BILD-Zeitung wirbt mit Holofernes-Absage

Nachtrag 28. Februar: Siehe auch der Blog-Beitrag Unsere finanzielle Abhängigkeit

Die BILD-Zeitung schaltet in der morgigen Ausgabe der taz eine ganzseitige bezahlte Anzeige (hier als PDF). Darauf zu lesen ist der Brief von Judith Holofernes, in dem sie es ablehnt, in einer Anzeige der BILD-Zeitung zu erscheinen – mit dem Zusatz “BILD bedankt sich bei Judith Holofernes für ihre ehrliche und unentgeltliche Meinung”. In der gleichen Ausgabe erscheint auch ein ganzseitiges taz-Interview mit Judith Holofernes. Sie bezeichnet es darin als “interessant, dass sich die taz dafür zur Verfügung stellt”. Sie will allerdings nicht gegen die BILD-Zeitung klagen: “Ich hab auch keine Lust, da jetzt einen Fehdehandschuh aufzunehmen. Es ist ja doch das Berechenbarste, was sie machen konnten.” Es sei “ein ziemlich lahmer Versuch, ein Rückspiel zu erzwingen, weil man aus der ersten Runde nicht besonders glorios hervorgegangen ist. Aber ich sehe nicht ein, warum ich mich drauf einlassen sollte, wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.”

Hier das ganze Interview, das Josef Winkler mit Judith Holofernes geführt hat:

Da wir uns schon lange kennen, duze ich dich. Jetzt ist eure Band-Website zusammengebrochen. Liegt das daran, dass ihr so einen lahmen Server habt oder dass du einen Nerv getroffen hast?

Also unser Server ist garantiert nicht der größte. Aber dass er zusammenbricht, hat mich dann doch überrascht. Und der von BildBlog.de ist auch angeschlagen.

Hast du den Brief schon mit der Absicht geschrieben, den dann auch in die Öffentlichkeit zu stellen, oder war der erst mal nur an die Damen und Herren von Jung von Matt gerichtet?

Das war schon so geschrieben als Antwort in die Öffentlichkeit, um meines eigenen Amüsements und Seelenheils willen. Ich hab über die Jahre so viel Blödheit an mich herangetragen bekommen, dass ich einfach ein ganz tiefes Bedürfnis hatte, nicht immer nur drüberzustehen, sondern auch mal zu reagieren.

Nun könnte man sich vorstellen, dass die Agentur für diese Werbekampagne öfter mal eine Absage kassiert – aber du machst mit deinem offenen Brief aus deiner Absage ja sozusagen eine Kampagne gegen Bild! Hast du eine Mission?

Es hatte in erster Linie was mit Herzenshygiene zu tun. Und ich habe ein starkes Bedürfnis, mich da abzugrenzen, drum wollte ich das öffentlich tun. Auf der anderen Seite habe ich mir schon auch gedacht, dass die Art, wie ich das getan habe, den ein oder anderen amüsieren könnte und vielleicht auch ein bisschen erhellen. Ich glaube, dass viele Leute verärgert und genervt waren von dieser Kampagne, aber gar nicht so genau benennen konnten, was das eigentlich ist, was sie daran so stört.

Du nennst die Kampagne “perfide” und beantwortest diese Frage in dem Brief ja eigentlich für dich. Aber trotzdem noch mal: Wäre es nicht der elegantere Weg gewesen, mitzumachen und, wies so schön heißt, das System von innen anzugreifen?

Nein, eben nicht. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass niemand, der sich in das Bezugssystem dieser Kampagne begibt, ungeschoren davonkommt. Im Sinne von: ohne mit der Bild-Zeitung fraternisiert zu haben. Das ist ja die Masche, mit der die versuchen, sowohl die Prominenten zu kapern als auch die, die das dann irgendwie total clever finden sollen. Ich bin ja schon nicht sicher, ob man so was machen kann, was ich da jetzt gemacht habe, ohne am Ende Werbung für die Bild-Zeitung zu machen.

Wenn man Bild-Werbung sieht, denkt man ja oft: Mist, leider gut. Bild und McDonalds haben mit die cleversten Werbungen – woran liegts? Können die sich einfach die besten Agenturen leisten?

Ich glaube, umstrittene und mit einem offensichtlichen Makel behaftete, aber doch irgendwie mainstreambeherrschende Marken zu gestalten, das reizt einfach jeden Werber. Oder fast jeden. Ich kann mir vorstellen, dass die da dann ihre besten Leute zusammenstellen. Und mir ging das ja früher auch so, dass ich solchen Sachen ein bisschen auf den Leim ging. Gott sei Dank hab ich ja nun Werbung studiert und weiß, dass man die Werbung nicht mit dem Werber verwechseln darf – und vor allem natürlich auf keinen Fall mit der Macht, die hinter der Marke steht. Und wenn die Werbung für die Bild-Zeitung irgendwie witzig ist, heißt das noch lange nicht, dass das Medium Bild-Zeitung mit irgendeiner Art von Humor gesegnet ist.

Du kommst den Leuten von Jung von Matt in dem Brief ja ziemlich persönlich und durchaus vorwurfsvoll. Von einer großen Werbeagentur zu erwarten, wie du es zum Ausdruck bringst, dass sich die Leute da ja auch weigern könnten, für Bild Werbung zu machen, ist zumindestens frisch-naiv. Ist es auch dein Ernst?

Es ist zumindest bei dieser speziellen Kampagne so, dass da so viele unausgesprochene Annahmen dahinterstecken, die ich so dermaßen perfide finde, dass ich es dann tatsächlich übel nehme und auch wirklich persönlich beleidigt war, dass irgendjemand annehmen konnte, ich möchte da Anteil dran haben. Sollen sie doch Werbung für die Bild-Zeitung machen. Aber klar ist: Es gibt auch viele Werber, die das nicht machen würden, und es gibt auch viele, die dann irgendwann aus diesem doch sehr verkorksten Business aussteigen. Es ist nicht so, dass man sagen müsste: Das ist halt alles systemimmanent, es ist halt so, und deswegen lass doch die armen Leute in Ruhe. Ich hab das ja alles von innen gesehen und deswegen mein Studium abgebrochen.

Jetzt versteh ich erst “Werbung studiert”. Du hast nicht in den letzten Jahren die Werbung in den Medien studiert, sondern richtig Werbung studiert, an der Uni?

Ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation angefangen in dem Glauben, das hätte irgendwas mit Medien und Journalismus zu tun, hab mich dann in einem Werberstudiengang wiedergefunden und innerhalb weniger Veranstaltungen das kalte Grauen gekriegt. Das meine ich ja mit “Ich kenne euch alle”. Aus Ernüchterung darüber, wie dieses Business läuft, habe ich ja erst angefangen, mich mit Werbekritik und dann mit Konsum- und Globalisierungskritik zu beschäftigen.

Du sagst, du nimmst es den Werbern übel, die diese Kampagne machen. Nimmst dus auch den Prominenten übel, die mitmachen und ihr “Testimonial” abgeben?

Klar: Natürlich ist es jedem überlassen, ob er da mitmacht. Ich denke nur, die Leute müssen mit in Kauf nehmen, dass sie damit zwar unheimlich viele Menschen erreichen, aber auch bei vielen Ansehen einbüßen. Und ich habe schon das Gefühl, dass das einen Teil dieses Hallihallo jetzt im Internet ausgemacht hat: dass viele Leute, die enttäuscht waren von Prominenten, die bei dieser Kampagne mitgemacht haben, sich einfach gefreut haben, mitzukriegen, dass man da offensichtlich nicht zwangsläufig mitmachen muss, wenn man gefragt wird. Ich lauf ja immer wieder vorbei an neuen Plakaten und denk mir: Oh nein, der nicht auch noch!

Du unterstellst den Teilnehmenden recht klar Dämlichkeit, du schreibst: “Selten hat eine Kampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt.”

Ich unterstelle denen, die mitmachen, dass sie sich als dümmer verkaufen, als sie sind. Diese ganze Kampagne wirkt auf mich wie ein großer Deal, den alle miteinander machen, damit sie in ihrer komischen Blase weiterleben können, indem sich jeder ein bisschen doofer verkauft, als er ist.

Andere meinen – oder wissen – vielleicht, dass sie es sich karrieretechnisch gar nicht leisten können, Bild abzusagen.

Die Bild-Zeitung ist auf jeden Fall eine Macht, und ich habe mitbekommen, dass es zum Beispiel in der Schauspielerei offensichtlich nicht oder kaum möglich ist, sich dem zu entziehen. Wenn man als Schauspieler irgendwie eine Karriere haben will in Deutschland, ist es fast unabdingbar, sich mit der Bild-Zeitung gut zu stellen. Das ist im Pop gottlob nicht ganz so.

Seid ihr mit Wir sind Helden da in einer Luxusposition?

Wir haben uns ganz bewusst eine Karriere aufgebaut, die nicht von der Bild-Zeitung abhängig ist. Ich denke, dass viele Künstlerkarrieren in Deutschland von der Bild-Zeitung abhängen, aber natürlich vor allem die, die sich von Anfang an mit ihr verbündet haben. Die Bild-Zeitung ist ein wahnsinnig machtvolles Instrument, um eine Karriere aufzubauen. Aber dann kommt man aus der Nummer eben auch nicht wieder raus. Ich weiß, dass die Bild-Zeitung sehr gnadenlos umgeht mit Leuten, die nicht kooperieren. Und wir haben immer das Glück gehabt, dass wir uns außerhalb dieses Machtgefüges bewegt haben.

Hast du jetzt Angst vor dem Zorn von Bild?

Ich denke, die versuchen so sehr, für sich ein Image zu gestalten von Drüberstehen und Humor und Selbstironie, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die da zu einem richtigen Gegenschlag ausholen. Und ich fänds auf jeden Fall schön, wenn niemand jetzt die Bild kaufen würde, nur um zu sehen, ob sies doch tun.

Man predigt mit einer Aktion wie deiner natürlich vor allem zu den Bekehrten.

Das ist völlig klar. Ich ahne aber auch, dass es einen erschreckend hohen Prozentsatz von “ironischen” Bild-Zeitungs-Lesern gibt. Leute, die das nur mal an der Raststätte oder nur vorm Zahnarztbesuch kaufen, oder die “nur den Sportteil lesen” und die das eigentlich alles durchschauen, aber halt irgendwie witzig finden. Das merkst du ja schon daran, dass du das als Band in deinen Tour-Rider reinschreiben musst, wenn du backstage bitte KEINE Bild-Zeitung liegen haben möchtest. Weil das einfach so ist: Alle Bands lesen auf Tour die Bild-Zeitung! Zumindest ist das die Annahme. Wenn nur alle ironischen Bild-Leser das mal für ein paar Monate sein lassen könnten, würde das denen, glaub ich, ernsthafte Umsatzeinbußen bescheren.

Nachdem wir dieses Interview geführt haben, hat Bild reagiert und schaltet in der Montagsausgabe eine ganzseitige Anzeige in der taz, die deinen kompletten Brief enthält mit dem Zusatz “Danke für Ihre ungeschönte und unentgeltliche Meinung, Frau Holofernes”. Wird es der Bild-Zeitung gelingen, aus der Sache noch was für sich rauszuholen?

Die Bild ist eine Macht, aber nicht mehr die Supermacht, die sie zu sein vorgibt. Ich schätze, die werden – wie auch ich – die vielen Antworten und Kommentare im Netz gelesen und gemerkt haben: Okay, da ist ein Großteil der Leute einfach entzückt. Nur ein paar wenige fürchten, die Bild könnte letztlich alles zu ihren Gunsten drehen – und diese Anzeige ist der Versuch, diese Annahme zu unterstreichen. Eine ziemlich zahnlose Dominanzgebärde. Interessant übrigens, dass sich die taz dafür zur Verfügung stellt. Ich glaube aber nicht, dass das aufgeht, dazu bewege ich mich zu weit außerhalb ihres Spielfelds. Ich bin jedenfalls sehr glücklich damit, das gemacht zu haben, und würde mich freuen, wenn andere das weitertragen.

Aber konsultierst du jetzt deinen Anwalt?

Meine erste Reaktion war jetzt schon: Dürfen die das? Aber ich hab auch keine Lust, da jetzt einen Fehdehandschuh aufzunehmen. Es ist ja doch das Berechenbarste, was sie machen konnten.

Man würde ja annehmen, dass so was dann von der Rechtsabteilung eh wasserdicht abgecheckt wurde. Oder eben gerade nicht? Ist da vielleicht bewusst eine Lücke? Warten man nur darauf, dass du mit rechtlichen Schritten reagierst?

Es ist jedenfalls ein ziemlich lahmer Versuch, ein Rückspiel zu erzwingen, weil man aus der ersten Runde nicht besonders glorios hervorgegangen ist. Aber ich sehe nicht ein, warum ich mich drauf einlassen sollte, wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.

Kommentare (411)

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  1. Pingback: Perlen von den Säuen « Stefan Niggemeier

  2. also eins vorweg: ich bin kein freund der BILD-zeitung!!! trotzdem muss ich leider feststellen, dass das was diese sängerin da vom stapel lässt, grober schwachsinn ist…zum großteil zumindest…damit meine ich den teil in dem sie sich über diese werbekampagne auslässt (bei ihrer meinung zur BILD an sich geb ich ihr recht)…das die frau “werbung studiert” haben will, stimmt mich traurig. während dieses studium scheint sie nichts von werbung bzw. marketing verstanden zu haben.
    und dann muss ich leider den leuten den spaß verderben, die meinen, dass judith es der agentur jung-von-matt aber mal so richtig gezeigt hat und sie der BILD-kampagne geschadet hat…..das gegenteil ist der fall…denkt mal drüber nach

  3. Habe mein taz-Abo vorerst gekündigt. Mich stört nicht die Anzeige als solche, sondern der hochmoralische Anspruch, mit dem sich taz an anderer Stelle über die BILD erhebt – und dann kassiert.

    Gruß Manfred Hartmann

  4. @ Sebastian Heiser

    Habe offengestanden zureichend anderes zu tun (in diesem unseren Rechts-los-staat) als Kommentarzensurüberwachung.
    ;-)

    Insoweit nur kurz zu den Mailübersendungen: Einiges geht natürlich gar nicht, anderes halte ich für grenzwertig (ein Link funktioniert nicht), als vorgeblich gelöscht übersandtes ist hier aber auch noch zu lesen.

    Nebenbei hatte ich ja gerade selbst die Diktion so mancher hier bemängelt (war das der Anlaß?), was sich aber weiter hier findet. Abgleiten in Niveaulosigkeit, Gossenjargon, etc. .. sind leider Symptome dieser (bedenklichen) Zeit.

    Aber vielleicht zurück zum Thema?

  5. @Andreas Dmytrowicz: Ich lösche Kommentare hier im Hausblog, wenn sie stark beleidigend sind (z.B. Fäkalsprache, Vergleiche mit Nazi-Größen) oder ich die Inhalte für unerträglich falsch halte (z.B. Holocaustleugnung) oder jemand unter falschem Namen kommentiert (“Ines Pohl” wird etwa immer wieder gerne genommen). Dagegen können wir bei der taz Kritik, auch harte Kritik, gut vertragen – Sie auch an zahlreichen Kommentaren gerade hier zu diesem Blog-Beitrag sehen können. Ein paar Beispiele für Kommentare, die ich zuletzt gelöscht habe, sende ich Ihnen zur Anschauung per Mail. Bitte melden Sie sich hier nochmal in den Kommentaren, wenn Sie der Ansicht sind, ich hätte diese Kommtare nicht löschen dürfen.

  6. .. und Kommentare kommen und gehen. Gestern waren es hier noch 406, heute 405 (vor mir jetzt). Mmmm .. Zensur?

    War übrigens ein gutes Zusammenspiel, erst Bericht im Medienmagazin ZAPP/N 3, dann dies hier.

    Mal ein Denkanstoß: Ich gehe davon aus Judith wird lebhaft hier mitlesen. Wie wäre es wenn sie sich hier mal einbringt .. so abschließend resumierend?

  7. Pingback: TAZ-Chefredakteurin: Im Netz veröffentlichte Texte dürfen eher kopiert werden | Freiheitsworte

  8. liebe feiglinge von der taz

    ja, wir brauchen alle kohle -
    aber wie wär´s grad dem fuck springer-imperium zu sagen:
    die? nö – danke!

    mfg
    gerald koenig
    ein ab+zu tazleser,
    der gar die allererste tazausgabe noch immer aufbewahrt ;-)

  9. @Sebastian Heiser:
    Alles schön und recht mit der klaren Trennung zwischen Anzeigen- und Redakionsteil. Aber warum schließt Ihr dann rassistische, sexistische und kriegsverherrlichende Anzeigen doch aus? Könntet Ihr doch genau so gut eine “Ausländer raus” Kampagne drucken, wenn der Preis dafür bezahlt wird. Ich sag es Euch: Weil Ihr genau wisst, dass man es eben nicht trennen kann. Weil man eben nicht als Anzeige etwas drucken darf, was man inhaltlich zum kotzen findet. Und noch eins: Wenn man es doch tut, wird man früher oder später zu einem Anzeigenblatt wie die anderen Kommerzzeitungen auch. Werbefinanzierter Trash mit linker Zielgruppe, wollt ihr das? Dann lest euer Blatt mal schön alleine, mir ist das zu blöd!

  10. Ich kann es nicht mehr hören, das Gerede von den ewig gestrigen und Fundis und was noch alles. OK, ich habe mein ABO gekündigt, weil ich es blöd fand mir von diesem Herrn mit den dicken Eiern den Stinkefinger zeigen zu lassen. Ich weiss auch, daß nun die TAZ -leser durch diese Werbung keine Bild-Leser werden. Ich weiss, daß man GEld braucht um eine Zeitung zu machen. Habe noch nie blöd gemacht, wenn bisher ne Werbung geschaltet wurde. Aber Hallo, man kann doch ein bischen schauen, welche Werbung geschaltet wird. Und dieses in den Rückenfallen der Frau Judith Holofernes, war mir halt zu blöd.Der testosterongesteuerte Diekmann,weiß auch daß er so keine neuen Leser gewinnt. Er hat uns allen den Stinkefinger gezeigt und gezeigt selbst für so einen Scherz hat er Geld.
    Heute bekam ich einen Anruf eines netten Meschen aus der TAZ, wegen der Kündigung und es ging mir vorher schon nicht gut damit und hinterher gings mir noch schlechter. Mal schauen, es gibt ja noch flattr und dann mal schauen. Aber mal muß man auch sagen jetzt reichts. Er Herr Diekmann soll selber wichsen, ich möcht ihm keinen runterholen. Auch wenn es über den Umweg der TAZ ist.

  11. Vor -zig Jahren schrieb mal jemand, das der Preis der Bild-Zeitung auf den Quadratmeter umgerechnet geringer ist als der von Toilettenpapier. Und an die Druckerschwärze solle sich der Arsch schon gewöhnen.
    Sollte der Preis von Klopapier stark steigen oder der der Bildzeitung stark sinken und sollten die Zeiten schlecht sein: Vielleicht? Ja, vielleicht würde ich die Bildzeitung dann wieder kaufen!

  12. .. manche Kommentare hier denn auch auf Bild-Niveau, Diktion höchst beängstigend.

    B – rüste
    I – rrelevanz
    L – upenreine Demokraten
    D – ummdreist

    .. fällt mir spontan ein.

    @ Hansguenter

    Die Ansprache des – Zitat: “dummen Volk” scheint mir im Kontext doch auf den Punkt gebracht.

    Hitler wäre zu verhindern gewesen, kollektive Massenpsychose.

    Mmmmm .. wie ist es denn zu erklären, wenn Teile der Bevölkerung demonstrieren “Wir wollen Guttenberg zurück” (Aktion: Bild kämpft für sie .. sorry .. ihn) ..

    .. wenn Massen in Sachen Stuttgart 21 auf die Straße gehen .. nicht wegen Hartz IV, deutschen (!!) Menschenrechtsverletzungen, der Beseitigung jedweder rechtsstaatlichen und gesellschaftlichen Ordnung, etc. ??!

  13. Pingback: World Wide Wagner – Medienmagazin vom 05.03.2011

  14. Pingback: Judith Holofernes versus BILD « meerschweinchenreport

  15. Pingback: Lynyus|blog » Medienlinktips KW9

  16. Ob Frau Holofernes mit ihrem Brief jetzt doch noch Werbung für BILD macht, hängt von ihrem Ansehen bei der (potentiellen) BILD-Leserschaft ab. Wenn diese sie nicht mögen, ist BILD selbstverständlich in deren Ansehen gewachsen. Das war schön in der “Guttenberg-Kampagne” zu sehen, wo Claudia Roth und Gregor Gysi in einem Artikel als die Federführer der “Hetze gegen Guttenberg” dargestellt wurden, obwohl sie eigentlich nichts dazu gesagt haben. Es sind einfach die Hass-Figuren des typischen BILD-Lesers. Da war “Gutti” als deren armes Opfer schonmal gesichert.

  17. Wie wäre es mit:
    Werbung ja, ausser die von Bild?
    Wäre die TAZ ohne diese eine Werbeseite finanziell eingebrochen?
    Hör doch auf…

  18. …wenn ihr euch zu 99% darüber ach so aufregt, dass die taz eine BILD-Anzeige schaltet, obwohl durch das Interview dem Ganzen ein echt guter Rahmen gegeben wird…
    und obwohl wir doch alle wissen, dass die taz nicht gerade Geld wie Heu hat, sondern eher öfter mal an den roten Zahlen kratzt…
    dann frage ich mich wirklich, in was für einer Welt die meisten meiner VorschreiberInnen leben…
    Vielleicht in einer Welt, in der man einen Zeitungsdruck und Mitarbeitergehälter aus dem Nichts bekommt???
    Wenn es euch stört, dass die taz eine BILD-Anzeige druckt, dann überlegt euch ein alternatives Finanzierungsmodell.

  19. Pingback: Links fürs Wochenende

  20. wenn man es genau betrachtet gibt es drei gewinner
    - frau holofernes + Anhang (Band)
    - die BILD

    ganz ehrlich, wäre frau holofernes wirklich konsequent… hätte sie sich nicht so benutzen lassen.

  21. Um mal eine andere, vielleicht eher unpopuläre Meinung zu äußern:

    Mal im Ernst, bei einem Brief mit so viel achso intellektuellem Getue (von Zeichensetzungsfehlern ganz zu schweigen) fällt es schon fast schwer zu glauben, dass die Verfasserin studiert hat (achja: abgebrochen). Warum durch dieses Gesülze die BILD “nicht besonders glorios” dastehen ist mir absolut schleierhaft. Im Gegenteil, so einen Brief der Öffentlichkeit zuzutragen (auf die Diskussion des Mediums taz verzichte ich hier mal) ist so ziemlich die logische Konsequenz.

    Jedenfalls rächt sich so eine Aktion dann, wenn man Jung von Matt, wo quasi nur arbeitet wer sich als Topkreativer bewiesen hat, so ein Geschenk in den Schoß legt. Da sie ja “mit der Hälfte von denen studiert hat” (wobei man mit gesunder Skepsis bezweifeln kann, dass ganz zufällig die Hälfte der deutschen Werbeelite in ihrem Semester studierte) hätte sie ja vielleicht ahnen können, dass sie mit diesem Schreiben einigen der so verhassten Werber zum Highlight des Jahres und womöglich der einen oder anderen Beförderung verhilft.

    Inhaltlich bin ich mit Judith Holofernes nicht nur bezüglich der BILD auf einer Linie. Umso enttäuschender, dass diese Aktion eher peinlich ausging.

  22. “Dürfte ich Euch mal kurz in die Zeitung kacken?”

    “Klar!”

    ROFL

  23. @mescalero
    Danke für die erquickliche Wortwahl :D
    Allerdings:

    “hätte sie geschwiegen würde man sie für weise halten.”

    Nein, denn dann wüsste keiner, dass sie abgelehnt hat. Immer Fresse halten und gleichzeitig nie den Springerpalast anzünden ist auch keine Alternative ;) Bisschen Stellung beziehen sollte schon drin sein, besonders an der Antiverblödungsfront. Aber eigenlich wohl besser in deren Heim-Blog:

    “der durchschnittliche wsh-hörer ist eh kein bildzeitungsleser und der gewöhnliche bildzeitungsleser würde beim namen holofernes nicht mal in der bibel nachschlagen”.

    So isses!

  24. Den lieben TAZ-Lesern wurde genüßlich in die Augen gepinkelt, Holofernes hat auch ihre Spritzerchen abgekriegt und die TAZ-Redaktion bezieht Stellung wie Guttenberg zu besten Zeiten. Obwohl, nein, der hat sich wenigstens irgendwann “entschuldigt”, als sein Lapsus zu evident wurde… Hier wird immernoch selbstverteidigt.

    Das ganze “war doch nur Werbung” und “wir brauchen das Geld” und “ihr seid doch alle Schlau genug” hat herzlich wenig mit einer Erklärung der mangelnden Integrität Eurerseits zu tun, ebenso wenig wie mit der Brutus-würdigen Messerattacke auf Holofernes’ Rücken. Was die von der Aktion hält, ist ja oben zu lesen (“interessant, dass sich die taz dafür zur Verfügung stellt”).

    Oder ist alles doch anders?
    Realistisch betrachtet hängt das Existenzrecht der TAZ recht eng mit der BILD zusammen. Sie ist quasi sowas wie eine Wir-regen-uns-über-BILD-auf-Zeitung + bisschen linker Politik.
    Das gegenseitige Gedisse gehört quasi zum Kerngeschäft, macht ebenso wie in der Hip-Hop-Szene einen Großteil des “Inhalts” aus (gilt nur für die TAZ, für BILD ist es eher eine kleine Nebenschaubühne, für Leser, die genug von den ganzen Linken “Gutmenschen” haben, was auch immer das sein soll). Von Zeit zu Zeit ist es daher gar nicht schlecht, die eigenen Leser nochmal dran zu erinnern, wie böse die BILD eigentlich ist. Letztlich war die Anzeige auch Werbung für sich selbst, in diesem Fall allerdings ein bisschen nach hinten losgegangen. Obwohl, noch steht nicht fest, ob dem kurzfristigen Abo-Minus nicht ein dickes Plus folgt, schließlich hat man durch die Aktion doch beträchtlich an Aufmerksamkeit gewonnen…
    Die Frage, die sich dann noch stellen würde, wäre:
    Hat Holofernes auch nur kräftig die Werbetrommel gerührt? Wenn nicht, schuldet Ihr ihr mal mindestens eine dicke (zu Ihrer Entlastung öffentliche!!) Entschuldigung und Ihre entgangenen Werbegelder. Wenn doch, wünsche ich Ihr die Läuse in den Filz (durchaus auch doppeldeutig zu verstehn).

    Ob der TAZ-Leser jetzt von Grunde auf verarscht oder dessen Ideale nur billig verkauft wurden, mir fallen spontan keine guten Gründe für einen baldigen weiteren Kauf ein… Spendet Euer Geld lieber einem karitativen Zweck, ein bisschen aktive Unterstützung der “Guten” steht einem Idealisten auch besser zu Gesicht, als nur über die “Bösen” zu motzen.

    @tero:
    danke für den Link :)
    Der Diekmann hat sich da in eine echte Gewinnzwickmühle manövriert :D

  25. hätte sie geschwiegen würde man sie für weise halten.

    vermutung: die verantwortlichen haben bewusst die alte friedrichshain-bionade-spiesser-schickse angeschrieben in der hoffnung auf genau jene reaktion und diedse dann medial verwursten zu können. der durchschnittliche wsh-hörer ist eh kein bildzeitungsleser und der gewöhnliche bildzeitungsleser würde beim namen holofernes nicht mal in der bibel nachschlagen.
    resultat: beide, holofotzi und blöd haben gewonnen.hohlebirne weil sie in ihrem bauchlinken-doitschen-spiesseruniversum beklatscht wird und bild weil denen alles egal ist. sie bestimmen wer gewinnt. bild hätte verloren wenn hohlikopfi die fresse gehalten hätte oder wenn der springerpalast brennt.
    denn es gilt immer noch:
    Si tacuisses, philosophus mansisses

    in diesem sinne ficken oi.kill and destroy

  26. Annonce hin, Annonce her. Wie ich gerade ein Unterlassungsbegehren von Herrn Johannes Eisenberg interpretiere, möchte die taz künftig sehr gern Annoncen der Personalanzeigenkampagnen der Bundeswehr acquirieren – Respekt!

    Ich kündige… hiermit an, ein Probe-Abo der taz, 5 Wochen für 10€ zu bestellen.

  27. Pingback: Die Bildzeitung

  28. Ist ja nicht das erste mal, das die taz mit [ihr wisst schon] kuschelt, schon seit dem unsäglichen Chefredakteure-Tausch hat es bei der taz offenbar auch schon gehackt. Tut mir leid, sowas kann ich nicht ernst nehmen.
    Frau Holofernes, lassen Sie sich nicht beirren von den Irren, Sie haben mir aus der Seele gesprochen. All die Prominenten, die bei diesem Scheiß mitgemacht haben, werden bei gründlichem Nachdenken auch darauf kommen, was ohnehin bekannt ist: Wer zulässt, daß sein Konterfei zusammen mit diesem Logo [ich meine das bewusste...] abgebildet wird, macht Werbung für die. Ob er irgendwelchen Seim dazu absondert ist sooo egal, Prominentenfoto und Logo reicht.

  29. @the user
    @dexter

    Eine Zeitung wird verkauft und hat Leser und Mitarbeiter.
    Wird eine Zeitung nicht verkauft hat sie irgendwann nicht
    nur weniger Leser sondern auch weniger Mitarbeiter.

    Das ist bei der TAZ und bei der BILD so.

    Und wenn Frau Holofernes’ meint, sie wäre jetzt ganz besonders wichtig, müssen das andere bewerten und nicht sie selber – wie peinlich ist das denn??

  30. Es gibt schlimmere Ereignisse in diesem Land als eine ausgiebige Analyse von Frau Holofernes’ Bild Statement.
    Dennoch komme ich nicht umhin mahnend zu kommentieren.:

    Die TAZ und die BILD werden doch gelesen, weil darin aktuelle Themen journalistisch aufbereitet werden – im Sinne der jeweiligen Zielgruppen.

    BILD und BILD online erreichen mehr Leser als die TAZ, weil eben mehr Leute die in der Bild dargestellte Meinung vertreten.

    Eine ‘wahrheitsgetreue’ dh völlig unabhängige Information gibt es doch nur in der Schnittmenge aus verschiedensten Plattformen, Medien, Zeitungen, Sendungen und Magazinen.

    Die Nachrichtenlandschaft in Deutschland braucht Vielfalt.
    Deswegen gibts die TAZ, den Spiegel, die BILD und die FAZ.

    Die Qualität des Journalismus wird durch Konkurrenz zw. den Agenturen, Sendern und Verlagen gewährleistet.

    Frau Holofernes’ Äußerung mag im Kern Berechtigung haben , aber ihre Empörung und die Art der Äußerung sind doch nicht besser als ein Xbeliebiger BILDartikel – dann lieber durch NICHTBEACHTUNG die Meinung zeigen. Das Antwortschreiben ist doch ihr Fehler.

  31. @Dexter

    „1.) Was siehst du denn in der Anzeige? Erklärs mir doch mal bitte. Was soll das deiner Meinung nach? Was bewirkt das, was hat sich Diekmann dabei gedacht? Komm, jetzt bist du mal dran …“
    Naja, wenn, dann gehen die ihnen auf den Leim, die sich hier über die Taz aufregen. An sich finde ich die Schaltung nicht schlimm.
    „2.) Der Unterschied zwischen dem Wissen um eine Tatsache (Mubarak scheisse finden) und einer _Demonstration_ des gleichen (Gegen Mubarak auf die Strasse gehen) ist dir nicht klar. Hmm. egal.“
    Der Zusammenhang ist mir nicht klar. Hmm. egal.
    „3.) Du meinst ernsthaft, alle Taz-Leser sind hier auch Kommentatoren?“
    Natürlich nicht, aber ich glaube, dass kein Taz-Leser jetzt durch die Anzeige die Bild abonniert. Und die Kommentare sind ja schon ganz gute Anhaltspunkte.
    „4.) ‚Lähmung‘ war natürlich übertrieben. Aber Aufmerksamkeitsbindung und überflüssige Kontroverse wirst du wohl kaum abstreiten können.“
    Es gibt doch so viel unnötiges Gerede, da macht das doch nichts aus, oder bist du als Berufsrevolutionär den ganzen Tag mit sinnvollen Diskussionen beschäftigt und wurdest nun furchtbar abgelenkt?

  32. Gratulation Frau Holofernes! Vor allem zur Wortwahl.

    Sorry, aber da ich keine Blödzeitung lese hat’s bei mir eine Weile gedauert bis ich überhaupt verstanden habe worum es geht. Schließlich fielen mir nach minutenlangem Grübeln Werbeplakate der Bild mit wirren Promikommentaren ein, die ich irgendwo mal gesehen hatte.

    Eine Anzeige gegen diese bundesrepublikanische Fortsetzung des “Stürmers” hätte ich aber doch durchgezogen. Mit der Forderung an dieses Schmierblatt, eine ganzseitige Erklärung zu veröffentlichen in der sie bekennen, Ihr ablehnendes Schreiben widerrechtlichund und ohne Ihre Zustimmung veröffentlicht zu haben. Wobei man natürlich damit rechnen muß, daß Bild das auch noch wieder für sich ausschlachtet.

    Die Naivität derer, die an dieser Kampagne teilnehmen und meinen, ein vermeintlich kritischer Kommentar würde ihre Distanz zur diesem Blatt wahren ist beachtlich. Man wahrt keine Distanz wenn man mitmacht und sich vor den Karren spannen läßt. Bild ist nicht witzig. Bild ist gefährlich, meinungsmachend und demokratiefeindlich.

  33. Dass die taz sowas macht, dafür gibt es KEINE entschuldigung! Pfui!

  34. Arbeitet der Josef Winkler nicht hauptberuflich bei der Springer-Presse (Musikexpress)?

  35. @Steffen Gleiser
    danke für diese klaren worte. genau darum geht es: sich völlig daneben verhalten zu haben. wenn ich mich über die taz nach noch 5 x schlafen weiterhin so ärgere, ist das abo weg.
    dauernd fordert meine lieblingszeitung moral von politikern ein und verhält sich selbst (auch in der debatte über die veröffentlichung) ohne jede erkenntnis, völlig unsolidarisch. (vor allem frau holofernes gegenüber)
    nach diesem “fall” kann die taz wirklich entspannt alles veröffentlichen. (und hauptakteure wie kai d. zulassen oder über “gutmenschen” zu spötteln + dabei zu vergessen, dass ohne diese guten menschen keine taz geben würde;-)

  36. Die Frau ist cool!

    Grüße aus’m Sonnenwald.

  37. Ich glaube, es hackt bei Euch! Und zwar ganz gewaltig. Ich habe bis jetzt die taz für Ihre oft kontroversen Aktionen gern gelesen. Aber: Judith Holofernes hat sich bei mir für ihre Haltung allergrößten Respekt verdient, Ihr berichtet darüber, um ihr anschließend genüßlich in den Rücken zu fallen und dafür ein paar Silberlinge zu erhalten. Judith hat sich nicht einspannen lassen, obwohl sie die Möglichkeit hatte, das Geld für die ihr angebotene Anzeige einem karitativen Zweck zu spenden. Und Ihr haltet unverhohlen die Hand auf und laßt Euch kaufen. Die Argumente gegen diese Anzeige sind immer noch diesselben. Doch Ihr entblödet Euch nicht, diesem Blatt eine Plattform zu bieten. Widerlich und mit dem Hintergrund der bewußten Verweigerungshaltung von Judith nur noch peinlich. Diese Anzeige der Bild wird wohl kaum in anderen Medien so erscheinen und bestätigt damit nur Judiths Einschätzung über diese Kampagne und die Leute, die diese mitmachen. Jetzt hat sich also die taz auch in diesen Karren spannen lassen, was tut man also nicht alles, wenn nur die Kohle stimmt. Damit wird für mich die bewußte Verweigerung solcher Manipulierungen durch Judith Holofernes nur umso wichtiger. Und Ihr tut mir nur noch leid, wenn Ihr bereit seid, Eure Überzeugungen so schnell zu verkaufen. Ob ich diese Zeitung dann noch bereit bin, mit einem Abo zu unterstützen, wage ich mittlerweile schon ernsthaft zu bezweifeln. Dann kann ich auch gleich das Original kaufen, aber das würde ich schon nicht mal zum Arsch abwischen benutzen. Wie gesagt (und um Judith und meinen Briefanfang an dieser Stelle noch einmal zu wiederholen): Bei Euch hackt es schon ziemlich derbe!

  38. Die “Werbung” zu drucken ist voll ok, denn es ist eben der Brief von J.H. taz-Leser werden das ja wohl irgendwie auf die Reihe bekommen. Man muss das Politbüro auch mal im Dorf lassen und den taz-Lesern das Niveau zutrauen, dass sie ja auch eigentlich haben.

    Ich würde sagen: clever verdientes Geld für die taz. Und durch diese Diskussion hat die taz außerdem ganz ohne Nebenkosten wohl mehr Aufmerksamkeit erlangt, als die BILD durch ihre 12 000 € Anzeige.

    Wer sich über die BILD Anzeige aufregt, der kann und sollte sich genauso darüber aufregen das Fr. Holofernes mainstreamigste Mainstream-Musik macht und alles andere als ein D.I.Y. Artist ist.

  39. Da ist die Bild aber früh dran. Andere waren da schneller:
    http://onemoresenseless.blogspot.com/

  40. Ich kann absolut nicht verstehen, warum so viel Theater um das kindische Geschwäsch dieser blöden Pute gemacht wird. Soll sie doch weiter ihre Schrottmusik machen und den Iddis die diese hören weiter die Knete aus den Taschen ziehen.

  41. Wer ist eigentlich Judith Holofernes? Ich musste mich da erst einmal im Internet schlau machen. Diesen Namen nicht zu kennen, ist sicherlich keine Schande. Sie bezeichnet sich selbst als Sängerin, wobei die Kunst des Gesanges ihr absolut fern ist. Da kommt nicht mehr als ein wenig Gestottere. Sie sollte sich mal das Ergebnis richtiger Sängerinnen anhören. Dann würde sie in den Keller gehen und nie wieder hervorkommen. Diese Frau sollte sich ganz einfach schämen.

  42. Die Frau ist mir richtig sympatisch. Taz ist bei mir aber mit der Erklärung, warum man bescheuerte Werbung drucken muss irgenwie schal hängen geblieben. Danke für diese “Bildschöne” Absage.

  43. 12.555 Euro. Und als Rechtfertigung wird hervorgebracht, das wären “einige” Monatsgehälter von taz-MitarbeiterInnen. Oh ja! Sei genauer, Sebastian: es sind über sechs Monatsgehälter. Niemand in der Branche zahlt so beschissen wie die taz, und wenn Ihr neuerdings von sprudelnden Mineralöl-Werbeeinnahmen überlauft, dann könnt Ihr ja endlich mehr bezahlen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_tageszeitung#Bezahlung_der_Mitarbeiter

  44. Gratulation an Judith Holofernes. Tolle Sprache. Damit fertiggemacht zu werden hat die Bild gar nicht verdient.

  45. Ich liebe die BILD, die einzige Zeitung, die die Wahrheit schreibt. Wie dumm die Menschen doch sind. Diese Frau hat doch keine Ahnung.

  46. ….die Bld ist seit Jahrzehnten als ‘wirklich seriöses’ und vorallem (total) unabhängiges Medium!
    ….Entschuldigung – nun kann ich nicht mehr vor lachen.

    Gut gemacht Frau Holofernes – geradeaus, Kopf hoch und dann mit klarem Blick dem Laden mal gepflegt den Schuh gezeigt!

    ….wo ist nur der ‘gefällt mir’ Button?!

  47. Die Bild (Zitat Manfred Krug: Blöd-Zeitung) war schon immer eine Gefahr für die Demokratie, und exorbitant gefährlich.
    Sie hatte u.a. den Mord an Rudi Dutschke zu verantworten, aber auch den Tod des Schauspielers Raymund Harmsdorf (Götz George z.B. hatte sich dazu klar positioniert).

    Rechtliche Vorgaben existieren für dieses bodenlose Hetz-Gehirnwäsche-blatt nicht. Es ist die ” Ich mach was ich will Zeitung “, die jedwedes ignoriert. Art. 1 GG (Schutz der Menschenwürde), Art. 10 (Briefgeheimnis), Persöhnlichkeitsrechte, StGB, Datenschutz .. wo wollen wir aufhören.

    “Verfassungsfeindliches Organ” .. oder ??

    Warum mir immer wieder “Der Stürmer” vor Augen erscheint, wenn ich die Bild-Lettern sehe, kann ich mir natürlich überhaupt nicht erklären.

    Dieses Blatt hat maßgeblich zum jetzigen ” Z u s t a n d ” der BRD beigetragen, die absolut nichts mehr mit der vor 1990 zu tun hat.

    Eine unabhängige rechtskonforme Justiz vorausgesetzt (.. ööhm .. hust, hab irgendwas im Hals ..) hätte Judith Holofernes natürlich beste Chancen gegen die Bild.

    Klasse das sie es nicht macht, denn in dieser Form der Beantwortung hat sie – einmal mehr – den richtigen Weg gewählt.

    Meine Hochachtung.

  48. wtf? Holo..was? Muss man die kennen?
    Achso, “wir sind helden” ?! – das Denkmal – Lied….WAHNSINN !
    Und eine solche Grösse hat die BILD nicht bekommen?
    Und die revoluzzt jetzt auch noch gegen die böse, böse Bild?
    Scheint auch, hat ja studiert, das sie ALLES weiss und jeden kennt. Sie scheints gefunden zu haben, was biohazard mit “what makes us tick” besingt und Goethes Faust nie erlangte ….Toll. Tolle Frau. Auch noch aus Berlin. Ui – prima.

    Judith, du bist so alt wie ich. Warum gibst du so an, dass du studiert hast ? Wo erwähnst du, dass du es NICHT abgeschlossen hast? Achso, vergessen….

    Achso, Überheblichkeit kommt vor dem Fall – bewirb dich doch bei DSDS, (ja nee, *Musiker* richtige wie du, verachten das ja), die Sarah war zwar gut im Gesang (das unterstelle ich Dir jetzt mal nicht), aber auch arrogant. Jetzt ist sie nicht mehr dabei…nur noch abundzu im 5zeiler in der Bild…imho: mit deinem brief oben an die bild, machst du dir beim *dummen volk* keine freunde. kommt nicht so gut wenn man das volk als dumm abtut. übrigends, sind bestimmt auch einige deiner fans mitglieder dieses dummen-bildlesenden-volkes.

  49. Pingback: Bei BILD "hackts" - Seite 4 - DIGITAL FERNSEHEN - Forum

  50. Pingback: Ich glaub, es hackt « .:: Pamstiddn Kings ::.

  51. BombenNummer – Handelt sich hier vielleicht um eine Werbekampagne in eigener Sache.

    Jung von Matt sind doch WerbeFuzzis und die kloppen sich momentan um Aufträge aus der wiedererstarkten deutschen Wirtschaft(prost).

    Wenn die einen Krieg anzetteln, den keiner gewinnen kann, wird es halt eine Materialschlacht. – Knaller

  52. Die einzige Ironie an der ganzen Sache ist doch, dass die Band es ablehnt für die Bild zu werben und die Bild mit eben dieser Absage wirbt. Da sind nicht nur Persönlichkeitsrechte verletzt und es ist schon etwas dreist…jeder wird nun in einer “Anzeige” lesen können, das es diese Anzeige garnicht geben dürfe…und die TAZ unterstützt dieses doch nicht ganz legale Handeln..vielleicht sehen wir ja auch bald Werbung für Hahnenkämpfe und Drogen in der TAZ…solange die 12.555 € bezahlt werden scheint es ja egal zu sein^^

  53. Frau Holofernes trifft mit ihrer BILD-Analyse und der Verhaltens-Einschätzung der Werbeagentur & erfolgreich geköderter “Promis” den Nagel auf den Kopf. “Saudumme Leser”(Zitat)? Nun, das schafft sicherlich Fronten gegen sie. Umso beachtlicher, dass diese kluge Frau das in Kauf nimmt und sich nicht einschüchtern lässt. Die BILD bleibt sich treu: Gut ausgebildete, oftmals intelligente Journalisten missbrauchen ihre Kenntnisse für ein durchkalkuliertes, populistisches Blatt. Ziel: Eine auf Konsum einfacher Botschaften dressierte, treue Leserschaft, die zur Reflektion nicht in der Lage ist. Nur, weil diese Rechnung bei Millionen ihrer Leser aufgeht, muss man derlei Gebahren nicht unterstützen. Chapeau für “Wir sind Helden”: Eine tolle Band mit netten Mitgliedern, deren Gewissen mehr
    Raum erhält, als kommerzielle Erwägungen.

  54. Ich weiß nicht, was berechenbarer ist: das pseudointellektuelle Geschimpfe einer ach so unabhängigen Sängerin oder der “Gegenschlag” des Imperiums.

    Ergebnis: neuer Wirbel um ein altes Thema ohne dass irgendeine Änderung in Aussicht ist. Das Ungeheuer von Loch Ness ist spannender.

  55. .. die Bild den Brief abdruckt? Weil Frau Holofernes in ihm die ganze Beschränktheit ihres kleingeistigen Hirns zur Schau stellt. Einen größeren Gefallen als dieses Schreiben konnte sie der Zeitung gar nicht tun.

    He, Linke, Gesellschaftsverbesserer und Gutmenschen – werdet endlich erwachsen!

  56. Pingback: newerapublications.de » Blog Archive » BILD-Zeitung wirbt mit Holofernes-Absage – taz

  57. ich lese kein bild, wahrscheinlich kenn ich deswegen die tante da gar nicht, ist die auch vom dieter gecastet?

  58. Gute Aktion! Aber lasst doch die Leser abstimmen:
    BLÖD ist nur die BLÖDZeitung, denn diese Aktion mit der Anzeige zieht nur bei denen, die sich von so einem grotzkotzigen ICH KAUF MIR DIE WELT Gehabe beeindrucken lassen. Die BILD hat mit der Guttenberg Kampagne den Bogen zu weit überspannt und deutlich gemacht, dass sie nicht (mehr)allmächtig ist. Die TAZ kann ja ihre Leser abstimmen lassen, was sie mit dem eingenommenen Geld machen soll. Vielleicht sollten wir auch einfach eine Aktion ins Leben rufen, zum Beispiel den http://www.wir-sammeln-geld-für-eine-ganzseitige-anzeige-in-der-taz.blog.de

  59. Ich habe gerade das Pensionsalter erreicht. BILD kenne ich noch aus der Zeit, als sie 10 Pfennige kostete und quasi der Eintrittsgroschen zu sämtlichen deutschen Fabriken war.
    Seit der Zeit habe ich (ohne grosses Interesse) den unablässigen Kampf der Linken gegen BILD verfolgt.
    Ich lese nicht BILD, sondern die NZZ, weil ich seit vielen Jahren in der Schweiz lebe. Was mir aber nicht in den Kopf will: Da kämpfen sogenannte Intellektuelle seit 5 oder 6 Jahrzehnten gegen eine ‘Zeitung’, verbreiten sich in abgestandenen Phrasen der 68er über den Unwert und die Dummheit von BILD und schaffen es nicht, wenigstens einen Teil der Leser zu überzeugen – au contraire.
    Die TAZ hat wenigstens die wirtschaftlichen Verhältnisse akzeptiert und schaltet BILD-Anzeigen. Aber das Gros der Kritiker bringt immer noch die Argumente, mit den wir als 15-jährige Gymnasiasten 1960 mit Schaum vor dem Mund gegen BILD polemisiert haben.
    Gibts eigentlich bei den Linken irgendeine Entwicklung? (Bei uns Konservativen sowieso nicht, aber das sagt der Name ja schon)

  60. Für mich zeigt das wie so viele Beispiele nur eins: Die BILD ist ekelhaft und schmutzig. Frau Holofernes hat schon recht, es wär toll, wenn sich ein paar “ironische” Leser lieber zurückhalten würden, um diesem Blatt nicht das Geld in den Rachen zu werfen.

    Super gemacht von “Wir sind Helden”, reichlich zweifelhaft von der taz.

  61. Pingback: World Wide Wagner – Das Augenzwinkern der BILD

  62. @ The User:
    Mit deinem Erkenntnishorizont entsprichst du wahrscheinlich dem Typus des neuen Taz-Konsumenten. Glückwunsch.

    1.) Was siehst du denn in der Anzeige? Erklärs mir doch mal bitte. Was soll das deiner Meinung nach? Was bewirkt das, was hat sich Diekmann dabei gedacht? Komm, jetzt bist du mal dran …

    2.) Der Unterschied zwischen dem Wissen um eine Tatsache (Mubarak scheisse finden) und einer _Demonstration_ des gleichen (Gegen Mubarak auf die Strasse gehen) ist dir nicht klar. Hmm. egal.

    3.) Du meinst ernsthaft, alle Taz-Leser sind hier auch Kommentatoren?

    4.) “Lähmung” war natürlich übertrieben. Aber Aufmerksamkeitsbindung und überflüssige Kontroverse wirst du wohl kaum abstreiten können.

    Übrigens: Ich hab nichts gegen das Schalten von Anzeigen in der TAZ. Mir völlig Wurst. Ich finde es aber dreist, dieses (gewöhnliche) Verhalten so “idealistisch” wie wenig intelligent zu verkaufen, so wie es hier geschieht.

    Ich hätte es beispielsweise wesentlich cleverer gefunden, wenn die TAZ den Anzeigenplatz mit Diekmanns Schmierenblatt _getauscht_ hätte, anstatt Geld zu nehmen. Also Anzeige in der TAZ gegen Anzeige in Genossen Diekmanns BILD. Aber so … pffft. Einfach nur erbärmlich.

  63. 1.) Die stellt sich selbst als gewitzt dar. Eine Anzeigenschaltung beim Erzfeind und Konkurrent, hui! Das ist der gleiche “Witz” wie die Genossenschaft von Diekmann. “Ist doch alles nicht so ernst zu nehmen, ist doch nur Spass” … kann jemand, der Humor hat wirklich BÖSE sein?
    Daraus, dass ich in dieser Anzeige kein Problem sehe, folgt nicht dass „alles nur Spaß ist“.

    2.) Es ist eine Demonstration der eigenen (finanziellen) Überlegenheit und ein “defacement” des angeblichen Idealismus, der hinter der TAZ steht. Schaut her, die kleine Nutte TAZ macht alles für Geld
    Dass de Bild finanziell überlegen ist, wusste ich auch schon vorher, und das zweite glaube ich auch immer noch nicht.

    3.) Diese Anzeige wird wahrscheinlich nicht in der BILD selbst erscheinen, denn bei dieser Zielgruppe ist die oben beschriebene Wirkung nicht zu erwarten.
    Wie du an den Kommentaren hier merkst, wird diese Wirkung „ist doch alles nur Spaß und nicht böse“ wohl nicht bei den Taz-Lesern erreicht.

    4.) Kontroverse auslösen: Bindung von Aufmerksamkeit beim “Gegner” an diese im Kern substanzlose Aktion. Das entspricht faktisch einer Lähmung auf eurer Seite.
    Jaja, wir sind nun alle gelähmt von der Kampagne.

    Die Frage “Bis wohin gehen wir, wo ziehen wir die Grenze?” sollte man schon stellen, bevor es zu spät ist, oder?
    Ach quatsch, auf die 50% Werbung deutet doch nichts hin.

  64. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler beantwortet zwei dieser Fragen teilweise auf seinem bekannten Blog Internet-Law. Er schreibt:

    “Dass diese Werbeanzeige der BILD eine Verletzung der Urheber- und Persönlichkeitsrechte der Musikerin darstellt, an der die taz mitwirkt, ist die eine Sache. Ob die taz-Abonnenten und Genossen so begeistert davon sind, dass sich die taz vor den Karren ihres natürlichen Gegners spannen lässt, wird der Verlag vermutlich sehr bald an den Zahlen ablesen können. Mir scheinen hier gewisse Grenzen zu verschwimmen.”
    Quelle: Deutschlandradio

    Habt ihr eigentlich mal über den ersten Teil intensiv nachgedacht, taz?

    UND

    http://www.ad-hoc-news.de/bild-chef-bietet-taz-anzeigenverzicht-an–/de/News/21963157

    HAHA

  65. @Laruzo
    Aber Alles ist Geld.

    Du weisst doch: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Und wie sagt die TAZ so schön selbst: Werbung, überall! Und wir machen jetzt auch nach Kräften mit!

  66. Geld ist nicht alles!!!

  67. @TAZ-Webmaster:
    Die Quote-Tags gehen in den Kommentaren nicht. Toll.

  68. @The User:
    Dann erklär mir einmal, welche beabsichtigte, bösartige Wirkung die Bild-Werbung auf die Taz-Leser haben soll?
    Du kannst offensichtlich doch nicht so sicher mit Werbung umgehen, wie dies die TAZ ihren Leser allg. so unterstellt. Du gibst ein schönes Gegenbeispiel ab.

    Was erreicht die BILD also, wie versucht sie ihr eigenes Bild in euren Köpfen damit zu gestalten?
    1.) Die stellt sich selbst als gewitzt dar. Eine Anzeigenschaltung beim Erzfeind und Konkurrent, hui! Das ist der gleiche “Witz” wie die Genossenschaft von Diekmann. “Ist doch alles nicht so ernst zu nehmen, ist doch nur Spass” … kann jemand, der Humor hat wirklich BÖSE sein?
    2.) Es ist eine Demonstration der eigenen (finanziellen) Überlegenheit und ein “defacement” des angeblichen Idealismus, der hinter der TAZ steht. Schaut her, die kleine Nutte TAZ macht alles für Geld
    3.) Diese Anzeige wird wahrscheinlich nicht in der BILD selbst erscheinen, denn bei dieser Zielgruppe ist die oben beschriebene Wirkung nicht zu erwarten.
    4.) Kontroverse auslösen: Bindung von Aufmerksamkeit beim “Gegner” an diese im Kern substanzlose Aktion. Das entspricht faktisch einer Lähmung auf eurer Seite.

    Man muss konstatieren: Die Aktion der Bild ist (aus Sicht der Bild) sehr gut gelungen. Und sie ist in dem Kontext durchaus “witzig”. Die Springerleute schlagen euch da mit euren eigenen Waffen. Reklamiert die Linke nicht immer, die Kreativität als Waffe im Kampf gegen das Böse für sich gebucht zu haben? Und was demonstriert (euch) die Bild hier?

    Du schreibst:
    Das hat den einfachen Grund, dass sich diese Frage nie gestellt hat, weil die Werbung nie den Umfang erreicht hat, wo man sich das hätte fragen sollen.
    Die Frage “Bis wohin gehen wir, wo ziehen wir die Grenze?” sollte man schon stellen, bevor es zu spät ist, oder?

    @Penokler:
    Du schreibst: Aber es ist doch kein Widerspruch, dass man Werbung einerseits als solche erkennt und sie andererseits trotzdem wirkt. – Was will uns die TAZ also mit dem “Unsere Leser können mit Werbung umgehen”-Scheinargument deiner Meinung nach dann mitteilen? Die Werbung wirkt doch ganz “gewöhnlich” – was die TAZ nicht kratzt.

    Du schreibst unglaublich naiv:
    Wenn ich durch die Werbung eines Mobilfunkunternehmens erfahre, wie günstig deren Preise sind, und ich dann dort kaufe – wo ist das Problem?
    (Setz statt “Mobilfunkunternehmen” spasseshalber mal “Atomkraftunternehmen” ein, haha)
    Du begreifst Werbung erstaunlicheise als Aufklärung und Informationskanal. Ich glaube es hackt! Lernt man das heute so in der Schule? Das Wesen der Werbung ist nichts als Verblendung und Desinformation. Weshalb? Die Akteure der Werbung haben “naturgemäß” kein Interesse an Aufklärung und Informaton (wie es die Taz-Redakteure haben sollten), sondern für die ist dieser Kanal in die Köpfe der Menschen lediglich ein Instrument zur Steigerung ihres Absatzes. Schau doch einfach mal mit offenen Augen hin: Die versuchte Verknüpfung von attraktivem Äußeren und Jugend mit irgendeinem was-weiss-ich-für-ein-Industrieprodukt, die einem von den tausenden lachenden Gesichtern auf den Werbetafeln in der Stadt, den Zeitschriften, Ladenauslagen und den Produktverpackungen zu Hause entgegen”lacht”, beleidigt den Intellekt. Mach dir das mal bitte für eine Sekunde deutlich. (Gilt auch für grüne Wiesen in Atomkraftreklame). Mich erinnert das stets daran, dass die Marktwirtschaft gemacht ist für Idioten (.. und sich ihre Idioten eben auch macht).

    Bitte lies dir den Brief von Frau Holofernes einmal durch: Und schon gar nicht ist die [Werbung] das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt: Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.
    [Kleine Änderung vom mir]

    Wenn man der Meinung ist, dass Werbung grundsätzlich schädlich ist, dann müsste man sie überall verbieten. Dies ist aber keine Entscheidung, die die taz treffen kann. – Aber die Taz kann – und MUSS – für sich entscheiden. Nur weil SUVs beliebt und nicht verboten sind, kaufe ich mir so eine Dreckschleuder noch lange nicht selbst.
    Diese Argumentationsform ist nich nur dumm, nein sie ist schon sehr gefährlich (und besonders peinlich, wenn sie ein Deutscher gebraucht)

  69. Ich lach mich schlapp über euch Pappnasen. Weltverbesserer, Besserwisser, gekränkte arme Seelen, man man man hat man euch weh getan. “Ich kauf keine taz mehr”. Ihr tut einem nur Leid mit euerem Gejammer und hochintelligentem Gelaber. Ihr seid nicht zu beneiden. Wer sich über so etwas in diesem Maße aufregt, der hat kein schönes Leben. Hauptsache “PROTEST”

  70. Liebe taz,

    ich bin, mal wieder, enttäuscht.
    Ich kann Eure ausgiebige Hass-Liebe zur Bild nicht verstehen.
    Dass Ihr denen jetzt auch noch Platz bietet..(mal wieder)
    Wer Brandstifter unterstützt ist irgendwo auch selber Brandstifter!
    So schlecht können doch die Finanzen gar nicht werden, dass man Geld von der bild annimmt…

    Ihr habt mal wieder einen Haufen Respekt verspielt

  71. Ganz ganz schwache Leistung von der TAZ. Ihr kommt nicht mal auf den Gedanken dass die Bildwerbung vl. nicht so koscher ist. Den Anstand kann man euch also für 12000 € abkaufen, alles klar. Danke und Tschüss. Ein Leser weniger.

  72. Ich würde mal gerne wissen, wo diese ganzen Moralapostel denn hier ihr im Forum ihr Geld verdienen, falls sie denn überhaupt welches verdienen. Denn eigentlich scheint es mit unmöglich mit diesen hohen pseudo-moralischen Ansprüchen überhaupt irgendetwas zu tun als das Hartz IV-Gehalt dafür zu verwenden im stillen Kämmerlein gegen irgendetwas zu sein: Gegen die BILD, gegen Guttenberg und überhaupt gegen das System, gegen Dummheit, gegen die Werber und die Medien, gegen zu viel Schönheit, gegen Karriere, gegen Geld, gegen die TAZ, gegen Umweltverschmutzung, gegen die Politik, gegen Krieg, gegen Ausbeutung, gegen Arbeit, gegen Oberflächlichkeit. Da ist nicht das Geringste an Inspiration zu finden. Hört auf zu Jammern und verlasst eure Depression – dann würde vielleicht auch etwas spannenderes dabei rauskommen als die neue Platte von “Wir sind Helden”.

  73. “die einzige tageszeitung, die sich nicht vornehmlich aus Anzeigen finanziert, in Grenzen.”

    stimmt nicht, es gibt noch die junge welt (www.jungewelt.de)
    die kann man lesen, wenn man eine linke tageszeitung lesen will.

    statt taz lieber z.b. die süddeutsche oder (wer drei buchstaben gern mag) gleich die faz, da hat man wenigstens bürgerliche mainstream-presse ohne pseudo-alternatives tralala.

  74. Liebe Judith,
    ich glaube, du denkst, wir glauben im Himmel sei Jahrmarkt. Mag ja auch sein. Immerhin versetzt der Glaube Berge. Aber der Vorwurf an BILD die Dummheit aller Beteiligten auszunutzen, schnellt wie ein Ping Pong Ball zurück. Vor Entrüstung laut aufzuschreien und sich damit distanzieren zu wollen, kommt in der Marketing- und PR-Welt dem Mitmachen gleich. Der erzielte Effekt ist der Selbe.
    Was wäre die Alternative?
    Vielleicht gibt es keine, die nicht auch angreifbar wäre. Aber dieser lange Erklärungsversuch kratzt an eurer Glaubwürdigkeit, weil so die Wellen hochschlagen und auch ihr ein großes Stück vom Kuchen abbekommt.
    Eine Antwort: Auf den Tisch hauen ohne Erklärung! Das lässt den Gegenüber zwar im Dunkeln, aber wir sind ja nicht dumm und könnten uns unseren Teil dabei denken…

  75. Pingback: Konsumpf » Wir Sind Helden wollen nicht für BILD werben

  76. Dexter: Aber es ist doch kein Widerspruch, dass man Werbung einerseits als solche erkennt und sie andererseits trotzdem wirkt. Wenn ich durch die Werbung eines Mobilfunkunternehmens erfahre, wie günstig deren Preise sind, und ich dann dort kaufe – wo ist das Problem? Ich habe die Werbung als solche erkannt und sie hat trotzdem gewirkt. Für die taz ist doch nur wichtig, dass ihre redaktionellen Inhalte nicht käuflich sind und man mit der Anzeige die Redaktion nicht dazu bewegen kann, über den Mobilfunktarif einen Artikel zu schreiben.

    Wenn man der Meinung ist, dass Werbung grundsätzlich schädlich ist, dann müsste man sie überall verbieten. Dies ist aber keine Entscheidung, die die taz treffen kann. Die taz ist in einer Gesellschaft, in der es Werbung gibt und der die Leser wissen, was Werbung ist (und in der die Leser auch ihre Kaufentscheidungen danach richten). Wenn die taz auf Werbung verzichtet, wäre nichts gewonnen, weil die taz-Leser ja dann nicht von Werbung verschont wären, sondern weiterhin überall anders auf Werbung treffen würden. Was würde es also bringen, wenn nur die taz auf Werbung verzichtet? Weniger Geld für die taz, weniger Geld für guten Journalismus.

  77. Es ist der moralische Rigorismus, die unbarmherzige Reinheit vom “Gut-Sein” müssen, an dem Idealisten zerbrechen.

    Es sind Menschen, die hier handeln. In anderen Kulturen wird mit dem Verstoß gegen hehere Ideale human umgegangen. Da darf man nach der Sünde darauf hoffen, dass man verziehen bekommt bei Einsicht in und Eingeständnis der Sünde, bei dem Versprechen künftig nicht mehr zu sündigen zu wollen und nach !”tätiger”! Reue.

    Diese oft geschmähte Praxis nimmt den Menschen in seiner Bipolarität und in seinen Grenzen ernst.

    Vielleicht sollten das auch einige Idealisten hier mal versuchen: Die “taz” erkennt, dass sie “Blutgeld” vom “Hetzblatt” nicht nehmen DARF und spendet den Anzeigenerlös einer wohltätigen Stiftung. (auch wenn deshalb in so mancher Kreuzberger Hinterhofwohnung dxeshalb zwei Tage keine Kohle in den Ofen geschüttet werden kann – soviel muss Überzeugung dann schon mal wert sein)

    Erst dann kann sie sich moralisch gut geerdet dazu aufschwingen, die Springer-Presse anzuprangern.

  78. Selten so viel Unsinn gelesen wie in vielen kritischen Kommentaren hier. Danke, Judith, das war eine tolle „Aktion“ und die letzten Sätze lassen keinen Zweifel daran, dass sich hier niemand verkauft hat.

  79. “Unsere Leser können mit Werbung umgehen” – dieses Scheinargument ist ein Witz, oder? Wenn die Werbung bei eurer “attraktiven” Leserschaft nicht genau die vom Anzeigenschalter gewünschte Wirkung hätte, würde diese schlicht nicht geschaltet. Alles andere wäre tatsächlich ABSURD!
    Dann erklär mir einmal, welche beabsichtigte, bösartige Wirkung die Bild-Werbung auf die Taz-Leser haben soll?

    Nichtmal eine Aussage dazu, wo ihr quantitativ die Grenze ziehen würdet macht ihr. Angenommen es gäbe beliebig viele Anzeigenkunden. Wo würdet ihr denn aufhören? Bei 20% Werbeanteil? Oder 50%?
    Das hat den einfachen Grund, dass sich diese Frage nie gestellt hat, weil die Werbung nie den Umfang erreicht hat, wo man sich das hätte fragen sollen.

    @McMurphy
    Da stimme ich zu!

  80. Respekt, Frau Holofernes.
    Gääähn, all Ihr selbstgerechten Abokündiger.
    Klar, Ihr wärt alle viel souveränerkorrekterkritischer mit der Bild-Anzeige umgegangen. Aber Euch fragt ja keiner. Warum nur?

  81. Ach je.
    Klassischer Fall von traditioneller Selbstzerfleischung der deutschen Linken.
    Rezidivierende Neuauflage von SPD vs. USPD, Fundis vs. Realos und Zeugs.
    Wenn’s nicht so tragisch wäre, fände ich es fast lustig.
    Ich meine, hey: Da versuchen JvM quasiverzweifelt, irgendwie halbwegs diesen Fauxpas plus holofernschen Konter auszubügeln, indem sie den Einsatz um 25% erhöhen und den ‘guten Zweck’ auf die TAZ umlegen, und *schwupp* finden sich genug Leute, die die BILD mächtiger machen, als sie ist.
    Anstatt dass sich darüber lustig gemacht wird, dass Springer sich nicht entblödet den ‘Klassenfeind’ zu finanzieren, mit einem Text, der vernunftbegabten Wesen aus der Seele spricht, herrscht helle Aufregung im Hühnerstall. Gagack, flatterflatter.
    Hm, doch eher traurig.

  82. Liebe taz, lieber Sebastian Heiser,

    Eure Argumentationslinie die Werbung betreffend ist das Lächerlichste was ich seit langem gehört habe (obwohl ein gewisser Lügenbaron sich in den letzten Tagen in der Beziehung ja sehr bemüht hat :P )

    Sprecht doch einfach mal Klartext. Euer Blatt prostituiert sich genau wie alle anderen Blätter und zwar aus den gleichen wirtschaftlichen Gründen. Mit dem belanglosen Unterschied, das die Anzahl der Werbeschaltungen halt geringer als bei anderen ist. Qualitativ ändert das allerdings rein garnichts.

    “Es wäre ja absurd, wenn ausgerechnet die taz, bei der die Werbeeinnahmen in kritische Berichterstattung fließen, auf die Werbeeinnahmen verzichten sollte, während andere davon profitieren.” – Warum genau wäre das denn absurd?

    “Unsere Leser können mit Werbung umgehen” – dieses Scheinargument ist ein Witz, oder? Wenn die Werbung bei eurer “attraktiven” Leserschaft nicht genau die vom Anzeigenschalter gewünschte Wirkung hätte, würde diese schlicht nicht geschaltet. Alles andere wäre tatsächlich ABSURD!

    Nichtmal eine Aussage dazu, wo ihr quantitativ die Grenze ziehen würdet macht ihr. Angenommen es gäbe beliebig viele Anzeigenkunden. Wo würdet ihr denn aufhören? Bei 20% Werbeanteil? Oder 50%?

    Mit eurer Scheintransparenz habt ihr bei jedenfalls keine Punkte gesammelt. Ehrlichgesagt finde ich das sogar zum Kotzen.

  83. Pingback: Waren so viele Politiker schon immer so untragbar? - TigerBluQ

  84. Und am Ende sind die Linken doch die besseren Kapitalisten. Glückwunsch! :)

  85. Pingback: Autsch, taz! | Werbeideen auf Marketing Guide

  86. Ich weiß ja nicht, mir läuft da immer die Kotze au den Zähnen wenn ich irgendwas von Abo kündigen höre. Kommt schon, seid mal cool. Immer gleich schnappen.

    Finde den Brief von Frau Holofernes sehr gelungen. Nur es ist auch irgendwie falsch da mit Moral zu kommen. Dem Werber ist es ziemlich klar was er macht. Der Werber der das nicht weiß, der glaubt auch, dass es keine Massenverdummung gibt, die konzeptionell gestaltet und geschaltet wird. Das ist das Business. Das große Problem ist aber, ich hätte noch nicht mal mit der Schulter gezuckt, wären “die Helden” Teil der Kampagne gewesen.

    Loben muss man doch aber eigentlich die geile Idee Agentur zu sagen “HA, wir veröffentlichen das in der taz!” Da waren die besten im Werbebusiness am Start, das könnt ihr mir glauben.

    Ich studiere dieses Gesellschafts &Wirtschaftskommunikation
    und ja, man lernt ziemlich detailiert wie man ein ganzes Volk verblödet. Das einzig negative daran ist, das man beginnt festzustellen “All das Wissen über das System, es nützt mir nicht…ich kann es nicht zerstören.”

    Zu behaupten “Wir sind Helden” hätte irgendeinen Kampfgeist und zu vergessen, dass Frau Holofernes in der Zitty als so ewtas wie Mother of Gentrification aufgetreten ist, ihre Platten von einer rießigen Industrie ausgespuckt werden und auch ganz viel Zielgruppen genaue Werbung geschaltet wird, ist irgendwo dieselbe lauwarme Pisse wie sein (NICHT EXISTENTES) taz-Abo zu kündigen wollen.

    Lasst mal alles Fünfe gerade. KT ist besiegt, da kann die Bild auch mal Bild sein und die Werber den 10 jährigen erzählen sie wären zu fett. Man kann in Thailand für Geld mit kahlrasierten Orang-Utans Sex haben. Tut mal nicht so als hätten wir irgendwelche Probleme.

  87. Gesellschafts-und Wirtschaftskommunikation ist kein Werbestudiengang.

  88. Pingback: PR zum mitfiebern: Holofernes / BILD «

  89. @Jan
    Ach übrigens, wusstest du schon,dass die Abos bei der Taz Geld kosten? Ist ja ein Ding, sind die nicht auf deiner Linie dadurch? Und überleg auch mal, ob irgendein Taz-Leser auf so eine Masche reinfallen würde, wenn dabei auch noch das Interview ist. Und dass das Geld sinnvoll einsetzbar ist von der Taz, ist doch wohl klar, also was ist dein Problem? Ungefährliche Werbung/Satire wird für gut verwendbares Geld bei der Taz eingestellt, ohne dass jemand wie Holofernes etwas befürchten müsste, auf Grund der Leserschaft.

    @Haggorianer
    Oder anders ausgedrückt: Wenn Geld für jemanden ein Ideal wäre, dann müsste es für ihn auch (mit ein) Sinn des Lebens sein, der reichste Mensch auf dem Friedhof zu sein, das macht ein Ideal aus.

  90. Als ich die Anzeige sah, dachte ich erst es wäre ein Scherz! Ich hab schon überall den Hinweis: “Keine Anzeige” gesucht….

    Ihr habt euch übernommen, leider sehe ich das auch so.

    Klar ist es schwierig zu überleben etc. aber auch hier gibts Grenzen.
    Der finanzielle Hintergrund, diese Anzeige zu verwenden, wird sich (vermutlich) ins glatte Gegenteil wenden.
    Wenn ich ein Abo hätte, würde ich es wohl auch kündigen.

  91. das war’s morgen kündige ich mein taz-abo

    wenn geld plötzlich so ein entscheidendes argument ist, bin ich mit der taz nicht mehr auf einer linie

    tschüss

    jan

  92. Pingback: Aufgelesen | Sven Büchler

  93. @bel
    Von mir zumindest weiß ich, dass ich den Brief gelesen habe, und nichts gegen die Veröffentlichung der Werbung habe.

    Höchstens irgendwie, dass man sich, bloß vom Glauben an die Wahrhaftigkeit von Idealen verabschiedet und akzeptiert, dass diese nur als Ideen existieren, existieren können und auch ausschließlich als Ideen “ewig” und “unbesiegbar” sind
    Was ist daran schlimm? Natürlich sind Ideale nur Ideen, aber das macht sie doch nicht weniger wahrhaftig.

    und quasi nur der Weg das Ziel sein kann, der ja Gestaltungsspielraum besitzt.
    Ich finde nicht, dass das eine Folgerung daraus ist.

    @Haggorianer
    Ich wollte sagen, das Geld ist kein Ideal, von dem sich irgendeine nicht völlig gestörte Person (Obacht: ich zähle Manager mit bei den nicht völlig Gestörten), leiten lassen, Geld ist Motivation, aber kein Ideal, es sind rein opportunistische Verhaltensweisen, die auf das Geld hinarbeiten.

  94. @ katharina koven:

    “Selbstermächtigung. Und mit diesem Beswußtsein hier dann ‘wieder’ Mitspielen. Geht ja nicht anders derzeit; Brötchenproblematik.
    Richter, Henker, Kläger, Verbreicher, Heiliger, Dichter, Denker, Regisseur, Kritiker, Schauspieler – selber sein. Von Fall zu Fall, jeden Tag neu.

    Anstrengend, ja. Aber ein Weg zur größtmöglichen Freiheit von und mit Allem.”

    Ja, aber genau das machen diese Leute (bei BILD, JvM, obere Politikebene) doch schon lange:
    Die Bewußtseinsänderung erfolgt beim Kommunikationswissenschafts-/Werbelehrestudium und danach wird mit allen Akteuren der Gesellschaft gespielt, verschiedenste Rollen durchgeschauspielert und verarscht.
    So wie es grad’ am meisten Vorteil und Punkte für einen selbst bringt.

    Und ich seh’ nicht wie man irgendeinem Punkt aus der Schleife rauskommen will, d.h. mit dieser Herandgehensweise etwas anders machen will.

    Höchstens irgendwie, dass man sich, bloß vom Glauben an die Wahrhaftigkeit von Idealen verabschiedet und akzeptiert, dass diese nur als Ideen existieren, existieren können und auch ausschließlich als Ideen “ewig” und “unbesiegbar” sind (so wie Jesus auch noch die andere Backe hinhält, aber in seinem Geiste sich nicht brechen läßt…), und quasi nur der Weg das Ziel sein kann, der ja Gestaltungsspielraum besitzt.

    Meintest du das?

    Allerdings hieße das ja auch wieder, das Aufgeben von Gewissheits- und Sicherheitendenken (also auf der “billigen” Denkebene) und lebenslängliches XYZ …was doch aber eigentlich u.a. auch das ist, was z.B. die Vertreter von CDU oder Arbeitgeberbund von uns fordern?!

    Und wir wieder in der Schleife drin stecken….

    …weil z.B. BILD so gesehen ja auch auf der einen Seite meinentwegen einen Menschen zum Totschlag anstachelt, aber auf der anderen Seite mit irgendeiner Spende irgendeinem anderen Menschen einen glücklichen Moment/XYZ beschehrt haben kann… wenn man die “Prinzipien-Brille” mal absetzt.

    Oder mal ganz anders – auch hieße, das die christliche Religion von der Idee und der Konstruktion gar nicht so falsch gemacht wäre (mit dem immerwährenden Ausbalancieren des Zwiespalts von “Gutem” und “Sünde”, Ausbalancieren ihrer Zwiespältigkeit).

    Mein Kopf raucht.

  95. @ The User:
    Auch die Bildredaktion besteht nicht aus Stereotypen, schon klar. Mir ging es um folgendes: Die Frage “Aber wie idealistisch der Macht der An-gar-nichts-glaubenden beikommen” stellt einen Raum auf, den es so nicht gibt. Jeder Handlung steht, bewusst oder nicht, eine Motivation vor, das hat der Wille so an sich. Und selbst, wenn Du “höhere” Ideale auschließt, bleibt immernoch der blanke Hedonismus, und der wird auf diesem Planeten nunmal größtenteils über Zahlungsmittel realisiert.
    Es wird hier auf auf einmal recht pathetisch, theatralisch und überdramatisch, das sollte einfach mal gekippt werden. In diesem Sinne ist auch meine “Empfehlung” mit der körperlichen Argumentation zu verstehen…

  96. Ich stand schon kurz vor der Abo-Kündigung, als ihr Sarrazin und Broder eine Bühne gegeben habt. Bei der gemeinschaftlichen – leider eingelösten- Forderungen der Verleger, die Netzinhalte der öffentlich-rechtlichen Sender nach einer gewissen Zeit zu löschen wart ihr auch dabei – in Allianz mit Springer. Mit dieser dummen Bild-Anzeigen-Aktion ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Tschüß Taz.

  97. So, die taz hat mal wieder ganz souverän Inhalt und Form getrennt. Demnächst gibts dann für die richtige Menge Kohle auch Anzeigen für Kinderarbeit, Sklavenhandel und Waffenfabriken?

    Ihr habt den Brief nicht gelesen, den Holofernes schrieb, oder (und das wär schelimmer) gelesen, aber nicht verstanden. Es gibt kein gutes Geld von schlechten Gebern.

    Also haltet den Rand, liebe Anzeigenerklärer und schleicht euch in eure Marketinghölle, aber erklärt mir hier nicht ihr seid supersouverän und überaus unabhängig und habt ein ungebrochenes Rückgrat.

    bel

  98. Beugt man sich dieser, erkennt man sie im Prinzip ja an. Befindet sich mittendrin in ihrer Logik.
    Das sind wir sowieso alle, oder womit bezahlst du dein Essen? Viele Mittel, ein Ziel zu erreichen, befinden sich „in der Logik des Feindes“, es ist wirklich mit Copyleft gut vergleichbar (s. Link). Man muss das Bestehende natürlich anerkennen und sich in der Welt mit diesem Bestehenden bewegen, du erkennst doch an, dass es Geld gibt, das wichtig für sie zu sein von vielen Menschen geglaubt wird, man kann das Prinzip ablehnen, aber wenn man sich seiner verweigert, erreicht man nichts, es bleibt bestehen, man muss es geschickt nutzen, um in ihm eine Veränderung zu bewirken.

    Andere nennen übrigens das Gleiche -anders gemünzt und gleich auch anders mißbraucht- ‘Gottlosigkeit’. Das ist wahrhaft perfide, nicht wahr ? Es ist wahr und nicht wahr.
    Ja, das ist perfide, das impliziert nämlich, dass Atheismus Materialismus impliziert und Idealismus ausschließt. Nicht-Materialistischer Atheismus wird von vielen Menschen – sowohl Materialisten als auch Theisten – ignoriert (dazu eine höchst vertrauenswürdige Quelle).

    Aussteigen aus dem Spiel.
    Nicht nach Kanada (wobei auch das geht) sondern innerliches Aussteigen ist gemeint. Selbstermächtigung. Und mit diesem Beswußtsein hier dann ‘wieder’ Mitspielen. Geht ja nicht anders derzeit; Brötchenproblematik.
    Richter, Henker, Kläger, Verbreicher, Heiliger, Dichter, Denker, Regisseur, Kritiker, Schauspieler – selber sein. Von Fall zu Fall, jeden Tag neu.
    Anstrengend, ja. Aber ein Weg zur größtmöglichen Freiheit von und mit Allem.

    Ja.

    Es gibt immer ein Ideal/Ziel, im simpelsten aller Fälle lautet es einfach: Geld. Das ist der Endzweck.
    Nein, auch der Bildredakteur hat nicht das Ideal, der reichste Mann auf dem Friedhof zu werden, die Geldgläubigkeit ist Opportunismus, man passt sich pragmatisch bestimmten Gegebenheiten an, ohne irgendein Ideal zu verfolgen. Geld ist vllt. für Dagobert Duck ein Ideal, nicht aber für den normalen Kapitalisten.

  99. Die Taz sollte sich schämen. Wegen 12tausend Euro – und dann noch rumheulen, wieviele Gehälter sie davon bezahlen kann. Es gibt dann doch Grenzen der Käuflichkeit, gerade in diesem Fall lässt sie sich mal wieder mit einem Ring an der Nase durch die Manege führen. Sie sollte lieber mal überlegen, warum die Gesamtauflage so niedrig ist, eine bundesweite Tageszeitung die um die 50.000 rumkrebst, der fehlt es wahrscheinlich an Relevanz. Was mit dem Umgang mit dieser Anzeige ja auch mal wieder bewiesen wäre.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans

  100. Es gibt immer ein Ideal/Ziel, im simpelsten aller Fälle lautet es einfach: Geld. Das ist der Endzweck. Nix aussteigen aus dem Spiel…
    Um der Bild zu schaden/ das Duell der Ideale zu “gewinnen” muss einfach deren Profit reduziert werden. Das erreichst Du natürlich nicht, indem Du vor eigenem Publikum diskutierst. Leg einfach jedem Bildleser dar, wie dämlich seine Investition war, evtl. überlegt er sich ja beim nächsten Mal anders. Oder hau einem aufdringlichen Bildreporter aufs Maul. Das stört den bestimmt ;)

  101. @ Dani

    Beugt man sich dieser, erkennt man sie im Prinzip ja an.
    Befindet sich mittendrin in ihrer Logik.
    ….
    Aber wie idealistisch der Macht der An-gar-nichts-glaubenden beikommen?

    Genau hierin liegt das Drama der (westlichen !?) Spätmoderne.
    Andere nennen übrigens das Gleiche -anders gemünzt und gleich auch anders mißbraucht- ‘Gottlosigkeit’. Das ist wahrhaft perfide, nicht wahr ? Es ist wahr und nicht wahr. Wie ‘Avatar’, wie Holofernes, wie Politerrücktritte.

    (Zugegebenrmassen sehr vereinfachte) Lösung des Paradoxons :

    Aussteigen aus dem Spiel.

    Nicht nach Kanada (wobei auch das geht) sondern innerliches Aussteigen ist gemeint. Selbstermächtigung. Und mit diesem Beswußtsein hier dann ‘wieder’ Mitspielen. Geht ja nicht anders derzeit; Brötchenproblematik.
    Richter, Henker, Kläger, Verbreicher, Heiliger, Dichter, Denker, Regisseur, Kritiker, Schauspieler – selber sein. Von Fall zu Fall, jeden Tag neu.

    Anstrengend, ja. Aber ein Weg zur größtmöglichen Freiheit von und mit Allem.

  102. @ The User:

    Naja, das ist mir schon klar.

    Ich kann bloss gedanklich das Dilemma noch nicht ganz lösen, wie man pragmatisch gegen ‘Pragmatismus’ oder ‘Opportunismus’ kämpfen will.

    Denn nichts anderes ist “die Macht des Geldes”.

    Beugt man sich dieser, erkennt man sie im Prinzip ja an.
    Befindet sich mittendrin in ihrer Logik.

    Gegen Rassisten oder ‘ne religiöse Sekte ist das einfach:
    Die glauben ja an was. Dessen Absolution Beweise verlangt. Das Duell der besseren Argument möglich ist.

    Aber wie idealistisch der Macht der An-gar-nichts-glaubenden beikommen?

  103. @ Dani
    Gut gesprochen. Ja, das ist alles verdammt knifflig. Aber da bleibt es nicht stehen – bzw das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange..

    Vermutlich geht es ingesamt darum, die Potentiale Stück für Stück zu verschieben, bis eine sog. kritische Masse erreicht ist (Hach! Noch so’n entzückendes Bild/Taz Wortspiel… scnr) und grundlegende Verschiebungen sichtbar werden. Nehmen wir ruhig ganz plakativ mal die DDR-Maueröffnung oder aktuell Nordafrika etc.

    Welche die wirklichen Kräfte, dunklen Machenschaften oder göttliche Eingriffe dahinter sind, und wo es danach vor allem hingeht – können wir dann auch wieder lange diskutieren. Das dürfte schwer festzulegen sein, weil da erneut das Meinungs-Brillenspiel beginnt.

    Entweder entscheidet sich also nach und nach eine (kritische Masse an) Mehrheit, nur noch an das zu glauben / danach zu leben, was sie selber als Wahheit ansieht (wie veränderlich auch immer das individuell sein mag) – oder eben nicht, und es geht einfach so weiter wie bisher.

    Mitnichten.

    Spannenderweise sorgt die Menschheit als Ganzes schon länger dafür, daß das nicht passieren kann, weil sie eine Dynamik entwickelt (hat), die sich nicht mehr leicht aufhalten läßt. Wir sind sehr anpassungsfähig und flexibel – aber in der Masse nicht freiwillig. Wir sorgen also früher oder später selber für den nötigen Leidensdruck – auf die oder andere Art und Weise. Spätestens dann kehren wir zu Grundlegenderem zurück. Vorher können wir uns noch viel zanken oder lieben oder fernsehen – und da ist auch nichts gegen zu sagen.

    Das ist nicht düster gemeint, sondern liebevoll betrachtend, ganz im lächelnden Ernst. Wir können alles schaffen; es müssen nur genügend Zauberer aufwachen. Und wenn es soweit ist, und es wirklich sein soll a/k/a wir es auch wollen, dann schaffen wir das schon.

  104. @Dani
    Natürlich ist pragmatischer Idealismus möglich und sinnvoll, um Ideale voranzubringen. Das heißt nicht, dass der Zweck alle Mittel heiligt, aber dass man sich nicht für alles zu schade sein soll, womit man Ideale nicht voranbringen könnte in einer Welt, die den Idealen nicht entspricht.

    „If you want to accomplish something in the world, idealism is not enough—you need to choose a method that works to achieve the goal. In other words, you need to be ‘pragmatic.’“
    http://www.gnu.org/philosophy/pragmatic.html (allerdings zu einem anderen Thema)

  105. Thom has said:

    Auf Rechtschreibfragen wird schnell geantwortet (besonders, wenn man sich exkulpieren kann). Die Frage, ob auch die NDP für 12.000 Euro in der taz werben dürfte, wird nicht beantwortet.

    Doch, es wurde geantwortet, aber das stört den gemeinen Wutbürger wohl nur bei seiner Wut?!
    Booo

  106. Tja, also diese Dialektik…, das ist aber auch kniffelig:

    Wer an etwas glaubt oder Ideale/Prinzipien hat ist angreifbar.

    Unangreifbar ist und kann nur der sein, der an nichts glaubt.

    Das Geld und der Zins sind nur mathematische Größen, die aus Papier und elektronisch gespeicherten Zahlen bestehen, und in ihrem ureigenen Wesen, als bloße Zahlen, ‘neutral’ und ideologiefrei sind.

    Die menschliche Gesellschaft ist jetzt so konstruiert, dass der, der über hohe Werte dieser Zahlen und Papierscheinchen verfügt, es sich (mindestens “außenherum”) gut gehen lassen kann.
    Und es als Waffe einsetzen kann, damit Macht auszuüben oder Andere – durch Korrumption oder Erpressung – zum unfreiwilligen Frohndienst zwingen kann.

    Die BILD hat – entgegen weitverbreiteter fälschlicher Annahme – keinen Glauben bzw. glauben deren Macher ausschließlich an die eben beschriebene Macht des Geldes.

    Im gesellschaftlichen Umhergeplappere kann nun derjenige, der an nichts glaubt, wunderbar zuschauen, wie sich diejenigen, die an etwas glauben, und zwar an die verschiedensten Dinge und Vorstellungen, streiten, bekämpfen und bekriegen, und z.B. mit Gründung eines Verlages nicht nur wunderbar an der menschlichen Plapperei Geld verdienen, sondern sogar auch lustig die verschiedenen Gruppen (links, rechts, mitte, oben, unten, vorn, hinten, klein, gross, klug, dumm,…) gegeneinander ausspielen und aufspielen, und das Steigern der Zahlenwerte damit noch weiter beflügeln.
    Und sich den ganzen Tag amüsieren, über all die Verfechter irgendwelcher Wahrheiten, ebenso wie über die Deppen, die das wichtig und lesenswert finden.

    Für den aktuell-konkreten Fall hieße das:

    Die BILD kann gar nicht verlieren, weil deren Macher an nichts glauben. Außer an die besagte Komfortabilität mit dem Besitz von viel Geld alls tun und lassen zu können, was einem gefällt.
    Ihren Lesern gönnen sie die herz-kreislauf-belebende Tätigkeit der Empörung. Ebenso wie deren Feinden und ihren Feinden.
    Deswegen haben die auch gar kein Problem damit, kritische Stimmen auf ihr Werbepodest zu heben.
    Also wenn die eine “Ideologie” haben, dann ist das die des Pragmatismus oder des Opportunismus.

    Kommt nun eine Zeitung, wie die Taz, die als Träger eines Glaubens/Ideales daher, und argumentiert auch mit Pragmatismus, dann entledigt sie sich im Grunde ihrer Existenzgrundlage.
    Da die Denkfigur des Idealismus eigentlich nur als Absolutes und als Pragmatismus nicht denkbar ist.
    Speziell wenn der Idealismus der Taz sich eben genau gegen jenen (egoistischen) ‘Pragmatismus’ und prinziplosen Unglauben richten will, der die einzige Eigenschaft von BILD ist.
    Sprich, opportuner Idealismus geht im Prinzip genausowenig, wie idealistischer Opportunismus.

    Also: Die Macht des Geldes kann man nicht damit bekämpfen, dass man sich ihr beugt.

    Das System nicht angreifen als Teil des Systems.

    Muss die Taz nun, als Beschränkung da nur systemkritischer Teil des Systems sein zu können, den blütenreinen Idealismus an den Nagel hängen, beraubt sie sich ihrer Existenzbegründung/Prinzipien und dem Feindbild der BILD.
    Hängt die Taz den Pragmatismus (System-Mitspielerschaft) an den Nagel, beraubt sie sich ihrer materiellen Existenzgrundlage.

    Die Taz kann gegen BILD so nicht gewinnen.

    Das Angreifbare, Faßbare, Feste nicht gegen das Unangreifbare, Unanfassbare, Diffuse.

    Oder mathematisch ausgedrückt:
    Gegen die “0″ kann mit dem Mittel der Multiplikation keine Zahl innerhalb des Zahlensystems gewinnen.
    Als Sieger bleibt immer die “0″ als Ergebnis zurück.

    Fatal irgendwie.

    Der Idealismus zur nicht lebbaren Existenz als Idee oder Geste verdammt?
    Die BILD philosophisch schon eine Ebene weiter, als die Taz, oder den idealistisch denkenden Menschen?

  107. Auf Rechtschreibfragen wird schnell geantwortet (besonders, wenn man sich exkulpieren kann). Die Frage, ob auch die NDP für 12.000 Euro in der taz werben dürfte, wird nicht beantwortet. Diese Selbstaufgabe wäre wohl zu groß: inhaltlich gilt es kaum einen Unterschied zwischen den Rassisten hüben und drüben. Und auch damit, Menschen in den Tod zu treiben, haben beide gleichermaßen wenig ein Problem. Wer das unterstützt, gehört zur Reaktion.

  108. „2. BILD demonstriert Pluralismus und Offenheit, diese ach so “gepfefferte Kritik” von Holofernes abzudrucken, und das auch noch mit 12000€ Geldeinsatz.“
    Mit der Kampagne im Allgemeinen will sie das wohl vortäuschen, aber dass es an dieser Stelle in der Taz nicht zieht, auch noch mit einem Kommentar, der genau das kritisiert, wird sie wohl selber wissen. Man schaue doch, wie hier alle meckern, doch wohl kaum, weil sie der Bild auf den Leim gegangen sind und an ihre Offenheit und Ungefährlichkeit in Hassliebe glauben.

  109. Die Taz macht das alles schon genau richtig. Insgesamt großes Lob.

    Ich möchte nicht bei den Redaktionsdiskussionen um das Für und Wider bei dieser Anzeigengeschichte dabei sein müssen. Kompliment an Leute wie Heiser, das mit dem Gesicht im Wind durchstehen zu können. So gesehen beweist er ebensoviel Eier wie Holofernes.

    (Was ist brutaler : Beleidigte Bildleser – oder eine wütender, abo-kündigender Taz-Mob ? Mit-Redakteure, die ihm vermutlich Hochverrat vorwerfen etc… ?)

    Und seht, liebe erboste Taz-Leser bzw -Ex-Abonnenten, wie Ihr sie mit Euren Postings hier und anderswo schon auch dazu gebracht habt, eine grobe Finanzstruktur extra für Euch kritische Taz-KÄUFER erneut offenzulegen :

    http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/28/unsere-finanzielle-abhaengigkeit/

    Das passiert wegen der Diskussion hier. So gehts im Jahre 2011. Und wie richtig die Taz insgesamt liegt, zeigt diese Auseinandersetzung. Und es gibt bei allen diesen Diskussionen immer noch eine Ebene darüber, die man hervorholen kann. Die dann aber auch genauso richtig ist. Und immer so weiter und so weiter….

    Deswegen : Nicht da stehenbleiben. Gut gemacht. Jetzt die Tiefe der Auseinandersezung pfiffig in andere Felder übertragen. Mal an die eigene Nase fassen und Doppelmoral bei sich selbst auch schamlos anerkennen können. Wir sind nur Menschen.

    Und seht auch : Gutti ist jetzt hinüber – daran dürfte nicht zuletzt der ganze Social-Media-Wahn mit Schuld sein. Und wir hier sind Teil davon.

    Wir können solche Dynamiken FÜR uns nutzen. Oder weiter ‘nur’ GEGEN die böse Bild wettern. (und -wie hier- in der Folge auch GEGEN die Taz, wegen der Anzeige usw…
    Aber das ist nicht produktiv oder kosntruktiv, sondern viel eher wahrlich ‘konservativ’ im besten Sinne des Wortes. Da soll ein altes Taz-Bild (sic!) bewahrt werden, was durchaus mal richtig und ausreichend war. Aber so ist es heute nicht mehr. Die Bösen sind nämlich noch viel schlauer geworden als sie es 1978 noch waren.
    Und ich meine nicht die politische Ausrichtug der Taz, sondern die Art, wie man sich in der postmodern veränderten Welt auseinandersetzen muß, wenn man die Dinge wirkllich durchdringen will. Jedenfalls sei das der Anspruch der Taz, wünsche ich mir. Damit sie weiterlebt. Mit alten und neuen Lesern.

    Kennt Ihr ‘The Undertaker’ ? Neun-Minuten-Clip hier: http://vimeo.com/17914974

  110. Pingback: CeBIT: Hin oder weg? Und Hackbraten. | bastelschubla.de

  111. Es gibt zwei Sachen, die mich ankotzen: die BILD-Zeitung und “Wir sind Helden”. Was mich nicht ankotzt ist die Taz und Werben, denn mit letzterem verdiene ich (und auch die Taz) Geld. Und wie gute Werbung aussieht, sehen wir in diesem Fall: mit wenig Aufwand extrem viel erreichen. Sowohl für die Bild, als auch für “Wir sind Helden”, die Taz und Jung v. Matt.

  112. genau das wollte die bild erreichen. ihr regt euch auf macht ein riesen lärm, für was denn? hat euch die bild weh getan ? hat sie mal ihre macht (geld) spielen lassen? das war doch nur ne provokation und ihr lasst eueren frust jetzt an der taz aus, die am wenigsten dafür kann. wie soll das blatt bestehen ohne geld ? so ist das leben heutzutage. ihr wollt die welt verbessern und fallt auf so ein spässchen rein, lächerlich

  113. Danke taz,
    dass ihr die Pointe nicht kaputt gemacht habt!
    Dieses Gutmenschengenöhle danach war abzusehen, aber das kommt ja nur noch von einer uncoolen Minderheit von vorgestern. Und auch wenn die Bild hier 2:1 gewonnen hat, bleibt sie natürlich ein menschenverachtendes Schmierblatt.

  114. Pingback: Personalisierung: Sündenfall der Seriosität | Erbloggtes

  115. Taz kaputt. Schade…

  116. Irgendwie fast genial.

    Win-Win-Situationen kenne ich ganz gut, kommt wohl häufiger vor.
    Aber das hier ist ja sogar eine Win-Win-Win-Situation!

    Gewinner:

    1. Judith Holofernes
    -> deutlich in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt

    2. taz
    -> gesteigerte öffentliche Aufmerksamkeit, EUR 12.555,- mehr auf dem Konto, taz-Blog mit rekordverdächtiger Anzahl an Kommentaren zugebombt.

    3. Bildzeitung
    -> gesteigerte öffentliche Aufmerksamkeit für die “Bild dir deine Meinung”-Kampagne

    Ich kann mich beim besten Willen nicht überwinden, die taz jetzt anzugreifen, weil sie das “schmutzige” Springer-Geld angenommen hat. Wieso auch?
    Die Wahrscheinlichkeit, dass aufgrund dieser Anzeige irgendein taz-Leser abtrünnig wird und fortan auf Bild umsteigt, dürfte ja wohl in etwa so hoch sein, wie die Wahrscheinlichkeit, morgen um exakt 14:51 Uhr in der Friedrichstr. / Ecke Rudi-Dutschke-Str. von einem Meteoriten erschlagen zu werden.

  117. wie traurig und beschämend, die taz macht sich finanziell von der bild abhängig, oder hat der gut Chefredakteur Angst? Peinlich! tja, kann man nicht mehr kaufen dieses blatt. schade.

  118. Ich wundere mich, dass der gemeine taz-Leser die richtige Quitessenz dieser Geschichte zwar irgendwo unangenehm FÜHLT, aber nicht in Worte auszudrücken traut:

    Die böse Bild-Zeitung hat mit dieser Aktion mit minimalem Einsatz einen multiplen Erfolg errungen:

    1. Judith Holofernes wirbt doch für BILD
    2. BILD demonstriert Pluralismus und Offenheit, diese ach so “gepfefferte Kritik” von Holofernes abzudrucken, und das auch noch mit 12000€ Geldeinsatz.
    3. Die ach so unabhängig denkenden Linken sind von heute auf morgen korrumpierbar.

    Ich selbst nehme es der taz nicht übel, die Anzeige gedruckt zu haben. Im Gegenteil, sie demonstrieren damit selbst eine sehr angebrachte Lockerheit und Humor. Aber okay, ich bin auch kein taz-Leser, die fundamentalistische Kundschaft mag das anders sehen. Gewinner sind für mich Bild (80%) und taz (20%).

    Holofernes dagegen sieht nun doch recht alt aus. Der öffentliche Brief an Bild ist stilistisch wie inhaltlich äußerst peinlich (Zitat: “alles saudumme Menschen”) und demonstriert die bei Linken oft anzutreffende Gratiscourage, Gratismeinung und Gratisempörung, gewürzt mit Überheblichkeit und Besserwisserei, paniert mit Volksverachtung und als Dessert das Selbstaufsetzen der heiligen Demokratiekrone und Schwingen des Moralzepters.

    Fazit: BILD schaltet eine banale Anzeige für 12k und hält den Abnstandspredigern den perfekten Spiegel vor. Aus Bewunderung für diese Aktion habe ich gleich mal die BILD-App für mein iPad gekauft. Das muß der Judith-Holofernes-Werbeeffekt sein, denn was Judith schlecht findet, muß einfach gut sein.

  119. @plopupyourlife: Sollen wir Dich auch ein wenig lieben, für Deine Naivität?

    Man kann jemanden schlecht kritisieren ohne ihn zu benennen, und schlecht analysieren ohne hinzuschauen.

    Die einen reden sich raus, dass ja nur die Tazleser die Bildwerbung lesen, und die wären imun. Die zweiten sagen die Bild demontiert sich selbst mit der Anzeige – dann schade aber auch, dass es nur TazleserInnen lesen, die’s nicht nötig haben. Und die dritten sagen schuld sei die Holofernes.

    Wenn die Bild etwas wäre, was unter Jugendlichen völlig unbekannt ist, dann würde man ihr so erst eine Plattform verschaffen. Aber so ist es ja nicht. Nicht für jeden Heldenfan liegt Bildkritik auf der Hand, oder ist das so?

  120. ha, da haben sich ja die gutmenschen gefunden, um der BILD zu einem brillanten auftritt zu verhelfen.

  121. gääääääääääääääääääääähn. Wird Zeit, mal wieder ein paar Hochhäuser einzuäschern. Dann wäre wenigstens ein paar Tage Ruhe in diesem von Medienhuren und Wannabe-Künstlern besetzten Politikschweinestall.

  122. Ihr schnarchlappigen Zeitungsleser macht Springer und alle anderen Verlage erst zu dem, was sie sind: überflüssig! Politik und Medien sind ein einziges Absteigequartier für erstrebens- und erhaltenswerte Minderbegabung.

  123. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral ;-)

    und selbst “linke”, “aufgeklärte”, “tolerante”, “progressive”, “umweltschütznde”, “weltverbessernde”, “liberale”, “weltrettende” und vor allem “KRITISCHE” Journalisten_innen müssen von irgend etwas satt werden – und seien es nur die Brosamen, die von den fetten Gewinnen der unterirdischen, reaktionären, konservativen, verknöcherten, hetzerischen, verblödenden Mendienverlagen in den Dreck fallen.

    Und wenn die ebenso guten Leser_innen und (hoffentlich auch) Käufer_innen der taz nicht in der Lage sind, für ein Blättchen, das ihnen nach der Gesinnung schreibt, einen angemessenen Preis zu zahlen, dann muss eben der “Feind” die Finanzierung dieses intellektuellen Spielplatzes übernehmen.

  124. liebe taz,

    wie sehr kann man sich nur prostituieren und sich mit K. Diekmann ins Bett legen?
    Ihr hattet mal großes vor und laßt Euch seid geraumer Zeit von Diekmann und BILD vorführen und merkt es nicht einmal. Aber was solls, Diekmann ist ja Euer Genosse…
    Das ist irgendwie wie die Grünen in Hamburg die ein kohlekraftwerk durchwinken: Hauptsache dabei sein und irgendjemanden wohin kriechen, gell?
    Ihr habt Euch kaufen lassen, Pfui. Beendet euer Projekt, stellt die Redaktionsräume zur Vermietung aber haltet einfach den Mund Ihr Opportunisten…

  125. ich finde judith holofernes hat in ihren zwei, drei semestern (?) werbestudium, in dem sie die ganze branche und all ihre mitwirkenden durchschaut hat, etwas wesentliches nicht begriffen – werbung ist wenn man drüber redet. sie hat durch ihren kindischen psydorevolutionären aufschrei erreicht, dass nun wirklich jeder über die bild spricht und es wieder ein paar mehr geben wird die sich dieses blatt zu gemüte führen werden. (und ganz nebenbei auch Werbung für sich selbst gemacht *hust*). sie hat das erreicht, was die bild durch ihre kampagne erreichen wollte aber nicht geschafft hat – eine kontroverse zu schaffen und ins gespräch zu kommen. die bild wird dich lieben! und dich auch ein bisschen für dein naivität belächeln…liebe judith

  126. @Caruso Canaray

    Richtig. All jene, die (den Kommentaren nach zu urteilen) schon beim Gedanken an Bild einen Brechreiz bekommen, kennen die Inhalte und Überzeugungen des Schundblattes garnicht. Dazu muss man erstmal jeden Tag Bild kaufen und lesen. Das meintest Du doch mit “echte Beschäftigung mit dem “Gegner””, oder? Das hat ja schon bei dem tollen wissenschaftlichen Klartextbuch des Herrn Sarrazin den Umsatz explodieren lassen.

    Wie hohl bist Du eigentlich? Guckst Du auch brav jeden Tag
    Unterschichtenfernsehen, bevor Du Dir einen abfälligen Kommentar darüber erlaubst? Schließlich könnte ja auch Richterin Barbara Salesch über Nacht zu einer wertvollen Informationssendung über juristische Fragestellungen geworden sein.

    EIN BLICK auf den Bild-Titel im Zeitungsregal reicht eigentlich als Beurteilungsgrundlage vollkommen. Blast doch den Trollen bitte nicht auch noch aus Recherchegründen Kohle in den Arsch. Dafür nutzt man eben jene Medien, die zu diesem Thema häufig kritische Ansichten haben und evtl. noch Hintergrundinformationen liefern.

    Und dass DER (?) taz-Leser glaubt, “er/sie habe DAS Blättchen, das die Weisheit mit Löffeln gefressen hat”, sieht man ja deutlich an den Kommentaren hier…

    PS: In meinem Elternhaus liegt die Blöd schon seit 30 Jahren, “gelesen” habe ich sie daher ca. 5 Jahre lang fast täglich. Nur so als Beurteilungsgrundlage.

    PPS: wozu werden hier noch gleich die Emailadressen gesammelt?

  127. “Von einer großen Werbeagentur zu erwarten, wie du es zum Ausdruck bringst, dass sich die Leute da ja auch weigern könnten, für Bild Werbung zu machen, ist zumindestens frisch-naiv. Ist es auch dein Ernst?”

    Ich muss ja schon lange lache, wenn jemand die “taz” als linke Zeitung bezeichnet, doch Fragen wie die oben zitierte lasse mich schauern. “frisch-naiv” – warum hast Du, Basti, nicht gleich die Springer-Sprech “Gutmensch” verwendet? Was ist naiv an der Forderung, den entmenschten Hetzern von Springer, nicht mit der Zunge im Gedärm zu rühren? Ist das mörderische Erbe von Alt-Nazi A.C.Springer für Dich sakrosankt? Oder hältst Du es für naiv, von den ekelerregenden Koksnasen des Giftmüllhersteller JvM, menschliches Verhalten zu fordern? Wenn dies der Fall sein sollte, hättest Du recht, aber ich bezweifle stark, daß Du dies zum Ausdruck bringen wolltest. Mit “frisch-naiv” meinst Du wohl eher die Vorstellung, daß sich jemand verpflichtet fühlen könnte, Blutgeld abzulehnen. Ausschließlich destruktiven Kräften und Kriegsgewinnlern mag dies naiv erscheinen, fühlenden Wesen nicht.

  128. Ich nutze sie alle: BILD, taz, Süddeutsche, FAZ, Spiegel, Stern, Focus, Augsburger ALllgemeine, RHeinzeitung …

    … und jede/r Leser/in dieser Medien scheint davon überzeugt zu sein, er/sie habe DAS Blättchen, das die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Interessant daran ist doch, dass die meiesten Menschen nur die Zeitungen lesen (wollen), bei denen sie davon ausgehen können, dass da drin geschrieben steht, was sie selbstschon denekne. Ein echte Beschäftigung mit dem “Gegner”, ein Blich über den Tellerrand, ein Bemühen um Argumente und nicht nur um ablehnende Bauchgefühle findet man äußerst selten.

    Und da sind sich die Leser/innen und die Schreiberlinge von BILD und taz so dermaßen ähnlich, dass ein ehrlicher Blick auf den eigenen Medienkonsum und die Medienproduktion katharsische Momente auslösen sollte

  129. @al
    ich mag natürlich auch beide nicht. Tschuldige, werde meinen Sarkasmus künftig deutlicher kennzeichnen.

    PS: wozu werden hier eigentlich die Emailadressen gesammelt?

  130. seid nicht so humorlos!
    ist doch eine echte win-win-win-win situation! 2 blätter eine musikgruppe und wir leser hatten was davon. oder haben?
    ich schlage vor, die taz macht das gleiche wie die bild! endlich würde man mit einer tollen meinung mal die nur-bild-leser ansprechen, indem die taz die gleiche anzeige in der bild schaltet, kenntlich gemacht als taz-anzeige. am ende wäre es einfacher gewesen, hätte die heldin das gleich gemacht, lach!

  131. Die TAZ ist auch nicht besser als die BILD. Für Geld druckt ihr alles… geschmacklos. Und ihr spielt der Bild sogar doppelt in die Hände, weil ihr euch nicht nur auf Seite der Bild gegen Frau Holofernes stellt, sondern weil ihr damit eure eigenen Leser vor den Kopf stoßt. 12.555 € für eine Anzeige. Mal sehen wie viel euch die verlorengegangenen Leser kosten werden…

  132. Es gibt auch ein Leben ohne taz. Alles hat seine Grenzen.

  133. Ich glaube nicht, dass die Bildzeitung den erhofften Erfolg mit der Schalte dieses Briefes haben wird. Denen geht es derzeit genau wie in der Causa Dr. Copy Guttenberg. Die Leute werden mit der Nase auf die Dinge, die sonst ungesagt an Emotionen appelieren, gestossen und der dadurch erzeugte Schmerz drängt das Gehirn ( Gewissen ) zum Nachdenken, Überdenken und manchmal sogar zum Handeln.

    Eine solche Reaktion kann nicht positiv für die Blöd-Zeitung sein.

  134. Ich find es immer gut, wenn jemand mit einem gewissen Bekanntheitsgrad und einer gesunden Lebenseinstellung, seine Meinung so kundtun darf. Die Bild ist eines der schlimmsten gesteuerten Medien in Deutschland. Man sieht ja jeden Tag welche Nachrichten weggelassen werden und wie eine bestimmte Meinung über Menschen geschaffen wird.

  135. Liebe Taz.
    Es geht nicht um 12000 €.
    Euer Fehler ist, dass ihr scheinbar nicht wahrgenommen habt, das auf Plattformen wie Facebook etc. Judith Holofernes gefeiert wurde und zwar hunderttausendfach.
    Die Aufmerksamkeit einer ganzen Generation lag auf diesem Thema.
    Und jetzt liegt diese Aufmerksamkeit bei euch – aber leider im negativen Sinne, weil ihr in der öffenlichen Wahrnehmung einen Verrat begangen habt.
    Ich glaube junge Leser, die mit der Aussage von Judith Holofernes sympatisieren werden nicht mehr mit dem guten Gefühl zur Taz greifen können, wie das bisher der Fall war.
    Wenn enttäuschte Leser wegbleiben war der Griff nach den 12000€ der Bild evtl. wirtschaftlich betrachtet nicht besonders nachhaltig.

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  138. Arme TAZ, wie tief kann man sinken ?

  139. Hallo TAZ: Ich glaub, es hackt!

  140. Um es mal direkt wie Frau Holofernes zu sagen, sehr verehrte TAZ: “Euch haben sie wohl ins Gehirn geschissen”, stellt euch schon mal auf meine Abo-Kündigung ein.

  141. …ich mag beide nicht…

  142. Ach ja:
    Dummheiten können auch eingestanden, Entschuldigungen ehrlich vorgebracht und Reue tatsächlich empfunden werden. Manchmal wird dann auch offenherzig verziehen.
    Die Frist für ehrlich war übrigens gestern, so ca. vor 1 Mio. kritischer Stimmen. Bevor man jetzt noch überlegt, den KT zu machen… Integrität, quo vadis?

  143. Zuerst grosses Lob an “Wir sind Helden” für diese Aktion. Echt wirklich KLASSE.
    Schade das die TAZ diese Aktion scheinbar nicht ganz verstanden hat. Selbstverständlich leben wir in einer kapitalistischen Welt in der ökonomische Zwänge herrschen. Ich finde es akzeptabel das Zeitungen sich, bei nicht ausreichender Deckung durch eine zahlende Kunschaft, mit Werbung finanzieren muss. (Sei nun mal dahingestellt, ob es die BILD sein muss oder nicht). Doch hier war es anders. Hier ging es nicht nur darum das schlechtes Image eines gewinnmaximierenden Konzern etwas aufzuhellen. Es war ein symbolischer Kampf der öffentlich geführt wurde.
    “Wir sind Helden” haben öffentllich und auf sehr witzige Art mitgeteilt: “Ihr kriegt uns nicht!!!”. Und BILD hat gekontert “Wir kriegen euch doch!!!” und dazu benutzen wir sogar noch eine “kritische” Zeitung. Und das haben sie auch geschafft. So bleibt neben der grossen Freude für die coole Aktion ein fahler Beigeschmack, wenn dann beispielsweise der STERN schreibt:
    “Selbst wenn jemand versucht, sich gegen die “BILD”-Zeitung zu wehren, triumphiert am Ende das Boulevardblatt. Diese Erfahrung macht zurzeit Judith Holofernes, die Frontfrau der Band Wir sind Helden.”

    DANKE TAZ.

    Ein nicht zum ersten Mal entäuschter Leser

  144. Immer ruhig bleiben.
    Der Text richtet sich klar gegen die Bild (!), das versteht doch jeder Idiot mit Augen im Kopf, auch wenn die Werbung von Bild geschaltet ist. Und die bezahlen auch noch dafür! Da kann man der taz wohl schlecht nen Vorwurf draus machen. Wenn es nur mehr so klug anstellen würden, dann würde die Bild am Ende noch alle Kritiker selbst bezahlen. Wie geil wär das denn? Daher: Ich warte voll Ungeduld auf die nächste taz. Und auf die nächste J.B. Kerner-Sendung, den find ich auch voll gut:
    “Also mir wär ein bisschen mehr Bildung, ein bisschen weniger Meinung lieber”!
    Hihi… die von Bild sind so doof. taz und Kerner sind einfach die Besten!

  145. Ick les Bild und nicht nur die Überschriften.
    Natürlich lese ich auch “gegen”, da wo der ganze Mist auf der Welt hintergründlerischer dargelegt wird.
    Komplexer, filigraner, tiefer informiert.
    Will ich sein!

    Aber Bild ist oft entspannender für so nen dämlichen Spanner wie mich.
    Da werden die Leute so blossgestellt und ich entsetze mich voller Entrüstung und habe, scheisse, trotzdem hingeguckt oder bewusst online nachgeschaut…

    Dass sich Taz und Bild jetzt crossen, taz als Dienstleister und bild als Geldgeber, ja…
    Das ist schizzo.

    Nach meinem Gefühl weniger für die Bild, als für die taz.
    Die taz wird Leser verlieren, aber nicht jetzt, jetzt gerade gewinnt sie.
    Es ist nicht zu erklären, mit wir brauchen das Geld.
    Mit Pressefreiheit, ja, vielleicht. Auch, wenn es nur eine Anzeige ist.
    Aber irgendwas schmeckt schal.

    Ich hätte mit der Sängerin gesprochen, bevor ich den Brief als Anzeige veröffentlicht hätte. “Mit wütender Genehmigung” oder halt nicht.

    Es ist nicht sonderlich in Ordnung so, wie Ihr es gemacht habt.

    Auf jeden Fall haben alle drei Seiten mehr clicks, das ist doch was.
    Und die Leute reden bzw. schreiben.
    Durch Auseinandersetzung wird man sich bewusster.
    Sogar ich, Leute, schreib mal was öffentlich! Das grenzt an ein Weltwunder.

    P.S. Es wäre mal transparent, zu erfahren wie viele Anzeigenanfragen Ihr abgelehnt habt. Nur in Zahlen und den Grund.
    Die Organisationen muss man ja nicht nennen. Die bekommen dann nur mehr Zulauf und Aufmerksamkeit.
    Und wenn Ihr sie nicht haben wolltet, wollen wir, die Leser, ihnen diese Aufmerksamkeit auch nicht gönnen.

  146. das ist der verrat an der sache – an sich, an uns, an der bewegung. (“hä – welche bewegung” könnte der säzzer jetzt ko-kommentieren)
    Ich bin fassungslos. Wie könnt ihr diesem miesesten aller printmedien, dem bekannten feind von wahrheit und aufrichtugkeit, der rechten journaille in unheiliger allianz von KT, Döpfner, Friede Springer und dieser ganzen mischpoke den rücken stärken.
    Judas TAZ – für 12.ooo Öcken!?! Drauf geschissen! Rudi D. würde sich im grab umdrehen. Aber lasst mal – wenns nach euch ginge, könnte dann ja die Axel-Springer-Straße mal gleich bei der TAZ vorbeiführen.
    Ich könnt kotzen über euren schamlosen verrat.

  147. S

    Ach Gottchen, ist das ein Versuch sich noch lächerlicher zu machen als ihr es eh schon tut?
    Was ein Glück hat die BILD mit Rassismus so rein gar nichts am Hut, alle ihre Kampagnen gegen “Asylanten”, “Abzocker” “Kopftuchmädchen” etc. pp. sind natürlich nur dem Schutz des demokratischen Gemeinwesens geschuldet.
    Ich geh dann mal brechen.

  148. LOL! Für 2.500 Euro mehr als angeboten hat die BILD dank taz also das geschafft, was Frau Holfernes aus gutem Grund nicht mitmachen wollte, aber nun doch irgendwie über sich ergehen lassen muss – beschämend für die taz.

    Druckt ihr die Anzeige dann wenigsten auf dem Kopf stehend oder spiegelverkehrt? Habt ihr diesen Mut oder siegt die Käuflichkeit auch hier?

  149. @Wutbürger, nein ich lese keine Bild. Obwohl sie eine bessere Wichsvorlage ist als ein Bild von Judith H.

  150. owl-frak: Das Interview habe ich nicht geführt, ich habe nur hier ins Blog gestellt – auch wenn dieser Hinweis jetzt pedantisch erscheinen mag …

  151. Wenn die NPD für 12.500 Euro eine Wahl-Anzeige drucken lassen will, wird das dann auch veröffentlicht? – - – Wegen der div. Monatsgehälter für die Redakteure, hmm…!?

  152. Auch wenn es pedantisch erscheinen mag, aber ich möchte auf den Fehler von Herrn Heiser hinweisen, der in einer seiner Fragen das Wort “zumindestens” verwendet.

    Richtig ist zumindest. Bei “zumindestens” handelt es sich hingegen um eine unzulässige Kontamination – eine Verschmelzung bzw. Wortkreuzung – aus zumindest und mindestens.

  153. Pingback: La chanteuse et le tabloïd | Le fil d'Ariane

  154. @Pohlmann, merkwürdiges Demokratieverständnis, welches Du an
    den Tag legst. Anderen hier Totalitarismus vorwerfen und
    ihnen ein paar Zeilen weiter “die Klappe” verbieten. Aber
    noch kann zumindest hier noch jeder seine Meinung äußern
    und muss “die Dinge” eben nicht “akzeptieren, wie sie sind”.
    Vielleicht einfach mal selbst die Klappe halten und darüber
    nachdenken, was Dich dazu gebracht haben könnte, die Dinge
    zu akzeptieren. Vielleicht ist es ja der übermäßige Konsum
    der Bild-”Zeitung”…

  155. Wieso laßt Ihr es zu, dass die Bildzeitung eine ganzseitige Anzeige schaltet? Ich glaubte immer, Ihr verzichtet auf Anzeigen, seid unabhängig? Wie soll ich das verstehen? Wie unabhängig seid Ihr wirklich?
    Vor Judith Holofernes (nennt sie sich nach dem Alten Testament so? Nach dem Buch “Judith” und Holofernes? Hinter deren Geschichte sich das Bild verbirgt, “seiner Angst zu begegnen anstatt erstarrt zu verharren oder vor der Angst wegzulaufen”) hab ich großen Respekt. Es hatte schon einmal eine Zeit gegeben, in der sich die Intellektuellen einig in der Ablehnung der BILD-Ethik waren. Aber das ist schon lange her.
    Ich hoffe auf Eure Antwort.

  156. Pingback: THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Werbung: Darf eine Bloggerin Kinderbücher rezensieren?

  157. Für mich ist das Fazit von “Holofernes vs. Bild” leider, dass ich erschrocken bin, wie selbstverständlich sich ein (linker) Mob bildet, wenn auch nur die leiseste Dissonanz mit der linken Mainstream-Meinung geäußert wird.

    Ein virtueller Mob zwar, aber es ist davon auszugehen, dass man auch physisch angegangen würde, wenn man öffentlich erklärte, dass einem die Bild egal ist, oder gar ihre Existenz verteidigt.

    Ich fühle mich in meinem Recht auf freie Meinungsäußerung tatsächlich beschränkt. Unabhängig davon, ob ich die Bild lese oder nicht, so muss ich davon ausgehen, dass mir Schaden droht, sollte ich nicht in den Anti-Chor einstimmen.

    Das war von euch wahrscheinlich so gewollt, oder?

  158. Michi Pohlmann schrieb:

    “Als es noch keine Bild in Deutschland gab, aber viele linke Fundamentalisten, ist daraus der größte systematische Massenmord der Geschichte entstanden.”

    BILD hätte also den Holocaust verhindern können, wenn sie die linken Fundamentalisten weggeschrieben hätten, damit die Nazis das nicht mit Gewalt hätten lösen müssen, das nenn ich historisch gedacht.

    “Seit es die Bild gibt, hat es keinen weiteren von Deutschen ausgehenden Holocaust gegeben. Wer ist rechts, wer ist links?”

    Mit Verlaub, lieber Michi Pohlmann, das ist komisch. Ich ergänze: Axel Springer ist der Fels in der demokratischen Brandung, der Herkules der Freiheit: links ringt er Stalin nieder, rechts Hitler, für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung. Amen.

  159. Also ich glaube genau das ist doch der Sinn dieser Aktion.
    Die Bildzeitung zu verharmlosen.

    Ich verstehe nicht warum sich die J.Holofernes für ein Interview in einer DIEKMANNzeitung hergibt. Da kann sie ja gleich zur Bild gehen.

    Ich empfehle die Lektüre von Wallraff, denn ihr habt offentsichtlich vergessen mit wem ihr es zu tun habt.

  160. @ Michi Pohlmann

    Es ging um Qualität, nicht um hinreichende Qualität, mithin nicht um Verbot – das haben Sie gesagt. “Demokratie ist der Ballon, der aufsteigt und dem alle hinterherschauen, während man ihnen hintenrum die Taschen leert.” (G.B. Shaw) Was das Klappehalten angeht: deren Freiheit muss noch lang nicht Ihre Freiheit sein. Und wir leben doch im selben Land.

    @ Thom

    Das gilt es natürlich zu bedenken, dass es sich letztlich gar nicht um Blutgeld handelt, sondern dass man schon längst heimlich zusammen kuschelt. Würde mich nicht wundern, Kampagnenjournalismus ist ja modisch, wenngleich ich mich an immer wieder gute Artikel zu erinnern glaube.

  161. Als es noch keine Bild in Deutschland gab, aber viele linke Fundamentalisten, ist daraus der größte systematische Massenmord der Geschichte entstanden.

    Seit es die Bild gibt, hat es keinen weiteren von Deutschen ausgehenden Holocaust gegeben. Wer ist rechts, wer ist links?

    Was stört die Linke am Pluralismus?

  162. Wie kann man nur den Diekmann als Genossen einkaufen lassen?
    Wie kann man sich so billig für 12000 hergeben.

    Ihr werdet wie der Spiegel enden.

    Und Jan Fleischhauer wird euer neuer Kolummnist

  163. Bei über 12.000 Euro seid Ihr aber wirklich eine teure Nutte, Sebastian Goebbels. Echt gezz.

  164. @Numa, dafür gibt es den Presserat, und der hat die Bild noch nicht verboten. Falls Sie sich als Demokrat verstehen, was man aus ihrem Gefasel nicht unbedingt ableiten kann, müssen Sie also die Klappe halten und die Dinge akzeptieren wie sie sind.

  165. Top! Bild zahlt. Und wenn die NPD zahlen würde? Kein Ding? Lügt euch doch nicht ins Hemd: wenn man sich von Bild bezahlen lassen muß, dann ist das ein gutes Zeichen seinen Saftladen zu schließen. Ihr arbeitet mit Bild zusammen, das ist alles. Hier übernimmt mal Diekmann eine Ausgabe, hier wird ein bißchen geneckt, aber am Ende hat man sich gern. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Alice Schwarzer als gemeinsame Freundin. Du taz ist populistisch und reaktionär, antiintellektualistisch und fortschrittsfeindlich. Wie die Bild.

  166. Ich hab die Papier-taz nur am Wochenende… Aber
    so eine Anzeige darf die taz aushalten – und wir Leser! Damit
    es sie noch lange gibt. Weiter so! :)

  167. “@Numa, wie definieren Sie Qualität? Wessen Maßstäbe sollen angelegt werden?”

    Nicht wessen, allegemeine, journalistische, welche sonst. Saudumme Frage.

    Sprache, Rechercheumfang, argumentative Durchdringung des Themas, Quantität: wieviele Themen aus Boulevard und Sport im Verhältnis zu Wirtschaft und Politik, etc.

  168. Liebe taz, lebst Du noch in den neunzigern? Da haben dieser AllesnurIronie-Habitus + das Schäkern mit Markt + Medien tatsächlich was Provokatives + Erfrischendes gehabt. Heute ist das nur noch abgedroschen + abgezockt + vor allem peinlich. Haltung ist das Gebot der Stunde.

  169. Ist es einem Taz-Leser nicht zuzutrauen die Bildwerbung zu erkennen? In dem Zusammenhang kann man das ja wohl wirklich humorvoll hinnehmen.

  170. @Numa, wie definieren Sie Qualität? Wessen Maßstäbe sollen angelegt werden?

  171. Irgend Jemand bei Eurem Anzeigenkunden lacht sich vermutlich gerade ganz kräftig ins Fäustchen. Für etwas Geld aus der Portokasse, hat man einer erklärten Gegnerin eine reingewürgt und gleichzeitig einem Konkurenzblatt auch noch einen Rufschaden beschert. Sorry aber das war einfach nur dämmlich auf so etwas reinzufallen.

  172. damit macht sich die TAZ endgültig zum Spielball der BILD, aber seit Diekmann Gesellschafter ist ist der Weg nicht mehr weit und Jung von Matt sitzt mit im Boot. Wahrscheinlich eine gemeinsame Marketingaktion von TAZ und BILD? Soweit sind wir schon im Guttenberg-Land Ich find´s widerlich!!

    Auch dass man die ehrenwerte Ablehnung und meiner Meinung nach richtige Entscheidung von Judith Holofernes nicht achtet zeigt genau die Respektlosigkeit dieser hochgefährlichen BILD. Das das die TAZ nicht erkennt enttäuscht mich sehr. Der Schritt zu Berlusconi-Land ist nicht mehr weit. Danke für die Tittn, arme TAZ!!

  173. @ Stefan W., der schrieb:

    “Doch. Genau diese paar Tapferen machen den Unterschied. Was wäre die Nazizeit ohne die Geschwister Scholl, die Stauffenbergverschwörung, den Hofbräuattentäter, Bischof Gahlen und den Aufzugsmenschen?”

    Welch illustre Truppe. Welchen Unterschied? Und reiben Sie sich nur an dem Wort Dialektik, wenn Sie mögen.

    @ Volltreffer, der schrieb:

    “Herabwürdigung anderer, nur weil sie sich für eine andere Zeitung entscheiden als man selbst, ist das allerletzte, was ich in einer freien Gesellschaft haben möchte.”

    Es gibt Maße an Qualität. Wer Qualität nicht wägt und dann so tut, als hätte er keine Meinung, ist für mich ein Heuchler. Wer BILD nicht wägt und den BILD-Leser daran nicht misst, ist für mich ein Heuchler oder selbst ein BILD-Leser. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, nur mit dem Vermögen, der Wirklichkeit mit klarer Begrifflichkeit und Urteilsfreude zu begegnen.

  174. Eine Anzeige der NPD würden wir in der taz nicht drucken, weil wir Anzeigen mit rassistischem Inhalt ablehnen. Zu unseren Kriterien siehe auch der Blog-Beitrag: Unsere finanzielle Abhängigkeit

  175. Ich sehe den Tag kommen, da eine grüne BundeskanzlerIN die Bild verbietet, Judith zu Holofernes-Blaublut zur Propagandaministerin macht, und jeder saudumme Mensch, der es wagt, eine nicht Gesinnungstreue Zeitung zu lesen, ins Lager zur Umerziehung gefahren wird.

    Und jetzt kommt mir nicht mit “was soll die Übertreibung”. Wenn man die Bild-Gegner hier so geifern hört, dann ist es wirklich erschreckend, wie sehr man sich im Recht zu glauben scheint, dass die eigene Meinung doch bitte allgemeingültig zu sein hat, denn es sei ja das Beste für die Menschen.

    Das sind die Anfänge des Totalitarismus, und das kann in Deutschland nicht früh genug bekämpft werden. Wenn es nicht schon zu spät ist.

  176. Schindler, jetzt ist es mir doch noch eingefallen. Schindler.

  177. @Numa: “Deutschland wird nicht besser, wenn ein paar Tapfere sich widersetzen.”

    Doch. Genau diese paar Tapferen machen den Unterschied. Was wäre die Nazizeit ohne die Geschwister Scholl, die Stauffenbergverschwörung, den Hofbräuattentäter, Bischof Gahlen und den Aufzugsmenschen?

    Die ganze kath. Kirche klammert sich heute an ihr Feigenblatt Gahlen; ohne diesen wäre diese ganze faschistenfreundliche Mischpoke noch viel peinlicher, als sie es ohnehin ist. Leider, leider sind es immer nur einzelne, wenige, und hier wurde die Gelegenheit verpasst Solidarität zu zeigen, aber das ist ja seit 1989 pfui und gestrig.

    ‘Dialektik’ ist doch hier nur eine leere Worthülse die eigene Käuflichkeit schönzureden. Das kannst Du auch durch Dianetik ersetzen – fällt auch keinem auf; in geistiger Beliebigkeit taumeln wir dem Alzheimer entgegen, aber mit einer neuen Druckmaschine.

    Wohl bekomms.

  178. Die Taz hat den Brief von Frau Holofernes zum Eigentor gemacht. Wenn man solche Freunde hat, braucht man sich um die Feinde …….
    Übrigens bei mir war es keine leere Drohnung, meine Kündigung ging heute raus. Klar ein Abo bringt nicht so viel Geld wie eine Anzeige. Es bestand aber schon seit 2001. Eigentlich auch was.

  179. ach, was für ein langweiliges interview mit einem strohdoofen interviewer. die bild-anzeige hätte doch auch gereicht.

  180. ab zeile4 wie ist das von oben zitiert…

    @volltreffer: schön gesagt.

  181. Veröffentlicht Ihr Bitte Eure Abokündigung von heute und auch die Zuwächse im Verkauf? Bitte! Finde das sehr spannend.

    Hab Ihr (TAZ) übrigens alles richtig gemacht,


    Selbst ernannte Intellektuelle scheinen Pressefreiheit nur dann zu akzeptieren, wenn diese sich – bitte schön – an den eigenen Wertvorstellungen ausrichtet. Die Leser anderer Blätter sind dann “saudumm”.

    Zitat von ´Wir sind Helden´: “Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.”

    Wer so abfällig über andere urteilt, weil sie eine Zeitung lesen, die ihnen selbst nicht passt, der ist gefährlich. Herabwürdigung anderer, nur weil sie sich für eine andere Zeitung entscheiden als man selbst, ist das allerletzte, was ich in einer freien Gesellschaft haben möchte. Pseudointellektuelle Zensur ist dafür noch der harmlosere Ausdruck.

    Ich mag die Bildzeitung nicht. Auch die Bild – Zeitung für Intellektuelle, den Spiegel, finde ich wenig überzeugend. Wer sich aber so in der eigenen Wohlgefälligkeit suhlt, wie die Bild-Kritiker, die kaum noch laufen können vor moralischer Überheblichkeit, den finde ich besonders supekt. Auf die Bild Zeitung zu prügeln, ist billig. Schneller, leichter und mit weniger Risiko kann man wohl keinen Applaus einheimsen. Wirklich “beeindruckend”, soviel Heldentum.

    Oder besser: Widerlich überheblich.

    P.S.: Ich musste bei der originellen Reaktion der BILD schon schmunzeln. Hat jedenfalls mehr Stil, als die geschmacklose Selbstbeweihräucherung selbsterklärter Helden.

  182. Die Lektion, die wir alle von BILD lernen können: Verloren hat nur der, der daran glaubt.
    BILD ist unverwundbar, und das nicht, weil sie die potenzierte Dummheit der Massen hinter sich hat, sondern weil sie noch im rasenden Sturzflug das goldene Gewinnerlächeln aufsetzen kann.

  183. @ Stefan W.

    Sie berauschen sich zu sehr an der Symbolik des Ganzen und was für ein Signal davon ausgehen könnte (ich denke, Jung von Matt sind hier betriebsblind). Dialektik ist kein Entweder-Oder, kein unbedingtes Treue-oder-Verrat, Dialektik ist also nicht, Widersprüche einfach per Einfalt aus der Welt zu schaffen, sondern miteinander zu vermitteln, und der Widerspruch hier war eben: wieviel ist mir als taz mein Stolz wert und wofür kann ich es nützlich einsetzen (Redakteure, Druckermaschinen etc.). Deutschland wird nicht besser, wenn ein paar Tapfere sich widersetzen. Dass BILD locker in die taz pissen kann, sollte doch keinen wundern. Es entspricht den Machtverhältnissen im Lande. BILD und der herrschende Zusammenschluss, den diese repräsentiert, können das. Der bornierte Stolz, sich dem stolz zu widersetzen, würde doch eher lächerlich wirken, weil er nichts zeigte als blinden Heldenmut. Die Gesellschaft ändert ma nicht durch symbolische Gesten.

    Holofernes’ Kritik an sich ging auch nicht so weit ins Mark der BILD, dass der Text für diese vollends unverwendbar gewesen wäre. Da stand etwas vom “bösartigen Wesen”, das “Deutschland macht” – was das für ein Wesen ist, weiß nur Frau Holofernes allein. Ein Instrument, aber wessen Instrument und zu welchem Zweck?

  184. Heiligt der Zweck alles? – Oder, was macht taz denn noch alles für Geld?

    Sich auf die Notwendigkeit der Finanzierung einer Zeitung zu berufen, wenn taz gefragt wird, warum taz eine solche Werbung akzeptiert, ist schon peinlich. Wo liegen die Grenzen der Akzeptanz von Anzeigenkunden? Bei Anzeigen der “Taliban”, Oberst Gaddafi, der Waffenbruderschaften der SS…

    Wenn man als Printmedium glaubwürdig sein will, MUSS man einem selbstgewählten Kodex für Anzeigen und Anzeigenkunden stringent folgen, sonst wird man unglaubwürdig!

    Wer auf Seite 1 gegen Krieg moralisiert, darf nicht auf Seite 2 Werbung für Streubomben abdrucken. Womit wir beim Thema wären: BILD ist kein Presseorgan, sondern eine “Streubombe” gegen alle Werte eines aufgeklärten, zivilisierten Menschen. Warum also Werbung für diese “intellektuelle Massenvernichtungswaffe” durch die taz?

    “Pecunia non olet” – WIRKLICH? Wenn Geld und Scheiße nur lang genug zusammenliegen, stimmt der Spruch nicht mehr….

  185. Tazler,

    schämt Euch – in Grund und Boden !!!
    Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.

  186. 12.555? Cool. Dann können ja all die freien Redakteure und Fotografen, die sich im Netz darüber ausheulen, dass sie bei der TAZ immer ihrem Geld hinterherlaufen müssen, endlich Hoffnung schöpfen.

    Herzlichen Glückwunsch zum Eigentor.

  187. Auch wenn das hier schon ein paar mal in Variationen gesagt wurde: Zum Glück ist die NPD pleite, sonst würden die die nächste Anzeige bekommen.

    Mein Abo wird morgen gekündigt, denn meine Kohle und Unterstützung braucht ihr ja offensichtlich nicht mehr, in “einer Gesellschaft, die voller Werbung steckt”.

    man man man

  188. @Wallraffo: Ich weiss nicht ob ich die Folge gesehen habe, aber genauso sehe ich das auch: Eine Machtdemonstration der Bild, der Taz in ihr eigenes Blatt hineinzupissen, das ist das, und die Taz leckt es brav auf, weil es ja so viel ist, dafür kann man die Helden, die Leser und die eigenen Ideale schon mal verraten, ganz dialektisch, an ‘ein au­gen­zwin­kernd zu be­trach­ten­des Trash-​Kul­tur­gut’ (Zitat: Holofernes).

    Wie, ‘**k**ein Trash-Kulturgut’? Ey, das ist doch das dialektische, mann! Ironie, Scherz, Doppelmoral, Geld!

  189. Finde das eigentlich sogar gut von der Taz. Das Interview ist ja in der gleichen Ausgabe. Da wird der Leser über die Anzeige aufgeklärt, kann die Machenschaften der Bildzeitung kritisch hinterfragen, die Botschaft wird noch weiter getragen und durch das Interview detailliert.
    Gar kein Problem.
    Warum nicht geklagt wird, verstehe ich hingegen nicht. Frau Holofernes ist Urheberin des Dokuments und hat das ganze nicht zur fremdpublikation frei gegeben. Folglich wäre eine Klage eigentlich sinnvoll. Im besten Fall kommt sogar ein Rückruf in der Bildzeitung selbst dabei rum. Und dann ist nicht nur die Schlacht, sondern der Krieg für Frau Holofernes gewonnen.

  190. Fühlt sich noch jemand an Mario Adorfs Heinrich Haffenloher aus Kir Royal erinnert? “Ich scheiß dich zu mit meinem Geld!” Am Ende tanzen alle auf den Tischen, und jeder hat sich blamiert und trotzdem irgendwie gewonnen, nur Baby Schimmerlos schaut fassungslos von außen auf das Treiben.

  191. @ TAZ
    Was seit Ihr bloß für Wxxxer!

  192. jurist: Dann müsste auch Judith Holofernes das Urheberrecht verletzt haben. Sie hat schließlich die Anfrage der Werbeagentur auf ihrer Webseite im Volltext veröffentlicht. Hier steht sie, gleich vor ihrer Antwort: http://www.wirsindhelden.de/2011/02/warum-ihr-vielleicht-auch-hier-seid/

    Und wenn Judith Holofernes sich rausnimmt, das Urheberrecht des Autoren der Anfrage zu verletzen, warum sollte die BILD-Zeitung ihr Urheberrecht an der Antwort respektieren?

    Das heißt noch lange nicht, dass ich die Aktion von BILD richtig finde, aber das Argument mit der Verletzung des Urheberrechts kann man glaube ich in diesem Fall gegen die BILD-Zeitung nicht anbringen.

  193. Pingback: Weder “Blond” noch “Blöd” [Update] | Fragmente

  194. Natürlich ist das eine Urheberrechtsverletzung. Bild bringt da ja nicht in ihrer eigenen Zeitung als Meldung, sondern nutzt fremde Worte für eine Werbeanzeige.

  195. @Lex “Wenn man mir einen Brief schreibt und ich diesen veröffentliche, dann verletze ich doch kein Geheimnis, da ICH ja der eine Geheimnisträger bin, oder?”

    Es geht hier nicht darum, dass oder ob es sich bei dem Brief um ein Geheimniss handelt, sondern darum, wer Urheber dieses Briefes ist. Denn diesem steht das ausschließliche Recht zu diesen zu veröffentlichen.
    Und es handelt sich bei der Anzeige auch keinenfalls um ein bloßes Zitat. Insbesondere sehe ich hier das Urheberpersönlichkeitsrecht der Autorin betroffen.

    Aber das ist es doch genau, wie die Bild es macht. Was meinst du wieviele Klagen täglich wegen derarzigen Bildaktionen eingereicht werden…..

  196. Ich möchte mich, nachdem, was Lex da oben schreibt, als ein unbedingter Anhänger der Zensur entdecken.

  197. … und wer seine Texte nochmal durchliest, findet auch alle Fehler.

    Tja, Arroganz macht mich wirklich stinksauer.

  198. Wer ist eigentlich diese Holofernes?

    Irgendein C-Promi oder so? War die schon im Dschungelcamp oder gehört sie da noch hin.

    Großer Gott, ich hasse diese “Ich habe irgendetwas studiert, deswegen gehöre ich zur intellektuellen Oberschicht”

    Diese Wichtigtuerin hätte einfach nur absagen müssen oder das sogar ihrem Management überlassen können – aber nein, sie musste ein Pamphlet verfassen und an die Werbeagentur der ihr so verhassten Zeitung senden.

    Ich bin jetzt zugegebenermassen nicht juristisch gebildet und möchte deswegen wissen:

    Wenn man mir einen Brief schreibt und ich diesen veröffentliche, dann verletze ich doch kein Geheimnis, da ICH ja der eine Geheimnisträger bin, oder?

    Oh, und noch etwas, Judith: bezeichne nie mögliche Fans als saudumm, sonst hast Du eventuell irgendwann gelitten.

    Sonst stehst Du arbeitsuchend vor dem Chef von “Jung von Matt” und singst “Guten Tag, guten Tag, ich hätt’ gerne ‘nen Job hier haben,” weil Deine Band keine Fans mehr hat.

  199. Pingback: Wir sind Helden vs. Bild Zeitung

  200. Vielen Dank Frau Holofernes,

    nachdem derzeit die Bild-Zeitung zu Herrn Guttenberg in der Affäre um seien Doktorarbeit festhält und Frau Merkel als Bundeskanzlerin auch, empfinde ich wahnsinnig viel Sympathie mit Frau Holofernes. Meinen Respekt für diese mutige Aussage. Diese Aussage trifft voll ins Schwarze. Es werden sich einige Prominente wünschen, diese Kampagne nicht mitgemacht zu haben.

    Die Menschen, welche die Bild-Zeitung redaktionell leiten, können einfach nichts richtiges tun. Es gibt kein richtiges im falschen Leben. Ich jedenfalls kaufe keine Bild-Zeitung und muss nicht wissen was darin steht, weil diese Zeitung nur Meinungsmache ist und keine Inhalte wiedergibt.

    Danke Frau Holofernes!

  201. Frau Holofernes hat immerhin kenntlich gemacht, dass Meinung etwas ist, das gemacht, hergestellt wird, etwas, was viele noch nicht begriffen haben.

    Was den faustischen Pakt der taz angeht, kann ich nur sagen: Ich nehme viel lieber Geld von Leuten, die ich nicht mag. Manche leiern hier herunter, es handle sich um Blutgeld, das am Ende denjenigen korrumpiert, der es nimmt. Aber Hektor ist bei Shakespeare mitsamt seinen Idealen gestorben, weil er dumm war, und auch im Kampf seine Ideale: Fairness, zeigte. In einer feindlichen Umgebung kann man nicht zu seinen eigenen Bedingungen “Krieg” führen. Ich rechne der taz an, dass sie das Ganze dialektisch erfasst hat.

  202. Warum schweigt die Redaktion? Das macht es nicht besser…

  203. Max Goldt hat alles zu BILD schon vor Jahren gesagt:
    “Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte
    Menschen, die Falsches tun.”
    Aber Judith Holofernes toppt das noch. Hut ab!

  204. Pingback: Carta: Ich glaub’, es hackt: Die taz nimmt’s von jedem! « HEARTS at MINDS !?

  205. Wie läuft das eigentlich praktisch ab? Ruft da jemand aus der taz-Anzeigenabteilung beim BILD-Marketing an: “Guten Tag, wir haben da kommenden Montag eine Geschichte mit Frau H. im Blatt, wollen Sie dazu nicht vielleicht eine Anzeige für die BILD- Zeitung schalten?”
    ???

  206. Lieber Sebastian Heiser,

    Das ja wirklich lustig!
    Zum gleichen Zeitpunkt, zu dem ihr eine Anzeige der Bildzeitung veröffentlicht, regt Ihr Euch über die Werbung eines Eishockeyclubs vor über 20 Jahren für einen durch die europäische Politik über Jahrzehnte geduldeten und teils auch hofierten Diktator auf.

    Ihr (ANDREAS WYPUTTA) schreibt (28.02.2011 ): „Gaddafis deutscher Club. Der Eishockeyclub ECD Iserlohn machte in den 1980ern Werbung für Gaddafis “Grünes Buch”. Manche klagen noch heute über die “Doppelmoral” in Sachen Libyen.“

    Du schreibst in Deiner Rechtfertigung an Philipp, dass Ihr Werbung für die Bildzeitung macht: „…Weil die BILD-Zeitung uns dafür bezahlt… Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP…Unabhängiger Journalismus muss schließlich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir davon machen…”

    Tut mir Leid Philipp. Deine Ansicht kann ich leider überhaupt nicht teilen. Profisport muss eben genauso finanziert werden wie unabhängiger Journalismus.
    Mit der gleichen Argumentation kann man eben auch Werbung für einen Diktator machen. Und wenn man schon der Meinung ist, sollte man sich nicht in der gleichen Zeitung (anderer Redakteur) über andere aufregen, die das Gleiche tun. Man muss sich schon fragen lassen dürfen, für wen man Werbung macht, weil man sich zwangsläufig den Inhalt der Werbung zu Eigen macht.
    Das ist ja genau der Grund, warum “wir sind Helden” die perfide Werbung für die Bildzeitung abgelehnt hat.
    Ist die Doppelmoral da nicht auf Eurer Seite? Würdet Ihr auch Werbung für Diktatoren machen? Oder für die NPD? Wo ist die Grenze?
    Ich sage Dir: Die Grenze ist genau an der Stelle, an der man sich mit der Botschaft des Werbenden nicht identifizieren kann.

    Weiter sagst Du:
    “Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Werbung steckt. Unsere Leser sind den Umgang mit Werbung gewohnt und können einschätzen, dass es sich bei der Werbung nicht um eine Aussage der taz handelt, sondern des Unternehmens, das die Anzeige in Auftrag gegeben hat.”

    Genau! Dann solltet Ihr das auch einem unpolitischen Eishockeyverein (Euer Artikel auf der Frontpage) zugestehen. So ist das nun mal im Leben. Man sollte nicht glauben, die Moral für Sich gepachtet zu haben. Denn wenn man mit dem erhobenen Zeigefinger auf jemanden zeigt, zeigen vier Finger auf einen selbst zurück.

    Denkt mal darüber nach.

    Gruß Marco

  207. Pingback: Bild druckt Holofernes’ Brief als Werbeanzeige in der TAZ @ Weeplay.de

  208. Judith Holofernes zitiert McLuhan: “Das Medium ist die Botschaft”, aber die taz-Redaktion weiß offenbar nicht, was der Satz bedeutet, wenn sie für lumpige 12.555 Euro genau das macht, was Holofernes vermeiden wollte. Freilich hat sie mit der Veröffentlichung Ihres ablehnenden Briefes auch die Steilvorlage gegeben, versteht also das McLuhan-Zitat auch nicht so richtig. Man darf sich mit Bild einfach nicht einlassen, diese Leute nutzen jede Chance. In deren Richtung wollte ich mich nicht mal übergeben. Oder mit Max Goldt: “Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.” Nie zuvor hat diese Bild-Werbekampagne von Jung von Matt soviel mediale Breitenwirkung gehabt wie hier, und weder die taz-Redaktion noch Holofernes kann irgend etwas sagen, was nicht genau “irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!” entspricht.

  209. Sehr vernünftig, dass Redaktion und Anzeigenabteilung getrennt voneinander funktionieren, IMMER. Zensur (auch von Werbung) schadet einer funktionierenden Gesellschaft.

    Diese Geschichte hat so viele Ebenen, da kann sogar Inception nicht mithalten. Wer wirbt für was und wen und kann es sein, dass das aktuelle Album der Helden nicht so großartig läuft? Fragen über Fragen…

  210. Sehen wir es doch mal so. Werbung braucht auch eine Zeitung wie die TAZ und sehr wählerisch sollte man dabei nicht sein. Taktisch sehr günstig finde ich allerdings die Platzierung des Holofernes Interviews… So kriegt man den ganzen Zusammenhang mit und damit wird die Werbung noch ein Stück lächerlicher ;)

  211. Ein bitteres Haha!

    Da rennt der fette Pitbull über die Straße, um im fremden Revier seine Marke zu setzen – ja, ja, da kommt sie her, die Idee der Marke – und jetzt sitzt der Biohund da und versucht den Gestank hinwegzuphantasieren.

    Ausgerechnet um den Mief der eigenen Beschränktheit zu transzendieren wird vorgeschlagen Pluralismus an sich ranzulassen, in dem man die Texte der Bild studiert?

    Kritikern wird flugs vorgehalten, sie seien fundamentalistisch. Das ist der Begriff mit dem man Konsequenz und Glaubwürdigkeit denunziert – man bringt die Leute in eine atmosphärische Nähe mit Terroristen und religiösen Eiferern.

    Wen das noch nicht überzeugt, dem hält man den Judaslohn von ca. 13 000 Ocken unter die Nase – non olet! Für Geld würde man auch dem Gutti eine neue Doktorarbeit schreiben, zwinker, zwinker – wir sind ja so ironisch!

    Gerade deshalb wird die Taz gekauft – man läßt diese die pragmatischen Kompromisse schließen, und ob man sie nun verteufelt oder ob ihres Um-die-Ecke-Denkens lobt, sie ist die Stellvertreterin, die die neue Haltung keine zu haben schon mal durchexerziert.

    Es glaubt doch kein Mensch mehr, dass die taz was anderes ist oder sein will als eine Biobild – nur der Namenswechsel steht noch aus. Nur hartgesottene Gutmenschen verkaufen die rd. 13 000 Euro noch als ‘für einen guten Zweck’ – als da wäre: die Taz, die sich umstandslos daran beteiligt Frau Holofernes das Fell abzuziehen – haha, es ist für einen guten Zweck! Wir kaufen ein Biohuhn vom Geld, und entlassen es im Görlitzer Park in die freie Natur.

    Oder ist es schon ein abgekartetes Spiel, bei dem Bild, Taz und Helden unter einer Decke stecken, und der Erscheinungstermin des Tonträgers von Beginn an mit im Kalkül war? Sind alles durchtriebene Händlerhalunken, durchkapitalisiert bis in die Haarwurzeln; nur ich Blödian blicks noch nicht, und halte wirklich noch letzte Figuren für seriös und anständig?

    Bin ich der dumme Gutmensch?

  212. Noch ein Nachtrag für all diejenigen hier, die den Helden
    vorwerfen, den Brief nur geschrieben zu haben, um in eigener
    Sache Werbung zu betreiben. Selbst wenn es so sein sollte,
    gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen beiden
    Kampagnen: Das Produkt “Wir sind Helden” richtet wohl selbst
    bei übermäßigem Genuss keine bleibenden Schäden an Kopf und
    Gliedern an, bei der täglich von der Bild-”Zeitung”
    fabrizierten Gehirnwäsche dagegen würde zumindest ich dafür
    keinerlei Garantie übernehmen…

  213. 12.555 Verreckt dran. Widerlich.

  214. Von der TAZ hätte ich eher erwartet zum Anzünden des Springerhauses aufzurufen, als sich von denen für diese schmutzige Schmierenkampange kaufen zu lassen… Also mein TAZ Abo werde ich nicht verlängern!

  215. Hinweis für WsH: Ihr habt Euch leider als willfährige Gratis-Handlanger für JvM rekrutieren lassen und nicht mal die Spende für den guten Zweck eingefordert (obwohl ich hoffe, dass BILD/JvM wenigstens so fair sein werden, das Geld dennoch zu spenden).
    Jedenfalls haben die vermutlich mehr Aufmerksamkeit erregen können als mit den bisherigen Sujets. Und das ohne einen Cent Schaltkosten (wenigstens lassen JvM aber doch ein paar Zeitungen mitverdienen, wie die Schaltung mit Eurem Brief in der taz vermuten lässt)! Darüberhinaus ist der Impact der Berichterstattung über Euren offenen Brief in der Bild-Zielgruppe vermutlich sogar weit grösser als die bisherige Kamagne, die alle Promis brav mitgemacht haben. Böse Geister könnten sogar unterstellen, dass die Kampagne von Anfang an auf den Protest der Angeschriebenen abzielte und sozusagen bislang danebenging. Ihr habt eigentlich genau so reagiert, wie man es sich als Spin Doktor wünscht. 

  216. @sonnenschein:

    wieviel Spendengelder, wieviele Neuabonnementen benötigt Ihr, um Euren Lesern zu versprechen, nie wieder Anzeigen der BILD zu schalten? Ich wäre wohl die Erste, aber sicher nicht die Einzige, die Euch dahingehend unter die Arme greifen würde.

    Genau: Laßt uns doch für eine Anzeige in der TAZ sammeln. Einziger Text (schwarz auf weißem Grund; zum Preis einer vierfarbigen Anzeige):

    Solange es nur ums Geld geht …

  217. Hallo,

    na da hoffe ich das die TAZ nicht vergisst oben auf der Seite das Wort “Anzeige” zu drucken.

    Aber BILD ist ja für seine Leser bekannt, wobei ich glaube das die Leser den Brief nicht verstehen, woran das wohl liegt???

    Gruß die Redaktion

  218. Dank Taz konnte die Bild-”Zeitung” im Spiel gegen die
    Helden soeben den Ausgleich erzielen…

    Anstatt die Chance zu nutzen, und mit intelligentem
    Journalismus diese doch so offensichtliche Provokation
    zu kontern und damit langfristig vielleicht auch mal
    wieder mehr Leser zu gewinnen, frisst die Taz-Redaktion
    lieber brav den ihr zugeworfenen Köder im Wert von
    12555 Euronen… Möge er Euch recht lange im Halse
    steckenbleiben und immer wieder daran erinnern, wie
    wenig es die Mächtigen und ihre Obermanipulateure wieder
    einmal gekostet hat, Kritik an den bestehenden
    Verhältnissen bereits im Keim zu ersticken!

  219. Ist doch klasse, dass die Bild dafür bezahlt, dass ich den Brief im bequemen Großformat in der TAZ lesen kann. Habe ich kein Problem damit, der mündige TAZ-Leser sollte damit umgehen können. Ehrlich gesagt hielt ich es aber zunächst auch für eine gelungene Satire.
    Hut ab vor Frau Holofernes, nur so kann man damit umgehen, es gibt keine Entschuldigung dafür, sein Gesicht für dieses unsägliche Blatt in die Kamera zu halten!

  220. Liebe taz,

    wieviel Spendengelder, wieviele Neuabonnementen benötigt Ihr, um Euren Lesern zu versprechen, nie wieder Anzeigen der BILD zu schalten? Ich wäre wohl die Erste, aber sicher nicht die Einzige, die Euch dahingehend unter die Arme greifen würde.

    Solange es nur ums Geld geht …

  221. »Wir würden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken, aber leider wollen die nicht häufiger bei uns Anzeigen schalten. Unabhängiger Journalismus muss schließlich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir davon machen.«

    Daß Ihr schwer einen an der Waffel habt, sollte Euch spätestens mit dieser Anzeigenschaltung klar sein. Mir scheint, die finanzielle Arschkriecherei wird dadurch gerechtfertigt, daß Ihr ab und an mal kritische Berichte über genannte Unternehmen bringt.

    Och, wie niedlich.

    Mal daran gedacht, das in einen größeren Zusammenhang zu setzen? Glaubt Ihr wirklich, daß Ihr auch dann mehr Einnahmen für unabhängige Berichte habt, wenn Eure kritischen (ja, durchaus!) Artikel die Rendite der o.g. Unternehmen schmälern? Die schalten nur so lange bei Euch Anzeigen, wie deren Saldo (Einnahmen durch ihre Werbung abzüglich der negativen Berichterstattung Eurerseits) positiv bleibt.

    Naivität, Dein Name ist TAZ. Uaaah.

  222. Ungeachtet, ob die Bild sich nun in Sachen PR damit einen Gefallen tut (vermutlich spielt es bei der Auflage und der Zielgruppe der taz einfach überhaupt gar keine Rolle), stellt sich mir eine ganz andere Frage:

    Habt ihr es wirklich so nötig, dass ihr für “ein paar Monatsgehälter” den letzten Rest Würde verscherbelt? Die Verantwortlichen bei der Bild lachen sich doch schlapp über die Aktion. Und das zu Recht.

    Wenn ihr BP, Vattenfall und Co. bezahlen lasst, dann ist das Werbung. Kann man verschiedener Meinung sein, aber es bleibt Werbung. Wenn euch die Bild bezahlt, dann dient das zu 90% eurer Demütigung. Und ihr lasst euch vorführen wie ein Köter, der hinter der Wurst her ist.

    Und das für 12.000 Euro. Wie billig.

    Daniel

  223. Ich finde den Brief von Judith Holofernes eine wahre Wohltat, verglichen mit den geballten Lügen, die derzeit (z. b. vom Lügenbaron und seiner Anhängerschaft) auf mich herab prasseln.

    Entsetzt bin, wenn ich sehe, wer sich alles schon vom Springer Konzern hat einspannen lassen. Lafontaine, Schwarzer und Sogar A.Kluge schreibt jetzt für die WELT.
    Dass die erklärte Konzern-Absicht, sich mit seiner Vergangenheit – immerhin schreibt Döpfer nicht ‘ehrlich’, sondern nur ‘ergebnisoffen’ – auseinandersetzen will, auch wieder gelogen ist, sah man gegen den Kampf gegen die Rudi-Dutschke-Str.. Man kann sich immer noch nicht zu der Erkenntnis durchringen, dass Rudi Dutschke Opfer des eigenen Menschjagd-Journalismus war. Für mich und alle anderen, die das damals bewusst erlebt hatten, war das eine Plattitüde. Der Literaturpreistäger Böll hat diesen Journalismus von Bild in ‘Die verlorene Ehre der Katharina Blum’ dargestellt. Seine Vormerkung: Ähnlichkeiten mit BILD sind nicht beabsichtigt, sondern zwansläufig.

    Mit allen Image-Kampagnen will der Konzern nur durch Versprühen von Duftnoten den Leichengeruch aus seinen Katakomben verdecken.
    Es kann für den Springer Konzern, wenn er es ehrlich meint, nicht um eine ‘Imageänderung’ gehen, sondern nur um einen Journalismus, für den Art 1 GG die Benchmark ist – und zwar täglich und in allen Blättern. Warum befriedet Frau Friede Springer die Vergangenheit nicht mit einer angemessenen Schadensersatz- und Schmerzensgeldzahlung von 5 Millionen Euro an die Familie Dutschke? Ob das billiger oder teurer ist, als die Kampagne von jvm, weiß ich nicht, aber es wäre ein echter Hoffnungsstrahl für einen Journalismus in Deutschland, der das Grundgesetz achtet.

  224. relativ bewusst gemachte PR von beiden Seiten.
    So jetzt kaufen wir uns alle ne Zeitung und ne CD und alle sind froh.

  225. Pingback: Medieninkompetenz 2.0 | MoJomag

  226. katharina koven says:
    Was würdet Ihr eigentlich sagen, wenn die Taz in der Bild eine (von mir aus auch etwas kleinere) Anzeige schaltet ?

    Ich hatte gerade eine ähnliche Idee: Was würde es eigentlich kosten, die BILD-Anzeige in der taz zumindest als 1/4-Eck auch in der BILD selbst zu schalten? Damit der Brief von Judith Holofernes auch noch einem größeren Publikum bekannt wird, einem Publikum, das es u.U. auch noch nötiger hätte, ihn zu lesen? Ich würde selbstverständlich vorher auch J.H. ausdrücklich um Genehmigung bitten. Die BILD-Zeitung kann sich schließlich kaum darauf zurückziehen, dass diese Anzeige Urheberrechte verletze, um die Veröffentlichung abzulehnen.

  227. Und hier ist der Beweis das die TAZ nix anderes ist als die BILD, nur eben in rot für die selbsternannten moralisch besseren und klügeren Menschen.
    Da wird eben ‘ne ganzseitige Anzeige der BILD gedruckt weils Kohle bringt. Für ‘n paar € springt auch ne TAZ schon gern mal über den eigenen Schatten der selbsterfundenen Moralvorstellungen.
    Ich weiß warum ich schon vor Jahren mein TAZ Abo gekündigt hab.
    Und wieso gibt die Holo ein ganzseitiges Interview zu dem Thema wenn sie doch behauptet den angeblichen Fehdehandschuh nicht aufnehmen zu wollen?
    Nich doch ‘n bisl billige Promo und etwas zweifelhafte Moralpredigten?

  228. Die Argumentation der taz für die Annahme der BILD-Anzeige ist so wunderbar offen und ehrlich sowie so erfrischend naiv, dass ich sie ehrlich bewundere. Was mich eher fies grinsen lässt, ist die Tatsache, dass BILD gegen die Helden ein Rückspiel angesetzt und auch noch gewonnen hat – und die haben es nicht einmal bemerkt. Schade, denn der Erstschlag war gut. Allerdings wäre BILD nicht BILD, wären sie nicht schlau genug, ein Echo zu produzieren…

  229. .. Ohje. das Werbung & Werbebranche Handlanger des Teufels (geplante Obsoleszenz) sind, und das diese schädliche Melange wohl nicht mehr zeitgemäss ist .. hat die taz nun auch verpennt. Wie sich auch mehr und mehr schlecht recherchierte taz Beiträge häufen. Ob das was mit Gehalt zu tun hat? Na gut.. Wieviele Menschen tun gutes ohne Gehalt ? Wer bekommt eigentlich noch Gehalt? Bestimmt nicht die gewünschte Klientel, oder ??? .. sind es doch nur noch Lehrer ? Ich halte zu allen hier die sich mit Recht aufregen darüber..
    Ich wünsche mir ein neue Taz mit Zeitgeist. .. sonst besser ‘A b s c h a l t e n’ !

  230. Pingback: Liebe taz, - HATE MAGAZIN

  231. Pingback: BILD-Anfrage an Wir-sind-Helden und deren Antwort - Seite 10 - KSG-Forum

  232. Bitte nehmt an unserer Umfrage zum Thema teil:
    Bild vs. Holofernes

  233. Wieso? WEil Bob Dylan und Neil Young so oft über die Bild-Zeitung geschimpft haben, oder was?

  234. Wir sind Helden ist eine total überbewertete Musikgruppe.

    Die sollten sich mal auf´s Musikmachen konzentrieren und sich selbst nicht so wichtig nehmen.

    man bekommt ja bald die Erkenntnis, dass diese deutschen langweiligen Schrammelgruppen tatsächlich glauben sie hätten den Stellenwert eines Bob Dylan oder Neil Young.

  235. Trittbrettfahrer!

    lasst euch mal was neues einfallen

  236. Ich fürchte, wenn die TAZ Werbung für die direkte Konkurrenz schaltet, obwohl das voraussehbar Umsatzeinbußen bei den direkten Einnahmen über Zeitungsverkäufe bei der Leserschaft nach sich zieht, dann ist die Frage, ob die Unabhängigkeit der TAZ tangiert ist oder nicht, damit auch schon implizit beantwortet.

  237. Ist hier eigentlich irgendwann mit einer Stellungname von Ines Pohl zu rechnen, oder verhandelt die gerade noch mit Lockheed Martin über die große redaktionell begleitete Beilage nächste Woche?

  238. Danke, Sebastian, für die unmissverständliche Begründung, warum ihr die Anzeige gedruckt habt. Die Erschütterung wird davon nicht geringer, im Gegenteil. Ihr distanziert Euch damit eindeutig von J.H.s Anliegen. Klares Eigentor und nicht hinnehmbar. Hätt ich nicht von Euch gedacht!

  239. Ganz unabhängig davon, dass mir tatsächlich etwas schwindlig wurde, als ich erkannt habe, dass die Bildanzeige tatsächlich echt und bezahlt und gewollt ist (und ich jetzt ,dank der Taz, dazu verleitet wurde, eine solche zu lesen), ändert es allerdings nichts daran, dass der Inhalt richtig ist. Ich ziehe den Hut vor Frau Holofernes und ihrer Art zu argumentieren.
    Leider wird aber auch die Wahrheit nichts an der Macht der Bildzeitung ändern und kann sogar, ganz untypisch für die Bild, als Werbung für diese NICHT- Zeitung verwendet werden.
    In Zukunft wird diese Werbungsseite herangezogen werden für die Argumentation, dass nicht alles in der Bild gelogen ist.
    Trotzdem nochmal-Hut ab, Frau Holofernes

  240. Unfassbar, wie sich die taz zur Erfüllungsgehilfin der BILD macht. Es war quasi die einzige Möglichkeit für BILD, noch Kapital aus der Sache zu schlagen, und ihr ermöglicht das.

    Die BILD ist von Kopf bis Fuß, Mann und Maus, von A bis Z böse – genauso eindimensional sehe ich das. Schaltet ihr auch Anzeigen der NPD, wenn sie ordentlich zahlen? (sehe gerade, auf die Idee mit der NPD-Anzeige kam vor mir schon jemand anderes)

  241. Man darf es sich nicht so einfach machen,das es so einfach ist, das die taz Leser so schlaue Menschen sind, die das überlesen, sondern was denjt der geneigte BILD Leser ?

    “Guckt euch diese Heuchler an, sind alles Gutmenschen und messen mit zweierlei Maß….”

    Für die taz sind 12TEUR anscheinend, das benzin damit der Motor läuft – die hartz 4 Zeitung die jeden tag jeden Cent umdreht, damit der strom der druckerpressen bezahlt wird.

    K. Diekmann nimmt 12TEUR um sich morgens den A**** abzuwischen oder seine Zigarre anzuzünden, danach lacht er sich kaputt und überlegt sich die Headline des Tages ….

    “Frau jahrelang, wie ein Tier im Keller gefangen, das Monster von ….”

    Frau Holofernes, kann sich die Betroffenheit auch sparen, man müßte ihr auch gratulieren, sie erscheint als strahlender Ritterin, als der david gegen goliath, quasi eine win / win Situation für alle – Übrigens das neue album kommt raus .. ! Unsere Homepage bricht zusammen …

  242. “Woodstock ist vorbei und wir leben nicht in der lilalauneregenbogenwelt, die vielleicht schön, aber nicht realistisch ist! Also kommt mal wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurück! That’s Life – That’s Business… und die bezahlt letzten Endes eure Brötchen!”

    Und wer sagt, dass diese Realität hinzunehmen ist?

    Ihr seid echt arm.

  243. “Wir müssen einsehen, das die Zeit kindisch-eindimensionaler Betrachtung von ‘Gut’ und ‘Böse’ schlicht vorbei ist.”

    So ein Quatsch.

    Niemand muss das einsehen, im Gegenteil: Die Zeit, in der neoliberale Heinis, Politiker und Medienmacher versucht haben, diese Maxime durchzusetzen, gehört beendet. Denn diese Zeit hat erst für Widerlichkeiten wie diese rückgratslose taz-Politik gesorgt.

    Es ist Zeit wieder auf die Grenze zwischen GUT und BÖSE hinzuweisen.

  244. Pingback: Wir sind Helden basht „BILD”-„Zeitung” « Kissaki Blog

  245. katharina koven schreibt da zb nen sehr klugen kommentar, den ich so unterschreiben kann.

    liebe fundis; ihr seid doch keine faschisten, ODER?

  246. Frau Holofernes, Populismus, bzw. populistische Statements wie ihres sind auch Garant für eine wirkungsvolle Eigenwerbung…

    Liebe Leute, natürlich kriegt die taz für die Anzeige Geld, und natürlich hat die Auswahl der Werbung nichts mit Idealen (bzw. nur in den krassen Fällen) zutun.
    Wenn das also bewusst ist, warum wird da so ein Skandal draus gemacht??? Wenn euch das NICHT bewusst ist, fehlt jegliche Berechtigung, in die arrogant-intolerant-populistische Fanfare von Frau Holofernes mit einzustimmen. Eine Unterlassungsklage oder Forderung nach Gegendarstellung wird von Ihrer Seite ausgespart… ist ja immerhin ne gute PR… auf populismus und Moralgewäsch springen halt die meisten Leute an. Und Warum? Weil der Gros der Bevölkerung zu blöd oder zu faul oder zu ignorant ist, mal hinter die Kulissen zu schauen

    Woodstock ist vorbei und wir leben nicht in der lilalauneregenbogenwelt, die vielleicht schön, aber nicht realistisch ist! Also kommt mal wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurück! That’s Life – That’s Business… und die bezahlt letzten Endes eure Brötchen!

  247. Die BILD-Anzeige in der taz ist schon eine ziemliche Dreistigkeit. Tut mir Leid, aber ich schaffe es nicht mehr, mich am frühen Morgen so tief zu bücken, dass ich das Niveau der taz noch erreiche. Idiotische Artikel wie die über das Dschungelcamp, Anzeigen von BP und BILD, der tägliche Zwang zu witzigen Artikel-Überschriften … Hätte ich mein Abo nicht schon gekündigt, spätestens Heute würde ich es tun. Schade, schade … für eine doch an sich so wichtige Zeitung.

  248. liebe fundis,

    ich schnall euch nicht; die BLÖD schiesst nur eigentore & ihr rastet aus wegen der anzeige in der TAZ?
    habt ihr auch nur im ansatz die argumente der anderen poster verstanden bzw GELESEN?
    seid ihr tatsächlich so BLÖD wie die BLÖD?

    ohmann.

  249. Was würdet Ihr eigentlich sagen, wenn die Taz in der Bild eine (von mir aus auch etwas kleinere) Anzeige schaltet ?
    Gibt es dann diese Diskussion hier – noch einmal ?
    Und kündigen dann auch so viele aufrechte und überzeugte Bildleser ihr Abo ? Und noch mehr Tazleser ?

    Wir müssen einsehen, das die Zeit kindisch-eindimensionaler Betrachtung von ‘Gut’ und ‘Böse’ schlicht vorbei ist. Es gibt mindestens ebensoviele Facetten der Wahrheit wie es Betrachter gibt. Und es gibt keine ‘objektive’ Betrachtung.
    Danach zu suchen ist wie das traurige Verlangen eines Waisenkindes nach der wahren Hand von Papa und Mama: Verständlich – aber nur ein notwendiger Schritt; als Antrieb auf dem Weg zur Selbsterkenntnis.
    Sonst -und diese Freiheit haben wir; jeder von uns!- bleibt immer nur die Suche nach den Schuldigen im Außen.

    Die meisten Kommentatoren hier stecken leider noch auf dieser Ebene fest.
    Aber da kommt die Taz traditionell ja auch her, hihi. Nix für ungut – lieber Taz als sonstwas. Aber wenn wir uns nicht über die eigene Kleinheit erheben, hauen wir uns noch in tausend Jahren die Köpfe ein. Egal ob mit Knüppel oder Smartphone.
    Und nochwas : Auf echte Selbsterkenntnis folgt echte Demut. Jedenfalls zeitweise. Nutzt das. Werft den ersten Stein – und ich sage Euch, wer Ihr seid.

    Wer jetzt noch immer versteht, was das mit dem TazBildHelden-Thema zu tun hat, hat mindenstens ein Taz-Abo gewonnen. Spirituell gesehen, natürlich ;)

  250. Ja, ich mag die Absage der “Helden” auch irgendwie ein wenig. Dennoch sind die “Helden” mit Ihrer Art sich an anderer Stelle nämlich doch wieder “same same but different” zu “prostituieren” auch nicht ganz unumstritten. Im Gegenteil. ein klein bisschen wirkt es wie Wasser predigen und Wein trinken. Siehe, was der Nice bastard dazu schreibt:
    http://nice-bastard.blogspot.com/2007/05/wir-sind-helden-heuchler.html

  251. Der Erklärungstext der taz ist nicht ganz einleuchtend.
    Aus kurzfristiger Sicht sind 12.000€ für die Anzeige zunächst einmal ein netter Gewinn. Sollte im taz-Team denn nicht auch ein gut ausgebildeter Betriebswirt sitzen, der die Gegenrechung aufstellt?
    Ich persönlich glaube der “ironische BILD-Leser” wird seine dümmlichen Käufe nicht lassen auf Grund diese einen Wir-sind-Helden Tat, außer mehrere andere Prominente nehmen den Ball auf. Was ich jedoch eher glaube ist, dass der “ironische-BILD-Leser” im Kiosk vor seiner täglichen/ wöchentlichen Zeitung stehen wird und an der taz vorbeikauft, auf Grund dieses Geschäfts mit dem Teufel. Sehr paradox aber sehr gut vorstellbar. Ich persönlich lese nämlich ein bis zweimal im Jahr einen nicht selbstgekauften BILD-Artikel, man kann mich also als taz-Zielgruppe bezeichnen; und ich bin über die taz entsetzt. Dies macht Eindruck beim nächsten Kiosk-Besuch…

  252. Pingback: Wir sind Helden sind Helden « Journalisten-Kolleg19's Blog

  253. Dieses einfache Abhängigkeitssystem findet überall auf der Welt anwendung. Man könnte es auch mit dem Hund vergleichen, dem die reste vom sonntagsbraten hingeworfen werden. Es ist zwar der Dreck der übrigbleibt, aber der Hund freut sich, weil es seinen Hunger stillt. Um selber jagen zu gehen ist er viel zu träge geworden und blafft nur noch leise wenn er das essen hingeworfen bekommt.

    Denn welcher Hund beisst die Hand, die ihn füttert ?

  254. @Entsetzt: Eine Gleichsetzung liegt mir fern, und ich verwahre mich gegen eine solche Unterstellung.

  255. @Peter:

    Wenn die Blogger den Brief komplett abgedruckt haben, ohne um Erlaubnis zu fragen, schon. Bildblog schrieb nicht umsonst “Die Antwort der Band, die wir hier mit freundlicher Genehmigung derselben wiedergeben, fiel eindeutig aus:”

    Man könnte vielleicht noch dahingehend argumentieren, dass der offene Brief im Sinne der Autorin möglichst weit verbreitet werden sollte und sie die Genehmigung stillschweigend bereits mit der Veröffentlichung gegeben hat. Dieses Argument greift aber nicht mehr, wenn die Bild, entgegen des eindeutigen Wunsches der Autorin, den Brief zu einer Werbung verarbeitet. Und da macht sich die Bild und die TAZ m.E. einer unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke gem. § 106 UrhG schuldig. Und da würde ich das öffentliche Interesse sogar bejahen, so dass es auf einen Strafantrag von Frau Holofernes gar nicht ankäme. Aber hier gilt wohl wie so oft: Zwei Juristen, drei Meinungen.

    Ich finde es jedenfalls seltsam, dass man bei der TAZ diesen Aspekt offensichtlich nicht mal in Erwägung gezogen hat.

  256. dass die ganze Chose zeitlich auf die VÖ der neuen Single von Wir Sind Helden passt, ist aber schon allen aufgefallen? Soviel zur Win-Win-Win-Situation…ein Studium der “Werbung” abzubrechen macht also nicht davon frei, firm im Umgang damit zu sein.

  257. Heute ist so ein Tag da wünscht man sich ein taz Abo damit man was zu kündigen hat.

  258. @Jochen Meister: wenn Sie diesem Nazi-Zitat allen Ernstes die Juden, die damals millionenfach gegängelt, verfolgt und vernichtet wurden, mit dem heutigen Propagandablatt BILD gleichsetzen wollen, dass vertauschen Sie in einer so perfiden Art und Weise Opfer mit Tätern, dass ich mich übergeben möchte. So viel kann ich aber leider nicht essen…

  259. Pingback: test | brand:marke hamburg GmbH

  260. liebe taz,
    nachdem sich frau holofernes erklärt hat, der brief durchs web, die taz und jetzt per anzeige durch die öffentlichkeit gegangen ist kann sich doch jede/r seinen teil zur BILD-kampagne denken. super, die vorstellung, an der nächsten bushaltestelle fragt sich der BILD-leser, was wohl die agenda der BILD sein mag? das ist doch aufklärungsarbeit!
    und zur taz: wenn vattenfall greenwashing auf euren seiten betreibt, hab ich auch spontanen kotzreiz. aber hier: greift ab, was geht, da hatte das alles auch noch für die taz nen guten zweck! wär doch schön, wenn sich jetzt der mediale spieß noch gegen springer drehte!

  261. Lest keine Bild! Kauft nicht beim Juden!

  262. “Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vögel wär’, so irrt sich der!” Wilhelm Busch

    zwei geklonte brüder im geiste kämpfen um die macht des einen (der andere hat sie von fr. springer sowieso)

    > http://commonman.de/wp/?page_id=2582
    > http://commonman.de/wp/?page_id=1428

    die ähnlichkeit ist unverkennbar

    was übrigbleibt ist scham aus der humor erwächst

    > http://commonman.de/wp/?page_id=2538
    > http://commonman.de/wp/?page_id=2372

  263. Was ich mich frage:
    Versucht die “Bild”-Zeitung mit der schwachsinnigen Anzeige cool zu wirken (à la ‘seht her, so offen und ehrlich sind wir. Wir bezahlen sogar dafür, Negativkritik zu publizieren’)?

    Oder ist das ganze nur eine Panne, bei der Judiths Antwort als vermeintlich kooperierender Werbepartner seinen Weg zur Druckerei versehentlich unredigiert fand?

  264. Mit diesem Argument

    “Laut unserer Anzeigenpreisliste kostet eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige unter der Woche 12.555 Euro. Das sind schon ein paar Monatsgehälter für einen taz-Mitarbeiter. Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP.” (Zitat Sebastian Heiser)

    hätte auch Judith Holofernes das Angebot der BILD-Werbeagentur annehmen können. Sie hätte es ja z.B. der Panter-Stiftung spenden können. Offensichtlich (und glücklicherweise) gibt es aber noch Menschen, die nicht jedes Geld annehmen und sich nicht vor jeden x-beliebigen Karren spannen lassen.

    Zitat aus dem Interview:
    Du unterstellst den Teilnehmenden recht klar Dämlichkeit, du schreibst: “Selten hat eine Kampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt.”

    Ich unterstelle denen, die mitmachen, dass sie sich als dümmer verkaufen, als sie sind. Diese ganze Kampagne wirkt auf mich wie ein großer Deal, den alle miteinander machen, damit sie in ihrer komischen Blase weiterleben können, indem sich jeder ein bisschen doofer verkauft, als er ist. (Zitat Ende)

    Das scheint mir zu 100% auch auf die taz zuzutreffen.

  265. Pingback: taz lässt die Bösen gewinnen | think. responsible design & ideas.

  266. Ob man eine Anzeige druckt, muß man für sich selbst im Vorfeld durch allgemeine, klare Regeln festmachen, nicht im Nachhinein am Einzelfall, sonst geht es unweigerlich schief. Die meisten werden für sich Block-Regeln haben, die recht allgemein gehalten sind (pornografisch, rechtsextrem, illegal) und ansonsten alles andere drucken. Geht auch gar nicht anders. “Gefällt mir nicht, bring ich nicht” kann ich mir auf meinem privaten Blog leisten, als Lebensunterhalt geht das nicht. Werbung prostituiert sich, und zwar ex definitionem, das ist nun wirklich keine Neuigkeit.

    Ob es klug war von BILD, diese Anzeige aufzusetzen, steht ziemlich außer Zweifel. (Meiner Einschätzung nach verstößt es übrigens klar gegen das Urheberrecht, aber das tat der Blogeintrag von Holofernes mit dem Jung-von-Matt-Brief auch, beide sind quitt.)

    Ob es klug war von Holofernes, diesen offenen Brief überhaupt zu schreiben, bleibt am Ende zweifelhaft. Der Brief ist schön, und er hat mir viel Spaß gemacht. Aber am Ende zeigt sich, was am Anfang zu befürchten war: Der alte Satz I don’t care what the newspapers say about me as long as they spell my name right bleibt wahr, und zwar a) für beide, aber b) stärker noch für BILD, sprich: BILD konnte gar nicht verlieren, und Holoferes hätte besser ganz geschwiegen.

  267. Irgendwie lustig, diese BILD-Anzeige in der taz?
    Irgendwie lustig und nett ist genau das Image der BILD, das Holofernes nicht fördern wollte.
    Jetzt hat BILD Holofernes doch noch verarscht – mit Hilfe der taz.
    “Die Leserschaft der taz ist weder dämlich noch naiv”??? – Thema verfehlt! Werbung wirkt unbewusst, kritische Leserhirne werden umgangen. Sollte dieses Wissen für irgendjemand neu sein? Für die BILD-Werber ist der überhöhte Glaube an den kritischen Medienkonsumenten die Brot-und-Butter-Grundlage ihrer Kampagne.
    Anzeigen von Energiekonzernen in der taz kann ich noch gerde ertragen. Die Spaßerei mit Diekmann und seiner BILD aber bitte beenden!

  268. hey, dann wäre es ja ein top-business-plan,
    die rechtsTAZ zu gründen und sich als
    plattform für alle rechten publishings
    zur verfügung zu stellen, um den rechten zu schaden.

    perfide logik (scheint mir).

  269. taz mich am Arsch!

    Ihr seid also vom Springerverlag gekauft worden, Glückwunsch!
    Bezeichnend, dass der Interviewer vom Springer Verlag kommt, oder?
    http://www.internet-law.de/2011/02/taz-druckt-holofernes-brief-als-bezahlte-werbeanzeige-der-bild.html

  270. @heiko: es geht nicht darum, 20.000 Ausgaben zusätzlich zu verkaufen, sondern darum, die “Marke bekannter zu machen”. Die dadurch möglichen höheren Preise für Werbeplatz bringen im Endeffekt mehr ein als 20.000 zusätzlich verkaufte Exemplare pro Tag.

  271. Pingback: Das private Blog von Claudia Sommer » Viel Lärm um Nichts – BILD bedankt sich bei Judith Holofernes

  272. LIEBE FUNDAMENTALISTEN,
    denkt doch mal für 2 Minuten darüber nach,
    bevor ihr alles radikal und kategorisch verteufelt
    und päpstlicher als der Papst seid.

    Beispiel A:
    Die Grünen oder eine Öko-Firma zahlen 10.000 Euro für eine Werbung in der taz. Das ist zwar gut, weil damit das Gehalt von kritischen Journalisten und der kritischen Stimme der taz gesichert wird. ABER im Gegenzug fehlen genaus diese 10.000 Euro z.B. einer ökölogischen Partei für deren Wahlkampf, für Projekte oder fehlen z.B. einer ökölogisch und sozial verantwortlichen Firma – und das ist wieder weniger gut. ERGEBNIS: + 1 – 1 = unterm Strich ergibt das aber für sauberes Wirtschaften und soziale Verantwortung nur +/- NULL

    Beispiel B:
    Ein Hetzblatt oder eine sozial unverantworltiche, unsaubere Firma zahlen 10.000 Euro für eine Werbung in der taz. Das ist zwar (auch wieder) gut, weil damit das Gehalt von kritischen Journalisten und der kritischen Stimme der taz gesichert wird. ABER noch besser: Das Geld fehlt jetzt dem Hetzblatt gleichzeitig für tatsächliche Schandtaten und fehlt für zukünftige Missetaten – und das ist doppelt gut. ERGEBNIS: + 1 + 1 = unterm Strich ergibt das für sauberes Wirtschaften und soziale Verantwortung sogar + ZWEI

    FAZIT:
    Es ist sogar besser, wenn “die bösen” Firmen für Werbung in der taz zahlen. Denn genau dieses Geld fließt auf der einen Seite in Gute Taten und fehlt auf der anderen Seite zur Verwendung von Schlechten Taten.

    Wenn “gute Firmen” für die Werbung in der taz zahlen, fließt das Geld in Gute Tagen, fehlt aber auf der anderen Seite auch für deren Gute Taten, hat also nur die halbe positive Wirkung!

    Und eins ist wohl auch klar:
    Die Leserschaft der taz ist weder dämlich noch naiv, sondern Medienkompetent und extrem kritisch. Also glaubt ihr ernsthaft, eine lächerliche Werbeanzeige z.B. der Atom-Industrie würde die taz-Leserschaft ganz plötzlich dazu bringen Atomkraftwerke total klasse zu finden??? Das glaubt ihr doch selber nicht! Also meiner Meinung nach sollte die taz sich sogar darum bemühen, MEHR bezahlte Werbung von total miesen Firmen und Dreckschleudern zu bekommen!

    Es gibt nichts besseres als dreckiges Geld von Drecksfirmen abzuziehen und für saubere und stattdessen für soziale oder sinnvolle Projekte zu verwenden.

  273. Ich mag diese 4 Buchstaben Zeitung definitiv nicht und weiss doch, dass sie nur deshalb lebt, weil Mitmenschen sie leider lesen (lesen?). Und allen intelligenten Begründungszusammenhängen seitens taz-Verantwortlicher zum Trotz ertappte ich meinen Widerwillen doch, als ich mit leicht angwiederter Geste den taz-Teil mit der Anzeige beiseite legte. Es geht immer ums Geld, – wofern nicht ausdrücklich um Arbeitsplätze – und 12000 sind davon eine Menge – ich weiss! Ich schätze die taz und darum wäre ich auch bereit, mehr zu zahlen. Könnte man nicht irgendwas in der Art eines Fonds auflegen, in den alle einzahlen könnten, denen Freie Presse wirklich etwas wert ist, so dann alle Farbe bekennen könnten, statt nur zu meckern, dass die Presse so gut zur Prostitution genötigt wird, wie jede andere in diesem unseren System.
    Diese Leute hinter diesen 4 Buchstaben können mit ihrem Geld wohl wirklich jeden zu scheissen.

  274. 12.555€, ja?
    Ich seh ja ein, daß ihr auch Geld verdienen wollt. Und ich bin mit Sicherheit auch nicht in allen Belangen ein Fundamentalist, aber ihr solltet Euch nochmal eure Argumentation durch den Kopf gehen lassen. Ihr macht Werbung für alle: Von Vattenfall bis Bild, weil ihr Knete dafür bekommt – und geht davon aus, daß der (im Gegensatz zu euch) kritische Leser sich davon schon nicht blenden läßt und genügend Abstand besitzt um sich davon zu distanzieren – ganz im Gegensatz zu Euch.

    Liebe taz-ler: Mit der Argumentation könnt ihr wirklich alles abdrucken. Vattenfall? BP? Heckler & Koch? Werbung für die NPD?
    Für euch kein Problem: Hauptsache die Kohle stimmt. Der Leser wird schon wissen…
    Wie gesagt: Ganz im Gegensatz zu euch hat manche/r Leser_in tatsächlich begriffen, daß man sich schmutzig macht und zu stinken beginnt, wenn man mit Scheiße spielt.
    Wäre schön, wenn ihr taz-ler das auch irgendwann begreifen würdet. Dann mag ich euch auch wieder gerne lesen. So mache ich jetzt erstmal ein halbes Jahr Pause.

  275. Es ist schon traurig, dass man sich gegen solch eine perfide Art von übermächtigem Druckerzeuignis erwehren muss, genauso traurig wie die Tatsache dass so viele Leute vor diesem Blatt ihren Kotau machen und sich vereinnahmen lassen.

  276. Aber dieser Kindergarten hier ist für die Bild verwertbar, weil Reaktionen kommen, die sich ausschlachten lassen, in welcher Art und Weise auch immer. Und jeder, der wg. dieser Anzeige sein Abo kündigt isst wohl auch nur biologisch angebautes Gemüse vom Hofbauern um die Ecke und…lässt sich beliebig erweitern…der Versuch, TAZ-Leser von sich zu überzeugen, kostet die BZ 12500 Euro und das war’s…mehr passiert nicht…

  277. Wenn jeder TAZ-Leser so intelligent ist, wie er von sich selbst behauptet, blättert bei der Anzeige einfach weiter und gut ist… Denn wen erreicht die Blöd-Zeitung denn mit dieser Anzeige? Nur TAZ-Leser und sonst niemanden. Und da davon ja so oderso niemand die Bild liest (oder?) ist das wie ein Schrei in der Einöde…laut aber ungehört verhallt…

  278. @Marc (23:14)

    “Schon korrekt, 12.555 Euro sind kein Pappenstiel. Ich hätte es dennoch begrüßt, wenn ihr von der taz eine bessere Aktion daraus gemacht hättet. Beispielsweise etwas wie: taz sammelt 12.555 Euro, um nicht auf das Geld einer Anzeige der Bild angewiesen zu sein. Bei der aktuellen Popularität des Artikels wäre eine solche Aktion sicher gut angekommen.”

    Das hätte der Aktion doch noch mehr Aufmerksamkeit gegeben! Was wäre damit erreicht? Alle TAZ Leser (wie sollte man die sonst erreichen außer durch abdrucken?) hätten den text bekommen und dank viraler Werbung noch ein Haufen Menschen mehr. Darüber hätte sich JvM erst Recht kaputt gelacht. (Das machen die jetzt eh schon. Ich hätte die Anzeige einfach abgedruckt. Die angep****en TAZ Leser kündigen eh andauernd ihr Abo. Zumindest wenn man die Kommentare hier so liest … Wie schon jemand schrieb: Die TAZ muss inzwischen negative Leserzahlen haben …)

  279. Pingback: Anonymous

  280. Klar war auch ich zunächst befremdet, als ich die heutige Anzeige der Bild-”Zeitung” in meiner taz sah. Ich habe nach dem versteckten Humor gesucht, bis mir klar wurde, dass die Anzeige echt ist. Nachdem mein erster Impuls der Empörung abgeklungen war, fragte ich mich, was die “Bild” damit eigentlich erreichen will. Wer über 12.000 Euro für eine Anzeige ausgibt, verspricht sich davon mindestens indirekten Ertrag. Der will also dadurch mindestens 20.000 “Zeitungen” am Kiosk mehr verkaufen. Es fehlt mir die Phantasie, wie das zu realisieren sein soll. Gibt es irgendwen unter Euch, der sich durch diese Anzeige motivieren lässt, die “Bild” einen Hauch sympathischer zu finden oder gar einen Kauf zu erwägen? Vielleicht war es nicht das Ziel der taz-Anzeigenredaktion, aber sie haben dazu beigetragen, dass “Bild” in seiner Selbstverliebtheit und Beschränktheit ein echtes Eigentor gelungen ist. 12 Kiloeuros, die die Existenz der taz sichern und wenigstens mein Bild der “Bild” festigen — wegen mir könnt Ihr sowas öfter machen :-).

  281. Pingback: sven scholz - sagichdoch? » Held sein.

  282. Wie sehr würde ich mich freuen, wenn mich die BILD mal fragte. “Millionen Idioten können nicht irren” liegt mir schon so lange auf der Zunge…

  283. Pingback: “Bild”, “taz” und Werbung mit Judith Holofernes | Off the record

  284. Das die Bild-Zeitung kein Medium ist, dass man durch Kauf unterstützen sollte, ist ja in halbwegs politisch interessierten Kreisen keine Neuigkeit. Das dies auch für die taz gilt, finde ich persönlich traurig. Man würde sich doch wünschen, dass linke Printmedien ihren redaktionellen Anspruch auch in der Führung ihrer Geschäfte vorleben. Die Bild-Zeitung zu kritisieren und gleichzeitig Geschäfte mit Ihnen zu machen, finde ich in einem Maße unglaubwürdig und enttäuschend, dass auch die redaktionellen Beiträge fragwürdig werden. Ob Pop-Band, Agentur oder Medium: es sollte doch Anspruch sein, die eigenen Ansprüche auch glaubwürdig zu leben und umzusetzen. Ansonsten sollte man sich aus der Politik rausziehen und mit seiner Meinung bedeckt halten. Da ist die Bild-Zeitung ja wenigstens authentisch: hier spielt einem keiner vor, was zu sein, was er nicht ist. Es geht um Popularität, Kommerz, Verkaufszahlen. Redaktionell wie firmenpolitisch. Als Leser kann ich mich dafür oder dagegen entscheiden. Wodrum geht es bei der taz? Um nicht umsetzbare Meinungsbildung? Das ist aber traurig. Und definitiv nicht kaufbar.

  285. taz-macher zur strukturelllen medialen korrumpierbarkeit:

    “Laut unserer Anzeigenpreisliste kostet eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige unter der Woche 12.555 Euro. Das sind schon ein paar Monatsgehälter für einen taz-Mitarbeiter. Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP. Wir würden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken, aber leider wollen die nicht häufiger bei uns Anzeigen schalten. Unabhängiger Journalismus muss schließlich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir davon machen.”

    deshalb (auch) läuft so vieles falsch.
    deshalb kann MACHT alles erreichen,
    selbst ohne SICHTBARE GEWALT!
    deshalb schadet die TAZ sich selbst,
    bezahlt von der BILD!!! scheisse!!!!!
    oder?

  286. Hätt ichs nicht längst schon gemacht, ich hätte heute mein Abo gekündigt

  287. Etah: Wenn es sich bei der Veröffentlichung des Briefes in der BILD-Anzeige um einen “strafrechtlich relevanten Urheberrechtsverstoß” handelt, haben sich dann nicht auch unzählige Blogger strafbar gemacht, die diesen Brief ebenfalls weiterverbreitet haben, ohne um Erlaubnis zu fragen?

  288. Gut – ich war vorgewarnt, aber ich wollte es mit eigenen Augen sehen. Heute morgen, war’s dann wieder soweit- Bildwerbung in der Taz. Nein, dieses mal akzeptiere ich das nicht.
    Nicht mit dem Brief der Frau Holofernes!
    Mir geht es schon lange auf den Zeiger. Gegen Frau Schwarzer den Scheisskübel ausschütten, weil sie in der Bild schreibt (übrigens nach guter alter linker Tradition, geh zum Volk und …..)und selbst die Bild Werbung in der Taz schalten lassen. Aber dann bitte das Maul halten, wenn Frau Schwarzer einen anderen Weg versucht mit dem Medium Bild umzugehen. Aber ne, Maul auf……. Wir sind so cool, wir sind so blöd…
    Dann die zum kotzen anregende, grüne Dame mit dem blöden Schlapphut (sorry den Namen, kann und will ich mir nicht merken) die meint, auch zum Thema Frauen müsste sie ihr unreflektiertes Zeitgeraffel abgeben.
    Spätestens morgen habt ihr meine Kündigung auf dem Tisch. Dreht halt Diekman ein zweites Abo an, mich seit ihr los.

  289. @ die taz, Volltreffer und alle anderen Aufgeklärten: Bravo … es gibt also tatsächlich noch intelligentes Leben in Deutschland! Frau H’s Bärendienst gegenüber der BILD ist tatsächlich unübertrefflich. Ihrer Band schreit schon länger kein Millionenpublikum mehr hinterher und anscheinend führt diese abnehmende Bekanntheit zu einer Notaktion des Managements. Anders kann ich mir diese völlig übertriebene Reaktion, die keinem außer ihrem Intimfeind nutzt, nicht erklären.

    Dass die taz nun auch noch die Anzeige druckt, halte ich für den absoluten Supergau und eher für ein Zeichen ausgeprägten Ruckgrats, als ein Zeichen der Schwäche. Nur so wird die Story komplett und der Verlag verdient nicht nur 12.500 Okken, sondern auch noch ein Medienecho sondersgleichen. So funktionieren Medien. Wem das nicht paßt, der sollte bitte aufhören sie zu konsumieren: Radio aus, Zeitung abbestellt, mit Scheuklappen durch die Stadt und … ach ja, Internet ausstöpseln. Im übrigen funktioniert so auch Wirtschaft allgemein und wenn ich es mir genau überlege, gehe ich auch nicht arbeiten, weil ich sonst nicht weiß, was ich mit meinem Tag anfangen soll.

    Liebe taz, heute habt Ihr jedenfalls mindestens einen Leser mehr! Ich kaufe mir heute zum ersten Mal Eure Zeitung. Gleichermaßen gebe ich zu, dass ich auch erst ein einziges Mal die BILD Zeitung gelesen habe … an einem Werktag im Sommer 1997. Und genau DA muss die Kritik ansetzen. Die BILD ist eine Macht, weil die breite deutsche Masse sie zu einer macht – genau wie RTL & Co.. Menschen sind gefräßige kleine Sensationstierchen, die sich gerne aufregen (siehe hier). Und so lange das so ist, haben Skandal-Blätter wie BILD einen Nährboden. Frau H. steht insofern leider dem gemeinen BILD Leser in nichts nach. Will man tatsächlich etwas Wirksames gegen dieses Blatt tun, kauft man es nicht, ignoriert es und spricht nicht drüber. Basta! Das ist allerdings nicht so öffentlichkeitswirksam …

    Diese ganze Geschichte erinnert mich ein wenig an Thilo S., der über Nacht Bestsellerautor und Millionär mit zwischen Buchdeckeln gepresster Gülle wurde. Ich habe mich lange gefragt, warum MIR sowas nicht eingefallen ist. Die Antwort kam prompt: weil sich über mich niemand so aufregt. Erst recht kein Medium … und selbiges regt sich auch nur auf, weil seine Nutzer es von ihm erwarten. Und so hat sich jeder, der zu diesem Thema auch nur den Mund öffnete, zum Vehikel für Thilos Thesen gemacht. Ob er nun wollte oder nicht. Daher lautet für mich das Motto des Jahres: Einfach mal die Klappe halten!

  290. Pingback: Der heldenhafte PR-Gag und der Social Media-Gau | Medientrainerblog

  291. Pingback: Holofernes vs. BILD bei TAZ . Kampagnen Blog . Great White Ark . Social Media, Online, Internet Marketing Agentur, München Deutschland

  292. So langsam müßte die taz ja negative Abozahlen haben, es kündigt ja bei jeder saukontroversen Sache immer gleich ein Rudel Leser sein Abo;)

    Ich kenne zwar Frau H. und ihre Klimpertruppe nicht, muß aber sagen “si tacuisses”. Sie hat sich da nämlich ein kleines Eigentor geschossen: jedes Periodika hat seine eigene Agenda. Unabhängig und überparteilich ist höchstens noch der Hustler.

    Nett zu lesen war übrigens die “gefälschte” Antwort von JvM.

    Ansonsten tue ich das, was ich immer tue: ich lehne mich entspannt zurück und sehe genüßlich zu, wie sich Fundis und Realos (warum erinnert mich das immer an “Das Leben des Brian”?) an die Kehle gehen.
    Und es wird lustig in der nächsten Zeit: BILD schaltet Anzeigen in der taz, gleichzeitig pinkelt die Abiturienten-BILD der BILD ans Bein (man schaue heute mal an den Zeitungskiosk), es gibt also einen netten kleinen Krieg im Blätterwald.

  293. Über die Bildkampagne braucht mensch wohl nicht mehr viele Worte zu verlieren. Die Antwort darauf fand mehr als angemessen, da hat mich Frau Holofernes wirklich positiv überrascht, da ich doch schon das ein oder andere Mal eher genervt von ihr war/bin. Was auch mich aber über alle Maßen wundert: WARUM VERÖFFENTLICHT DIE taz DIESE ANZEIGE??? Für mich nur wieder ein weiterer Grund, der die taz zunehmend unattraktiv macht. Schade nur, dass auch die Alternativen fehlen.

  294. Zugegeben: Wenn jetzt einige TAZ-Leser mit Schaum vorm Mund ihr Abo kündigen, dann fällt es mir schwer sie von Bild-Lesern zu unterscheiden. Einen etwas breiteren Blick habe ich ihnen schon zugetraut:

    Wir leben in einer Zeit wo man Geld verdient. Wir bezahlen damit nicht nur Brot und Miete..

    Die TAZ ist keine Heilsarmee.

    Wer diese zwei Sachen noch nicht realisiert hat, der tut mir leid.

    Wer sich nun mit der BILD-Anzeige einen Bärendienst erweist, wird sich vielleicht noch herausstellen. Oder auch nicht.

    Interessant wäre jetzt mal die Meinung von Judith zu lesen.

    Ich werde mir heute die TAZ kaufen, mache mich gleich los..:)

    Viele Grüße nach anderswo.

  295. Ich gebe Sebastian Heiser recht! Auch mich hat zwar die Anzeige zunächst verwirrt, aber sie tut niemandem weh und wenn dieses Blatt dafür bezahlt ist es in Ordnung. Außerdem ist es eine sinnvolle Ergänzung zum Interview. Die Anzeige ist m.E. der durchschaubare Versuch Macht zu zeigen, während die Auflage kontinuierlich sinkt.

  296. es könnte sogar sein, dass die werbeanzeige genau nach hinten losgeht. ich lese über die absolute dreistigkeit der bild und blicke im nächsten atemzug in das angesicht des bösen und besinne mich meiner ideale oder werde besinnt :P

    es ist garnicht so abwägig das die bild mit der anzeige holofernes eine falle stellen wollte. es kann sein, dass auf diese weise versucht wurde sie zu anamieren zu klagen.

    ich denke jedoch, sie ist sehr naiv wenn sie glaubt, das andere dann auch die bild konsequent meiden. an sich ist es ja ein ganz bestimmter kopf den dieses medium formt und bedient. diese köpfe bekommen noch mehr zum schmunzeln. imagetechnisch von der agentur ein ziemlich kluger schachzug. hätte sie nur länger werbung studiert, wäre ihr das evtl. klarer. es kann natürlihch sein das ich mich irre. obwohl ich mir ziemlich sicher bin, recht zu haben. :P

    an alle die wettern gegen die bild. wieso redet eigentlich nie jemand über die bz. genauso ein käseblatt, was man konsequent meiden sollte! (das musste ich jetzt noch los werden) adieu

  297. Pingback: Links anne Ruhr (27.02.2011) » Pottblog

  298. Nein, halt, das muss ich einfach noch loswerden:

    Alles klar, dann brauch ich die Zeitung ja ca. 12.555 Tage nicht mehr kaufen.

    Find ich einfach zu geil, dass von jemandem zu lesen, dessen Lebenslauf auf seiner Internetseite ich eigentlich nur aussagt: “Das letzte mal habe ich die taz gelesen… ja, da hab ich noch studiert…”. Aber seitdem man nun “Concept Developer” ist und “Strategie und Konzeption von Kampagnen” macht, greift man vermutlich lieber zur FAZ und tut so, als würde es reichen, wenn im Feuilleton noch ein halbwegs linkes Flair herrscht.

    :)
    Sorry, das musste einfach sein, ich kann schon nicht mehr vor lachen ;)

  299. Nehmt’s mir nicht übel – ich habe nicht mehr alle Kommentare gelesen und weiß deshalb nicht, was der aktuelle Stand von “Warum druckt ihr die Anzeige ab?” versus “Klar, nehmt doch die Kohle” ist.

    Für mich steht fest: Morgen ist es wieder an der Zeit die taz zu kaufen! Denn genau dafür liebe ich sie ;) Ich werde mich einfach köstlich dabei amüsieren die Bild-Anzeige zu betrachten und mich beim erneuten Durchlesen von Judith Holofernes Brief freuen und zustimmend nicken.

    Weiter so liebe taz! Weiter so Judith!

  300. unabhängiger Journalimus in der Taz ha ha ha ich sag nur Nato Kriege rechtfertigen ( jugoslawien) sobald die Grünen in der Regierung sind. links seit ihr schon lange nicht mehr

  301. Achso: Wenn ich raten darf, die BILD wird sich bestimmt auf den Teil mit den “Saudummen Rezipienten” stürzen, um Judith unbeliebter bei den sabbernden Volldeppen zu machen.

    Huch, ich meinte natürlich bbb.. bb.. behämmerte ! Äh nö das war’s nicht…

    Bbb.. Bild- LL… Leser. *sic*

    Ich denke sie zielen darauf ab, dass sich einige beleidigt fühlen werden… Oder vielleicht sollen ja einfach nur alle TAZ-Leser für einen Tag alle Bild-leser hämisch angucken dürfen^^

    Wer weiß was für eine psychologische Situation den verBildeten im Gegenzug dazu aufgedrückt wird.

    Immerhin haben sie mehr Informationen als die TAZ, da sie den Inhalt des Briefes schon kennen. Mal sehen wie das passende Puzzlestück zur TAZ-Anzeige in der Bild aussehen wird^^

    cheers,
    beam

  302. Genialer Brief !
    Danke Judith, hast echt ‘n paar balls in der Hose. :)

    Jetzt erstmal abwarten was in der Taz erscheint,
    und was die Schergen vom “Volksmanipulator” machen.

    Das wird schon werden, die haben sich mit ihrer
    offensichtlichen Manipulation (Gutti-Online-Umfrage)
    doch eh schon selbst verraten…

  303. Toller Prozeß hier. Geradezu ein Modellversuch fürs große Ganze. Gratuliere. In echt. Die ‘alten’ kündigen und die ‘neuen’ findens gut. See you on the other side,

    Stelle mir gerade TazmitarbeiterInnen, BildAgentInnen, JvMlerInnen und auch den Helden-Tourbus (und auch deren Plattenfirma – übrigens alles gierige Monster !) beim all-das-hier-Runterscrollen vor.
    Ja, 1978/9 war das alles noch einfacher : Man (‘Tschuldigung: Frau) wußte noch ganz genau, wer die Bösen waren und wer die Guten. Da sind wir heute doch ein entscheidendes Stückchen weiter, gelle, Fundis ;)

  304. Monatsgehälter hin, Monatsgehälter her. Mit dem Abdruck dieser Anzeige hat ausgerechnet die taz eine Bühne für das geboten, was Frau Holofernes kritisiert: “[...](auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.”
    Die taz ist so blöd und macht aus einem gelungenen Statement bzgl. der BILD eben diese gelungende Aktion.
    Das wird mehr Monatsgehälter kosten, als die anzeige eingebracht hat.
    Die eigene Glaubwürdigkeit mit fadenscheinigen Begründungen aufs Spiel zu setzen, scheint ja momentan im Trend zu liegen.

  305. macht doch gleich einen festen deal mit der BILD! für 30.000€ bekommen sie in jeder ausgabe 2 seiten, auf denen sie sich austoben können. immer passend zum aktuellen thema. dann schreibt ihr einfach nur das kleine wörtchen “anzeige” über die seiten und ihr seid fein raus und alles ist bezahlt. suuuper!!!

  306. Ich finde die Taz sollte auch ganzseitige Wahlwerbung der NPD abdrucken, wenn es dafür 13.000 € gibt. Das macht die NPD ärmer und sie können mit dem Geld nichts böses mehr anstellen.
    [/sarcasm]

    Mir scheint diese “TAZ” hat mit dem linken Blatt, das ich seinerzeit von der ersten Stunde an täglich gelesen habe nur noch den Namen gemein. Ich lese die ja nun aber seit einigen Jahren schon nicht mehr, mir scheint ich hab auch nichts verpasst bei Anzeigen von Boulevardzeitungen und umweltzerstörenden Großkonzernen.

    Von dem was Holofernes inhaltlich gesagt hat ist bei der TAZ jedenfalls nichts angekommen, im Gegenteil spielt sie das Werber-Spiel mit. Arm.

  307. die TAZ hat sich ganz klar instrumentalisieren lassen!!!

    das ist ja nicht irgendeine anzeige. da gehts nicht um die werbung für bp, vattenfall oder eine anzeige für “eine zeitschrift namens BILD”. hier wurde eine anzeige geschaltet, die ganz klar bezug zu redaktionellen inhalten hat. zu behaupten, das wäre genau so eine werbung, wie eine anzeige für bonbons ist scheinheilig bzw. “sich-dumm-stellend”! zumal das ja sogar im interview angeführt wurde, dass es eine klare konsequenz der BILD darauf war. die TAZ hat der BILD das podium für geld geboten. sie hat sich kaufen lassen, bei einer anzeige mit ganz klar redaktionellem bezug.

    es ist so traurig. ein teil des interviews könnte man so zusammenfassen: sie haben sich ja nicht von der bild kaufen lassen, erzählen sie mal … ah ok, wir ürigens schon, wir schalten im selben heft (ganz bewusst) eine anzeige der BILD, die sich darauf bezieht …

    ganz, ganz traurig!!! goliath (BILD) braucht gar nicht gegen david kämpfen. er schmeißt ihm ein paar nüsse hin und lacht sich in den schlaf, während er zuguckt wie david sie vom boden sammelt … das war eine reine machtdemonstration!

  308. Auf die aufklärerische Tätigkeit von Frau Holofernes haben natürlich alle kritischen TAZ-Leser_innen nur gewartet. Endlich wissen wir wie BILD funktioniert und welche Rolle Werbeagenturen im Kapitalismus spielen.

  309. Ich finde das alles super. Sowohl die gepfefferte und vor allem öffentliche Absage von Frau Holofernes, als auch die Tatsache, dass sich die TAZ schön die Kohle von BILD rüberschieben lässt, um eben diesen Brief bezahlterweise zu veröffentlichen. Das ist Punk, das ist wie von Dieckmann Kohle dafür kriegen, dass man sein Auto abfackelt. Wie BLÖD ist das denn. Eben.

    Gegenöffentlichkeit ist allemal besser als Schweigen, wo man doch sonst immer schön von Guttenberg/Dieckmann voll-gegelt wird. Insbesondere wenn es so lässig geschieht, schön geduscht und “mit meinen Leuten singend im Bus sitze”end. Da weiß man doch, wer Hund und wer Eiche ist. Wie BLÖD ist der Hund denn. Eben.

  310. @Lisa

    “eloquent (“… wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.” – prust!)”

    Was ist daran bitte eloquent?

  311. Pingback: Anonymous

  312. Was für ein Zufall doch das doch mit dem vor kurzem veröffentlichten Wir sind Helden Best of mit neuer Video Auskopplung ist…Zufällig dann fragt JvM und die Taz schaltet noch das Interview dazu.

  313. @tietmark

    dein horizont ist doch hoffentlich nicht in der gegenrichtung genauso beschränkt wie der des gemeinen BLÖD-lesers?

    hast du dir deinen post eigentlich mal durchgelesen?

    ersetzte taz durch BLÖD… verkapiert?

  314. Pingback: De:Bug Medien » BILD kauft Holofernes, taz kassiert

  315. @ PJ:

    ach komm bitte: EHRE? is nich dein ernst?
    wir leben im zeitalter des pragmatismus & ganz abgesehen davon bekommt die redaktion knete von springer um damit gegen die BLÖD anzustänkern, “gekaufte” redaktion wird nicht über anzeigen gemacht, müsst man ja für die schmierung auch noch steuern zahlen, nene…

  316. Pingback: Medienscheiß... [UPDATE28.02.2011] - Aponaut

  317. @Jenseits von Böse:

    ohmann, du hast so recht, ich kann nur hoffen, daß das einigen hier nach n paar stunden schlaf dann auch klar wird…
    ächz.

    ps. wg gutti ham sich ja in den letzten stunden noch paar krasse sachen getan (& man glaubt es kaum: is wieder BLÖD)

    http://www.wend.de/2011/02/26/die-guttenberg-springer-connection/

    http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

    ist das zu fassen? & erzählt nicht, das wärn fake.

  318. Das Problem mit dieser Werbung ist, dass dabei die BILD demonstriert, dass die Ehre der taz käuflich ist. Und offenbar 12.555 Euro kostet.

    Außerdem demonstriert BILD, dass sie mit der taz und mit Judith Holofernes tun und lassen kann, was sie will.

    Das bringt keineN taz-LeserIn dazu, die BILD zu lesen, aber das ist auch nicht der Punkt.

    Der Punkt ist, dass die BILD mit dieser Aktion der (un-, a- und) politischen Rechten signalisiert hat, dass sie Macht auch über die taz hat, und dass sich Linke nicht gegen sie wehren (können), was für *Rechte* ein Argument ist, die BILD zu kaufen.

    Kurz: “BILD beweist: Linke sind straflos publizistisch vergewaltigbar.”

    Wie das mit der taz und mit linken politisch mehr oder weniger informierten Menschen generell ist, sei mal dahingestellt… Ehrlich gesagt habe ich die taz seit Mitte 1999 nur noch sporadisch gekauft, weil sie mir schlicht zu langweilig, zu selbstbezogen und zu hauptstadtwahngetrieben geworden war. Diese Aktion hat mich irgendwie in punkto “Selbstbezug der taz” bestärkt, sie weiter nicht zu lesen.

  319. oh mann.
    hört auf zu geifern; wir sind alle heuchler.
    ps. holofernes hat noch das beste aus der ganzen nummer gemacht.
    den mund aufgemacht & sich nicht instrumentalisieren lassen.
    & vor alle
    m tritt sie nicht zurück & fällt jetzt auf diese billige provokation der BLÖD rein
    & zu den bigbusinessanzeigen inna TAZ; die redaktion braucht die kohle um auch über die scheisse dieser konzerne zu berichten & leute zu erreichen… ist ein scheissspiel,geht aber nun mal grade nich anders, denn: wir leben längst in der kapital-diktatur & wenn du da n printmedium machst, tja…

  320. Gott, was die taz teilweise für Spacken als Abonnenten hat. Vielleicht auch hatte. Egal.

  321. Bis Mitternacht habe ich in den Zuschriften 3 Abbestellungen und eine Kaufverweigerung für die Montags-taz gezählt; abzüglich der Androhung eines Neuabos hält sich der wirtschaftliche Schaden für die einzige tageszeitung, die sich nicht vornehmlich aus Anzeigen finanziert, in Grenzen.

    Schlimmer sind die vielen Kommentare, die offensichtlich mit Schaum vorm Mund verfasst worden sind. Wer angesichts der Bild-Anzeige in der taz mit blinder Wut reagiert, ist zu meiner großen Trauer tatsächlich auf die Strategie der Dreckschleuder (nein, ich meine nicht die taz) reingefallen.

    Nein, natürlich gewinnt das Vierbuchstabenblatt so keine neuen Leser. Ihr seid ja wütend auf die taz, weil ihr einen Hass auf die Bild habt. Hä? Kleine Denkpause?

    Nein, natürlich lassen sich die taz-Redakteure mit dem Anzeigenerlös nicht kaufen. Dazu ist die tageszeitung nicht abhängig genug von Anzeigen. Dank der vielen taz-Genossen kann die Redaktion Nein sagen – auch wenn’s weh tut.

    Nein, natürlich steht in der Bild-Anzeige nicht ein einziges gutes Wort über das Drecksblatt, stattdessen lese ich dort ein kluges Plädoyer gegen die Subversionspostille und ihre Methoden.

    Aber etwas hat Bild geschafft: die taz-Community fetzt sich. “Genosse” Diekmann reibt sich die Hände, die Agentur kriegt Bonuspunkte, denn der Zorn auf BLÖD wurde zum Zoff in der taz. Mission accomplished.

    Ihr lieben Wutschnauber: genau das hat Judith Holofernes euch versucht zu erklären. Wie gut, dass Bild mitspielt – die Anzeige beweist, wie richtig sie mit ihrer Einschätzung liegt. Schon allein deshalb ist es gut, dass die Anti-Anti-Werbung gedruckt wird. Lest mal, was drin steht.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Guttenberg zurücktreten sollte.

  322. @Volltreffer

    Wer diese Zeitung bewusst kauft und damit die nächste Diffamierungskampagne der BILD finanziert, dem werfe ich schon eine gewisse Dummheit vor. Wie Sie da noch irgendetwas an der BILD schönreden können, lässt mich am gesunden Menschenverstand zweifeln.

    Sie reden von Wertevorstellungen? Die BILD besitzt solche Wertevorstellungen nicht, sondern opfert alles und jeden für ihre zahlreichen Diffamierungskampagnen. Kritik gegen diese Medium ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

    Aber Hauptsache das Adjektiv “pseudointellektuell” gebracht, um die ganze Sache als harmlose Spinnerei einer angeblichen geistigen Elite abtun zu können.

    Wachen Sie auf!!

  323. Tja, schade dass die Bild immer Erfolg hat:
    Glaubt Ihr, liebe ich-kaufe-die-Taz-morgen-nicht-Gröhler, dass das nicht genau das ist was die Bild eventuell erreichen wollte?
    Ihr beschwert euch über die Beeinflussbarkeit und Käuflichkeit der taz, aber Ihr selbst lasst euch von der Bild soweit bringen.
    Denkt da mal einer drüber nach? Oder ist das zu weit gedacht?

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  325. Pingback: Bedingt Angriffsbereit « Interrobang!?

  326. Mir ist die Idee hinter der ach so tollen Werbung eigentlich egal. Auch der Beruf des Werbers tangiert mich nur insoweit ich ihn für mich verorte nämlich irgendwo zwischen Gauner und Gangster. 12500,-
    Es mag sein das diese summe für die Taz überlebensnotwendig ist. Eines sollte allerdings auch die Taz nicht vergessenen, ich lese diese Zeitung weil ich eben nichts von der anderen wissen möchte. Mein Horizont endet am Axelspringerplatz. Nun zwingt mir die Taz,meiner Zone, tatsächlich diesen quatsch auf.
    Kenne deine Marke und kenne deinen Kunden…du liebe Taz scheinst ihm verkannt zu haben

  327. scheiss taz. finde ich erbärmlich dass sie die werbung abdrucken

  328. Für Bild war’s ein Spaß. JvM gewinnt damit wohl einen Werbepreis. Und die Taz hat einige Abbonenten weniger. Sad but true.

  329. ja, wieso druckt ihr die Anzeige???

  330. Salut,

    die taz ist und bleibt ein stinknormale bürgerlich/liberale Zeitung. Traurig ist doch, dass wir Lerser_innen das schon als investigativ betrachten und uns fast zufrieden geben damit.

    Dank gilt Frau Holofernes, mir macht Sie Mut auch weiterhin offen gegen diesen konservativen Mob die Stimme zu erheben.

    Die taz sollte die Springerkohle spenden.

  331. Liebe taz,
    ich glaube, es hackt.
    Beschwert hat sich hier niemand über Vattenfall- und BP-Anzeigen, der Vergleich hinkt beidbeinig. Was hier stinkt, ist doch etwas völlig anderes: Judith Holofernes tritt Bild und Bild-Werbern vors Knie, die sich rächen, indem sie Judiths Antwortbrief dem einzigen Publikum vorsetzen, dem diese Art von dreifach um die Ecke ironisierter Kritik überhaupt zugänglich ist: dem taz-Leser. Die Anzeige ist eine gezielte Ohrfeige, lanciert von zynischen Werbern, adressiert an die taz und ihre Leser. Wer das abdruckt (und dann auch noch mit Werbeeinnahmen verteidigt), muss sich nicht Käuflichkeit vorwerfen lassen, sondern fehlenden Selbstrespekt.
    Jens

  332. “Und dass die taz unkritisch über die BILD-Zeitung berichtet, diesen Vorwurf hat bisher noch niemand erhoben. Und das sieht man ja auch an dem Interview, das in diesem Fall sogar in der gleichen Ausgabe erscheint wie die Anzeige.”

    Zur Anzeige gibt es also nochmal redaktionelle Aufmerksamkeit kostenlos dazu.

  333. Ja, Olaf Drümmer, abonniere die taz. Die müssen sich eh langsam eine neue Leserschaft suchen und sie werden die bekommen, die sie verdienen.

  334. Wenn ich die taz-Online-Diskussionen lese, frage ich mich: hat die tageszeitung mittlerweile negative Abonnenten? So oft wie hier aus Protest die Abos gekündigt werden…

  335. So – jetzt reicht’s! So kann das nicht weiter gehen…

    Ab morgen bin ich taz-Abonnent! Vielleicht schaltet die BILD ja mal eine ganze Anzeigenserie? Das wäre doch cool, dann gibt’s wenigstens wieder gescheit was zum Diskutieren. Und die Fundis gehen bitte zurück in ihre Höhlen, bis sie sich ausgeheult haben… Ich kann der taz jedenfalls zum Abdruck der BILD-Zeitungsanzeige nur gratulieren.

  336. Ich finde es ja nachvollziehbar, dass die Anzeige in der taz erscheint, da deren Zielgruppe sie entweder ignoriert oder darüber lächeln kann.

    Aber was zur Hölle soll die Argumentation von Sebastian Heiser?

    Des Geldes wegen und weil sie eure journalistische Arbeit nicht tangiert?

    Letzte Woche habt ihr über die Dresden-Blockaden geschrieben. Ich denke, dass ein Großteil ebenso wenig von der Neonazi-Szene tangiert wird. Aber sie alle sind dennoch auf die Straße gegangen.

    Dieser Kommentar macht aus einer Zeitungs- leider eine komplette Wohlstandsgenossenschaft. Bin ja mal gespannt, was ihr so demnächst für Anzeigen drucken werdet. Der Aufruf der JLO zur Neonazi-Kundgebung neben der der Blockade-Aktivisten?

    Macht die Preise teurer oder lasst es euch im ach so kreativen Zentrum Deutschlands («Berlin») was einfallen, aber wenn ich das Lese – sorry – fickt sich die taz selbst ins Knie.

  337. Schon korrekt, 12.555 Euro sind kein Pappenstiel. Ich hätte es dennoch begrüßt, wenn ihr von der taz eine bessere Aktion daraus gemacht hättet. Beispielsweise etwas wie: taz sammelt 12.555 Euro, um nicht auf das Geld einer Anzeige der Bild angewiesen zu sein. Bei der aktuellen Popularität des Artikels wäre eine solche Aktion sicher gut angekommen.

    Es gibt zwar das schöne Sprichwort ‘Geld stinkt nicht’ – doch das ist nur ein Ammenmärchen, welches man Kindern erzählt. Die Wahrheit – Politik, Lobbyismus, Medien – sieht ganz anders aus.

  338. denn diese anzeige wird nur in der taz geschaltet.

  339. Und die TAZ verkauft sich wie eine billige Nutte an den BILD-Zuhälter…Ziemlich traurige Sache für n Blatt von Links…

  340. oh mann… natürlich finden taz-leser die bild deswegen nicht besser. das weiß auch die bild. deswegen schaltet sie die anzeige ja auch.

  341. Was mich mal viel mehr interessieren würde ist ob die BILD diese Anzeige eigentlich nur in der TAZ schaltet, oder auch noch in anderen Zeitungen?

    Desweiteren glaube ich übrigens auch nicht, dass die TAZ Leserschaft deshalb die BILD Zeitung gleich sympathischer finden, die Leser wissen glaube ich schon, was sie von der BILD zu halten haben…

  342. Aber dieses Bild-irgendwie-auch-ironisch-distanziert-okay-finden-system, das holofernes kritisiert und die bild befeuert, funktioniert nur, weil die taz das spiel mtispielt und diese anzeige druckt. darum geht es, nicht ob irgendjemand deshalb die bild kauft.

  343. Die Anzeige abzudrucken ist völlig OK. Den Text habt ihr auch schon abgedruckt, ohne dass es Geld dafür gab. Warum nicht auch für Geld? So blöd wird kein TAZ-Leser sein, ich aufgrund der Anzeige auch mal die Bild zu kaufen.

    Wenn die Bild die Anzeige woanders schalten würde, wäre das mutig. Oder macht sie das vielleicht sogar?

  344. Pingback: Bild und Holofernes - Seiken Densetsu Community

  345. @Sebastian Heiser: Wie naiv muss man eigentlich sein, um nicht zu checken, dass der Gewinn für die BILD viel größer ist als die zwölftausendnochwas Euro die ihr bekommt. Ihr habt eure Glaubwürdigkeit wieder ein mal verloren und könnt dafür von mir aus viereinhalb gute, unabhängige Geschichten bezahlen. Die Schwanzvergleich-Bild hat es dagegen wieder allen gezeigt: Sie können alles kaufen aus der Kaffeekasse. Sogar eine Anzeige im Holofernes-Blatt. Deine Argumentation ist leider: Schwach. Aber deswegen schreibst du wahrscheinlich auch vor allem in das Blog.

  346. Liebe Leute,

    es scheint, als gäbe es in Deutschland und der Welt zur Zeit keine anderen Probleme als Gutti und Helden/BILD/taz.

    Der differenzierte ach so politisch engagierte und intellektuelle taz Leser wird diese Werbung verkraften und sich dann vielleicht am Dienstag wieder mit den wichtigen Themen beschäftigen.

    Ich find den Brief sympatisch ebenso Frau Holofernes und werde trotzdem an der Tanke auch mal ne BILD kaufen, meine Güte!

  347. Peinlich, wirklich peinlich. Ich hoffe ja immernoch, dass ich die Anzeige in meinem Abo zu dem politischen Preis nicht sehen muss und es nur ein Scherz war..

  348. Man muss es natürlich immer selbst beurteilen, ob einem die eigene Glaubwürdigkeit und das eigene Rückgrat weniger wert sind als 12.555 Euro (oder welche Summe auch immer). Die Bild-Zeitung kann sich ALLES erlauben, weil ihr weder Glaubwürdigkeit noch Rückgrat irgendwas bedeutet. Die Leser wollen es nicht anders. In dieser Position ist die taz leider – oder besser gesagt: zum Glück – nicht. Von daher halte ich es für ziemlich gewagt, es mit der gleichen Provokations-Taktik zu versuchen, die die Bildzeitung verwendet. Anders gesagt: ich schäme mich ein bisschen fremd

  349. Tut mir leid, aber darin, daß der Text von Judith Holofernes weitere Leser erreicht, kann ich beim besten Willen keinen Gewinn für die Bildzeitung erkennen.
    Es handelt sich ja hierbei um einen formulierten Text aus z.T. sogar ganzen Sätzen, den man tatsächlich LESEN muß und nicht nur um ein Bild oder eine Schlagzeile, die auch beim bloßen Draufgucken schon etwas transportiert.
    Um zu meinen, daß hier ein Nutzen für die Bild entsteht, müßte man ja annehmen, daß die Bild ihren Bekanntheitsgrad noch steigern müsse und das ausgerechnet in einem Medium wie der TAZ. Das scheint mir aber nicht der Fall zu sein. Ein expliziter Aufruf, die BILD nicht zu verharmlosen und ggf. zu bekämpfen, gerichtet an Menschen, die die Fähgikeit haben, einen solchen Text sowohl zu lesen als auch zu verstehen, kann meiner Meinung nach keine positive Wirkung (für die Bild) haben.
    Was ich mitterweile schon wieder eher als störend empfinde ist, daß genau die Leute, die die Zielgruppe des Textes sind, schon wieder ausschließlich auf einer Meta-Ebene über das wie und weswegen sprechen, auf Inhaltliches wird quasi komplett verzichtet.

    P.S.: Die Bild _ist_ ein böses Wesen ;)

  350. Ich verstehe, dass eine ganzseitige Anzeige auf gut deutsch einen Arsch voll Geld einbringt, den es sich wohl keine Zeitung leisten kann liegenzulassen aaaber in manchen Situationen hat man die Verantwortung den Geldaspekt in den Hintergrund treten zu lassen.
    Die Werbeanzeige der Bild war so eine Situation.
    Schade, taz, dass ihr in diesem Fall den falschen Weg gewählt habt.
    Das passt nicht so richtig ins Bild von euch und stört mich (und evtl auhc noch ein paar andere Leute) schon einigermaßen.

    Dank an Frau Holofernes für ihr Verhalten der Bild gegenüber und für die ehrlichen und klaren Worte im Interview.
    Wenn wir alle Glück haben und/oder wirklich einige ihr Bild-Leseverhalten überdenken, hat dieses konsequente und mutige Verhalten ja eine (kleine)Veränderung zur Folge.

    Ich kann mich der Meinung nur anschließen:
    Macht euch nicht dümmer, als ihr seid und nehmt nicht alles hin!

  351. Man muss es natürlich immer selbst beurteilen, ob einem die eigene Glaubwürdigkeit und das eigene Rückgrat weniger wert sind als 12.555 Euro (oder welche Summe auch immer). Die Bild-Zeitung kann sich ALLES erlauben, weil ihr weder Glaubwürdigkeit noch Rückgrat irgendwas bedeutet. Die Leser wollen es nicht anders. In dieser Position ist die taz leider – oder besser gesagt: zum Glück – nicht. Von daher halte ich es für ziemlich gewagt, es mit der gleichen Provokations-Taktik zu versuchen, die die Bildzeitung verwendet. Anders gesagt: ich schäme mich ein bisschen fremd.

  352. Zitat: „Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Werbung steckt. Unsere Leser sind den Umgang mit Werbung gewohnt und können einschätzen, dass es sich bei der Werbung nicht um eine Aussage der taz handelt, sondern des Unternehmens, das die Anzeige in Auftrag gegeben hat.“

    Das soll heißen, die Bild gibt ihr gutes Geld unüberlegt aus? Die Wahl ist auf die taz gefallen weil????
    Wie naiv ist dass den? Natürlich stellen die Firmen keine Bedingungen, wenn sie ihre Werbung bei euch drucken. Aber wenn es ihnen doch, irgendwann, notwendig erscheint, werden sie dass tun. Durch die Werbung werden die Firmen zu Geldgebern und werden zu gegebenen Zeitpunkt dass auch als Druckmittel nutzen. Das hat schon andere Zeitungen betroffen. Aber dann bleibt euch immer noch das Argument, es müssen Löhne gezahlt werden.
    Also, im Namen der kritischen Berichterstattung lasst die taz unkritisch Werbungen drucken. Andere machen es ja auch!

  353. Judith Holofernes hat eines der intelligentesten Statements seit ganz langem abgegeben. Ein interaktiver Standpunkt den der Springerverlag semantisch für sich stehen läßt & als lernendes System mithilfe der zeitungsmarktüblichen Mechanismen via Werbeanzeige in die Rubrik – Wir sind offen für Kritik – abheftet, mit dem Ziel die eigentliche Kritik folgenlos ins Leere laufen zu lassen.
    Vergleichbar dem Interbankenmarkt drückt die Springerwerbung im dadurch zum ‘nützlichen Idioten’ (verzeiht den Fachterminus) degradierten Konkurrenzblatt taz, das durchaus noch existierende Vertrauen der Verlage in die Mechanismen des Marktes aus.
    Ein Bildmalus beim Anzeigenpreis von 100% wäre angebracht gewesen…
    Vorwürfe an die taz sind nicht gerechtfertigt. Nur an diejenigen, die Frau Holofernes Text nicht mithelfen breit publik zu machen.
    Dann wird der immerhin nicht ganz dumme Versuch des Springerverlages Frau Holofernes Replik zu relativieren durch Integration in die Masse der Pseudokritik auch mißlingen.

    Luigibaritoni

  354. Ist doch super: Die doofe Zeitung mit den vier Buchstaben hat jetzt nicht nur 10000 sondern sogar 12555 Euro für einen guten Zweck gespendet. Denn diese Anzeige wird einfach nur die Machenschaften hinter der Kampagne einem breiteren Publikum bekannt machen. Und zusätzliche Leser wird die Hamburger Lügenfabrik dadurch nicht gewinnen, eher noch weitere entschiedene Feinde.

  355. @Sebastian Heiser:

    “Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP. Wir würden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken”

    Als Gelegenheits-Leser ist mir das noch nicht aufgefallen; und ich finde das Statement alarmierend.
    Wie stehts mit der Verantwortung? Und Glaubwürdigkeit? Man kann doch nicht ernsthaft gegen Atomkraft schreiben und sich das von selbiger Lobby bezahlen lassen. Vielleicht denke ich da zu wenig wirtschaftlich – aber dafür bin ich sehr dankbar.
    Aus meinem Berufsalltag weiß ich jedenfalls dass es genug “gute” Unternehmen gibt die gerne werben.

    Hoffe weiterhin dass der Kommentar ein Fake ist,
    Schöne Grüße, Philipp

  356. Der offene Brief von Holofernes war ein Eigentor. Die Werbeagentur Jung von Matt und BILD haben genau das erreicht, was sie vermeiden wollte, nimmt man ihren offenen Brief vom Freitag ernst: Werbung für BILD, unter dem Motto »Bild Dir Deine Meinung!« Auf die versprochene Spende von 10.000 € müssen die Musiker genauso verzichten wie auf Schadenersatz wegen Urheberrechtsverletzung. Eine Klage gegen BILD wegen der ungenehmigten Nutzung ihres offenen Briefs für Werbezwecke wäre töricht, weil die Band selbst den Fall in die Öffentlichkeit gezerrt hat, auf Basis der komplett abgedruckten Anfrage der Werbeagentur Jung von Matt.

    Fazit: Klarer Sieger dieser Posse sind BILD und Jung von Matt, die alle Beteiligten und das Publikum mit dem genialen Claim »Bild Dir Deine Meinung!« zum selber denken anregen.

    Meine ausführliche Meinung steht auch hier: http://www.fontblog.de/bild-bedankt-sich-bei-judith-holofernes

  357. Mit Verlaub,

    aber ist es nicht genau diese achso überlegene, ironische Distanz zu BILD, die Frau Holofernes in ihrem Brief bemängelt, die hier als Begründung für die Anzeige genommen wird? Ist auf diese Art nicht genau diese Art Anzeige erschienen, die Frau Holofernes in ihrem Brief abgelehnt hat?
    Und ist das, schlußendlich, nicht mindestens ziemlich schlechter Stil, jemanden so auflaufen zu lassen?
    Vielleicht habe ich da ja was falsch verstanden, aber ich habe aus dem Brief herausgelesen, daß Frau Holofernes eines nicht möchte: Mit ihrem Statement in einer Werbeanzeige der Bild zu stehen. Genau das aber druckt die taz jetzt. Mag sein, daß damit ein paar Monatsgehälter für taz-Redakteure gesichert sind – das ist keine Entschuldigung für eine derart hinterhältige Aktion.

  358. An Herrn Volltreffer: Darf man die persönliche Meinung einer Person respektieren, auch wenn jene ev. prominent und ev. (zuweilen eher nicht selbst ernannt) intellektuell ist? Wie ist es dann zu verstehen wenn Sie schreiben: “Herabwürdigung anderer, (…) ist das allerletzte, was ich in einer freien Gesellschaft haben möchte.”? Schon seltsam…

    Da bin ich dann gerne (Zitat:) “widerlich überheblich” der Meinung: BILD ist eine saublöde Zeitung, und deren Leser finde ich auch allesamt(!) saublöd!

  359. Nein, es ist das, was die BILD wollte. Siehste : Hat doch geklappt. Einmal mehr.

    Echt schade. Aber die Leute, die auf ihrer Halsstarrigkeit bestehen, werden die weiterhin anstehenden Veränderung wohl auch nicht überleben, denn vermutlich wird es darum gehen, die Welt eher als etwas Quasi-Flüssiges denn etwas Verlässlich-Festes zu begreifen. Knallhart ist dann zu porös.

    Klingt wie ein großer Sprung, ist aber im Grunde nichts anderes wie die Verlagerung von mobilem zu festem Internet, von Print zu Online oder von Aldi-Hasser zu Bei-Aldi-Biomilch-Käufer.

  360. Sie können es nicht lassen.
    Wenn Macht süchtig macht –

    ( Ihr Boulevard-Blatt )

  361. Nun, ich werde die TAZ morgen ausnahmsweise mal kaufen. Und zwar weil Themen wie Copy&Past und perfide Beeinflussung durch Marketing eine hohe Relavanz haben. Es wird mir sicher viel Spaß machen, beim Frühstücksbrötchen vom Bäcker die TAZ in Papier zu halten und alles noch einmal schwarz auf weiß nachzulesen, was mir am Wochenende beim flüchtigen Onlinelesen schon viel Freude bereitet hat. Ich kann mich auch zweimal freuen.

    Danke Judith und danke Prof. Lepsius!

  362. so, taz-abo gekündigt. war es das was ihr wolltet?
    Wer mit der Springer-Presse kooperiert verliert.

  363. Zu schnell gelesen, zu früh gefreut. Ich hatte die ersten Sätze dieses Artikels zuerst so verstanden, daß die Bild den Brief morgen in ihrem eigenen Organ abdruckt. Das wär groß gewesen.

  364. Es geht nicht ums Fressen und dann erst kommt die Moral – nee, lieber Bardo, zu fressen haben wir alle, mehr als uns gut tut! Zwischen Hungern und mal eine Diät machen gibt es Unterschiede.

    Die symbolischen 5.000 Euro (für eine Zeitung weniger als Peanuts!!!), mit den sich Diekmann als Gesellschafter eingekaufte, sind ein Symbol. Und es gibt nicht nur die BILD-taz-Liaison, es gibt auch die BILD-Emma-Liaison… damit erkläre ich mir was mit Alice Schwarzer los ist!

    Und, ja ich war empört und habe damals mein Abo gekündigt, und ich bin empört – so viel kann ich gar nicht duschen!

  365. taz-Abo wird morgen gekündigt.

  366. Pingback: Coffee And TV: » Kampagnenjournalismus

  367. Zunächst mal ein großes Lob an Judith Holofernes und ihren Interviewer Josef Winkler: Ihr bringt im Frage- und Antwortspiel sehr plastisch rüber, wie doppelbödig und hinterhältig Werbung funktioniert. Das ist tolle Aufklärung – Wundervoll.

    Nachdenklich stimmt es mich, wenn hier in einigen Zuschriften wieder mit den alten Argumenten auf die taz eingedroschen wird: Nehmt kein Geld von den Kapitalisten. Ja, woher denn sonst? Mit Flattr kommt die Knete nicht rein.

    Mir ist lieber, die Bild bezahlt einen unabhängigen taz-Journalisten als einen ihrer skrupellosen Schmierfinken. Noch dazu steht die Aufklärung zum durchsichtigen Motiv der Bild-Anzeige in der selben Ausgabe – wer lesen kann, buchstabiert die großen vier Buchstaben schon richtig.

    Mal im Ernst: gibt es irgend einen taz-Leser (ausser Kai Diekmann), der im Verdacht stehen könnte, die Bildzeitung lieb zu haben? Und an all diejenigen, die angesichts der Anzeige Pickel kriegen und die taz deshalb nicht kaufen wollen:

    Aus welchem Presseorgan bezieht ihr denn ab morgen eure Weisheit? Gehört die neue Zeitung ganz oder in Teilen zu Springer, Bertelsmann, Burda oder der WAZ-Gruppe? Viel mehr Auswahl gibt es nicht, und weniger Werbung schon gar nicht. Aber das hat auch sein Gutes: so erfahrt ihr wenigstens sofort, mit welcher Salbe die neuen Entrüstungspickel bekämpft werden können.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Guttenberg zurücktreten sollte.

  368. Ey. ‘Scheinheilig’ ist die Guttenberg-Variante, denn ‘Minister’ sollten ja eigentlich auch ‘Ministrant’ sein.
    Wetten, die Taz benutzt auch Macs, die in Fernost unter menschenunwürdigen Verhältnissen zusammengeschraubt wurden, mutet den Mitarbeitern böse Strahlunghandys zu, druckt viel zuviel auf Papier, unterstützt den Kapitalismus durch Unternehmertum, ja, kauft auch mal beim Aldi ein (sind ja immer noch Menschen, die da arbeiten ;), unterstützt die böse Telekom, fährt böse Benzinautos etc etc etc. The list ist endless. Das geht nicht anders.

    Was anders geht, ist Folgendes : Die Scheiße transparent machen, so daß jede/r sich selbst (jetzt kommts nochmal:) sein Bild machen kann. Mehr ist nicht drin. Es wird immer Anwälte für jede Sichtweise geben. Alle Brillen liegen frei verfügbar herum. Ein jede/r ziehe sich seine an und werde froh. Und, merke : Was ich letztes Jahr noch flammend als Wahrheit verteidigte, sehe ich u.U. dieses Jahr ganz anders. So kann das Leben spielen (Ey – das is doch auch nur weitere ne Brille). Jaja. Aber es kann eben auch wahr sein. Mehr als es authentisch transparent machen kann man nicht. The Rest is up to you. Und ja, wir/Ihr haben die Freiheit, morgen mal _keine_ Taz zu kaufen. Oder das Abo abzubestellen. Klar. Ebenso kann man eine Spende tätigen, zwei Abos kaufen und verschenken, das Auto auf LPG umstellen oder abmelden.

    Oder die Taz, die Bild, Wir sind Helden und sich selbst per Kommentar hier promoten.

  369. Die BILD hat da schon eine unglaubliche Zwickmühle konstruiert mit WIN-WIN-WIN Situation ihrerseits. Schön dass Holoferes passt und der BILD keine weiteren Prestigegewinn gewährt. Hätte sie ihr Urheberrecht geltend gemacht, hätte BILD anschließend behaupten Können „Helden gegen das System, bis auf wenn sie selbst betroffen sind.“ und somit die Massage die Holoferes mit ihrer Antwort setzte nachhaltig unglaubwürdig gemacht. Es ist schön, dass die TAZ weiterhin kritisch über Themen und auch die BILD berichten wird, jedoch wird das bei etwas weniger kritischen Lesern dennoch den Eindruck gewinnen, dass ihr käuflich seid. Das könnte auch weitere zu Umsatzrückgänge nach sich ziehen. Die Bild kleidet sich ins Image einer Dummen Zeitung und arbeitet strategisch dabei sehr intelligent, weswegen man sie gerne mal unterschätzt. Ich hoffe eure Einschätzung der eigenen Leserschaft bewahrheitet sich. Das hoffe ich wirklich. Grüße Gebinsel

  370. Liebe TAZ,

    im Gegensatz zu den Anzeigen von Vattenfall und anderen Unternehmen, handelt es sich hier nicht nur um eine Frage der moralischen Vertretbarkeit, sondern um einen strafrechtlich relevanten Urheberrechtsverstoß. Und da dieser so dermaßen offensichtlich ist, dürfte die Taz ebenso dafür haften. Damit stellt sich die Taz auf die Stufe der Regierungskoalition… der Zweck heiligt hier wohl jedes Mittel, hauptsache die Taz bekommt Kohle dafür. Mit Verlaub, das ist alles so scheinheilig und ekelhaft, da fehlen mir die Worte.

  371. Pingback: Spieß umgedreht: BILD wirbt mit Judith Holofernes. | Texterblog

  372. Bild-Werbung in der taz?
    Wie widerlich ist das denn?
    Vielleicht solltet Ihr die Anzeige mal lesen.
    Die Montagsausgabe der taz kaufe ich jedenfalls nicht.

  373. Wo verdient Ihr alle, die ihr der taz die Anzeige vorwerft, denn Euer Geld? Alles politisch korrekt und biologisch abbaubar?

    Für mich ist klar, was Heiser sagt hat Hand und Fuß: Eine zeitung ist auch ein Wirtschaftsunternehmen und selbst taz-Redakteure haben neben einer guten Gesinnung und echtem Aufklärergeist auch oft ne Familie, die satt werden will.

    …und außerdem: Ohne die Anzeige gäbe es ja jetzt nicht diese Weiterung der Diskussion. Erfrischen!

  374. Der Diekmann ist doch Teilhaber der taz. Und kann von seinem Büro auf sein Riesengemächt am taz-Gebäude gucken.

    Hat die taz Erfolg, hat Kai Erfolg. Win-Win Deluxe. ;-)

  375. An die jungen, matten Werber und die Anzeigenabteilungen:
    Es geht nicht nur um die Zeitung und ihre zweifelhaften Ziele und Methoden. Es geht auch um die Werbebranche (inklusive taz-Anzeigenabteilung), die sich prostituiert und dabei ziemilch plump vorgeht.

    Judiths Antwort kritisiert nicht nur die Zeitung aufs schärfste, sondern auch und zu Recht die Werber und ihre perfiden Methoden. Und deshalb ist die Antwort gut, gerechtfertigt und sollte allen in der Branche einmal zu denken geben.

  376. Herzlichen Glückwunsch zu der Anzeige! (Komplett ohne Ironie…)
    Nicht nur dass die Bild sich selber ins Knie schießt, die taz kriegt auch noch Geld dafür. Wenn ich ehrlich bin: ohne den Artikel daneben hätte ich nicht einmal bemerkt, dass es sich um eine Anzeige der Bild handelt.

    Frau Holofernes, ich habe Ihren Brief gern gelesen. Falls Sie sich durch die Veröffentlichung angegriffen fühlen: bitte nicht. Die Bild hat sich durch die Veröffentlichung nur selber geschadet, so dass Sie tatsächlich einfach weiter Siegeslieder singen sollten.
    Ach ja, noch ein spezielles Danke für Ihre Kampfansage an den ironischen BILD-”Zeitung”sleser: es ist halt nicht alles ein Scherz.

  377. Ich persönlich finde sowohl das Statement von J.H. sehr begrüßenswert, als auch den Abdruck desselben in der TAZ.
    Letztendlich gibt es am Inhalt nichts auzusetzen und es wirds nichts darüberhinausgehendes abgedruckt, was diesen Inhalt relativiert oder ironisiert. Unter dieser Voraussetzung kann der Text meinetwegen größtmögliche Verbreitung im deutschsprachigen Raum finden. Er ist auf erkennbare Weise ernstgemeint verfasst und ich persönlich vermute, daß gerade in der “Wir sind Helden”-Zielgruppe *einige* Leute enthalten sind, die die Bild für harmlosen “Trash” für die bemitleidenswerte Unterschicht halten, wobei sie die hauptsächliche Verfehlung in der Form, nicht im Inhalt sehen. Diese Menschen sollten sich den Text in aller Ruhe durchlesen.

  378. Die Bild hat eben verdammt gute Berater – sie ist längst in der Position, wo ‘jede Promotion gute Promotion’ ist (schaut Euch die aktuellen Toptweets an). Mit JvM hat sie sich auch eine der besten Agenturen gegönnt. Nein, mir gefällt auch längst nicht alles, was die machen. Es funktioniert in diesem Fall aber gut.
    Noch was : Wenn ich Bild-Berater/Werber wäre, hätte ich denen auch geraten, die Taz-Anzeige zu schalten. Das ist leider sehr sehr pfiffig. So (scheinbar) widersprüchlich läuft gute Werbung in der jetzigen Spätmoderne.
    Wenn die Bild noch weiter geht, spendet sie sichtbar Bares an anerkannt ‘gute’ Organisationen – dann wirds für die Kritiker ganz schwierig. Und genau da setzt ein guter Werber anno 2011 an ….

    Also geht nicht den Werbern auf den Leim und zankt, ob die Taz noch cool ist oder nicht. Das ist lächerlich. Setzt lieber den Hebel an der richtigen Stelle im eigenen Leben an – da, wo scheinbar unwichtige, kleine moralische Entscheidungen Signale setzen. Und zwar ganz stillschweigend, im täglichen Umfeld. Da werden dann Helden geboren, die etwas bewirken…. oder eben auch nicht.

  379. Spendet die Bild nun – da sie (unberechtigterweise) mit Judith Holofernes Statement inseriert – die 10000 Euro für einen guten Zweck?

  380. Danke an Sebastian Heiser für die ehrliche Stellungnahme. Ich finde die Idee ja klasse! So kann die taz über die gesamte Aktion berichten, ein Interview bringen, und hat durch die ganzseitige Anzeige den Brief abgedruckt (auf den man sich dann beziehen kann) ohne zusätzlich teuren Platz dafür zu beanspruchen.

  381. Finde die Aktion von Judith Holofernes prima, vor allem auch, weil sie öffentlich macht, wie diese unsäglichen Bild-Promi-Kampagnen zu Stande kommen – und wer sich alles nicht wehrt (hallo, Frau Schwarzer). 12500 für die taz finde ich ok – aber nur, wenn die taz die Anzeige nicht unkommentiert stehen lässt.

  382. “Urheberrecht der Autorin”!?
    Blöd beschert uns doch Demokratie nach Lügenbaron-Art, im ministerialen Feudalismus werden “Rechte” jetzt anders dekliniert!

  383. Pingback: Nettes aus den unendlichen Weiten...

  384. Nachtrag:

    Neben dem Show-Flic-Flac über das Brief-”Geheimnis”, das wegen der vorherigen Eigen-Veröffentlichung kein Geheimnis mehr war, und dem Salto rückwärts über das Persönlichkeitsrecht der Brief-Autorin und der Band “Wir sind Helden” (auch Künstler- ind Unternehmer-Persönlichkeitsrecht betroffen!) scheinen die dahinter steckenden Köpfe sich auch keinen Kopf um das Urheberrecht der Autorin gemacht zu haben – bzw. auch diese Rechtsverletzung in Kauf genommen zu haben.

  385. Es mag ja sein, dass Sebastian Heiser “keine Bauchschmerzen” hat! Ich aber, habe Morgen einfach kein Bock auf die taz und werde sie nicht kaufen.

    Judith sieht halt nicht nur gut aus, kann singen und hat Talent, sie hat auch eine eigene Plattform, ist gebildelt, eloquent (“… wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.” – prust!) und hat Popo in der Hose! Im Gegensatz zu Sebastian / zur taz.

    Indignez-vous!

  386. Hack Dir Deine Meinung! wäre besser gewesen :-D

  387. Schade, keine flattr-Funktion

  388. Was habt ihr denn dagegen, dass die taz diese Anzeige entgegen nimmt und sich bezahlen lässt? Der Brief ist super – den sollen doch alle zu lesen bekommen. Und dass sich die Bild dafür noch bedankt und für die Verbreitung Geld ausgibt ist doch in Ordnung. Das ist doch nur in der zweiten Ironie-Ableitung irgendwie komisch. Und selbst dann sollte doch die taz sich einfach darüber freuen.

    Vielleicht bin ich aber auch zu einfach gestrickt und kapiere da was nicht…

    eric

  389. Die Bild-Zeitung lässt es sich also 12.555 Euro kosten, um die taz-Leser zu ärgern. Und die taz nimmt die Kohle.

    Alles klar, dann brauch ich die Zeitung ja ca. 12.555 Tage nicht mehr kaufen.

  390. Pingback: BILD-Zeitung nutzt Holofernes Absage « hungriger Hirsch

  391. Die taz hat bei mir an Beachtung gewonnen. Die Werbung muss ich mir nicht ansehen, zumindest nicht online. Unabhängigkeit einer zeitung erkennt man daran was und wieviel aus ihr rausfällt wenn man sie falsch hält.

  392. Liebe kritische Tazleser, wenn Euch nicht gefällt, daß die Taz eine Bild-Werbung veröffentlicht, lest doch nochmal, was Sebastian Heiser oben dazu geschrieben hat.
    Wir haben 2011 und fundamentalistisch orientiertes Denken hat durchaus seinen Platz – aber bitte auch am richtigen Platz. Sonst wirkt es meist eher kontraproduktiv.

    Die Taz wird genausowenig bisher unkritische Bürger kritisch machen, wie kritische Tazleser aufgrund der Anzeige zur Bildzeitung überlaufen werden.

    Und es kann durchaus sein, daß im Jahre 2011 Zwölfeinhalbtausend Euro ein echtes Argument sind, wenn man für die Taz-Finanzen verantwortlich ist.
    Herrgottnochmal. ‘Nur Fundi’ ist einfach zu kurz gedacht – sonst dürften hier alle nur noch politisch/ökologisch korrekten Reis fressen. Ach nee – der kommt ja von viel zu weit weg …
    Und daß ‘Wahrheit’ kein einfache / eindimensionale Angelegenheit ist, zeigt das Interview ganz schön auf. Frau Holofernes weiß durchaus, daß sie gar keine Chance hat, nur ‘gegen’ die Bild zu sein – instrumentaliert wird man in jedem Fall. Das beschrieb sie schon sehr zutreffend in ihrem offenen Brief vorher. Mann kann ‘höchstens’ die möglichst ganze Wahrheit aussprechen.
    Und genau deswegen darf die Taz ‘ganz locker’ die Anzeige abdrucken. Solange die Wahrheit transparent offenliegt. Dann kann sich jeder seine eigene Meinung bilden (haha) und -natürlich- ggfs Konsequenzen ziehen. Denn wir sind ja alle sehr kritische Tazleser. Grummelgrummel …

  393. Ja, was ist denn nun die Stellungnahme der taz zu der Werbung? Oder ist das ein schlechter Witz den ich nicht verstehe?

  394. Pingback: BILD-Kampagne importiert Holofernes’ “Ich glaub, es hackt”-Absage » Rechtsanwalt Markus Kompa

  395. Selbst ernannte Intellektuelle scheinen Pressefreiheit nur dann zu akzeptieren, wenn diese sich – bitte schön – an den eigenen Wertvorstellungen ausrichtet. Die Leser anderer Blätter sind dann “saudumm”.

    Zitat von ´Wir sind Helden´: “Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.”

    Wer so abfällig über andere urteilt, weil sie eine Zeitung lesen, die ihnen selbst nicht passt, der ist gefährlich. Herabwürdigung anderer, nur weil sie sich für eine andere Zeitung entscheiden als man selbst, ist das allerletzte, was ich in einer freien Gesellschaft haben möchte. Pseudointellektuelle Zensur ist dafür noch der harmlosere Ausdruck.

    Ich mag die Bildzeitung nicht. Auch die Bild – Zeitung für Intellektuelle, den Spiegel, finde ich wenig überzeugend. Wer sich aber so in der eigenen Wohlgefälligkeit suhlt, wie die Bild-Kritiker, die kaum noch laufen können vor moralischer Überheblichkeit, den finde ich besonders supekt. Auf die Bild Zeitung zu prügeln, ist billig. Schneller, leichter und mit weniger Risiko kann man wohl keinen Applaus einheimsen. Wirklich “beeindruckend”, soviel Heldentum.

    Oder besser: Widerlich überheblich.

    P.S.: Ich musste bei der originellen Reaktion der BILD schon schmunzeln. Hat jedenfalls mehr Stil, als die geschmacklose Selbstbeweihräucherung selbsterklärter Helden.

  396. Krasse Nummer der Springer-Presse:

    Flic-Flac über das Briefgeheimnis und dreifacher Salto rückwärts über das Persönlichkeitsrecht.

    Da wird anschaulich abgeBILDet, wessen Geistes Kinder (und “kluge Köpfe”?) dahinter stecken – nicht nur bei redaktioneller Berichterstattung, sondern auch im Rahmen kommerzieller Werbung mit vermeintlich “geist-reichem” Touch.

    Um so besser: Das Interview mit Judith Holofernes.

  397. Frau Holofernes hat auch bei mir merklich an Beachtung gewonnen, die taz allerdings selbige verloren.
    Schon bei Dr letzten Diekmann/Bild Anzeige hat man sich wahrlich nicht mit Rum bekleckert. Für Ideale in der Anzeigenabteilung hat das Budget scheinbar nicht mehr gereicht. “Glückwunsch”, dass die taz wieder so zum Spielball machen lässt.
    Wie damals schon: Lieber würde ich mehr fürs Abo zahlen, als Werbung für dieses unsägliche Blatt zu sehen.

  398. Philipp: Weil die BILD-Zeitung uns dafür bezahlt. Laut unserer Anzeigenpreisliste kostet eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige unter der Woche 12.555 Euro. Das sind schon ein paar Monatsgehälter für einen taz-Mitarbeiter. Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von Ölkonzernen wie BP. Wir würden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken, aber leider wollen die nicht häufiger bei uns Anzeigen schalten. Unabhängiger Journalismus muss schließlich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir davon machen.

    Dabei muss natürlich vorausgesetzt sein, dass BILD, Vattenfall und BP mit ihren Anzeigen nicht unsere Unabhängigkeit tangieren, also dass sie daran keine Bedingungen für unsere Berichterstattung knüpfen. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, dann lassen wir uns sehr gerne bezahlen, um für solche solche Konzerne Werbung zu schalten. Und dass die taz unkritisch über die BILD-Zeitung berichtet, diesen Vorwurf hat bisher noch niemand erhoben. Und das sieht man ja auch an dem Interview, das in diesem Fall sogar in der gleichen Ausgabe erscheint wie die Anzeige.

    Wir leben in einer Gesellschaft, die voller Werbung steckt. Unsere Leser sind den Umgang mit Werbung gewohnt und können einschätzen, dass es sich bei der Werbung nicht um eine Aussage der taz handelt, sondern des Unternehmens, das die Anzeige in Auftrag gegeben hat. Es wäre ja absurd, wenn ausgerechnet die taz, bei der die Werbeeinnahmen in kritische Berichterstattung fließen, auf die Werbeeinnahmen verzichten sollte, während andere davon profitieren. Die Anzeige ist klar als solche erkennbar und daher habe ich keine Bauchschmerzen, dass wir sie abdrucken.

  399. Wieso genau druckt die taz diese Anzeige?

  400. Man kann dem Interview schon entnehmen, dass Judith Holofernes das nicht gerne hat – und was macht die taz: Sie akzeptiert die Anzeige. Schlechter Stil von Euch!

  401. (Achja, Niveau schreibt man eigentlich so: Niveau.
    Nur weil das bei diesem Wort ungefähr so peinlich ist wie wenn ein h ins nämlich rutscht)

  402. Judith Holofernes ist eine mutige Bürgerin – und eine große Demokratin!

  403. Ein Zusammenhang fehlt mir da beim Verständnis noch: warum druckt ihr so eine Werbung denn bitte ab? Steht es so schlecht bei den Finanzen?
    Damit reiht ihr euch ja direkt ins JvM und Bild Niveu mit ein.

  404. Pingback: Living the future » Blog Archive » Wir sind Helden und die Bild, eine stilvolle Absage! : Update!

  405. Liebe taz, schönes Interview keine Frage. Frau Holofernes hat bei mir in den letzten Tagen deutlich an Sympathie zugelegt. Was ich mich allerdings frage…warum habt ihr diese Anzeige der Bild eigentlich veröffentlicht? Damit transportiert ihr doch auf eine gewisse Weise genau das, was Frau Holofernes in ihrem Brief verneint- die Bild ist kein harmloses Trash-Medium so, dass man solche Anzeigen augenzwinkert betrachten sollte! Die Bildzeitung ist ein perfides Instrument der Meinungsmache auf schlimmsten Niveau! Erich Gruchka würde im Grabe rotieren.

    Man kann mir nun gerne vorwerfen, ich wäre ein verbissener, humorloser Altlinker, aber so alt bin ich gar nicht. ;)

  406. Ja, interessant, dass die taz sich da zu Verfügung stellt. Hoofe, dass wird noch von der Redaktion ‘begleitet’…