Neues Testabo: So wollen wir Abo-Schwankungen glätten

taz-Grafik: Infotext/P.Sobotta

Von taz-Geschäftsführer Andreas Bull

Was grafisch so aussieht wie ein Alpenpanorama, zeichnet unsere Bemühungen nach, Abos für die taz zu werben. Das nervöse Hoch und Runter wird durch zwei Faktoren hervorgerufen: Die Nachfrage nach rabattierten und befristeten Testangeboten steigt – aber sie bricht nach Ablauf der Frist wieder ein. Umgekehrt zeigt die Abokurve zu Ferienbeginn jäh nach unten, weil viele LeserInnen ihr Abo unterbrechen – und wieder nach oben, wenn alle wieder daheim sind.

Jahrelang haben wir versucht, diese Schwankungen zu planieren (mit Sommersonderangeboten) – meist vergeblich. Da die Befürchtung gegenwärtig groß ist, angesichts der – epidemiologisch betrachtet – bedrohlichen Lage (Zeitungskrise!) in den Senken zu verschwinden, haben wir zwei Neuigkeiten: Das stark rabattierte Testangebot (10 Ausgaben der taz.am wochenende für 10 Euro) endet nicht mehr automatisch, sondern ist ein günstiger Einstieg ins stete Wochenendabo. Zweitens fordern wir unsere AbonnentInnen vor Urlaubszeiten auf, ihr Abo nicht mehr zu unterbrechen, sondern wahlweise im Zeitraum der Abwesenheit zu spenden (die taz organisiert das) oder es sich als E-Paper liefern zu lassen. Mit zwei verschiedenen Online-Formularen für die Abonnenten unserer täglichen Ausgabe und der Wochenendausgabe ist das mit ein paar Klicks eingerichtet. Hauptsache, das Abo läuft weiter!

Kommentare (12)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. I’m astounded at how straight forward you make this topic look thanks to your articles, but I must admit I still don’t quite fully grasp it.
    It seems too complicated and extremely exhaustive for me.

    I am anticipating your future publishings, I will try to get the dangle
    of it.

  2. Hallo Gunnar,

    von mir aus sind es fast 600 Kilometer bis Berlin und ich blättere gerne durch die Berlin-Seiten … gut die Kultur lass ich auch aus. Auch die Nord-Ausgabe ist in vielerlei Hinsicht lesenswert … auch hier wieder verständlicherweise ohne Kultur.

    Altpapier fällt bei mir keines an …
    Vielleicht ist ja das “Kombi-Abo” was für dich.
    Montag bis Freitag elektronisch und Samstags print.
    Ich spar mir das Print generelll. Die Android-App ist zu empfehlen – auch wenn mir es besser gefallen würde bei den le monde-Ausgaben einen Hinweis zu bekommen … die versteckt sich immer feige hiter der Nordausgabe

  3. Noch ein Nachtrag zum Thema “Abofalle”: Unser reguläres Wochenendabo kann man übrigens monatlich kündigen. Jeden Monat ziehen wir 13,90 Euro von Ihrem Konto ein und jeden Monat können Sie uns mitteilen, dass Sie uns nicht mehr möchten.

    Gunnar: Freut mich, wenn Sie über ein Wochenendabo nachdenken! Schon jetzt muss ich Sie aber vorwarnen: In jeder Ausgabe sind nicht nur zwölf Seiten aus Berlin, sondern auch vier Seiten aus Stuttgart.

  4. Ich hatte gerade das automatisch ausgelaufene Abo für 10 Euro. Das war mehr als preiswert und erfülte genau seinen Zweck. Ich weiß nun, dass ich die TAZ nicht abbonieren werde.

    Gründe: Nicht wegen dem Inhalt, sondern weil mich 200 km von Berlin entfernt die täglichen Berlinseiten und auch die pralle Berlinkulturvorschau nicht interessiert. Auch fällt beim täglichen Lesen und Wochenendnachlesen zu viel ungelesenes Altpapier an. Eine Tagesabendzeitung ist für Berufstätige, nach meinem Geschmack, in der heutigen Informationszeit (z.B. TAZ-online) nicht mehr notwendig.

    So freut es mich, dass eine stärkere Wochenendausgabe mehr in den Focus rückt. Da bin ich dann bedeutend eher an einem realen Abo interessiert.

  5. Danke für den Hinweis. Bisher war es mir stets zu teuer die taz finanziell zu unterstützen, die Genossenschaftsanteile liegen leider etwas oberhalb meines finanziellen Gestaltungsfreiraums und für tägliches Zeitunglesen fehlt mit die Zeit.
    Durch den Beitrag habe ich erfahren, dass es ein Wochenend-Abo gibt. Freue mich nun sehr auf die erste Ausgabe :)

  6. Daraus darf abgeleitet werden, dass man sich um sein Dasein keine ernstlichen Sorgen machen muss.

  7. Liebe LeserInnen eines Testabos der taz,

    uns geht es bei dem Angebot, 10 Ausgaben taz am wochenende für 10 Euro zu testen, auf gar keinen Fall darum, Lesewillige zu einem Abo zu verleiten, das sie nicht wirklich wollen. Wir spekulieren ausdrücklich nicht auf die Vergesslichkeit derjenigen, die ein Testabo abgeschlossen haben. Im Unterschied zu unserem alternativen Probeaboangebot, die tägliche taz 5 Wochen ebenfalls für 10 Euro zu abonnieren (dieses Abo endet nach wie vor automatisch nach 5 Wochen), ist aber die Frequenz des Kontaktes mit der taz von denjenigen, die lediglich die taz am wochenende abonniert haben, eher gering. Alle diese TestabonnentInnen erhalten daher nach Bezug der 5. Ausgabe zusätzlich einen Brief, in dem wir uns erkundigen, wie ihnen die neue taz am wochenende gefällt, und sie darauf hinweisen, dass sie uns innerhalb der folgenden drei Wochen mitteilen müssen, wenn sie das Abo nicht unbefristet fortführen wollen.
    Mit dieser Maßnahme wollen wir auch betonen, dass bei dem gegenwärtig außerordentlich dynamischen Wandel der Mediennutzung aus unserer Sicht ein Stück medienpolitischer Verantwortung auch bei den Lesenden liegt. Es ist die entscheidende Antwort auf die Frage, ob man einen Beitrag zur Finanzierung der Arbeit der taz-Redaktion leisten möchte. Dafür bieten wir so viele verschiedene Möglichkeiten an (Abo, Wochenendabo, ePaper-Abo und tazzahlich-Abo), dass für jede und jeden mit Interesse an der taz das Richtige dabei sein sollte.

    abu

  8. Immer, wenn ich ‘n Zehnerle überhabe, leiste ich mir ein Testabo.
    Dann muss ich an nix denken, freue mich jedes Mal, wenn ‘ne taz kommt, und merke irgendwann, das es nun vorbei ist.
    Tja, bisher.
    Aber nun, mit Abofalle? Vorsicht, ABstand! Gefahr!

  9. Das nicht selbstverlaengernde Test-Abo war bis jetzt ein grosser Vorteil der taz, denn das konnte man risikolos verschenken oder anderweitig Anderen ans Herz legen. Ich wuerde da bei automatischer Verlaengerung einen Rueckgang erwarten. Das waere nur sinnvoll, wenn mit den stark rabattiertem Angebot soviel Geld verloren wird, dass eine hoehere Quote erreicht werden muss.

  10. bitte kein sich selbst verlängerndes taz-Abo!
    Lieber ein etwas teureres WE-Abo zB.
    Ich zB habe nicht genug Einkommen, um mein Informationsbedürfnis zu befriedige – lese ab und an die taz. Sie ist sehr viel besser geworden, umfassender. Lese regelmäßig im Abo die – den -Monde Diplomatique. EIne fantastische Zeitung. Die muss sein.
    Lese inzwischen regelmäßig die Zeit, die ist auch wieder sehr viel besser geworden und muss sein, um die konservativ bis liberal-bürgerlichen Strömungen hier mitzubekommen, Ausserdem ist der Wissenschaftsteil gut.
    Leider beträgt mein Einkommen – ich lebe in einer der ärmsten Gegenden Deutschlands, wo wir alle Geiseln der Agroindustrie sind, nur etwa 1TSD EUR monatl, also nur unsesentlich mehr als ALG II. Sobald ich mehr ereirtschafte, kommt die taz-versprochen!

  11. Ein sich selbst verlängerndes TAZ-Abo? Schade! Dann werde ich es nicht ausprobieren, die TAZ regelmäßig zu lesen (und zu bezahlen). Ich vermute, die Testabonnenten werden dann tendenziell abnehmen. Auch ein Weg die Wogen zu glätten: ganz einebnen.

  12. Bitte, bittebitte kein sich automatisch verlängerndes Testabo. Das ist eine fürchterliche Kultur im deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt. Ich kann die wirtschaftliche Motivation natürlich verstehen, aber das ist eines der größten Ärgernisse bei Abonnements überhaupt. Man möchte mal reinschnuppern und sich das ganze ansehen, dann kommt etwas dazwischen, man vergisst die Kündigung und ärgert sich. Bei mir – ich erhebe natürlich keinerlei Anspruch auf Verallgemeinerung – führt das nur dazu, dass ich solche Testabos einen Tag nach Abschluss zum Ablaufdatum gleich wieder kündige, um es später nicht zu vergessen.
    Legt lieber eine Kleinigkeit auf die wirklich sehr günstigen 10€ für 10 Ausgaben drauf oder verkürzt die Bezugszeit auf 10€ für 8 Ausgaben o.ä., oder lasst euch beim Abschluss das Recht einräumen, vor der vorletzten Ausgabe mal anzurufen oder zu mailen, um zu klären, ob’s weitergehen soll. Oder lasst das Testabo weiter automatisch enden, aber bietet ein Incentive an, wenn man vom Testabo auf ein reguläres Abo verlängert. Ein Panther-Shirt oder sowas, es gibt ja genug.