Photo: eifelstern.com
Bei den meisten Krimiautoren, die sich um authentische Atmos und Dialoge bemühen, kommt mindestens einmal der Ausdruck “nicht wirklich” vor. Er bezeichnete einmal etwas Irreales, nicht Existierendes, jetzt ist es ein Geschmacksurteil bzw. eine -verrirung- z.B. auf die Frage: war der Film, das Buch gut?: “nicht wirklich” Dem gegenüber stehen dann “wirklich gute Filme/Bücher”. “War es Ute Lemper oder Désirée Nosbusch – eine unserer heimatvertriebenen Broadway-Heroinen jedenfalls muss dieses neudeutsch-amerikanische ‘Nicht wirklich’ in unsere Talkshows eingeschleppt haben”, meint “Die Zeit” und vermutet: “Nicht wirklich könnte die lakonische Formel für ein verbreitetes Lebensgefühl sein in einer virtuellen Welt. Für cooles Einverständnis mit einem System verkaufsfördernder Täuschungen und Selbsttäuschungen.”
Zu diesem ganzen US-Komplex erschien soeben ein neuer Roman – von Jacques Berndorf: in seiner Reihe “Eifel-Krimis”. Der dort lebende Journalist gehört zu den erfolgreichsten deutschen “Regionalkrimi”-Autoren. Ein in den Achtzigerjahren aufgekommenes Genre, das inzwischen Anschluß an… weiter lesen
