In dem großartigen Blog USA erklärt erklärt Scot W. Stevenson die Vereinigten Staaten (unbedingt lesen: Wo man vor Bush am sichersten ist). In einem Beitrag von vergangener Woche schreibt er über einen Unterschied, der ihm bei den Überschriften in Zeitungen aufgefallen ist: “Angelsächsische Journalisten benutzen in Überschriften Kommata, germanische nicht.” Weiter schreibt er: “Woher das Kommata-Tabu in der deutschen Presse kommt, ist unklar.”
Nun, so ein richtiges Tabu gibt es nicht. Ich habe mal ins Archiv geschaut, und von den 225 Artikeln, die ich in den vergangenen 12 Monaten in der taz veröffentlicht habe, hatten immerhin zwölf Artikel auch ein Komma (oder mehrere) in der Überschrift (das sind gut 5 Prozent). Aber warum setze ich nicht viel häufiger ein Komma? Nun, in der angelsächsischen Zeitungstradition bestehen Überschriften oft aus vollständigen Sätzen. In deutschen Zeitungen dagegen sind Überschriften viel kürzer. Bei mir sind sie meist nur drei bis fünf Worte lang – das ist einfach meist nicht lang genug, um da auch noch einen Nebensatz unterzubringen.
elias baumann says:
Die Zeichensetzung sowie die Rechtschreibung droht der Willkür anheim zu fallen. Denn die Neuregelung bereitet wirklich einiges Kopfzerbrechen und erst recht, wenn man – wie ich – diese Schülern zu vermitteln versucht. Deshalb habe ich das als Anliegen zuhanden der Kanzlerin formuliert – hier nochmals über die Bücher zu gehen. Doch ein Anliegen wird nur dann weitergeleitet, wenn es genügend Unterstützung erhält. Deshalb bitte ich Sie: Gehen Sie auf: http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/20605 und unterstützen Sie das Begehren. Denn ich bin sicher: Zusammen sind wir stark !
April 25th, 2009 at 12:50
Angeln am Rhein says:
Hallo
Sehr gelungener Post. Da hat mich Altavista erneut an einen hervorragenden Blog geschickt.
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Viele Grüße aus dem schönen Ostfriesland Petri Heil
März 22nd, 2010 at 13:18