südafrika kommt in Stimmung & der Vuvuzela-Wahnsinn beginnt

Ein Tag vor WM: Zwei Finnen, die mitsamt ihren Skiern von Finnland, quer durch Afrika, und bis runter ans Kap in diesem verrosteten Merc gefahren sind, kommen gerade noch rechtzeitig an.

Die Westkap-Premierministerin Helen Zille und US-Rapper R Kelly eröffnen die WM-Feierlichkeiten in Kapstadt – genau von dem Balkon aus, von dem Nelson Mandela seine legendäre Rede gehalten hat als er 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde

Zur WM-Eröffnung in Kapstadt findet eine traditionalle “Kaapse Kloopse”-Karnavalsparade statt. Normalerweise findet sie immer am 2. Januar statt, um das neue Jahr zu begrüßen.

Die Fans-Parks sind voll. Südafrikaner jeden kulturellen Backgrounds feiern zusammen.

Fans in Port Elizabeth heißen WM-Gäste willkommen: “This is blasphemy. This is madness. This is Africa.”

Auch in dem kleinen Ort… weiter lesen
07.07.2010
Aus aller Welt
I didn’t watch the games since Bafana Bafana didn’t win the battle. But
I did watch Uruguay when it was playing with Ghana and that was most
wonderful, fantastic.
The game was a great game anyway even though they
didn’t make it. Even though Ghana and Uruguay had the same goals till
the end of the game. But I’m so pleased with Ghana because they tried
the best. Also I saw how people in my community and everywhere supported
Ghana. It was great to see the whole community supporting one team.
I was asking myself what went wrong. How do they do such a thing after so
many years not doing that. But I soon got an answer that we had been
looking for. And that was that Ghana is in Africa and also it was the
only team… weiter lesen
16.02.2010
Kultur & Unterhaltung
In meiner mehr als nur politischen Jugend las ich einmal einen im Endeffekt sehr suggestiven Roman, der zur Zeit des Kapp-Putsches spielte und von der Entstehung, dem Kampf und der Niederlage der Roten Ruhrarmee erzählte, und das war ein sehr dramatisches, düsteres Buch voller Endzeitstimmung, und die zwei Protagonisten, beide Kämpfer und Anführer der Roten Ruhrarmee, überlebten die ganze furchtbare Sache nur sehr, sehr knapp, um sich dann aber, im letzten Kapitel, völlig überraschend einige Zeit später bei sonnigem Wetter am Rheinufer im Düsseldorf wiederzutreffen. Dort saßen sie dann auf einer Terasse, bestellten einen Kaffee und plauderten ein wenig, wie’s denn so geht usw. Starker Kontrast. Ganz normales Leben plötzlich. Nichts mehr von Kampf bis zum Ende, keine Roten Armeen mehr, keine Märsche auf die Zitadelle Wesel usw., stattdessen weißes Porzellan, Sonnenschein, draußen gibt’s nur Kännchen und das ganze Programm. Sehr beeindruckend.
Ganz ähnlich mein Gefühl, als zwei Tage… weiter lesen
13.03.2009
Aus aller Welt
Pamela Anderson hostet heute eine Party in Beirut, das Schicki-Großereignis, bei dem die V-V.I.P-Tickets, mit denen man ihr ganz nahe sein darf, nur 200 $ kosten.
Vorgestern wurde „Taxi Banat“, „Mädchen Taxi“ eingeführt, eine rosafarbene Taxiflotte, bei der nur Frauen am Steuer sitzen und in der nur Frauen transportiert werden. Wobei „Banat“ neben „Mädchen“ auch alle anderen unverheirateten Frauen, egal welchen Alters, bezeichnet. Als Kundenkreis will man sich an die konservativeren Damen aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten wenden, dabei nehmen diese ihre Schleier oft schon im Flugzeug nach Libanon ab und glänzen im frühlingshaften Beirut durch knallenge teure Designerkleidung und unglaublich hohe Schuhe, also eher nicht zurückhaltend.
Ein Bekannter hat gerade umgeschult und ist nun nicht mehr nur Skipper auf Miet-Yachten, sondern bietet auch „Romantic Services“ für ältere, wohlsituierte Damen aus eben diesen Arabischen Ländern an. Als Skipper hatte er die Liebesdienste noch kostenlos geleistet, da nun einige seiner… weiter lesen
31.03.2008
Kultur & Unterhaltung
Kostbare Lebenszeit der verehrten Leser und Leserinnen bleibt vom Somnambulen Salon unberührt und unbelästigt, weil er so unglaublich selten erscheint. Wie viel mehr davon könnten die Leser und Leserinnen doch gewinnen, wenn auch andere so wenig schreiben würden wie ich! Auch weiterhin werden wir uns in diesem Blog durch konsequentes Nicht-Bloggen allen gut gemeinten Weck- und Ordnungsrufen widersetzen, da uns die Disziplin des Bleibenlassens nun einmal in die Wiege gebloggt ist. Tagsüber sind wir gekommen um zu bleiben, nachts bleiben wir um zu lassen. Schlafwandler sind große Lassende, Profis in der Produktion von Nichts und wieder Nichts, und ihr Ehrgeiz besteht darin, dieses elegant zu steigern, dabei Hegel zustimmend, der festgestellt hat, dass im Buch der Geschichte das GLÜCK auf dessen leeren Seiten zu finden sei. Somit haben Sie bei der vorliegenden Lektüre den größten Nutzen, wenn Sie sich die Sätze als Statthalter für ein glückliches Nichts denken, behelfsweise als ein seidenes Negligé, mit dem… weiter lesen