Deppengalerie nennt sie Richard Kelber, der sie zusammenstellte. Das ist vielleicht etwas hartherzig ausgedrückt – von einem Rechtschreibungs- und Grammatik-Profi. Mit Christian Morgenstern sollte man hierbei bedenken: “Doch die Wissenschaft, man weiß es, achtet nicht des Laienfleißes.” Es handelt sich dabei zum großen Teil um Hinweisschilder von Einzelhändlern und Filialmitarbeitern, einige stammen aber auch von Hausmeistern bzw. von Leuten mit hausmeisterlichen Funktionen. Gleichzeitig setzt diese Schilder- oder Anzeigentafelserie aber auch die zu Beginn dieses blogs begonnene Serie von Hinweisschildern aus dem taz-redaktionsgebäude fort. Sie greift damit sozusagen – aus der Aushilfshausmeisterperspektive gesehen – ins Freie (Dudenfreie):
Archive for September 29th, 2008
Der Artikel 1981 – über die Hausbesetzerscene in Westberlin und danach bis heute, in der Sondernummer “30 Jahre taz” war bei Erscheinen schon teilweise wieder überholt. Hier folgt die sozusagen aktualisierte Fassung:
Autonome Freiräume
“Die meisten Leute können nicht squatten, sie lassen sich schon von einem Stuhl korrumpieren.” (Santu Mofokeng, Künstler aus Soweto)
“Von kommunistischer Hand zentral gesteuert finden in diesen Tagen über ganz Deutschland verteilt, Hausbesetzungen statt,” heißt es in einem Flugblatt, das der RCDS 1981 in Kreuzberg verteilte. Auch die Springerstiefel-Presse gefiel sich in dieser antikommunistischen “Hetze”, nur ging es diesmal nicht gegen internationalistische Studenten, sondern gegen eher “kiez-”, d.h. freiraumversessene” Hausbesetzer/Punks. Aber auch hierbei: Nicht nur in Deutschland, auch in England, in Italien und in anderen Ländern motivierte “Moskau” die Jugendlichen, Häuser zu besetzen – selbst in der Schweiz: Für kurze Zeit führte Zürich sogar die diesbezügliche “Randale-Hitliste” an, die von der taz eine zeitlang geführt wurde.… weiter lesen













