23.10.2009 von Imma-Luise Harms
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Ein blog über das Schlachten unserer Wollschweine vor zwei Jahren hat eine sich über Monate hinziehende Ejakulation der Abscheu von Tierrechtlern über dieser Seite niedergehen lassen.
Jetzt zum Rind.

M. aus der Märkischen Schweiz hat eine kleine Highlander-Herde. Die zotteligen Tiere grasen zwischen den Streuobstwiesen und auf kleinen Auenstücken. Das reicht gerade für die acht Tieren. Aber es dürfen nicht mehr werden. Ein Jungbulle muss geschlachtet werden, bevor er weitere Highlander-Kälbchen produziert. M. fragt an, ob wir ein ganzes Tier nehmen würden. Seine Preisvorstellung ist hoch, aber angemessen. Rindfleisch von einem Tier, das ein glückliches Leben auf der Wiese verbracht hat, das auch dort sterben wird (“mit Heu im Maul”, wie M. sagt), das sollte auch anderen den Preis wert sein. Wir denken, das wird sich unter denen verteilen lassen, die gutes Fleisch bevorzugen.
Das Fleisch wird beim Schlachter “vom Haken” verkauft. D.h. es… weiter lesen
07.10.2009 von Imma-Luise Harms
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S. und J., ein mir bekanntes Paar, hat im Sommer auf einem großen Festival einen Waffelstand gemacht. Das Geschäft lief gut, blieb aber doch hinter den kühnen Erwartungen zurück. Weil ich für meine Letztverwertungs-Anstrengungen bekannt bin, fragte S. mich, ob ich Verwendung für eine größere Menge von H-Milch kurz vor dem Verfallsdatum habe.
Mein Nachkriegstrauma, dass man nichts umkommen lassen darf, setzte sofort ein. Meine Tante Else, die in einer westdeutschen Kleinstadt Gemeindeschwester war, hatte mich als Sechsjährige mitgenommen, wenn sie Milchpulver zu armen Flüchtlingsfamilien brachte. Ich schickte Rundfragen an Email-Verteiler der solidarischen Ökonomie, wer die Milch brauchen kann. Thomas riet, sie den Bauernverbänden für ihre nächste Protestaktion zur Verfügung zu stellen.
S. hat die Milchreste mittlerweile für mich griffbereit in einen Schuppen gestellt. Es ist wirklich eine Palette mit 50 5-Liter-Kanistern H-Milch, also ¼ Tonne. Zusätzlich ein halber Karton Pflanzenmargarine, 15 Liter Sahne in Kanistern und eine… weiter lesen