Stelle frei: Volontärin gesucht!

Manchmal ist nicht nur wichtig, was geschrieben wird. Sondern auch wer schreibt.

Die taz Panter Stiftung finanziert deshalb eine taz-Volontariatsstelle für eine Frau mit Migrationsgeschichte. Es gibt keine Altersbeschränkungen und spezifische Berufsabschlüsse sind nicht zwingend. Soziales Engagement, Lebenserfahrung sowie Interesse am Qualitätsjournalismus werden vorausgesetzt.

Das Volontariat beginnt am 1. Oktober 2013 und dauert 18 Monate. Schreib- und journalistische Erfahrungen sind von Vorteil.

Gehalt: Netto Bafög-Höchstsatz plus BVG-Monatskarte

Bewerbungen bitte per E-Mail bis zum 26. Juli an:
taz Panter Stiftung
Frau Konny Gellenbeck
stiftung@taz.de

Das Volontariat wird aus Mitteln der gemeinnützigen taz Panter Stiftung finanziert. Spenden jeder Größenordnung helfen, das Volontariat finanziell auszustatten: Das Spendenkonto der taz Panter Stiftung liegt bei der GLS Bank Bochum (BLZ 430 609 67) und hat die Konto-Nummer 11 03 71 59 00.

Kommentare (9)

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  3. Hallo Jules, niemand in der taz hat Schwarze “Neger” genannt. Der Begriff ist abwertend und beleidigend. In unserer Berichterstattung werden Schwarze in der Regel gar nicht bezeichnet, weil bei den meisten Themen, über die wir berichten, die Hautfarbe der Protagonisten keine Rolle spielt. Wenn sie doch eine Rolle spielt, dann bezeichnen wir Schwarze als Schwarze oder Afrodeutsche.

    Es geht bei der Auseinandersetzung um etwas anderes: Ob der Begriff überhaupt in der taz geschrieben werden darf. Wenn das Wort “Neger” in Texten der taz vorkommt, dann bei unserer Berichterstattung über das, was da draußen in der Welt passiert. Zum Beispiel als ein Verlag entschieden hat, das Wort “Neger” aus Kinderbüchern zu streichen. Die taz hat über diese Entscheidung des Verlags berichtet. In diesen Berichten hat die taz auch das Wort genannt, um das es in dieser Auseinandersetzung geht. In einem Kommentar zum Thema hat der Autor übrigens befürwortet, dass das Wort “Neger” aus den Kinderbüchern verschwindet: “Das Problem ist ja nicht nur, dass das Wort ‘Neger’, das früher gebräuchlich war, heute als diskriminierend gilt. Hinzu kommt, das es vielen Kindern heute schlicht nicht mehr geläufig sein dürfte. Will man es der nächsten Generationen da nun ausgerechnet per Kinderbuch beibringen?” Auch dieser Kommentar konnte jedoch sinnvollerweise nicht geschrieben werden, ohne dabei zu benennen, um welches Wort es überhaupt geht.

    Noch ein Beispiel: Wenn in Berlin ein Schwarzer überfallen, zusammengeschlagen und als “Neger” beschimpft wird, dann würden wir bei unserer Berichterstattung über den Fall das Wort zitieren. Schließlich kann man dann darauf schließen, dass der Angriff einen rassistischen Hintergrund hat und somit von erheblich größerer Relevanz ist als wenn es sich um irgendeine Kneipenschlägerei handeln würde.

    • Hallo Sebastian,
      als Redakteurin der Wiener Zeitschrift “Frauensolidarität” möchte ich Dir und Deinen Kolleg_innen, die die Benutzung des N-Wortes verteidigen, im Namen unserer gesamten Redaktion vehement widersprechen: Nein, es ist nicht zwingend nötig, verletzende Worte ständig zu reproduzieren. Wir tun das in unserer Zeitschrift nicht und sehen auch überhaupt keinen Sinn dahinter über Rassismus zu berichten und geleichzeitig verletztende Sprache anzuwenden und Betroffene rassistischer Gewalt gleich nochmals zu treffen. Ich persönlich kann die Logik dahinter überhaupt nicht nachvollziehen. Ihr habt in der nun monatelang geführten Diskussion einige Argumente gegen den Gebrauch gehört und gelesen und seid offensichtlich nicht bereit auch nur einen Fußbreit von der rassistischen Bezeichnung abzuweichen.
      Die taz war bisher immer ein Medium, dem wir uns politisch nahe gefühlt haben – das ist nun nicht mehr so.

      Jule Fischer

      -
      Redaktion Frauensolidarität
      Editorial Office “Solidarity among Women”
      im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung
      Sensengasse 3, A-1090 Wien, Austria
      Fon:++43/1/317 40 20/404
      http://www.frauensolidaritaet.org

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  5. aber dann nicht immer das n-wort zu denen sagen …. heuchlerisch nennt mensch sowas

  6. Hä, mit dem im ersten Kommentar verlinkten, doch sehr nach FDP klingenden Begründung warum ihr so wenig zahlt, ist mir dieses Pulp Fiction Filmzitat eingefallen:

    http://www.youtube.com/watch?v=DicYF4RQBnU

    So stell ich mir dann das Einstellungsgespräche vor:

    “Are you my n***a?”

    -thogo

  7. Ich dachte es wären fast alles Volontariatsstellen.

  8. Um die üblicherweise bei dieser Stellenausschreibung aufkommenden Fragen schon vorab zu beantworten:

    Wir haben mehrere Volontariatsstellen. Bei einer davon ist die Bewerbung von Männern sowie von Frauen ohne Migrationsgeschichte von vornherein ausgeschlossen. Diese Volostelle soll helfen, die ansonsten im Journalismus bestehende Diskriminierung von Frauen sowie von Menschen mit Migrationsgeschichte auszugleichen. Es ist damit ganz ähnlich wie bei Frauenquoten in Führungsgremien, wie sie etwa bei der Telekom oder den Grünen existieren. Solche Maßnahmen zur Förderung diskriminierter Gruppen sind auch gemäß § 5 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ausdrücklich erlaubt.

    Zur Frage, warum wir unsere Volontäre nicht gemäß Tarifvertrag bezahlen, gibt es eine Stellungnahme von Verlagsgeschäftsführer Karl-Heinz Ruch.