Zur Sache: Warum die Bundeswehr in der taz werben darf

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Die Bundeswehr darf Anzeigen in der taz schalten. Manche fragen sich deshalb, ob wir noch ganz bei Trost sind. Doch die Angelegenheit muss sachlicher betrachtet werden.

2,3 Millionen Euro hat die die taz im Jahr 2014 an Erlösen durch die Veröffentlichung von Anzeigen eingenommen. Eine ganz schöne Menge, wenn man bedenkt, dass allein die Position Redaktionskosten, in denen Text- und Bildhonorare, Reise- und Agenturkosten undsoweiter addiert werden, im selben Zeitraum 2,7 Millionen Euro betrugen.

Ganz schön wenig, wenn man feststellt, dass damit der Anteil an den gesamten Umsatzerlösen nicht einmal 9 Prozent beträgt. Und erst recht, wenn man diesen Anteil ins Verhältnis setzt zu den marktüblichen 33 Prozent*. Wir spüren dies Monat für Monat an den traditionell niedrigen taz-Gehältern, die wir uns auszahlen können.

Doch der relativ geringe Anteil an Anzeigenerlösen hat auch sein Gutes. In der Medienkrise ist die taz deutlich weniger von bitteren Erlöseinbußen betroffen als die anderen Marktteilnehmer. Darüber hinaus schützt er vor mehr oder weniger subtilen Versuchen, die journalistische Unabhängigkeit der Redaktion zu beeinflussen.

Wir können Ihnen mit großem Selbstvertrauen versichern: Die Unabhängigkeit der Redaktion bleibt jederzeit von der Einschaltung kommerzieller Anzeigen vollständig unangetastet. Aber die Einnahmen von Anzeigen sichern, so gering sie auch sein mögen, die Handlungsfähigkeit der taz.

Dabei wird die Annahme von Anzeigen nach ihren inhaltlichen Aspekten immer vom Verlag daraufhin geprüft, ob sie wegen Sexismus, Militarismus oder Rassismus abzulehnen sind. Nach unseren Kriterien, auf die sich die Mitarbeitenden der taz in vielen Diskussionen im Hause und mit den LeserInnen und GenossInnen geeinigt haben, sind das Bundesministerium für Verteidigung und die Bundeswehr nicht grundsätzlich als militaristisch in diesem Sinne zu bewerten.

Für bestimmte Werbeaussagen könnte dies dennoch zutreffen, und der Abdruck solcher Anzeigen würde im Hause von der dafür zuständigen Anzeigenabteilung mit Sicherheit abgelehnt.

Die Redaktion der taz bewertet kommerzielle Anzeigen nicht, beeinflusst nicht ihre Inhalte und sortiert auch nicht nach guten und schlechten Im Gegenteil, die Redaktion der taz arbeitet vollständig unabhängig und veröffentlicht ihre Erkenntnisse ohne Rücksicht auf die Interessen der Kunden.

Auch wenn Ihnen persönlich der Gedanke widerstrebt, dass eine Anzeige der Bundeswehr in der taz erscheint, bitte ich Sie dennoch um Ihr Verständnis.

Mit besten Grüßen aus der taz,

Andreas Bull, Geschäftsführer

*Bis vor 10 Jahren bestand das marktübliche Verhältnis der beiden wichtigsten Erlösquellen von Zeitungen noch aus 1/3 Vertriebserlösen (aus Abonnements und Einzelverkäufen) und 2/3 Anzeigenerlösen. In der seither eingetretenen digitalen Transformation der Mediennutzung hat sich das Verhältnis umgekehrt. Dieser Prozess geht irreversibel weiter und bedroht den professionell betriebenen Journalismus existentiell.

 

Titelbild: dpa

Kommentare (74)

  1. Ich habe schon viel in der Taz ausgehalten und bin ihr doch treu geblieben! Bei Werbung für die Bundeswehr dreht sich mir fast alles im Magen um und es ist eine Grenze überschritten! Bitte kommt zurück zu euren Wurzeln und lasst uns mit der Taz ein Organ feiern, das stets gegen den Strom geschwommen ist. Wir brauchen keinen Mainstream-Krieg gegen den Terror, sondern ein Einstehen für Alternativen; und die waren immer gewaltfrei!

  2. Guten Abend,
    haltet ihr eure Leser für nicht zurechnungsfähig?
    …“ und die Bundeswehr nicht grundsätzlich als militaristisch in diesem Sinne bewertet.“
    Ich frage mich, nach diesem Satz, und reibe mir die Augen,
    was ihr wohl sonst noch aus der Feder gelassen habt, um zu täuschen oder die Leserschaft zu veräppeln. Unglaublich.
    Theda Ohling

  3. Hallo liebe tazler,
    eure Argumente leuchten ein, aber trotzdem ist man als Leser erschüttert, unseren jahrzehntelangen „Gegner“ – wie alle bewaffneten Organisationen – seitengroß für sich werben zu sehen. Wir sollten das Ganze einfach übersehen, schreibt ihr sinngemäß. Das tue ich ja auch, aber trotzdem hätte ich gerne mitgekriegt, wie „die Redaktion, die Leser und die Genossen“ über dieses Thema diskutiert haben! Davon habe ich nämlich nichts mitgekriegt, und ich bin Abonnent seit 1982…

  4. Früher galt einmal der Slogan „Täglich eine linke Tageszeitung“. Was ist davon geblieben?
    Wie kann man so tief sinken? Wie kann man Reklame für eine derartige Organisation wie die Bundeswehr machen? Für diese Truppe ist kein starkes Wort zu stark. Reiht die taz sich jetzt ein in die Liga von Eroberungs- und Kolonialkriegsbefürwortern in der Regierung?
    Was kommt demnächst? Werbung für Krauss-Maffei oder die NPD, weil das angeblich auch keine „militaristischen Organisationen“ sind?
    Meine Abokündigung ist unterwegs. Ich hatte die taz über 30 Jahre.

  5. In Wehrpflichtzeiten war ich Zeitsoldat, weil ich unbedingt fliegen wollte. Wahrscheinlich wollte ich damals wichtige Fragen nur aus einer Höhe betrachten, aus der sie klein erscheinen. Kriegsdienst habe ich verweigert, als ich mit Erfahrung meine heutige Meinung entwickelt hatte.
    Die Art und Weise der Wehrpflichtaussetzung ohne tiefergreifende öffentliche Debatte scheint mir für den Umgang mit „gewaltigen“ globalen Belangen pragmatisch hilfreich – wie aber zukünftig mit Sicherheitsbelangen umzugehen ist bleibt zu wenig diskutiert.
    Wie Freiwillige ohne Werbung in Medien – auch in der taz – für diese „Drecksarbeit“ gewonnen werden sollen, weiß ich nicht; allerdings sehe ich anhand der großenteils verbotenen Tabakwerbung keinen Erfolg des Verbotes.
    Für die taz ist aus meiner Sicht weiter zu garantieren, dass Werbung die Redaktion nicht beeinflusst und die geltenden Normen eingehalten werden. Wenn so alle MitarbeiterInnen tariflich bezahlt werden können, können wir darüber nachdenken, wer in der taz regelkonform werben darf.

  6. „11.11.2015, 11:11 Uhr von andreas bull “

    Tataaa, Tataa, Tataaaaaa …

    Ist es ein Narr, der uns verkündet: Bundeswehr rettet den genossenschaftlich betriebenen, professionellen Journalismus?

    Schön wär’s!

  7. Sorry, aber Bundeswehranzeigen in der taz, das geht gar nicht!
    Ich trete deshalb der Genossenschaft nicht bei und werde im Wiederholungsfall mein Abo kündigen.
    Grüße
    Uli

  8. 1. Ich finde es generell nicht schlecht, Geld auch anzunehmen, wenn es mir eigentlich widerstrebt (wie z.B. ALG2…). ABER die Verbreitung von solchen „Sprüchen“ möchte (und werde!) ich nicht unterstützen!!!

    2. Wo ist die Grenze? Stinkt auch das Geld der NPD nicht?

  9. Ganz sachlich stelle ich fest, dass mein antrag auf mitgliedschaft in der
    genossenschaft – schon eingetütet, frankiert und unterschrieben, in den papierkorb wandert. Wenn weiterhin anzeigen der bundeswehr in der taz meine Augen, meinen geist und meine überzeugungen beleidigen und empören, kündige ich auch mein abo. Mit dem merkelschen pragmatismus habe ich nichts am hut.

    Mit enttäuschten grüßen

  10. Dass die Printmedien vom Aussterben bedroht sind, ist ja allgemein bekannt. Warum hat die taz das Blättersterben bisher überlebt?
    Ganz sicher nicht, weil sie so potente und tolle Anzeigenkunden hat!
    Eher weil sie im Vergleich mit den Konkurrenten einen sehr hohen Anteil von engagierten LeserInnen hat (hatte), die Prinzipien und Ideale haben und auch bereit sind, dafür etwas zu zahlen.
    Wenn sich die Position des Anzeigenleiters der taz, Jan Kniggendorf, weiter durchsetzt, wird die taz genau dieses Potenzial verspielen. Es ist das einzige, was sie wirklich von der Konkurrenz unterscheidbar machen könnte und viel mehr wert, als eine Anzeige der Bundeswehr.
    In seiner Reaktion auf meine Abo-Kündigung hat Herr Kniggendorf seinen Stolz zum Ausdruck gebracht, ein Bundesministerium (das Kriegsministerium) als Anzeigenkunden zu haben. Kein Zweifel war hörbar …
    Entweder er ist bei der taz falsch – oder ich.

  11. Ich bedauere es sehr, dass an diesen Tagen bereits zweimal eine Anzeige der Bundeswehr in der taz erschienen ist.
    Ich halte das Argument, dass die Bundeswehr dafür zahlt, für nicht
    ausreichend, da diese leider auch mit meinem Steuergeld subventioniert
    wird.
    Vielmehr wünsche ich mir, dass mindestens ein Artikel über die
    Steuerverweigerung wegen Militärsubventionen vom Staat oder über das
    Konzept für ein Zivilsteuergesetz
    (http://www.netzwerk-friedenssteuer.de/index.php/rechtswege)
    geschrieben wird, um aktiv gegen die deutsche Bundeswehr und ihre
    Kriegsvorbereitung zu werden.

  12. Naja, dass die Unabhängigkeit der Redaktion unangetastet bleibt, will ich gerne glauben. Aber auch die mit Werbung gefüllten Seiten sind Teil der taz und tragen mit dazu bei, wie die Zeitung wahrgenommen wird.

    Eine inhaltliche Prüfung von Anzeigen findet wohl statt (gut so!). Dass das vom Verlag und nicht von der Redaktion gemacht wird – geschenkt, klingt nach einer Selbstverständlichkeit.

    Das ganze Dilemma ist eigentlich in diesem einen Satz enthalten: „Nach unseren Kriterien […] sind das Bundesministerium für Verteidigung und die Bundeswehr nicht grundsätzlich als militaristisch in diesem Sinne bewertet.“ Klar, dass das nicht alle taz-LeserInnen so sehen wollen, ich lkönnte mir vorstellen, dass die erwähnten Diskussionen hierzu extrem kontrovers verlaufen sind.

    Bei aller Sachlichkeit: Sind die Einnahmen aus der BW-Werbung so hoch, dass es lohnt, einen Teil der LeserInnen zu verprellen?

    Mit genossenschaftlichen Grüßen!

  13. Und dann heute nochmal obenadrauf lecker die ganzseitige Me.Movies-Anzeige, bezahlt aus der Portokasse des Axel-Springer-Verlags.

    Ihr versucht uns doch für dumm zu verkaufen!

  14. Der Aufruf zur Sachlichkeit greift fehl, Herr Bull. Es ist ein schöner Griff in die Trickkiste, die Bundeswehr nicht mehr als kategorisch “militaristisch“ zu labeln, damit man die falsche Prämisse setzen kann, man habe nicht mit den eigenen Anzeigenrichtlinien gebrochen. Danach geht man hin und verweist erwartbar auf die pragmatische Ebene: “Uns fehlt die Kohle, daher müssen wir die Werbung schalten und die Bundeswehr ist doch ohnehin jetzt total lieb und baut nur noch Brunnen und stellt Zelte zur Verfügung.“

    Das mag sein, aber man muss auch mal folgendes bedenken: die Bundeswehr schießt und verteidigt weiterhin mit Waffen von u.a, Heckler und Koch, Kraus-Maffei, Rheinmetall, etc. Ihre Ausrichtung ist weiterhin unstrittig militaristisch.

    In der PR-Abteilung der Bundeswehr dürfen sie sich übrigens jetzt über die TAZ kaputtlachen und es wird ungefähr so klingen: “WOW, also, Leute, ganz ehrlich?! Wenn etzt sogar schon das linke Kampfblatt für uns wirbt, dann war die Aktion wahrlich ein echter Erfolg. Guck Dir die Narren da mal an: erzählen einen von Weltfrieden und Pazifismus und schalten dann unsere Werbeanzeigen, weil Geld eben doch nicht stinkt. Haha, muhahah!“

    Wer sich aus Finanziernot Prinzipien auf- oder abkaufen lässt, der hat keine Prinzipien. Die “feinen Unterschiede“, die die Leser machen sollen, sind nur eigene PR-Abwehr einer Zeitung, bei der die Leser wirklich schlauer sind als die Redakteure dort und im Idealfall ihr TAZ-Abo kündigen. Heuchlerei will keiner unterstützen. So ein Debakel ist übrigens nicht einmal satirisch zu kompensieren. Für Satire hält das jetzt sicher nur die Bundeswehr.

    “Was möchten Sie jetzt tun?“, fragen ja viele Webseiten, nachdem man eine bestimmte Aktion abgeschlossen hat. Ich jedenfalls möchte jetzt, auch wenn die x-te Wiederholung das nicht origineller macht, mein Abo kündigen.

  15. Hhhhääääää?

    „das Bundesministerium für Verteidigung und die Bundeswehr nicht grundsätzlich als militaristisch in diesem Sinne bewertet.“

    >>>…gehts noch? Eine Armee ist nicht militaristisch? WAS DENN DANN?

    „Die Redaktion der taz bewertet kommerzielle Anzeigen nicht, beeinflusst nicht ihre Inhalte und sortiert auch nicht nach „guten“ und „schlechten“ Im Gegenteil, die Redaktion der taz arbeitet vollständig unabhängig und veröffentlicht ihre Erkenntnisse ohne Rücksicht auf die Interessen der Kunden.“

    >>> Und die Nazis schalten demnächst auch Ihre Anzeigen bei Euch, oder was?

    Wenigstens eine Distanzierung der taz hätte ich auf der nächsten Seite erwartet.
    Die taz hat ihre Seele an den Teufel verkauft und Ihren LeserInnen vors Schienbein getreten!
    Ich werde meine Freundin überreden, ihr taz-Abo zu kündigen. Und ich hoffe, viele werden es Ihr nachtun. Dann kann die taz ja Feldzeitung für Söldner in Afghanistan oder sonstwo schreiben.

  16. Was denn für Werbung? Das war doch das, was man am besten überblättert, wegschneidet, ausblendet … ich lese keine Anzeigen, egal von vom. Meine Zeitung kaufe ich meistens bar am Kiosk. Ein schlechtes Gewissen habe ich ob der ignorierten Werbung nicht.

  17. Die Anzeigen zur Anwenbung von Mitarbeitern sind eine gute Idee; denn es ist ja in unser aller Interesse, mehr kluge, gut informierte taz-Leser bei der Bundeswehr zu wissen.

    Eine Situation mit ziemlich vielen Wins.

  18. Hallo taz,

    war es nicht früher so, dass strittige Werbung abgedruckt wurde und auf der folgenden Seite eine Satire der taz über diese Werbung zu finden war.
    Dann hätte die taz das Geld und die Militäranzeige würde keine Wirkung entfalten.
    Wäre das keine Lösung?

    Solidarische Grüße

    Tom

  19. Jaja genau, die Bundeswehr ist ein Unternehmen geworden und genau das ist das Problem. Aber sie ist ganz bestimmt kein Unternehmen, wie jedes andere auch.
    Dass eine solche Medienkampagne militaristisch ist, ist doch nicht so schwer zu sehen, oder liebe Anzeigenredaktion? Aber klar, man kann sich auch einfach alles so zurecht legen, wie man es gerne hätte, wenn man eben grade kohle braucht.

  20. Als langjährigem taz-Abonnenten schmeckt mir diese Anzeige überhaupt nicht. Aber die Bundeswehr ist ein Unternehmen, wie viele andere auch. Insofern darf sie auch werben dürfen. Allerdings bin ich gespannt, welche Unternehmens-Anzeigen wir künftig zu erwarten haben, wenn vor der Bundeswehr nicht mehr Halt gemacht wird.

  21. ahoi, wäre die bundeswehr ein unternehmen, hätte ich mir die verpixelung des logos gewünscht. peace

  22. ahoi,
    wäre die bundeswehr ein konzern, hätte ich mir die verpixelung ihres Logos gewünscht. peace

  23. wer konflikte mit bomben,bodentruppen und massenexekutionen für gut befindet, weil er/sie sich auf der richtigen, guten seite befindet, nämlich hier der „westlichen weissen demokratien“ kann auch irgendwann für gewehre und pistolen reklame machen, gilt es doch das mühsam ersparte eigenheim und die unbeschränkte freiheit der eigenen kinder im gentri-kiez zu verteidigen..

    rülps..

  24. Boah, liebe taz ihr seid echt nur zu bedauern.

    Ihr habt die spießbürgerlichsten allesrichtigmacher und allesbesserwisser ever unter euren lesern. soviel moralisches geheuchel wie hier in den kommentaren ist echt unerträglich.

    Ey ihr schreihalse, die ihr gerade eure gefühlten tazabos im dutzend kündigt und die tazler mit eurer linksreaktionären scheiße zukackt: wer baut denn die zelte für eure ach so geliebten flüchtlinge auf? die bundeswehr! wer sichert oder flickt die deiche wenn elbe und rhein wieder hochwasser schieben? die bundeswehr! wer fliegt deutsche Staatsbürger aus kollabierenden Staaten aus? die bundeswehr! wer schützt die containerschiffe aus china die eure neuen teuren flachbildfernseher transportieren, vor piraten? bundeswehr!

    klar ist die truppe ein schwieriger haufen, klar ist da in afghanistan einiges richtig beschissen gelaufen. geschenkt. aber ohne bundeswehr ist auch richtig blöd. und bundeswehr brauch wohl ziemlich dringend leute, sonst würden die nicht so verzweifelt kampagne machen, selbst in der taz.

    vielleicht – ihr linksreaktionären allesrichtigmacher und allesbesserwisser – vielleicht meldet ihr euch einfach selber freiwillig zum waffendienst. so von wegen truppe von innen verbessern und so. gibt angeblich richtig gut kohle dafür – für den nächsten flachbildfernseher.

    grüße vom elbedeich.

    • Hallo du einfach nur so reaktionärer Nichtswisser und Allesfalschmacher. Dann kannst du uns Linksreaktionären ja auch bestimmt erklären, wozu man beim Flüchtlingszelte aufbauen und Deiche reparieren Waffen braucht. Und ich melde mich natürlich nicht freiwillig zum Waffendienst, da ich über ein voll funktionstüchtiges Gehirn verfüge. Und @taz na ein Glück! Und ich hatte schon gedacht, das hätte was damit zu tun, dass ihr – für den richtigen Betrag – auch die Omma und Kleinschwesterlein verscher…nein? Na dann! Und immer dran denken: verdienen kommt von dienen!

    • Geht’s noch? Das, was du da beschreibst, könnte auch jede zivile Organisation machen, wenn sie mit dem Geld der Bundeswehr ausgetattet wäre. Dafür braucht man wirklich keinen bewaffneten Haufen. Und von der Geschichte der Bundeswehr scheinst du auch keine Ahnung zu haben. Die linksreaktionären allesrichtigmacher und allesbeseerwisser aus den K-Gruppen haben sich früher scharenweise freiwillig zum Waffendienst gemeldet …

  25. Die Bundeswehrmacht – Invasionsarmee ( ehemals Bundeswehr – territoriale Verteideigungsarmee )
    verteidigt in Afghanistan keine Menschhenrechte. Die gibt es dort nicht, jedfenfalls nicht in dem Sinne, w8ie wir diese in Europa verstehen.
    Unsere Armee ist dort nur aus einem Grund, nämlich um ein Regime am Leben zu erhalten, um an den in Afghanistan vorhandenen Bodenschätze zu partizipieren. Es ist also ein reiner Wirtschaftskrieg, der mit allen Mitteln, bis hin zum Massentöten von Zivilisten – Tanklasterbomabierung bei Kundus geführt wird.
    Diese Wirtschaftskriegsführungsarmee sollte in der Taz nicht beworben werden

  26. Wann darf man die Anzeige von Heckler&Koch, dem BND und anderen erwarten?
    Wo zieht Ihr eigentlich die Grenze? Es macht doch hier keinen Sinn über Erlösquellen und deren Verhältnisse nachzudenken, dies ist eine ethische Frage und wenn Ihr die intern nicht verantwortungsvoll lösen könnt, fragt Eure Gesellschafter(Eigentümer)!

    Wie gehe ich als Genosse damit um – Anteile erhöhen, jetzt sicher nicht!

  27. Ich beantrage, dass sich die taz.de wenigstens ein Mal an ihre eigenen An-kündigungen/drohungen hält und infolge ihres im ersten Quartal dieses Jahres (neuerlich) online durchgeführten Klinkenputzens (sinngemäß):
    Wir brauchen bis zum September/Oktober d.J. 20.000(!), „… die freiwillig für taz.de zahlen“,
    und dem (neuerlich) definitiven Nicht-Erreichen jenes Zieles, dass sie ihren online-content endlich sperrt, d.h.: nur noch für Zahler zugänglich macht, die derlei „Qualitätsjournalismus“ aktiv unterstützen (wollen/müssen), ggf., weil sie der Leser-Meinungslenkung durch dieses Blättchen bedürftig sind; Und somit käme auch niemand mehr in altruistische Versuchung, gewisse Artikel (zeitaufwendig) richtigstellend leserkommentieren zu müssen, um dem Distributierten auf gleicher Ebene etwas entgegenzusetzen – zumal die Leserkommentar-Funktion durch verschiedene ‚Maßnahmen‘ der vorlaufenden Jahre inzwischen zur total ‚gefilterten‘ Plattform für Claqueure u./o. Heißluftbläser verkommen ist.
    Der Wandel, den die taz in den vergangenen ca. fünf Jahren v.a. auch im Redaktionellen genommen hat, läßt keinerlei Raum mehr für Tagträumereien, wohin deren ‚Reise‘ wohl (noch) gehen könnte.
    Hier-zu bleibt noch schmunzelnd hinzuweisen auf die: „Moorlinse“, in der die taz steckt, cf.:
    blogs.taz.de/hausblog/2015/11/10/taz-neubau-bautagebuch-montag-09-11-15/
    Kann die Bundeswehr helfen?
    Mein inzwischen klammheimlich wieder gelöschter L.kommentar jedenfalls wohl nicht (mehr).

  28. Der erste Skandal ist, das die Bundeswehr Werbung macht, und in Schulen mit Geld (z.B. bezahlte Fahrten nach Bonn) um sich schmeißt.

    Das die TAZ sich dem nicht entgegenstellt ist sehr schade, aber aus finanziellen Gründen nachvollziehbar, gerade, wenn die Selbsteinschätzung der (hier bloggenden) Leserschaft stimmt, dass sie für so etwas unempfänglich ist.

    Der zweite Skandal ist, dass Bundeswehr kein normaler Arbeitgeber ist, wie der Schlosser von nebenan oder das Stahlwerk in meiner Heimatstadt, sie ist eine der Gewalt verpflichtete Einrichtung.

    Der dritte Skandal ist, dass Bundeswehr keine Verteidigungsarmee ist, wer sollte denn die BRD zu Lande zu Wasser oder in der Luft mit Gewalt bedrohen?

    Der vierte Skandal ist, dass die Bundeswehr dazu dient politische Interessen militärisch umzusetzen, ob dies mit dem Grundgesetz vereinbar ist, sollte jeder für sich bewerten, ich denke nein, auch wenn das Verfassungsgericht dies (leider) nicht so sieht, oder sehen darf(?).

    Gewalt darf nicht nur kein Mittel der Politik sein, sie kann es auch nicht sein, da sie nie zum Erfolg führt.

  29. Nein, die „Arbeit“ bei der Bundeswehr ist keine normale. Deshalb ist eine Werbung für eine solches „Geschäft“ weder seriös noch moralisch zu vertreten!
    Erst recht nicht, wenn diese auch Werbeveranstaltungen bei minderjährigen Kindern (entgegen der Kinderrechtskonvention der UN) in unseren Schulen durchführen.

    Das Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

    Die Werbung der Bundeswehr unterschlägt völlig, dass es sich um eine Arbeit handelt bei der Menschen, meist Zivilisten, getötet und verstümmelt werden. Das Töten von Menschen zu erlernen war nie, ist es auch heute nicht und darf auch zukünftig keine “normale” Berufsausbildung sein. Der grundgesetzliche Auftrag der Bundeswehr zur Landesverteidigung hat sich mangels “Feinden” spätestens seit 1989 erledigt. Die sogenannten Auslandseinsätze seither waren Kriege (Jugoslawien, Somalia, Afghanistan, ..), die mit dem grundgesetzlichen Auftrag der Selbst- oder Landesverteidigung nichts zu tun haben und nur immer neue Flüchtlingsströme erzeugen.

    Aus diesem Grund begrüße ich auch eine „Flüchtlingserzeugungssteuer“ auf Rüstungsgüter, wie sie kürzlich von Aktion Freiheit statt Angst vorgeschlagen wurde. Die Bundeswehr und die Staaten, denen wir „unsere“ Waffenexporte verkaufen sorgen damit dafür, dass die Menschen in Massen zu uns kommen müssen. (https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/5248-20151108-fuer-eine-fluechtlingserzeugungssteuer.htm)

    Rainer H. vom Berliner Bündnis Schule ohne Militär (schuleohnemilitaer.com)

    (evtl. jetzt doppelt, habe aber bei der ersten Eingabe keine Bestätigung erhalten)

  30. Um den wirtschaftlichen Aspekt überhaupt beurteilen zu können: wie viel bringt denn eine ganzseitige Anzeige? Die Frage des nach Redaktionscodex ‚ethisch Zulässigen‘ stellt sich ja auch bei anderen Inserenten. Erinnere an Bild, BP (oder war’s Shell) …

  31. Drei lustige Verschwörungstheorien, warum die taz mittlerweile ganzseitige Anzeigen für die Bundeswehr abdruckt.

    1. Theorie: Die männlich besetzte taz Chefredaktion will beweisen das auch sie jahrelang gedient hat – unter dem strengen, weiblichen Regiment öffentlich gut kommunizierender Journalistinnen wie Georgia Tornow, Bascha Mika und Ines Pohl, die wenigstens immer so clever waren, die internen Widersprüche der Zeitung seitenweise argumentativ austragen zu lassen. Diesen herrischen Rechtfertigungsdrang fand man anscheinend in Wahrheit immer sehr dämlich, wie die »friss oder stirb« Überschrift »Zur Sache: Warum die Bundeswehr in der taz werben darf.« vermuten lässt. Befehl? Gehorsam! Punkt, Ende, aus! Widersprüche erfolgreich versenkt: Diskutieren darf man noch ein wenig im Forum. Clevere Strategie: Das stört da ja auch nicht weiter. Glückwunsch!

    2. Theorie: Die taz hat nach wie vor selbstverstänlich ein großes ökologisches Gewissen, weiß aber zugleich ganz genau: »Von Kai Silicon Valley Diekmann lernen, heißt siegen lernen«. Weil im Journalismus alles irgendwie endgültig digital werden soll, möchte man, das in naher Zukunft wenigstens für die Printausgabe keine Bäume mehr sterben sollen. Da nervt die heutige »Generation Gleitsichtbrille« aus den Achtzigern und davor (war da was?) nur, die beim Frühstück storrisch bedrucktes Papier in den Händen halten will, zugleich aber unverschämterweise aus ihrer Studentenzeit immer noch das saugünstige »Leider, leider Abo« bezieht. Für diese Theorie sprechen eindeutig die BILD-Typografie und das 1/1Format der Bundeswehranzeige, die auch mit schlechten Augen nicht zu übersehen ist. Gesehen, gezielt und alle sehr betroffen. Glückwunsch!

    3. Theorie: Deutsche Monumente der absoluten Glaubwürdigkeit wie ADAC, VW, DFB und der Kaiser wackeln plötzlich und eröffnen unerwartete Einblicke in Welten, die nie zuvor ein braver Bürger vermutet hätte. Da möchte man natürlich nicht nachstehen: Als journalistische Bombe wird demnächst enthüllt, das die taz in Wahrheit einst vom Verfassungsschutz iniitiert und bis heute gesteuert wurde (Deckname: Genossenschaft), um die vermeintlich linke publizistische Gegenöffentlichkeit systematisch besser kontrollieren zu können. Nach dem bekannt werden dieser Meldung online auf http://www.spiegel.de rollen sofort Köpfe in der Redaktion. Danach startet man umgehend eine wie immer geniale Imagekampage: Die taz – ein starke Truppe. Glückwunsch!

    Schluss mit lustig! Jetzt mach ich mal, was wirklich zählt.de: Ich kündige mein Abo. Als Konsequenz. Aus Überzeugung. Wahrscheinlich nicht als Einziger. Der zahlenbewusste Geschäftsfüherer der taz kann dann ja später betriebswirtschaftlich ausrechnen lassen, was sich langfristig mehr gelohnt hat: langfristig das Vertrauen und die bisherigen Zahlungen treuer AbonenntInnen oder kurzfristig die Staatskohle für die Schaltung der Anzeigenserie, die aus Sicht der Werbeagentur zielgruppenspezifisch eigentlich ohne Sinn ist, aber wahrscheinlich gedruckt und in Farbe zeigen soll, das man Euch mangels Geld und Kreativität, um kleinteilig passende Anzeigenkunden zu akqurieren, gut vorführen kann.

    Grüße aus der partiell pazifistisch verwahrlosten Hippiestadt Bremen, deren Lokalteil von Euch ja bereits vor Jahren bis auf eine lächerliche Seite erfolgreich versenkt wurde.

    • Wo ist der „Like-Button“ wenn Mensch ihn braucht?!

      • Ja, Danke! Wenn ich es richtig im Netz gelesen habe kostet die gesamte Bundeswehrkampage unerträgliche 11 Millionen Euro. Hey, taz stimmt das? Was könnte man damit… Die taz ist übrigens nicht die BILD der Linken, wie unten vermutet. Warum nicht? Bei der taz sind die Leserlnnen mittlerweile definitiv intelligenter als die verantwortlichen Entscheider. Bei BILD ist das weiterhin genau anders herum. Die Wahrheit ist: Die taz ist nach diesen Anzeigen die BRAVO der Linken, denn: Das Jugendmagazin „taz“ hilft der Bundeswehr bei der Rekruten- und Imagewerbung. Von der harten Einsatzrealität findet sich keine Spur. Das behaupte ich nicht nur, das hat die taz visionär bereits 2012 über sich selbst recherchiert: http://www.taz.de/!5083857/ …oder habe ich mich etwas verlesen (-; Insgesamt ist diese dreiste Entwicklung natürlich schade, denn Bettina Gaus (Politik), Ulrike Herrmann (Wirtschaft), Jenni Zylka (Popkultur) und Silke Burmester (hat sich witzig wie sie ist bereits frühzeitig das passende Outfit zugelegt) bleiben natürlich großartige und meinungsstarke AutorInnen. (-;

  32. Heute morgen habe ich unter Protest das Abo gekündigt und bekam diese Antwort (stark gekürzt):

    Am 12.11.2015 um 16:40 schrieb Jan Kniggendorf:

    > […]
    >
    > Ihre Abo-Kündigung wurde ja bereits von der entsprechenden
    > Abteilung bearbeitet. Ich schreibe Ihnen hier als
    > Anzeigenleiter.
    >
    > […]
    >
    > So gesehen sind Anzeigen von Konzernen, großen Unternehmen
    > oder eben auch von Bundesministerien für uns ein Erfolg. Die
    > Kampagne vom Bundesministerium der Verteidigung wurde
    > übrigens auch in anderen Tageszeitungen und
    > Nachrichtenportalen (Spiegel Online, Zeit, Süddeutsche,
    > Welt, FAZ…) geschaltet. So gesehen waren wir zumindest in
    > diesem Fall im „relevant Set“ des Tageszeitungsmix vertreten.
    >
    > […]

    Lieber Herr Kniggendorf,

    danke für Ihre ausführliche Antwort.
    Nun ist mir klar geworden, dass die Entscheidung der Abo-Kündigung genau richtig war.

    Sie freuen sich sichtlich, betrachten es als Erfolg, ein Bundesministerium als Anzeigenkunden gewonnen zu haben!
    Wie schön, mal im „relevant set“ der Großen mitspielen zu dürfen!
    Meiner Meinung nach sind Sie bei der falschen Zeitung. Oder wir eben …

    Natürlich ist es legitim, Anzeigen zu schalten und Anzeigen geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
    Aber irgendwo gibt es doch Grenzen, nicht wahr?
    Ich z.B. bin nicht bereit, für Papier zu bezahlen, auf dem die olivgrüne Werbung des Kriegsministeriums gedruckt ist.

    Wo ist Ihre Schmerzgrenze? Sichern Rüstungsfirmen nicht auch Arbeitsplätze?
    So wie Sie das angehen, kriegen Sie die sicher auch noch als Kunden …

    Mit pazifistischen Grüßen
    Martin F.

    • Genau diese Mail habe auch ich bereits im Vorfeld meiner Kündigung von Herrn Kniggendorf erhalten.

      Was er als „Erfolg“ verbucht halte ich für absolut fahrlässig und nicht hinnehmbar! Zumindest habe ich jetzt mitbekommen, dass noch mehr Menschen ihr Abo gekündigt haben und auch wenn es nach jahrelanger Leserschaft nicht einfach ist, so gibt es dennoch Schmerzgrenzen. Diese hat die taz Redaktion in einer Woche mehrmals überschritten und damit ein Bild bei mir hinterlassen, welches sich nicht mehr mit jenem deckt, was mich einst veranlasste, auch über den Beitritt zur Genossenschaft nachzudenken. Schade, dieser Wertewandel kam sicherlich nicht von heute auf morgen bei der taz, doch enough is enough…

  33. Es passt nicht, das der Bundeswehr die Bühne gegeben wird in der TAZ. Vielleicht hättet ihr Eure Genossen dazu befragen sollen? Wo ist die (Schmerz)-Grenze erreicht?
    Schade…..

  34. Und heute hat es erneut eine Anzeige der Bundeswehr in die taz geschafft. Weil es so schön war, dieses Mal sogar gleich ganzseitig, statt nur zur Hälfte wie beim letzten Mal. Damit habt ihr euch aus meiner Sicht nun völlig zum Schmierblatt der Kriegs- und Rüstungsindustrie gemacht. Meine Abo-Kündigung ist auf dem Weg… Ich hoffe das noch mehr Menschen die Konsequenzen aus dieser Situation ziehen und euch damit aufzeigen, dass ihr mit der Entscheidung für die Bundeswehr zu werben, eine Fehlentscheidung getroffen habt!
    Einige Argumente der Befürworter sind sicher verständlich, aber auch als Privatmensch oder THW-Mitarbeiter (beide machen es ehrenamtlich und nicht für Sold), kann Mensch Flüchtlingsunterkünfte aufbauen oder Katastrophenschutz leisten. Die BW ist in erster Linie aber nicht für derlei Aufgaben zuständig und verschlingt zudem noch Unmengen Steuergelder. Die Rüstungsindustrie verdient am Waffenverkauf und kann ihr Mordgeschäft weiter ausbauen. Deutsche Waffen, deutsches Militär und deutsches Geld morden zuverlässig weiter in der Welt! Die taz fördert diese Praxis…

  35. Wir wollten eigentlich bald mal ein TAZ Abo abschließen, das hat sich jetzt wohl erledigt.

  36. Herrlich, diese rhetorischen Pirouetten des Herrn Bull. Aber was soll alles Klagen? Die Gewehre der BW verschießen bekanntlich nur Blümchen und Einhorntränen, Geld stinkt nicht und irgendwie muss der pompöse Neubau ja finanziert werden – da kann man Prinzipien doch mal Prinzipien sein lassen und den Lesern mal wieder erklären, wie falsch sie das alles verstehen, nicht wahr?

  37. Viel Spaß mit der Bundeswehr, von mir kriegt ihr keinen Cent mehr für Artikel. Falls es euch deshalb finanziell noch schlechter geht, empfehle ich Kraus-Maffei-Wegmann.

  38. Linke (Faschisten) die meinen alles schlechtreden zu müssen was von der „Gurkentruppe“ kommt, leben weit ab der Realität.
    Ich fühle mich als Sozialist, habe in der Truppe gedient und habe meine Erfahrunge gemacht, die ich keinesfalls missen möchte.
    Neben dem ach so bösem Gewehr oder Pistole das ein Soldat nunmal mit sich trägt, verteidigt diese Gurkentruppe euer (immer gern genutztes) Recht auf freie Meinungsäußerung. Daneben und viel wichtiger jedoch, leistet die BW in vielen Ländern der Welt wertvolle Entwicklungsarbeit.
    Achja nicht zu vergessen, diese „militaristische“ Gurkentruppe baut gerade ziemlich viele Zelte für eure ach so geliebten Refugees auf.
    Klappe halten, setzen, lernen, sechs.

    • Danke für diesen Kommentar, Herr Zimmermann! Das Beste, das ich unter der ganzen realitätsverneinenden Einheitsplörre heute lesen durfte. Schön zu sehen, dass es noch ein paar selbstständig denkende Sozialisten gibt!

      • die bundeswehr hat ihren platz in diesem land, egal ob die taz nun für sie wirbt oder nicht. das kann man sinnvoll finden oder nicht. nur ob die bundeswehr in der taz einen platz braucht, das darf doch ein paar fragezeichen wert sein.

    • Ich weiss ja nicht wann Sie “ gedient “ haben. Nach Auflösung des Warschauer Paktes gibt es nichts mehr zu verteidigen. Des halb ist die Bundeswehr- territoriale verteidigungasarmee – zu einer Bunderswehrmacht Invasionsarmee umgebaut worden um für deutsche wirtschaftliche und politische Interesse Kriege zu führen. Das hat nichts , aber auch gar nichts mit Verteidigung zu tun !

    • Wer bedroht unsere Meinungsfreiheit „von außen“, so dass sie militärisch verteidigt werden müsste?
      Oder ist mit Meinungsfreiheit die Freiheit einiger weniger (super)reicher Menschen (samt ihrer politischen und jounalistischen Entourage) gemeint, ihre eigene Meinung veröffentlichen zu können?

  39. Was für ein Griff ins Klo, das darf man dann ruhig auch mal zugeben! Schönreden kommt ganz verklemmt rüber. Klar, wir brauchen alle Kohle. Wie viel bringt eine ganzseitige Anzeige? Wie viele AbonnentInnen werden abspringen? Lass das mal gegenrechnen. Bundeswehr ist nicht militaristisch, neee klar…. Das mit dem -isstisch ist auch so eine Sache, also schnell damit unter den Esstisch. Haben ja noch nicht ma ne Knarre, die richtig schiesst in der deutschen Armee, können also nicht so schlimm sein, oder was oder wie? Am Ende sollte man es auch mal so sehen: es ist echt kein Kompliment für die taz, dass die Bundeswehr davon ausgeht, dass ihr die Anzeige bringt. Danke und schüss.

  40. Mit Geld kann man alles kaufen!
    Wie man sieht denken viele so, von denen man es nie gedacht und erwartet hat. Durch Geld verschließen sie ihre Augen und setzen ihre Grundwerte aus.
    Aber es gibt immer noch Menschen die lassen sich nicht kaufen.
    Somit steige ich aus dem Lesekreis–TAZ–aus.

  41. meeeeeensch! ich hab damals aufgrund der AFD-anzeige mein abo gekündigt und nun mal ne weile „pause“ gemacht… jetzt war ich fast schon wieder so weit und werbt ihr für die gurkentruppe… WTF?

    das ist doch dooof! :-)

  42. Ist das Satire?
    Oder definiert die Taz Begriffe wie Militarismus, Lobbyismus etc. einfach um, bis damit Werbung der Bundeswehr, von Monsanto,etc. bei ihnen erlaubt ist.

  43. Wer sich wie die Ballerina auf der Spieluhr ständig nur um sich selbst dreht, wird sehr schnell realisieren, dass ganz weit rechts (kurz vor) links ist; Und dann kann ’s mir ja auch ‚Banane‘ sein, wer das Ding aufzieht, nicht wahr?! Hauptsache ES läuft, und läuft, und läuft, …. .
    Und das hier heutigentags immer noch LeserkommentatorInnen meinen, bei der taz handele es sich um ein ‚linkes‘ Blättchen, sollte sich vielleicht mal dehypnotisieren (lassen):
    “Die taz IST die Bildzeitung (….)”.

  44. Die taz soll die Kohle einstecken und gut.

    Was allerdings mehr als merkwürdig ist: Wie kommt die Bundeswehr nur auf die haarsträubende Idee, in der taz zu werben? Der Großteil der taz-Leserschaft (zumindest der Teil, der sich an der Netzdebatte beteiligt…) scheint doch eher Tendenzen zu undifferenzierten Denkmustern zu haben:
    Die böse, böse Bundeswehr ist abgrundtief schlecht, Abweichungen von diesem Dogma sind nicht zugelassen.

    So dürfen wir also erneut feststellen, dass „die Truppe“ Steuergelder zum Fenster hinauswirft. Das ist m.E. der wirklich ärgerliche Aspekt dieser Angelegenheit.

  45. Ich finde die Bundeswehrwerbe Kampagne auch nicht prickelnd, allerdings auch so unpassend das ich mir darüber keine Sorge mache wenn sie in er Taz veröffentlicht wird- Lieber ein bisschen Bundeswehrwerbung als Lobbyisten Arbeit in Artikeln.

  46. Liebe TAZ Redaktion,

    ihr seid gerade einen Beitragszahler losgeworden. Die Bundeswehr als staatliches Heer als „nicht militaristisch“ zu bezeichnen muss ein Scherz sein! Dann ist der Verfassungsschutz „kein Überwachungsorgan“, und die IHK „nicht ausbeuterisch“.

    Eigentlich schade, war die taz doch eines der wenigen Medien, die man noch konsumieren konnte (auch wenn sie sich weichspühlen lassen hat).

    Solidarische Grüße

  47. Wir haben einem Bekannten vor einiger Zeit ein Genossenschaftsanteil geschenkt und musste mit vielen Leuten zusammenlegen um das zu realisieren… Hätten wir da schon davon gewusst das die TAZ jetzt auch dankend Gelder der Militärs annimmt wäre das Geld in ein anderes Projekt zur (linken)freien Presse gegangen. Pragmatisch ist die Entscheidung das Geld zu nehmen zwar… richtig ist sie aber nicht! Ein Schlag ins Gesicht aller antimilitaristischen Genossen die mit Ihrer Einlage die TAZ stützen.

  48. Dieser Beitrag ist doch nichts anderes als ein Eingeständnis, dass man sich eben doch kaufen Lässt, weil man das Geld nunmal brauche.

    Die Junge Welt macht es mit ihrem Titelblatt morgen dagegen richtig und erteilt der Bundeswehr eine klare Absage:
    https://linksunten.indymedia.org/image/158911.jpg

  49. Seit dem die taz Werbung für Atomkraftwerke macht, ist die bei uns tabu…

  50. Is doch alles in Ordnung. Die taz freut sich über die Kohle, und der Leser darüber, dass diese Werbung in der taz verpufft. Besser in der taz für die Bundeswehr werben, als in der BILD. Da fände diese Werbung womöglich noch Anklang…

  51. Klingt natürlich großartig, fast biblisch: Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut.

    Aber wieso sollte die TAZ eine Anzeige der Armee eines Staates ablehnen, von dem sie mit Millionen unterstützt wird, während andere, tatsächlich linke Zeitungen trotz leicht steigender Leserzahl massive Probleme haben.

  52. Ist doch super, geht schon in Ordnung. Es wird nicht jedem gefallen, dass die Argumentation für die Bundeswehr-Anzeige erst auf Anzeigenerlöse abhebt und dann von erfüllten Richtlinien spricht. Unterm Strich bleibt sichs jedoch gleich: Ihr habt noch alle Tassen im Schrank.

  53. Ich sehe das ganz pragmatisch als einen Bundeszuschuss für die Pressefreiheit. Und im Übrigen ist die Bundewehr nach dem GG Teil unseres Staatswesens. Darüber wird immer kritisch zu berichten sein. Daran ist eine Zeitung zu messen, nicht zuerst an den dort platzierten Anzeigen.

  54. Nä, das geht gar nicht, da muß man Prinzipien treu bleiben, klingt wie eine Bankrott Erklärung (Zahlen die so viel) Aber allein aus der erziehungs Verantwortung hättet Ihr darauf verzichten müssen !!!

  55. Mal eine Gegenfrage, lieber Andreas Bull. Seit wann hat es die Bundeswehr nötig in der taz zu werben? Da lachen sich doch die Verantwortlichen im Verteidigungsministerium einen Ast ab, die sogenannte linke Vorhut der taz bekommt nun etwas vom Media-Etat der BW ab, das könnte ja fast ein Karnevalsscherz sein…heute ist ja der 11.11.

    Helau, ihr Pappnasen in der Kochstraße

  56. Die Bundeswehr sichert auch unseren Frieden und Freiheit. Mal gut und mal schlecht. Man sollte immer kritisch der BW gegenüberstehen als Macht im Staate, aber immer kritisch und fair, denn ohne BW geht es halt auch nicht. Daher begrüße ich Eure reife Entscheidung!

    • Was würde den deiner Meinung nach ohne die BW passieren? Invasion des IS? Oder möchtest du dir gerne die Option eines Angriffskrieges offen halten? Schwachsinn, niemand braucht die Bundeswehr – finde es auch nicht gut dafür zu werben!

  57. Sehr geehrter Herr Bull,
    Laut Aussage von Herrn Kniggendorf (Anzeigenteil taz) macht der Anzeigenteil etwa 10% des Gesamtumsatzes der taz aus, was mir signalisiert, dass getrost auf eine Anzeige der Bundeswehr verzichtet werden, denn diese dürfte nichtmal 0,5% des Umsatzes einspielen. Es ist keinesfalls akzeptabel, dass die TAZ zum Werbemedium für die Bundeswehr verkommt.
    Unter Punkt 6 der Anzeigenrichtlinien findet sich folgender Satz: „Wir akzeptieren keine rassistische, sexistische, antisemitische und militaristische Werbung“.
    Ihre Redaktion und angeblich auch LeserInnen und GenossInnen kommen aber zu dem Schluss, dass eine Anzeige der Bundeswehr „nicht grundsätzlich als militaristisch“ bewertet werden kann?
    Okay, verstehe… also wenn Worte wie Krieg, Panzer, Waffeneinsatz etc. weggelassen werden, ist die Sache geritzt und harmlos, also ab in die taz?! Wer belügt hier eigentlich wen?
    Wenn für die Redaktion mittlerweile nur noch Zahlen und nicht die Inhalte zählen, dann bin ich seit Jahren im Irrglaube gewesen und muss sofort mein Abonnement kündigen. Vielleicht hatte eine Kollegin vor einiger Zeit ja Recht mit der Aussage: „Die taz ist die Bildzeitung für Linke“. Bisher habe ich das Niveau der taz allerdings höher eingeschätzt, doch vielleicht ist es ein Vorurteil, weil ich lange keine BILD mehr in der Hand gehalten habe…
    Das Ganze ist aber kein Kasperle Theater und selbst wenn die LeserInnen der taz mündig sind und solche Anzeigen „richtig einzuordnen“ wissen, so scheint dies wohl doch (und zum Glück) auf gewisse Widerstände zu stoßen.
    Bitte erklärt mir wer oder was militaristischer sei als die Bundeswehr? Heckler & Koch vielleicht?
    Und wenn plötzlich viele Menschen ihr Abo kündigen und ihre Mitgliedschaft niederlegen, weil sie sich nicht mehr mit der taz identifizieren, wird das dann der Grund sein, sich hipper zu geben und doch ein wenig Sexismus, Rassismus und Militär zuzulassen, damit die Anzeigenquote steigt und die Kasse wieder stimmt?
    Abermals verärgerte Grüße,
    Stephan Behrendt

      • Bei aller Kritik sollten wir respektieren, dass die Diskussion über diese Anzeige hier offen geführt werden kann und nicht unterdrückt wird, wie es in vielen anderen Medien geschieht, wenn Leser sich kritisch über Redaktionsentscheidungen äußern. Und nur weil derzeit sehr viele Mitmenschen auf dem rechten Auge blind sind, bin ich nicht bereit dies auf dem linken Auge zu sein.
        Ich bin kein Fan dieser Entscheidung aber ich respektiere sie. Sie lehrt mich auch etwas über Demokratie, dass ich manchmal beinahe vergesse, wenn ich mich zu sehr ärgere….

    • „Bitte erklärt mir wer oder was militaristischer sei als die Bundeswehr? Heckler & Koch vielleicht?“
      :-D anyone?

    • Top Danke!
      Bundeswehranzeigen haben in einer TAZ die ich gerne lese nichts zu suchen.
      Meine Überlegungen mir doch wieder ein Abonement zu holen haben sich damit wohl…

    • Nun, vielleicht ist das Niveau dieser Zeitung doch nicht so niedrig, wie Sie meinen. Denn hier wird das Wort „militaristisch“ nicht mit „militärisch“ gleichgesetzt, so wie Sie es anscheinend tun. Wer ist denn „mündig“ (Ihr Wort)? Ein Haufen linker Schafe, die irgendwohin mitlaufen (deshalb ist es sehr wichtig, dass alle – immer extrem auszulegende – Gesinnungs-Grenzen einzuhalten sind)? Oder sind es vielleicht doch diejenigen X (kleine Spielerei), die eben nicht alle im Gleichschritt (boah, bin ich gut) marschieren? Übrigens: Jeder weiß doch, dass sich die Bundeswehr mit ihrer Werbung gerne blamiert – freuen Sie sich nicht schon? Herzliche Grüße von einem angehenden Politikwissenschaftler, CDU-Mitglied und Reserveoffizier, der die TAZ liest. (Ok, DAS ist jetzt aber der Beweis, dass die TAZ verkommen ist. Kann ja gar nicht anders sein, gell?!)