Kultur & Unterhaltung

26.05.2012
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Ich weine – Ich lache

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
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Am Pfingstsonntag will uns Linda Pfeiffer besuchen, das nehmen wir zum Anlass in den MÄRZ-Zitaten ihr Buch vorzustellen.


Pfeiffer, Linda: ›Ich weine – Ich lache‹. Engl. Brosch., 176 Seiten, (8°). Umschlaggestaltung: Typographie von Jörg Schröder mit einem Gemälde von Henning John von Freyend, welches Linda Pfeiffer zeigt. März Verlag, Herbstein 1985 (Die März-Ausgabe ist nur noch antiquarisch erhältlich.)
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Linda Pfeiffer studierte in Köln, arbeitete dann als Lehrerin in Deutschland und Rio de Janeiro. Seit 1969 veröffentlichte sie literarische Arbeiten in den Zeitschriften ›Der Gummibaum‹, herausgegeben von Rolf Dieter Brinkmann, ›Der fröhliche Tarzan‹, herausgegeben von Rolf Eckart John. Bei Kiepenheuer & Witsch erschien 1989 ihr Roman ›Schwarze Liebe‹. Sie lebt zusammen mit Henning John von Freyend (Briefpartner von Rolf Dieter Brinkmann in ›Rom, Blicke‹) in Sievernich.

T. Zenke schrieb über ›Ich weine – Ich lache‹… weiter lesen

26.05.2012
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Schmähkritik (495): Dave Grohl über Nickelback

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Die kanadische Band Nickelback destilliert seit etlichen Jahren all das, was an Grunge widerlich war, in ihre eigenen Songs. Dave Grohl, dank seines Schlagzeugjobs bei Nirvana, nicht unschuldig an der Grunge-Explosion will sich aber offensichtlich nicht den Schuh anziehen, auch für alle fürchterlichen Nachfolger verantwortlich zu sein:


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26.05.2012
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In Aserbaidschan ist der Gärtner der Philosoph

aus mini_icon_blogname Aha.Architektur

Baku. Für einen der durch uns gestalteten organisch-ökologischen Gärten hatten wir etliche sehr alte Ölbäume nach Aserbaidschan bringen lassen. Ein besonders schönes Exemplar soll bereits über 300 Jahre alt sein und beeindruckt durch seine exponierte ausdrucksstarke gewundene und beschützende Form.

Bereits beim entladen ließen sich Arbeiter und Zöllner an seinem Fuß nieder und fotografieren. Als dieses Prachtexemplar mit großen Mühen, so ein Baum wiegt immerhin über 4 Tonnen, an seinen vorgesehenen Standort gebracht wurde löste er noch mehr Bestaunen aus. Der Anhang der Auftraggeber, das Sicherheitspersonal und der Gärtner ließen alles liegen und stehen und bewunderten die Olivenbaumgruppe.

Was macht gute organische Architektur und Landschaftsarchitektur aus? Kurz gesagt, wenn sie beim Betrachter intuitiv ein Wohlgefühl auslöst, eine neue, vielleicht bisher unbekannte musikalische Dimension aufstößt, ihn anhält, sich zu einer näheren Beobachtung hinreißen lässt, die Situation poetische literarische Gespräche initiiert …

Aus der Gruppe trat ein junger Mann hervor und… weiter lesen

25.05.2012
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Halb-Angst

aus mini_icon_blogname Wortistik

von Wolfgang Wilhelm:

Viele Fußballer haben ein quasi-erotisches Verhältnis zum groben Unfug. Dazu gehört auch Otto Rehagel, wenn er sagt, er habe Halb-Angst gehabt…
Da muss ich wieder an den Artikel “Fürchtet euch!” denken:
In Deutschland spricht es sich leichter von der Angst als anderswo. Das liegt nicht an dem Siegeslauf des Psycho-Slangs der Betroffenheit. Den gab es in den USA eher noch stärker. Die Rede von der Angst hat in Deutschland einen sehr spezifischen Grund. Angst unterscheidet sich von Furcht. Man fürchtet etwas. Angst hat man. Die Furcht weiß, wovor sie sich fürchtet. Sie kann nach Gegenmitteln Ausschau halten. Sie kann sich rüsten. Die Angst kann das nicht. Die Angst weiß nicht, woher sie kommt. Sie weiß nicht, wie ihr zu begegnen ist. Die Angst ist das Gefühl des hilflos Ausgeliefertseins. Ein Gefühl, das Menschen wahrscheinlich überall auf der Welt immer wieder haben und hatten.

25.05.2012
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Ich bin dick, Ihr seid doof

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

I. Vorgeschichte

Als der taz-Redakteur anruft und fragt, ob ich nicht anlässlich des Anti-Diät-Tages gegen die Diskriminierung von Dicken, von dessen Existenz ich auf diese Weise also auch noch erfahren muss, einen Kommentar schreiben möchte, muss ich zunächst auflachen.  Klar, da muss natürlich der Dicke ran. Max Goldt fällt mir ein, der sich einst darüber ereiferte, dass er von der „Titanic“-Redaktion gefragt worden sei, einen Artikel über das damals gerade in Mode gekommene öffentliche Outing von sich diesbezüglich bedeckt haltenden Schwulen zu schreiben. Warum er bloß immer irgendwie für schwule Themen gefragt werde und warum seine Bücher in Buchhandlungen so oft bei Schwuler Literatur stünden, nur weil er schwul sei, fragte er in dem Text, indem er letztlich dann doch über das Outing schrieb.

Andererseits muss ich daran denken, dass ich einst einen Text schrieb, in dem ich das vorherrschende Schlankheitsideal satirisch behandelte. Ich dichtete zu… weiter lesen

25.05.2012
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Fotoblog Streetart goes Ausstellung in Bremen

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Im Juni ist eine kleine Ausstellung mit ein paar meiner Fotos in Bremen zu sehen!!!

Vernissage ist am 28.05. ab 18 Uhr im selbstverwalteten Projektraum “Kurzschluss“: Lahnstraße 16 in Bremen-Neustadt. Wer in Bremen das liest…ist herzlich eingeladen vorbei zu kommen!

24.05.2012
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Manfred Butzmann

aus mini_icon_blogname Vollands Blog

Die Stadt Cottbus richtet die große Retrospektive für den Maler und Grafiker Manfred Butzmann im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus aus. “Die ganze Heimatkunde”. 12. Mai-19. August 2012.

Einzeltrinker am Stehtisch (in der “Molle”), 2. März 2005, Tagebuch 225, blauer Fineliner, Aquarell, 25,9 x 16,7 cm (Ausschnitt)

Eingeschlafen in der “Molle”, 31. März 2004, Tagebuch 2009, schwarzer Fineliner, Aquarell, 21,8 x 16,5 cm

Gabi an der Musicbox (in der “Molle”), 1. Januar 2005, Tagebuch 224, schwarzer Fineliner, Aquarell, 23,8 x 17,4 cm

Heinz, der Schornsteinfegermeister, kommt zum Jahrhundertsilvester in seiner Berufskleidung in die “Molle”, 31. Dezember 1999, Tagebuch 127, Fineliner, Aquarell, 21,4 x 13,5 cm

Paar an der Musicbox (in der “Molle”), 6. Januar 2005, Tagebuch 224, schwarzer Fineliner, Aquarell, 23,8 x 17,8 cm

Neben den feinen Zeichnungen stehen eine Reihe lesenswerter Kurztexte von Bekannten und Freunden, die Butzmann im Laufe der Jahre in die Molle gelockt… weiter lesen

24.05.2012
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Accordion Mystery

aus mini_icon_blogname Prinzenbad-Blog

Theater am Rand

Kultur-Blind-Date einiger Prinzenbadlerinnen in Zäckericker Loose – und zwar nicht in der dortigen  Badeanstalt, wie es die Zusammensetzung der Kulturgruppe vielleicht vermuten ließe, sondern direkt an der Oder im “Theater am Rand”.

Die Bühne im "Theater am Rand"

Dieser Ort ist schon ein besonderer – nicht nur, aber auch wegen seiner Theateraufführungen. Gespielt wurde am letzten Wochenende “Accordion Mystery”. Erzählt wird die Geschichte aus E. Annie Proulx‘ Meisterwerk “Das grüne Akkordeon” – eines kleinen grünen Knopf-Akkordeons und dessen wechselnde Besitzer. Von Hand zu Hand spielt sich das Musikinstrument. Die Lebenswege ihrer Besitzer beeinflussen und werden beeinflusst durch den Weg des Instruments. Aber es ist auch die Geschichte Amerikas, die erzählt wird, die Geschichte der nach Westen ziehenden Einwanderer und ihrer jeweiligen Kultur. Verwoben mit den Tönen, Akkorden, Tempi und Rhythmen des Lebens.

Tobias… weiter lesen

21.05.2012
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21. Mai 2012

aus mini_icon_blogname November 07

Rei hatte Geburtstag. Der Clubchef ist 39 geworden.

Im “Golden Gate” achtet man das Rauchverbot.

Ich dachte immer, hier wäre das Melancholie 2 gewesen.

 

 

 

15.05.2012
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Kairo-Virus 148

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

“…die Pyramiden Ägyptens schaukeln mit dem Ganzen und in sich. Selbst die Beständigkeit ist bloß ein verlangsamtes Schaukeln.” (Michel de Montaigne)

 

 

3  franz. Poller in der Stunde zwischen Hund und Wolf

 

 

Im Verlag Association A haben Peter Birke und Max Henninger 12 Beiträge aus “Sozial.Geschichte Online” veröffentlicht, u.a. von Karl Heinz Roth, Kristin Carls und Silvia Federici, die sich mit den “Krisen-Protesten” weltweit befassen. Das beginnt mit einem Beitrag von Helmut Dietrich über “Die tunesische Revolte als Fanal”. Andere Autoren der Aufsatzsammlung thematisieren die Proteste in Griechenland, Spanien, Deutschland und den USA sowie die zweite Generation der Bauernarbeiterinnen im heutigen China.

Daneben sind in der letzten Zeit noch mehrere “Sonderhefte” erschienen, die sich mit den Arabischen Aufständen – ein Jahr danach – befassen:

Z.B. von der “Zeitschrift für den Orient – Zenith” – “Was vom Arabischen Frühling bleibt”, ferner von  der Le Monde Diplomatique, vom… weiter lesen

07.05.2012
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Bekommt Tex Rubinowitz den Wolfgang Koeppen Preis?

aus mini_icon_blogname Auf der Borderline nachts um halb eins.

FRAGEN SIE JOACHIM LOTTMANN
„Bekommt Tex Rubinowitz in diesem Jahr den Wolfgang Koeppen Preis?“ L.K. Bennett, Klagenfurt (in Kärnten).
Antwort: Der deutsch-österreichische Schriftsteller, sing-a-song-writer, Performance-Punk-Künstler und Karikaturist Tex Rubinowitz hat gewiß das Potential, den anerkannten Wolfgang Koeppen Preis der Stadt Greifswald zugesprochen zu bekommen. Leider bin ich jedoch verpflichtet, bis zum 15. Mai darüber Stillschweigen zu bewahren.
„Was halten Sie vom wenig bekannten Werk der Autorin Lydia Mischkulnig? Hätte sie nicht den Wolfgang Koeppen Preis verdient, und wenn nicht, warum?“ Hugo Meisl, Wien 14. Bezirk (Hütteldorf).
Antwort: Hierauf gebe ich dieselbe Antwort wie auf die Frage nach Tex Rubinowitz. Ich bitte um Verständnis. Ich bin nicht mehr der Jüngste, habe die Fünfzig unlängst überschritten und kann nicht mehr jede Frage individuell retournieren.
„Haben Sie in Ihrer Jugend den Lübecker Romancier Thomas Mann gelesen?“ Michaela Kors, Arnsberg bei Zürich.
Antwort: Natürlich habe ich beide Manns… weiter lesen

03.05.2012
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Entwicklungshilfe für den Kiez

aus mini_icon_blogname M29 Kreuzberg

34 Quartiersmanagementgebiete gibt es in Berlin. 11 Quartiersmanagements allein in Neukölln. 11 Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf.

 

Die QMs sollen Anlaufstellen in den Kiezen sein, sie sollen Bürgerengagement ermöglichen und fördern, sie sollen mit den Anwohnern zusammen Probleme im Kiez erkennen, diskutieren und Lösungen finden, sie sollen Projekte fördern, Akteure im Kiez vernetzen, Bürger und Verwaltungen zusammenbringen und erreichen, dass sich möglichst viele mit ihrem Kiez auseinandersetzen. Weil jeder Kiez anders ist, sollen sich die Verwaltungen am Sozialraum orientieren und den Kiez zusammen mit den Anwohnern verändern.

 

Es ist eine große Vision mit vielen Baustellen, die da Wirklichkeit werden soll. Seit einigen Jahren sind die Quartiersmanagements am Werk. Wo stehen sie heute? Wie gehen bürgerschaftliches Engagement und QM-Strukturen zusammen? Wer engagiert sich da überhaupt? Welche Probleme gibt zwischen Anwohnern und QMs und wo zeigen sich positive Entwicklungen?

 

Mit diesen Fragen hat sich Sebastian Homer in seiner Diplomarbeit auseinandergesetzt.… weiter lesen

16.04.2012
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Wer war schlimmer: Charlie Chaplin oder Adolf Hitler?

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

(aus meinem aktuellen Lieblingstumblr: Least Helpful: Daily Dispatches from the Internet’s Worst Reviewers)

19.12.2011
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Lieblingsrezept: Seitan

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

In Südafrika, bei 35 Grad, hat Tischgespräch-Autorin Anke es mitunter nicht leicht, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Doch wenn sie an den leckeren, veganen Rollbraten vom letzten Mahl denkt, klingen die Glöckchen. Ein Rezept zum Fest.

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01.12.2011
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Der Musiskant und die Musikerin

aus mini_icon_blogname jottwehdeh

Gerade habe ich mein Buch aus der Tasche gezogen, da mischen sich sanft langgezogene Töne in das Rattern der S-Bahnräder. Die Töne steigen zu einem zarten Zirpen auf und sinken herunter in eine samtige Getragenheit. Dann sind sie kaum noch zu vernehmen. Ich wende mich um. Am Ende des Abteils hat jemand eine Geige ausgepackt. Der Mann mit dunklem Brillengestell und langem, dunklem Haar, das unter einer Wollmütze hervorquillt, hat sich an das Geländer gelehnt, das den letzten Sitz von der Tür trennt. Er streicht seine Fidel. Sie kommt mir groß vor; es ist wohl eher eine Bratsche. Die Finger eilen über die Saiten und verhalten zitternd an einer Stelle, um den Bogenstrich abzuwarten. Manchmal klingt ein zweiter Ton mit. Es ist wie das „Oh“ oder „Ach“ einer teilnehmenden Zuhörerin.
Die Musik hat etwas angenehm Unaufdringliches. Ich hole mein Portemonnaie heraus. Einen Euro ist mir das wert. Ich nehme… weiter lesen

30.09.2011
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katzenjammer nach papstbesuch

aus mini_icon_blogname Papst-Blog

liebe schwestern und brüder,

nach dem papstbesuch, der einen auch als journalisten geradezu überrollt hat, so dass man kaum zum nachdenken kam, bin ich immer noch in gedanken, was diese reise denn nun gebracht hat – und was nicht.

nach den reaktionen meiner protestantischen freundinnen und freunde zu urteilen, war der besuch in sachen ökumene eher kontraproduktiv – sie hatten da doch sehr viel mehr erwartet.

was die katholische kirche in deutschland angeht, frage ich mich nach wie vor, was diese beiden praktisch letzten reden des papstes (beim zdk und im konzerthaus) eigentlich sollten: was hat der papst damit eigentlich erreicht, außer die katholikinnen und katholiken in deutschland zu brüskieren?

übrigens möchte ich diesen blog gerne weiter führen, da ich glaube, dieses diskussionsforum könnte, abseits des papstbesuchs und angehängt an der taz, ganz sinnvoll sein.

pax et bonum!

19.08.2011
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Und zum Abschluss ein „Pijama“

aus mini_icon_blogname Dieta mediterránea

Pfirsich Melba, das kennt jeder. Der Nachtisch animierte Hausfrauen wie Köche zu immer neuen Kreationen auf der Basis eines Pfirsichs bzw. einer Pfirsichhälfte. Von den 60er bis weit in die 80er Jahre hinein in Spanien außerordentlich populär war der „Pijama“ (Pyjama), ein Dessert, das bei keiner Hochzeit, Kommunion oder häuslichen Festen fehlen durfte. Dabei handelte es sich einfach um einen fertig gekauften Pudding oder Flan, der auf den Teller gestürzt und mit einer Pfirsichhälfte aus dem Glas und vielleicht noch anderen Dosenfrüchten wie Ananas und mit Schlagsahne ausgarniert serviert wurde. Manchmal kam auch noch eine Scheibe Eis, ein sogenannter Corte, dazu.

Das letzte Gericht, das am 30. Juli im El Bulli serviert wurde, ist eine Destruktion des berühmten „Pfirsich Melba“, eine Hommage an die klassische französische Küche und deren Vater, Auguste Escoffier (1846 – 1935), der das Dessert 1893 für Nellie Melba erfand, als die australische Sopranistin im Londoner Covent Garden mit der… weiter lesen

06.07.2011
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Einleitung 4: Die Grenzen der Revolution

aus mini_icon_blogname Marx und Jesus reloaded


Nichts ohne Voraussetzung
Wie wird der Alte aus dem Gang kommen, wo sich die Katze in den Schwanz beißen soll, kurz vor Ende der Einleitung zur Hegelkritik. Da nimmt er Luthers Reformation als deutsche Vorlage für eine Kulturrevolution. Da soll der nur einfach – zum inneren Glauben – befreite deutsche Protestant nun zum doppelt freien Menschen erhoben werden. Für eine solche radikale, menschliche Revolution fehle den Deutschen aber eine Art englischer oder französischer politischer Revolution. Aber nicht die menschliche Revolution versichert sich Marx, sei ein utopischer Traum, die politische. Die entscheidende Voraussetzung des deutschen Sturms auf die Bastille sei, dass das Bürgertum sich wirtschaftlich bereits durchgesetzt habe, also „alle Geld und Bildung beliebig erwerben können“. Das aber eben hat es nicht. – Da wären wir ganz nah dran an der vollen Zivilgesellschaft, rufe ich aus. Wir haben heute Geld und Bildung zuhauf, ja geradezu überschüssig und für Marx… weiter lesen

26.05.2011
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Eine Reise nach Nepal (1977) – 26. Pokhara

aus mini_icon_blogname Notizen aus der Online-Provinz

Als ich noch glaubte, ich würde mit den Engländern bis zum Anapurna Base Camp trekken, hatte ich mir in Pokhara nicht nur grässliche Bergsteigerstiefel, sondern auch einen großen, schweren Rucksack geliehen … weiter lesen

18.02.2011
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Wir verabschieden uns

aus mini_icon_blogname O Sohle mio!

Unser experimentelles Blog-Projekt ist am Ende angelangt, und trotzdem gibt es noch viele spannende Geschichten, die sich erzählen ließen. In Schuhen steckt eben mehr als nur ein Fuß – auch musikalische Inspiration: Über Schuhe wurden schon viele schöne Lieder geschrieben. Zum Abschied haben wir unsere liebsten Schuh-Songs für Sie ausgewählt. Wir wünschen viel Vergnügen beim Hören und dass Sie auch weiterhin die Ohren spitzen, wenn Schuhe Geschichten erzählen.

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Johanna Emge: „Dancing Barefoot“ von Patti Smith
„Ich war im letzten Sommer mit Freunden in einem Club. Es war furchtbar heiß und wir haben ausgelassen getanzt und irgendwann hat einer von uns spontan seine Schlappen abgestreift. Der Türsteher wollte ihn rauswerfen – da haben wir alle unsere Schuhe ausgezogen und barfuß weiter getanzt. ‚Dancing Barefoot‘ von Patti Smith bedeutet für mich nicht nur Freiheit für meine Füße, sondern auch Freiheit und Revolution gegen äussere Zwänge.“

I’m

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02.10.2010
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KRAFT DURCH FREUNDE

aus mini_icon_blogname Zeichenblog

Nach längerer Blogpause heute endlich mal wieder ein Eintrag. Ich war unterdessen allerdings nicht untätig und habe zusammen mit Ziska einen neuen Comic gemacht. Soeben ist eine erste Pressemitteilung dazu erschienen. Voila:

KRAFT DURCH FREUNDE
Unter diesem provokanten Titel parodieren sie das virtuelle Freundesammeln, den hemmungslosen Datenvampirismus im Überwachungsstaat, und den von Geilmärkten entfesselten Konsumrausch.

Der Mond hat die Menschheit schon immer fasziniert. Der leuchtende Erdumkreiser inspirierte Werwölfe, Schlafwandler, Verschwörungstheoretiker und Comiczeichner. Heisenberg meint, der Mond sei nur da, wenn jemand hinschaut. Doch ab heute ist er immer da, und zwar genau über Deinem Kopf, denn ‘Your Personal Moon’, ein kugelförmiges Ultrasmartphone, schwebt stets über seinem Besitzer und begleitet ihn überall hin. Der Moon ist der neue Trend – weg mit dem peinlichen alten iPhone!

Der Moon kann einfach alles, er ist Kamera, Telefon, Bankaccount, Musikbox, Navigator, Schlummerlicht… Klaus Dieter Freund, Eigentümer des Superkonzerns Kraft durch Freunde, landet… weiter lesen

16.02.2010
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Ausgespielt!

aus mini_icon_blogname Männer mit Spielplan

In meiner mehr als nur politischen Jugend las ich einmal einen im Endeffekt sehr suggestiven Roman, der zur Zeit des Kapp-Putsches spielte und von der Entstehung, dem Kampf und der Niederlage der Roten Ruhrarmee erzählte, und das war ein sehr dramatisches, düsteres Buch voller Endzeitstimmung, und die zwei Protagonisten, beide Kämpfer und Anführer der Roten Ruhrarmee, überlebten die ganze furchtbare Sache nur sehr, sehr knapp, um sich dann aber, im letzten Kapitel, völlig überraschend einige Zeit später bei sonnigem Wetter am Rheinufer im Düsseldorf wiederzutreffen.  Dort saßen sie dann auf einer Terasse, bestellten einen Kaffee und plauderten ein wenig, wie’s denn so geht usw. Starker Kontrast. Ganz normales Leben plötzlich. Nichts mehr von Kampf bis zum Ende, keine Roten Armeen mehr, keine Märsche auf die Zitadelle Wesel usw., stattdessen weißes Porzellan, Sonnenschein, draußen gibt’s nur Kännchen und das ganze Programm. Sehr beeindruckend.
Ganz ähnlich mein Gefühl, als zwei Tage… weiter lesen

31.03.2008
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Schlaf und Unschlaf

aus mini_icon_blogname Der Somnambule Salon

Kostbare Lebenszeit der verehrten Leser und Leserinnen bleibt vom Somnambulen Salon unberührt und unbelästigt, weil er so unglaublich selten erscheint. Wie viel mehr davon könnten die Leser und Leserinnen doch gewinnen, wenn auch andere so wenig schreiben würden wie ich! Auch weiterhin werden wir uns in diesem Blog durch konsequentes Nicht-Bloggen allen gut gemeinten Weck- und Ordnungsrufen widersetzen, da uns die Disziplin des Bleibenlassens nun einmal in die Wiege gebloggt ist. Tagsüber sind wir gekommen um zu bleiben, nachts bleiben wir um zu lassen. Schlafwandler sind große Lassende, Profis in der Produktion von Nichts und wieder Nichts, und ihr Ehrgeiz besteht darin, dieses elegant zu steigern, dabei Hegel zustimmend, der festgestellt hat, dass im Buch der Geschichte das GLÜCK auf dessen leeren Seiten zu finden sei. Somit haben Sie bei der vorliegenden Lektüre den größten Nutzen, wenn Sie sich die Sätze als Statthalter für ein glückliches Nichts denken, behelfsweise als ein seidenes Negligé, mit dem… weiter lesen