Auf dem Weg von Prenzlauer Berg nach Hohenneuendorf habe ich mich verfahren. Dort soll ich einen Metallrahmen abholen, aber es ist nicht besonders eilig. Die frisch grünen Zweige an den Straßen, die blütenreichen, haben so schön gewedelt. Die Sonne hat auf ihnen geglänzt an diesem warmen Aprilnachmittag, dass ich einfach meinen Gedanken nachgefahren bin. Auch weg von der unwirtlichen Hektik in der Stadt. In der Kastanienallee hatte mich so ein Gucci-Brille tragender Van-Fahrer aus seinem Führerstand heraus angeraunzt, ob sonst wohl noch alles in Ordnung ist, weil er wegen mir ein bisschen langsamer fahren musste. Und ein Radfahrer, der mein Auto umrunden musste, weil ich nicht schnell genug in der Parklücke verschwunden war, stöhnt im Vorbeifahren: „Könnt ihr nicht einfach zuhause bleiben?“ Ich habe ein MOL-Kennzeichen am Auto. Es hat etwas gedauert, bis ich mich daran erinnert und den Spruch auf mich bezogen habe. Wenn man auf dem… weiter lesen
Archive for April, 2007
Der letzte MöHRe-Stammtisch war richtig gut besucht. Vielleicht lag es daran, dass über das Thema „kinderfreundliches Dorf“ geredet werden sollte, vielleicht auch daran, dass aus dem Anlass Aushänge gemacht worden waren.
Sitzordnung
Als der übliche Stammtisch nicht mehr reichte, hatten die Vereinsmitglieder die Tische in Wegners „Kellerstübchen“ zu einem T zusammengeschoben. U oder T – das ist von entscheidender Bedeutung für die Kommunikationsstruktur – also, wer mit wem reden kann oder reden muss. Die Innenplätze beim U sind prekär. Man ist seinen Sitznachbarn und dem Gegenüber des äußeren Kreises ausgeliefert. Die Außenplätze dagegen haben den Vorteil, den Überblick über die ganze Runde zu erlauben, allerdings nicht auch die direkte Kommunikation, denn die Innenplätze sind im Weg. So kann man aus dem Außenring zwar gut beobachten, wer mit wem redet, kann aber nicht selbst mitmischen, was unter Umständen das größere Problem ist. Man kann das U natürlich auch so… weiter lesen