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von 19.04.2013

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Wir haben um die taz.am wochenende gestritten, bis die Fetzen flogen. Wir haben gekämpft – in der Redaktion, Print wie Online, aber auch mit dem Verlag. Wie viel tagesaktuelle Nachrichten brauchen wir am Wochenende? Wie viel Politik? Wie viel gesellschaftliche Themen? Oder gehört das nicht ohnehin zusammen? Wollen wir mehr Geschichten über Menschen? Oder lieber mehr Analyse? Und schließlich: Wie stark soll sich taz.am wochenende von taz.die tageszeitung unterscheiden?

Die Intensität der Auseinandersetzung ist angemessen. Es geht um viel. Darum, einmal mehr die Zukunft der taz zu erfinden und den Journalismus zu modernisieren. Denn auch dafür steht die taz: Mit Neuerungen wie den Schwerpunktseiten, der Erfindung von taz.zwei oder auch mit dem ersten Internetauftritt einer überregionalen Zeitung neue Trends zu setzen.

Wir wollen und können es uns nicht leisten, angesichts der Medienkrise den Kopf in den Sand zu stecken und auf bessere Zeiten zu hoffen. Deshalb überarbeiten wir den taz.de-Auftritt, in wenigen Wochen wird er freigeschaltet. Und heute schon können Sie die erste Ausgabe der neuen gedruckten taz.am wochenende lesen. Sie ist von der ersten Seite an anders. Während der Alltag geprägt ist vom hektischen Nachrichtenkonsum, haben viele Menschen am Wochenende mehr Zeit und Muße zum Lesen. Daran haben wir uns orientiert.

Auf den Seiten 2 und 3 beschäftigen wir uns mit den tagesaktuellen Nachrichten, dann wird es tiefsinniger und hintergründiger, analytischer und erzählerischer. Es geht uns um das, was wirklich wichtig ist. Wir setzen entschieden eigene Schwerpunkte. Mit großen Textstrecken und kleinen Elementen. Wir haben neue Formate entwickelt, die klein und spitz und böse sind. Die anregen und aufregen und einfach Spaß machen sollen.

Mit unseren neuen Fortschrittseiten wollen wir zeigen, wo es vorangeht in Forschung und Entwicklung, vor allem aber in gesellschaftlichen Prozessen, in Deutschland und international. Wir wollen Alternativen aufzeigen und deutlich machen, wofür es sich zu engagieren lohnt.

Auch die sonntaz haben wir überarbeitet. Vom taz-Knigge, der sagt, was gar nicht geht, über das vergessene Kochrezept und viel Kultur bis hin zum Hausbesuch und der großen gesellschaftlichen Frage reicht das neue Angebot im Magazin der taz.am wochenende. Und weil Wochenende auch etwas mit Leselust zu tun hat, stellen wir zum Auftakt gleich die Frage: „Müssen wir die Liebe neu erfinden?“

Wir sind gespannt auf Ihre Reaktionen. Viel Vergnügen!

PS: Die taz.am wochenende gibt es in jedem gutsortierten Kiosk, digital im eKiosk oder testweise an 10 Wochenenden für 10 Euro.

In der ersten Ausgabe

Lieb‘ so viel du willst! Monogamie ist out, sagen die, die es wissen möchten. Und Treue erst recht. Zu viele Partner, die besser sein könnten. Zu viele Ansprüche. Warum betrügen wir, wenn wir einfach in offenen Beziehungen leben könnten – oder polyamor? Müssen wir die Liebe neu erfinden?

Katrin Göring-Eckardt ist die neue starke Frau der Grünen. Die mit dem sanften Kirchentagsimage. Wer ist die Politikerin dahinter?

Noch hat die Koalition einen Fuß in der Tür zum Atomendlager im Wendland. Ein Bericht aus dem Gorleben-Untersuchungsausschuss

Das Tante-Emma-Dorf: Bäcker, Fleischer oder Banken sind heute in vielen Dörfern verschwunden. Nicht in Barmen. Ein Besuch

Gespräch: Der FAZ-Herausgeber und Bestseller-Autor Frank Schirrmacher beschäftigt sich mit den großen Fragen der Zeit. Ein Gespräch über die Ökonomisierung des Denkens

Reportage: Emel Zeynelabidin war eine Verfechterin des konservativen Islam. Dann hat sie ihr Kopftuch abgelegt – und sucht seitdem im Glauben nach Freiheit und Liebe

Mit Kolumnen von Peter Unfried, Jörn Kabisch und Kai Schächtele

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aktuell auf taz.de

kommentare

  • habe mich gefreut auf die neue taz am wochenende. und bin nicht enttäuscht. inhalte, artikel: gefallen gut und halten, was versprochen wurde. aber, freunde, das layout wirkt auf mich sehr unruhig, zu bunt, zu viele und nicht zusammenpassende bilder. muss ja nicht gleich aussehen wir die welt am sonntag, aber bitte arbeitet an der formalen gestaltung! aus hamburg grüßt Michael Klein

  • Kommentar S. 6, „Achtung, Friedensradler unterwegs!“
    Leider habe ich auf taz.de nicht gefunden, wo man den Beitrag direkt kommentieren kann. Also:

    Einen dämlicheren Kommentar habe ich selten gelesen. Im taz-Archiv hätte der Autor schnell feststellen können, dass der Begriff Friedensradler seit Jahrzehnten anderweitig besetzt ist und der Text nur als Beleidigung verstanden werden kann. Auch vom sonstigen Inhalt her ist er äußerst dürftig und fragwürdig.

    Kein guter Start für die Kommentarseite der Wochenendtaz, die ich bisher i.A. für ihre fundierten politischen Kommentare geschätzt habe.

    Curt Schmidt, Stutensee
    (taz-Abonent seit 1980)

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