28.02.2013 von Imma Luise Harms
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Herzliche Grüße

von Imma Luise Harms

Mit dem Hochzeitsschloss in Reichenow ist es aus. Die beiden Pächterinnen müssen den Bau räumen. Ich glaube, heute ist ihr letzter Tag. In den letzten Wochen haben sie ihre Möbel verkauft, auf ihrer Homepage und bei Ebay, ihren ganzen pseudo-aristokratischen Plunder: Königsstuhl usw.
Seit zehn Jahren ärgere ich… weiter lesen

29.01.2013 von Imma Luise Harms
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Gelegenheiten und Begegnungen

von Imma Luise Harms

Fenster mit Gardine

Wieso stehtn Frau Wächter anner Bushaltestelle? Machts der Opel nich mehr oda jibs den garnich mehr?

Ich gloob, gleich kommt der 927er, auf den wird’se warten. Aber der fährt do nach Wriezen. Was willsn da? Die fährt do sonst immer nach Strausberg, da macht se so Kurse.… weiter lesen

30.12.2012 von Imma Luise Harms
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Lohn und Brot

von Imma Luise Harms

Die Straße ist dunkel. Vom Scheinwerferlicht gestreift leuchten die Pfosten zwischen den Bäumen auf. Die roten und weißen Katzenaugen bilden ein Band, das sich mal nach rechts mal nach links biegt. Der Abzweig von Strausberg nach Altlandsberg liegt hinter uns. Nach ein paar Kilometern wird es heller – Eggersdorf. Die… weiter lesen

30.11.2012 von Imma Luise Harms
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Hand-Kuss-Kodierungen in kühlen Zeiten

von Imma Luise Harms

Bei Gemeindeangelegenheiten ist es höflich, sich die Hand zu schütteln. Das gilt für alle Zusammenkünfte, ob man nun herumsteht oder um Tische sitzt. Da werden komplexe Kreise gedreht und vielarmige Kontakte hergestellt. Die Handflächen scheinen geheime Botschaften zu enthalten, die gleichmäßig weiter verteilt werden.
Die Höflichkeit erfordert es nicht,… weiter lesen

31.10.2012 von Imma Luise Harms
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Ein weites Feld

von Imma Luise Harms

Der falsche Zug fährt vorbei

Ich sitze auf einer Bank und lese in einem Buch. Die Bank ist aus Metallgeflecht und steht auf dem S-Bahnsteig am Ostkreuz. Das Buch ist mir eigentlich egal. Wichtig ist, dass die schräg gestellte Oktobersonne auf die Bank scheint. Der Zug nach Strausberg Nord wird… weiter lesen

26.09.2012 von Imma Luise Harms
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Weitreichende Verbindungen (Schluss)

von Imma Luise Harms

- Die Brennessel. Mein Bier ist leer. Ich betrachte die Grenze zwischen Gebüsch und Damm. Im Grunde ist das eine Schengen-Grenze! Um das Kernland, die Klärbecken, wirksam schützen zu können, muss man die Randgebiete kontrollieren. Wenn hier kein Immigrant durchkommt, braucht man im Becken gar nicht mehr zu suchen. Also… weiter lesen

13.09.2012 von Imma Luise Harms
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Weitreichende Verbindungen (Teil II)

von Imma Luise Harms

Die Stimmen kommen von der Straße. Motorengeräusche. Das Klappen von Autotüren. Durch die Zweige sehe ich, wie aus einer kleinen Gruppe von Menschen auf den gelben Pflock gezeigt wird. „Das ist die Grenze vom Straßenland. Bis dahin gehört das eigentlich alles zu uns.“ Oha. Mitten in meinem Brennessel-Kampfgebiet-Hinterland! Was geht… weiter lesen

31.08.2012 von Imma Luise Harms
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Weit reichende Verbindungen (Teil I)

von Imma Luise Harms

„Brennesselbusch, du kleine, was stehst du da alleine?“ sagt Jungfer Marleen, die vertauschte Märchenbraut, auf dem Weg zur Kirche. Alleine? Da irrt sie sich!
Brennesselverbände sind straff organisierte Geheimbünde. Sie graben ihre Tunnel knapp unter der Grasnarbe, verzweigen sich auf der Suche nach gutem Nährboden in alle Richtungen und… weiter lesen

29.07.2012 von Imma Luise Harms
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Welke Blätter – schwarze Vögel

von Imma Luise Harms

Der Mond hängt als blasses gelbes D zwischen den Solarpanelen auf dem Dach. Die Sterne sind da, aber sie funkeln nicht im dunklen Himmel. Vielleicht, weil eine Staubschicht in der Luft liegt, meint Thomas, von der Ernte. Kann sein, auch auf dem See hat heute Nachmittag ein feiner heller Film… weiter lesen

19.06.2012 von Imma Luise Harms
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Lebentransplantation

von Imma Luise Harms

Mein Freund Robert ist tot. Gestern Nachmittag ist er in Heidelberg an den Folgen einer Lebentransplantation gestorben. – Ich wollte schreiben „Lebertransplantation“. Wenn das Korrekturprogramm das Wort nicht irritiert unterkringelt hätte, hätte ich wohl gar nicht gemerkt, dass ich von einem transplantierten Leben geschrieben habe.
Robert war 68 Jahre.… weiter lesen