Böse Zungen behaupten, er sei gar nicht tot, sondern von einem deutschen U-Boot in die Antarktis abgeholt worden: Der Esoterik-Nazi Miguel Serrano, eine der skurrilsten öffentlichen Personen Chiles, ist am vergangenen Samstag im Alter von 91 Jahren gestorben.
Als Serranos Sarg am Montagmorgen die San-Pedro-Kirche in Santiago verließ, spielte man “Ich hatt’ einen Kameraden”, und auf dem Hauptfriedhof warteten schon faschistische Grüppchen, die ihr Idol mit “Heil Hitler”-Rufen verabschiedeten. Immerhin das Publikum in der Kirche war ein wenig seriöser gewesen, denn der einstige Karrierediplomat Serrano, der Chile in den Sechzigerjahren als Botschafter in Jugoslawien und Österreich vertrat, gilt in seiner Heimat immer noch als nicht ganz unbedeutender Literat. Surrealistisch soll sein Frühwerk gewesen sein, heißt es, er war der Neffe des Dichters Vicente Huidobro und mit Hermann Hesse sowie Carl Gustav Jung bekannt.
Ob Serrano tatsächlich irgendwann einmal etwas Interessantes geschrieben hat, möchte man
Als Serranos Sarg am Montagmorgen die San-Pedro-Kirche in Santiago verließ, spielte man “Ich hatt’ einen Kameraden”, und auf dem Hauptfriedhof warteten schon faschistische Grüppchen, die ihr Idol mit “Heil Hitler”-Rufen verabschiedeten. Immerhin das Publikum in der Kirche war ein wenig seriöser gewesen, denn der einstige Karrierediplomat Serrano, der Chile in den Sechzigerjahren als Botschafter in Jugoslawien und Österreich vertrat, gilt in seiner Heimat immer noch als nicht ganz unbedeutender Literat. Surrealistisch soll sein Frühwerk gewesen sein, heißt es, er war der Neffe des Dichters Vicente Huidobro und mit Hermann Hesse sowie Carl Gustav Jung bekannt.
Ob Serrano tatsächlich irgendwann einmal etwas Interessantes geschrieben hat, möchte man