Archive for Januar, 2008

10.01.2008 von Imma Luise Harms
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Dicke Socken

von Imma Luise Harms

Fadeneinfädler.jpgEin Wollfaden ist eigentlich nicht dick, auch ein dickerer nicht. Er ist vielmehr flauschig. Das heißt, wenn man den Wollfaden lässt, wie er will, plustert er sich auf; die Fasern gehen auf Abstand zueinander und lassen Luft zwischen sich. Das hängt damit zusammen, dass Fasern aus tierischem Haar widerspenstig sind; ihre elastische Molekülstruktur bewirkt, dass sie sich unter äußerem Einfluss zwar verformen, aber wenn der Druck nachlässt, trotzig in ihre Ausgangshaltung zurückgehen. Material, das einen weniger ausgeprägten Eigenwillen hat und ergeben in der aufgezwungenen Form bleibt, nennt man plastisch. Baumwolle ist eher plastisch. Dicke Baumwollfäden sind deshalb wirklich dick. Zum Beispiel kann man sie schwer durch eine Stopfnadel fädeln. Aber es kommt auch selten vor, dass man das versucht. Höchstens, wenn man einen Baumwollpullover gestrickt hat und die Fäden vernähen will. Viele verknoten die Enden einfach und schneiden sie ab. Das soll man nicht, weil der gestrickte Stoff sich ziehen… weiter lesen