31.12.2006 von Helmut Höge
Über die Jahresendzeit-Feiertage hatte man mich als Aushilfshausmeister bzw. als Brigadier verdonnert, die fünfte Etage in der Kochstraße 60 zu räumen, da sie an Künstler bzw. Galeristen vermietet wird. Die taz hatte dort vor zwei Jahren zwei Etagen für das Archiv angemietet – und dieses damit sozusagen ausgelagert, weil im sogenannten “Rudi-Dutschke-Haus” in der Kochstraße 18 (gegenüber) kein Platz mehr war – erst mal für die tazzwei-redaktion und dann jetzt auch für die neue online-redaktion. Das eigentliche Archiv in der ersten Etage darf zwar noch bis zum Jahresende 2007 in der Kochstraße 60 bleiben, aber die Archivhalden in der fünften Etage mußten bis zum Jahresende 2006 geräumt werden.
Da wir kurz zuvor gerade die zweite Ausgabe der deutsch-mongolischen Zeitschrift “Super-Nomad” fertig gestellt hatten, übernahm ich als Brigadier die mongolische Arbeitsgruppe gleich auch noch als Packer und Aktenträger. Es galt ungefähr 240 Meter Akten zu verpacken und in den ersten Stock… weiter lesen
30.12.2006 von Helmut Höge

Um das Wagenwaschen und -reparieren der Mieter auf dem Hof endgültig zu verhindern, betonierte der Hausmeister einer Hamburger Sozialbau-Wohnanlage kurzentschlossen einen rostigen Eisenträger als Poller vor der Einfahrt ein. Ein Mieter, der dennoch versuchte durchzukommen, schaffte es nur, den Eisenträger zu verbiegen. “Das war die Generalprobe – der hält bombig,” meinte der Hausmeister dazu nur.
30.12.2006 von Helmut Höge
In der taz gab es gerade eine kleine Auseinandersetzung in bezug auf die letzten Nachrichten aus Somalia bzw. Mogadischu – nämlich darüber, ob es nun “international anerkannte Regierung” heißen darf oder ob nur Staaten anerkannt sein können/dürfen…In einem Kommentar von Dominic Johnson hieß es nämlich: ” Wenn die international anerkannte ‘Übergangsregierung’ jetzt die Klugheit besäße, sich in Mogadischu nicht als Sieger aufzuführen, könnte diese Chance vielleicht genutzt werden…” usw.
Statt über diese Wortklauberei jetzt allen Ernstes nachzudenken, empfehle ich, sich noch einmal die Situation in Mogadischu zu vergegenwärtigen – bevor die von der Übergangsregierung verscheuchten Islamofaschisten dort die nicht minder schrecklichen Warlords verdrängten:
Die im Anschluß an die Oktoberrevolution entstandene sowjetische Bürgerkriegsliteratur gehört zu der großartigsten, die es überhaupt gibt. Man vergißt darüber fast das Schreckliche daran. Dabei heißt einer der berühmtesten und modernsten Bürgerkriegsromane – von Artjom Wesjoly: “Russland in Blut gewaschen”. Der athenische Reformer Solon machte es einst… weiter lesen
29.12.2006 von Helmut Höge

Auf diesem neuangelegten Weg einer Kreuzberger Wohnsiedlung setzte das Gartenbauamt einen dicken Granitpoller gegen Autos, das reichte dem Hausmeister aber nicht, er wollte auch noch was gegen die rasenden jungen Radfahrer tun und setzte zusätzlich noch einen Holzpoller daneben. Die Radfahrer dort bezeichneten seine Konstruktion als eine “Schwachsinnsidee”, die wieder mal “typisch” für ihn gewesen sei.
29.12.2006 von Helmut Höge
Im böhmischen Mittelgebirge kämpft eine Bürgerinitiative gegen den Bau einer EU-Autobahn
Das böhmische Mittelgebirge (Ceske Stredohori) war erst keltisch, dann markomannisch und schließlich tschechisch, bis es von (Sudeten-)Deutschen herrschaftlich dominiert wurde, die dann jedoch, ab 1945, fast alle “heim ins Reich” vertrieben wurden. Zuvor hatten die Deutschen dort die KuK-Garnison Theresienstadt zu einem jüdischen Ghetto und die vorgelagerte Kleine Festung in ein KZ umgewandelt. Heute ist Terezin eine Museumsstadt mit mehreren Gedenkstätten, wo Ausstellungen und Symposien über den Nationalsozialismus und die Judenvernichtung stattfinden.
Das böhmische Mittelgebirge, das sich von Usti nad Labem (Aussig) bis Ceska Lipa (Böhmisch Linde) erstreckt, gleicht einer Ebene, auf der sich etwa 100 erloschene Kegelvulkane, bis zu 850 Meter hoch, erheben. Eine ähnliche Landschaft gibt es sonst nur noch in Japan. Sie ist sehr fruchtbar: Es wird dort u.a. Obst und Gemüse angebaut. Die Gegend um Litomerice und dem nahen Terezin nennt man deswegen auch “Böhmens… weiter lesen
28.12.2006 von Helmut Höge
Demonstration am Hackeschen Markt
Zweiter Jahrestag eines ungeklärten Todesfalls. Des aus Sierra Leone
stammenden, in einer Polizeizelle an den Folgen eines ungeklärten Brandes
verstorbenen Oury Jalloh wird am Sonntag, dem 7.1.2007 ab 13h am Berliner
Hackeschen Markt gedacht.
Knapp eine Woche vor dem "legendären zweiten Samstag im Januar" (Rosa-
Luxemburg-Konferenz) wird an diesem ersten Sonntag im Januar des kaum
ernsthaft als freiwillig zu bezeichnenden Todes von Oury Jalloh aus Sierra
Leone gedacht, der am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeistelle
gefesselt an den Folgen eines bis heute nicht erklärbaren Brandes verstarb.
Die Demonstrationen unter dem Motto BREAK THE SILENCE finden um 13h
parallel in Dessau und Berlin statt.
Die Berliner Demonstration beginnt um 13h, als Treffort ist der Hackesche
Markt bekannt, doch ob die Demonstration sich wird auf einen konkreten Weg
machen können und wenn, dann mit welchem genauen noch konkreteren Ziel, muß
erst dieser zweite Jahrestag zeigen.
Hübsche
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28.12.2006 von Helmut Höge

Das Verkehrsschild wurde bisher von zwei weißen Pollern geschützt, aber dem Hausmeister eines Eckhauses in Berlin-Schöneberg reichte das nicht: Er stellte auch noch einen rotweißen Bock – als dritten Poller quasi – davor.
28.12.2006 von Helmut Höge
Alle sogenannten Intelligenzblätter berichten über das internationale Tribunal gegen einige leitende Kader der Roten Khmer. Es gibt aber überhaupt nichts zu berichten, denn der Prozeß hat noch gar nicht angefangen – er wird von der UNO mit 53 Mio Dollar finanziert und auch amerikanische sowie deutsche Juristen sind mit von der Partie. Diese wichtigtuerischen Arschlöcher haben zwar keine Ahnung vom Land , das die Amis zerstörten – um den Vietkong zu vernichten, aber es ist viel Geld im Spiel. Und genau aus diesem Grund verzögern auch die kambodschanischen Juristen den Beginn des Prozesses. Grund für die jetzige Berichterstatung dürfte also die Pressearbeit der US- und deutschen Juristen sein sowie dieser ganzen iditiotischen Watchern – Human Rights Watch. Immer mehr Kambodschaner wollen nur noch eins: Dass diese Wichtigtuer das Land so schnell wie möglich verlassen.
Hier die Geschichte des “Konflikts”:
1.Ist Pol Pots maoistisch-geführte Guerilla gescheitert oder nur gescheit geworden?
Pol… weiter lesen
27.12.2006 von Helmut Höge

Hier hat der Hausmeister an der Einfahrt zu einem Gewerbehof in Braunschweig einen senkrechten Poller auf einen waagerechten geschweißt, der jetzt nur noch rot-weiß angestrichen werden muß, um ein einheitliches Ensemble zu bilden.
27.12.2006 von Helmut Höge
1954, neun Jahre nach den Atombombenabwürfen auf die japanischen Hafenstädte Hiroshima und Nagasaki und bereits kurz nach dem Test einer 750 mal stärkeren Bombe auf dem Bikini-Atoll, wodurch ein japanisches Fischerboot in der Nähe mit radioaktivem Fallout überschüttet wird, an dem sechs Fischer sterben und tausende von Japaner erkranken, weil sie den verseuchten Fang essen, kommt ein Film in die japanischen Kinos, der dieser neuen hochtechnologischen Bedrohung mit archaischen Mitteln und Bildern gewissermaßen entgegentritt.
Er begründet ein ganzes Genre, das ebenso wie die atomare Bedrohung bis heute existiert – und für das Japan inzwischen berühmt ist: den Monsterfilm, in dem Schauspieler in Monsterkostümen agieren (Suitmation statt Animation). Das erste Ungeheuer – “Godzilla”, eine Art Riesensaurier – wurde durch Atomversuche im Pazifik geweckt und schwimmt nun auf Tokio zu, um sich zu rächen. Als erstes fallen ihm zwei Kriegsschiffe zum Opfer. Das Untier ist etwa 500 Millionen Jahre alt, seine Fußstapfen… weiter lesen