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vonandreas bull 02.04.2013

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Von taz-Verlagsgeschäftsführer Andreas Bull

„Wenn ihr eure Texte umsonst im Internet veröffentlicht, dann wirkt sich das negativ auf eure Erlöse aus, oder?“ Auf diese oft gestellte Frage kann es nur eine Antwort geben: Ja und Nein.

Ja, die Auflagen der Zeitungen sinken dramatisch. Auch die der taz. Das ist gewissermaßen der epidemiologische Befund. Und nein, die Nachfrage nach taz-Artikeln war noch nie so groß wie jetzt. Allein die Startseite von taz.de wird Tag für Tag knapp 140.000-fach aufgerufen. Eine riesige Reichweite und eine gute Gelegenheit, LeserInnen mit allen Angeboten aus dem taz-Universum in Kontakt zu bringen.

Über die Internetseite taz.de erreichen uns die allermeisten Bestellungen, egal um welche Produkte es sich dabei handelt. Texte und Abos einerseits, aber eben auch Fahrräder und Gartenkräutersamen. Wir arbeiten daran, dass alle diese Dinge die wesentlichen Attribute und Werte, von denen man ausgehen kann, dass sie mit der Marke taz positiv verbunden werden, enthalten. Und schließlich, in Verkäufen materialisiert, die Finanzierung der Arbeit dieses einzigartigen Redaktionskollektivs der taz stützen.

Pfingsten endlich soll es mit dem sogenannten Relaunch von taz.de so weit sein – Sie werden staunen, wie schön es wird! Am Nutzungsprofil in der Grafik kann man gut ablesen, wie viele Seitenaufrufe zu welcher Tageszeit und an welchem Wochentag von den BesucherInnen auf taz.de ausgelöst werden. Wochentags decken sich die Spitzenwerte mit den Büroöffnungszeiten, am Wochenende verteilen sich die Besuche bei insgesamt etwas geringerem Niveau eher gleichmäßig über den ganzen Tag.

Wir sind zuversichtlich, dass auch Sie Muße und Zeit finden, uns weiter zu besuchen und hier ein wenig herumzustöbern. Es ist bestimmt das Richtige für Sie dabei!

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http://blogs.taz.de/hausblog/2013/04/02/relaunch-von-taz-de-sie-werden-staunen/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Wer sein Produkt heutigentags vorab noch dermaßen bieder bewirbt:
    „Sie werden staunen!“,
    hält seine potentiellen Kunden offenbar für kongenial-spießig u./o. grenzdebil und unfähig, sich selbst eine Meinung zu bilden. Jetzt MUSS ich also schon vorab staunen „werden“; aber derlei Schreibschreib scheint ja bei den zeitgenössischen taz-Lesern anzukommen – wünschte nur, dass sich bei so manchem zwischenzeitlich nicht zu große Verspannungen etablieren:
    „Bin gespannt!“, etc..

  • relaunch hört sich zunächst mal gut an, so wie reorganisation oder reorientierung oder eine dusche nehmen. entscheidend aber ist die ordnung in eurem kopp, die entweder fördert oder hindert, dass ihr alle nase lang wieder mit den wölfen heult bzw. seltsamerweise wie ein springerhaftes mainstream-medium in ein gejaule einstimmt. ich sag nur „libyen-krieg“, aber das ist wirklich nur ein winziges beispiel.
    take it easy, nehmt die leserkommentare wie indizien, wie schatten an der wand: sie zeigen euch, wo IHR anlass geboten habt für eine überbordende völlig gaga aus dem ruder laufende meinungsabsonderung.
    viel erfolg beim duschen,
    es braucht eine gute zeitung!

  • „Wochentags decken sich die Spitzenwerte mit den Büroöffnungszeiten…“
    Naja, alle Vorurteile über TAZ-Leser bestätigt. In der Produktion Beschäftige und Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen im speziellen(die typische Putzfrau) haben sicherlich keine Zeit in der Arbeitszeit zu surfen. BTW Selbstständige ebenfalls nicht. Die Grafik ist also der beste Beweis das TAZ Leser dem kuschligen, Steuergelder verschlingenden (Steuern von den Erstgenannten erarbeitet…) bundesdeutschen Verwaltungsmoloch angehören.
    (BTW ich schreibe hier in meiner Freizeit am WE…)
    Aber ich befürworte das. Solange das TAZ-Klientel hier liest können sie keine schikanösen Verwaltungsvorschriften gegenüber dem arbeitendem Volk erlassen. Dafür danke ich der TAZ.

  • wie ist die voraussichtliche tippfehlerquote nach dem relaunch?: Die geplante Tippfehlerquote nach dem Relaunch liegt bei 0, genau wie jetzt auch.

    Wir haben eine Korrektur-Abteilung, die alle Texte auf Tippfehler und Rechtschreibung gegenlesen soll. Leider geht auch der Korrektur einmal ein Fehler durch. Im Blatt dürften die meisten Fehler aber in Texten stehen, die unser Korrektorat nicht gelesen hat. Das passiert, wenn bei einem Thema kurz vor Redaktionsschluss noch neue Entwicklungen geschehen. Dann ist die Frage, was besser ist: Wenn der Inhalt stimmt – oder die Rechtschreibung? Die meisten Redakteure neigen dann dazu, bis zur allerletzten Minute an diesem Text weiterzuarbeiten – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Seite auch ohne Korrektorat sofort in die Druckerei geschickt wird.

    Das Problem bei Zwischenüberschriften ist, dass sie erst ganz am Ende gemacht werden, wenn der restliche Artikel fertig ist. Früher kann man sie nicht machen, weil Zwischenüberschriften auch ein layouterisches Element sind. Es entscheidet sich also nicht nach inhaltlichen Kriterien, wo im Text eine Zwischenüberschrift am besten hinpasst, sondern nach dem Aussehen: Wo würde bei einem langen Text („Bleiwüste“) ein Element zur Auflockerung hinpassen? Zwischenüberschriften stehen daher zum Beispiel nie ganz unten am Ende einer Spalte, sondern in der Regel irgendwo in der Mitte. Man muss also erst den Text fertig schreiben, bevor man die Zwischenüberschrift machen kann. Weil die meisten Journalisten erst auf den letzten Drücker fertig werden, ist das der Moment kurz vor Redaktionsschluss. Dementsprechend geht es recht hektisch zu, wenn die Zwischenüberschrift geschrieben wird, und so sind gerade bei solchen sehr exponierten Stellen häufiger Fehler als anderswo. Sehr ärgerlich.

  • Ist denn schon abzusehen, wie die gaplante Tippfehlerquote nach dem „Relaunch“ aussehen wird? Weiter oben oder mehr so in der Mitte des Hochgebirges in der Grafik?

    Und auch weiter mit so schönen typos mitten in fetten Zwischenüberschriften, wie bisher?

  • Bitte bitte bitte nicht übertreiben und bei einem nüchternen Layout ohne Schnickschnack bleiben. Und: bitte nicht die Leserkommentare stärken. Die sind zu oft überflüssig bis dumm. Nicht nur hier sondern bei jedem Medium. Und Kommentare um Gottes Willen nicht sofort freischalten – das zerstört auch den letzten Rest an Qualität.

  • naja hauptsache ihr tut was gegen die nazitrolle in den kommentaren. dann würde ich auch wieder häufiger die seite besuchen und was zahlen

  • schön soll es werden? hmmm, hauptsache, es wird übersichtlich. heute verzettelt sich alles ein wenig. ich wünsche mir eine klare, kompakte darstellung, und z.b. keine wiederholung desselben links an mehreren stellen auf derselben seite.
    und dann v.a. mehr direkte online einbeziehung der leser. kommentare sollten nicht erst durch die kontrolle gehen, sondern gleich freigeschaltet werden (wegen mir mit notbremse gegen missbrauch).
    ansonsten bin ich, wie immer, für viel veränderung in kleinen schritten. ich mag nicht erst auf eine revolution warten müssen.
    und inhaltlich: ihr nervt mich ziemlich oft, aber dann gibts bei euch auch wieder balsam wie nirgendwo anders…

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